Xiamen Stone Fair auf Oktober 2020 verschoben



Stein Magazin

Online-Plattform für digitale Messe-Vorschau

Die Steinmesse wird wegen der Corona-Krise auf den 27. bis 30. Oktober 2020 verschoben. Die Veranstalter starten außerdem eine Online-Plattform.

Die Organisatoren verschieben die Messe erneut, vom Juni auf den Oktober 2020. In China kehre man zwar zum normalen Alltag zurück, doch viele Länder kämpfen weiter mit der Pandemie und ihren Folgen. Die Messe in diesem Jahr komplett ausfallen zu lassen, kommt für die Veranstalter wohl auch wegen des 20-jährigen Jubiläums nicht in Frage.

Am 6. Juni soll eine Online-Plattform namens „Cloud Xiamen Stone Fair“ starten. Der Fokus liegt auf einer digitalen Messe-Vorschau, bei der Aussteller sich präsentieren und vernetzen können. Die Plattform soll künftig eine dauerhafte Ergänzung zur realen Messe sein. Die Veranstalter geben außerdem den neuen Messetermin für 2021 bekannt: 18. bis 21. Mai 2021, damit zwischen beiden Veranstaltungen genügend Abstand liegt.

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Rocalia, der zweite Streich



Stein Magazin

“Acoustic Shell” im Rocalia Forum

Die französische Natursteinmesse Rocalia findet vom 3. bis 5. Dezember 2019 zum zweiten Mal statt. 125 Aussteller kommen nach Lyon, dazu gibt es Gewölbe-Innovationen und eine Design-Schau.

Wie bei der Premiere 2017 findet die Rocalia auch dieses Jahr zeitgleich mit der Garten- und Landschaftsmesse Paysalia statt. Die Zielgruppen – Architekten, Garten- und Landschaftsplaner, Restauratoren und Natursteinverarbeiter – überschneiden sich schließlich. Rund 125 Aussteller erwarten die Besucher, von Natursteinlieferanten über Werkzeughersteller und Maschinentechnologie bis hin zu Bauchemieanbietern und Dienstleistern wie Spediteuren und Software-Herstellern. Der große Gemeinschaftsstand “Emploi Formation” stellt alle Ausbildungsprogramme in der Natursteinbranche vor.

Die Veranstalter betonen stets, dass sie die Eigenschaften von Naturstein wieder stärker ins Bewusstsein von Architekten und Co rücken wollen. Wohl deshalb kündigten sie in der “Pierre Actual” an, dass sie keine Aussteller von “nicht natürlichen Materialien” zulassen. Engineered Stone und Quarzkomposit wird es auf der Rocalia demnach nicht zu sehen geben.

Der italienische Architekt Giuseppe Fallacara hat 2017  mit dem Gewölbe “Flux” beeindruckt. Auch 2019 stellt er ein innovatives Gewölbe aus, für das er nach dem Stereotomie-Prinzip das Gewicht des Steins für seine Konstruktion nutzt: Acoustic Shell ist eine doppelt gekrümmte Natursteinschale mit Fächerstruktur. Sie besteht aus sechseckigen Modulen und einem Stahlseil-System. Es gewährleistet die Stabilität der Konstruktion.

Der Architekt arbeitet seit Monaten mit Planern und den Steinmetzen der Compagnons du Devoir an dem Kunstwerk: Einer Studie über den nötigen Schnitt der Steine folgten Untersuchungen zur Metallbewehrung und den Steinelementen sowie die Herstellung der Fundamente und Hexagone.

 Es wird der Blickfang des Rocalia Forums sein. Dort bieten die Organisatoren eine Reihe von Vorträgen und Roundtables an. Kleiner Wermutstropfen: laut Website ausschließlich auf Französisch.

Vorträge zu Ausbildung, BIM-Praxis und Co

Ein Auszug aus dem Programm klingt dennoch spannend: Beim Roundtable zur Reform der Berufsausbildung spricht u.a. Jean-Claude Bellanger, Generalsekretär Les Compagnons du Devoir. Gaël Hamon wird ein BIM-Mock-up zum Wiederaufbau von Notre-Dame präsentieren. Wissenschaftler Eric Vincens spricht über die Beständigkeit von Trockenmauern aus Stein. Die Stadtplaner von Neuilly sur Seine stellen ihr Projekt vor, bei dem sie die Gassen der Stadt mit Naturstein sanieren. Alexandre Peutin, Direktor der Cité du Design matériauthèque, erklärt, was es mit dieser “Materialbibliothek” auf sich hat, die sich als Wissensvermittler für Handwerker, Künstler, Forscher und Architekten versteht.

Naturstein-Design auf der Messe

Mit der Rocalia Design Expo widmen die Organisatoren innovativen Projekten viel Raum. Die ausgestellten Exponate erfüllen allesamt folgende vier Kriterien: Der jeweilige Aussteller hat bei der Produktion mitgewirkt. Die Exponate stammen von Designern, die ihren Abschluss an einer Schule für Design, Architektur oder angewandte Kunst gemacht haben. Sie bestehen mindestens zu 80 Prozent aus Naturstein. Und sie gehören zu den Produktkategorien Möbel, Objekte, Geschirr, Wand- und Bodenbeläge oder Beleuchtung.

Der französische Verband SNROC und die Fachzeitschrift “Pierre Actual” – Messeausrichter gemeinsam mit der GL Events – organisieren darüber hinaus den Wettbewerb “Bauen mit Naturstein im 21. Jahrhundert”.

Zur Website der Messe

Skulptur des Monats: Stone Plant Sculpture

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Die Farben der „Stone Plant Sculpture“ erinnern an einen japanischen Zen-Garten. Zum ersten Mal aufgestellt wurde die grün-weiße Skulptur 2015 im United World College in Dilijan in Armenien – nun gewann sie den German Design Award 2018 in der Kategorie „Excellent Communications Design – Urban Space and Infrastructure“.

Die Abmessungen betragen 1,3 x 1,3 x 1,3 Meter. Ein diagonaler Schnitt teilt die Skulptur in zwei Bereiche: Sie besteht aus 60 Prozent Jura-Marmor und zu 40 Prozent aus Buchsbaum, welche den Kontrast der beiden Farben hervorhebt.

Mit der Skulptur möchten die Hersteller Bruns Pflanzenexport und Franken Schotter Natursteine die Wirkung ihrer Produkte in einer gemeinsamen Skulptur präsentieren. Der Entwurf stammt von den Garten- und Landschaftsarchitekten Glaßer und Dagenbach.

„Ein spannendes Projekt, das den natürlichen Gegensatz zwischen Stein
und Pflanze, leblosem Material und Lebewesen, in einer ästhetisch anspruchsvollen Skulptur zusammenführt“, begründet die Jury die Auszeichnung mit dem German Design Award 2018. Der Preis zählt zu den anerkanntesten Design-Wettbewerben weltweit.

Hier sehen Sie die Skulpturen der letzten Monate:

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Oktober 2017: Das Globo Uovo auf der Dachterrasse des Centre Dürrenmatt Neuchâtel. Foto: Emanuel Stotzer
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September 2017: Weintheke, Christian Schmitt, Cottaer-Sandstein
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August 2017: „Rocksound“. (Screenshot: cyrcus.it)
Saeule-Rucker_5
Juli 2017: „Gefiederte Schlange“ von der Münchner Bildhauerin Maria Rucker (Foto: STEIN/Friederike Voigt)
Skulptur-des-monats-juni-UND-gabriele-berger
Juni 2017: Die Granitinstallation „UND“ beim historischen Schloss Pöggstall. (Foto: Wolfgang Woessner)
Skulptur des Monats Mai - Zylon von Ursula Rutishauser
Mai 2017: Die Skulptur „Zylon“ aus Marmor von Ursula Rutishauser. (Foto: Scuola di Scultura)
Skulptur des Monats Mai - Zylon Ursula Rutishauser
Mai 2017: Die Skulptur „Zylon“ aus Marmor von Ursula Rutishauser. (Foto: Scuola di Scultura)