Steinmetze gegen Kinderarbeit

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Der Bundesverband Deutscher Steinmetze positioniert sich weiterhin gegen jegliche Kinderarbeit weltweit und in allen Bereichen. Wogegen er sich jedoch wehrt, war und ist ein unbegründeter Generalverdacht gegen Steinmetze und ihre Produkte sowie die einseitige Forderung, dass Steinmetzbetriebe Nachweise über die gesamte Wertschöpfungskette zu erbringen haben.

Wie soll diese Forderung umgesetzt werden? »Man stelle sich nur vor, jeder Modeladen müsste den Nachweis erbringen, dass die Shirts oder Jeans, die er verkauft, ohne Ausbeutung hergestellt wurden«, sagt Bundesinnungsmeister Gustav Treulieb. Er bezieht sich auf frühere Stellungnahmen des Verbandes, in der die Steinmetze bereits beklagt haben, dass Politik und Verwaltung versuchten, weltmarktpolitische Probleme auf dem Rücken von kleinen Handwerksbetrieben auszutragen. Mit dem jetzigen Urteil bekommen die Steinmetzunternehmen wieder die Chance, ihre freie Berufsausübung zu nutzen. Gleichzeitig ist nun die Politik der Bundesländer in der Pflicht, feste Maßstäbe für eine Zertifizierung sowie deren konkrete Umsetzung festzulegen. Willkürliche Entscheidungen einzelner Verantwortlicher sind so nicht mehr möglich. Trotzdem will man weiter mit den Städten und Gemeinden in engem Kontakt bleiben und gemeinsame Lösungen erarbeiten. Diese können ganz unterschiedlich ausfallen: So könne man in Zeiten, in denen die Menschen sich viel mehr über Nachhaltigkeit und Ökologie Gedanken machen, gemeinsam den Fokus stärker auf den europäischen Naturstein lenken und aufklärend tätig sein.

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Weiterhin legt der Bundesverband auch zukünftig seinen Mitgliedern nahe, in Form einer Selbstverpflichtung aufzuzeigen, dass man sich mit seinen Produkten grundsätzlich gegen Kinderarbeit positioniert. Den Zertifizierungsunternehmen, die in den Ländern aktiv sind, denen Kinder-arbeit in Steinbrüchen nachgesagt wird, kommt die Aufgabe zu, dort kontrollierend und in Deutschland aufklärerisch aktiv zu werden. Das kann aber nicht bedeuten, einem Berufsstand durch unrealistische Forderungen oder einseitige Öffentlichkeitsarbeit die Ausübung seiner Tätigkeit elementar einzuschränken. Vielmehr muss es darum gehen, den Endverbraucher, aber auch die politischen Entscheidungsträger aufzuklären und in die Pflicht zu nehmen. Die Steinmetze stehen zu ihrer handwerklichen Arbeit an sauberen Steinen – gerne aus Deutschland und anderen europäischen Ländern. Die Erinnerung an verstorbene Menschen mit einem individuellen Grabmal auszudrücken, hat eine lange Tradition in Deutschland und vielen anderen Ländern Europas. Das Grabmal ist das Spiegelbild, das Namen und Lebensdaten nennt. Über die besondere Gestaltung und das Material werden die Persönlichkeit, der Beruf oder Hobbies des Verstorbenen wieder lebendig. Mit der teilweise sehr emotional geführten Kampagne »Kinderblut an Grabsteinen« wird mit dieser Tradition grundsätzlich und einseitig gebrochen. Viele Betroffene werden vor eine Gewissensfrage gestellt, die weder sie noch die Steinmetze alleine beantworten können, da sie keinen Zugang zu den entsprechenden Informationen haben.

Die Landespolitik ist jetzt in der Pflicht, geeignete Prüfmaßnahmen zu eruieren und anzubieten. Es ist das falsche Signal, wenn sich das Thema »Vermeidung von Kinderarbeit« in der öffentlichen Diskussion auf ein einziges Produkt fokussiert, das für viele Trauernde ein wichtiger und vor allem sehr emotionaler Aspekt der Erinnerung und des Andenkens ist, zumal es zahlreiche Alternativen im Natursteinbereich gibt.

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Lernwerkstatt 4.0

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die Handwerksbranche auf die Digitalisierung vorzubereiten. Foto: Friedrich-Ebert-Schule Esslingen

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Eröffnung der Lernwerkstatt 4.0. Foto: Friedrich-Ebert-Schule Esslingen
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