Reinigung, Hygienemaßnahmen und anschließende Desinfektion von Oberflächen sind aktuell ein sensibles Thema. Doch wie unterscheiden sich die Begriffe und was gibt es bei der Reinigung von Keramik und empfindlichen Naturstein-Oberflächen zu beachten? Der Bauchemiehersteller Fila gibt Tipps für eine effektive und dennoch schonende Reinigung.

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Eine Natursteinoberfläche vor und nach der Reinigung mit Produkten von Fila. Foto: Fila Solutions
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Gereinigte Fugen vor und nach der Behandlung. Foto: Fila Solutions

Reinigung von Feinsteinzeug und Keramik

In einer Pressemitteilung weist der Bauchemiehersteller Fila auf ein Rundschreiben des italienischen Gesundheitsministeriums vom 22.02.2020 für eine wirksame Reinigung und Hygienemaßnahme hin. Darin gibt es Anweisungen zur Durchführung der Desinfektion in drei Phasen:

1. Zunächst muss der Belag von Belägen gesäubert werden – eine entscheidende Phase. Damit wird der oberflächliche, sichtbare Schmutz entfernt – wie Staub, organischer Schmutz, Flecken usw. Denn dieser bildet den idealen Lebensraum für die Verbreitung von Keimen und Bakterien.

2. Zweitens sollten Hygienemaßnahmen ergriffen werden, wodurch von einer Oberfläche die dort vorhandenen Keime und Bakterien entfernt werden.

3. Zuletzt muss die Desinfektion mit einem zertifizierten Desinfektionsmittel erfolgen. „Desinfektion“ ist ein Begriff, der oft als Synonym für Hygienemaßnahmen verwendet wird, obwohl er eine andere Bedeutung hat. Mit einem Desinfektionsmittel werden vorhandene Bakterien, Pilze oder Viren zu 99,9 Prozent entfernt. Für Deutschland empfiehlt das Robert-Koch-Institut die entsprechenden Desinfektionsmittel.

Es ist entscheidend, dass die Oberflächen vor der Desinfektion zunächst durch vollständige Entfernung des vorhandenen Schmutzes in einen primär „sauberen“ Zustand gebracht werden. Wenn der Schmutz nicht gründlich entfernt wird, wird er zu einem Nährboden für Keime und Bakterien, die sich kurz nach der Desinfektion wieder vermehren. Demnach ist es sinnlos, eine schmutzige Oberfläche zu desinfizieren.

Das italienische Gesundheitsministerium nennt als wirksame und ausreichende Maßnahme in Wohnungen, Räumen, öffentlichen Ämtern eine gründliche Reinigung der Oberflächen mit Wasser und einem geeigneten Reinigungsmittel. Hier eignen sich aus dem Fila-Programm zum Beispiel die biologisch abbaubaren Reiniger wie der neutrale Reiniger Cleaner Pro und der alkalische Grundreiniger PS87 Pro. Zur Dekontamination wird nach der Reinigung die Verwendung von 1%-Natriumhypochlorit empfohlen. Für Oberflächen, die durch Desinfektionsmittel, welche Natriumhypochlorit oder 70 Prozent Ethanol und mehr enthalten, beschädigt werden können, sind neutrale Reinigungsmittel wie die Fila-Reiniger Cleaner Pro und Brio geeignet. Wände, Türen und Fenster, Toiletten und sanitäre Einrichtungen sollten mit besonderer Aufmerksamkeit gereinigt werden. Fila empfiehlt hier aus seinem Sortiment die gebrauchsfertigen Sprühreiniger Brio (Universalreiniger, auch für empfindliche Oberflächen) und den leicht sauren Kalkentferner Viabagno (nicht für säureempfindliche Natursteine geeignet). Falls notwendig, kann man anschließend mit der Desinfektion fortfahren.

Für die Entfernung von Schmutzschichten auf Belägen aus Feinsteinzeug und anderer Keramik empfiehlt Fila die Verwendung von Reinigern wie seinen PS87 Pro gegen organischen Schmutz und Deterdek Pro gegen anorganischen Schmutz.

Reinigung von Marmor, anderen Natursteinen und Parkett

Der Bauchemiehersteller empfiehlt für empfindliche Oberflächen wie Marmor, Naturstein, Terrazzo, Engineered Stone, Parkett, gewachste Beläge etc. den Einsatz eines Reinigers mit neutralem pH-Wert, der die Oberflächen schont und keine Rückstände hinterlässt, wie zu Beispiel seinen Cleaner Pro und Brio.

Vorsicht mit Desinfektionsmitteln

Desinfektionsmittel auf Basis von Natriumhypochlorit (Bleichmittel) oder Ethanol (Ethylalkohol) können empfindliche Oberflächen verfärben und irreparabel beschädigen. Daher sollte vor dem Einsatz eines Desinfektionsmittels sorgfältig geprüft werden, ob es sich für den entsprechenden Belag eignet.

Nach der Reinigung sollte der Belag mit einem Fleckschutzmittel versehen werden. Es ist entscheidend, dass eine saugende Oberfläche mit einem wasser- und ölabweisenden Fleckschutz behandelt wird. Dadurch verhindert man, dass der Schmutz in das Material eindringt.

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Fit für die VOB/A: Seminar am 26. Juni 2018 in Lübeck

Stein Magazin

 

Vor der Sommerpause bietet die Auftragsberatungsstelle Schleswig-Holstein der IHKs und HWKs noch ein Seminar an, das sich mit Ausschreibungen und Angeboten auf Grundlage der aktuellen Vergabe- und Vertragsordnung für Bauleistungen (VOB/A) beschäftigt.

Referent Oliver Schubert, Gebäudemanagement Schleswig-Holstein AöR, Leiter Fachgruppevergabe und Vertragswesen, wird die aktuellen Regelungen anhand der Formblätter des Vergabehandbuchs für Baumaßnahmen des Bundes (VHB) zugrunde legen. Das Seminar richtet sich sowohl an Vergabestellen als auch an (Bau-)Unternehmen, die bereits im öffentlichen Markt aktiv sind, Fehler in Angeboten vermeiden und sich erfolgreicher an Ausschreibungen beteiligen wollen. Weitere Inhalte des Seminars betreffen die Rechtsgrundlagen des VOB-Vergabeverfahrens 2018, insbesondere das Landesrecht Schleswig-Holstein. Die Wahl der Vergabeart bzw. die Voraussetzungen für den Beginn des Verfahrens sind ebenso Thema wie der Ablauf des Verfahrens. Dazu gehören die Bekanntmachung und Vergabeunterlagen, Form und Inhalt der Angebote, Fristenplanung und -berechnungen, Prüfung und Wertung der Angebote sowie Informations- und Dokumentationspflichten.

Das Seminar findet am Dienstag, den 26. Juni 2018 von 10 bis 17 Uhr in der Handwerkskammer Lübeck statt.

Die Teilnahmegebühren betragen 150 Euro zzgl. MwSt. für teilnehmende Unternehmen aus Schleswig-Holstein und 190 Euro zzgl. MwSt. für teilnehmende Unternehmen außerhalb des Bundeslandes und der öffentlichen Hand sowie Vergabestellen. Seminarunterlagen und Verpflegung sind im Preis enthalten.

Weitere Informationen sowie das Anmeldeformular sind auf der Website der Auftragsberatungsstelle Schleswig-Holstein zu finden: www.abst-sh.de.

Europäisches Stein-Festival 2015

Stein Magazin

Das europäische Stein-Festival fand 2015 in Straßburg statt. Vom 26. bis 28. Juni machten etwa 120 Steinmetze und -bildhauer aus 15 Ländern den Vorplatz der berühmten Kathedrale zu ihrem Arbeitsplatz. Zum Thema “Die Botschaft der romanischen Baumeister und der rheinischen Mystik” hauten sie Skulpturen aus Sandstein, die später ersteigert werden konnten.

Straßburg bot die perfekte Kulisse für die Arbeit am Naturstein, aber auch für die Nachwuchsarbeit. Denn im belebten Touristenort Straßburg fanden auch viele junge Leute ihren Weg zu den traditionellen Handwerkern. Martina Hartwich-Wolf von der Kunstgießerei Strassacker, Partner des Festivals, glaubt: “Gerade bedingt durch die Aufgabenstellung und deren Realisation haben einige junge Menschen Interesse an diesem Beruf gefunden.” Von Totenköpfen über Reliefs und Konsolen bis hin zu Fabelwesen reichten die Umsetzungen des Themas aus einem jeweils 20 x 30 x 30 cm großen Sandstein.

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Die Gewinner mit ihren Arbeiten. Foto: Konrad Lenz
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Weitere Impressionen vom Stein-Festival in Straßburg. Foto: Konrad Lenz
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Foto: Kunstgießerei Straßacker
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Foto: Konrad Lenz
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Foto: Kunstgießerei Straßacker
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Kunstgießerei Straßacker präsentierte die Vielfalt der Möglichkeiten der Verbindung von Bronze und Naturstein. Foto: Kunstgießerei Straßacker
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Foto: Kunstgießerei Straßacker
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Foto: Konrad Lenz

Die besten Arbeiten unter den Skulpturen von Lehrlingen, Gesellen oder Meistern auf dem Stein-Festival in Straßburg wurden ausgezeichnet. Die Gewinner sind:

Milleniumspreis der Stadt Straßburg:
Ongky Wijana, Bali.

Meister:
1. Philippe Smith, Kanada
2. Danny Barber, Kanada
3. Nicolas Helmer, Frankreich

Steinmetzlehrlinge:
1.  Martin Kuster, Straßburger Münsterbauhütte / Frankreich
2. Dimitri Marquet, Frankreich
3. Lucas Finance, Frankreich

Steinbildhauerlehrlinge:
1. Gwendoline Barré, Frankreich
2. Tomas Petukauskas, Litauen
3. Richard Bossons, England