Zukunftsstrategien

Das Jahr 2020 war für Unternehmer*innen eine Belastungsprobe. 2021 werden die Herausforderungen nicht kleiner. Wie sich die Märkte verändern, und was strategisch jetzt wichtig ist.

Jedes Unternehmen braucht ein strategisches Gesamtbild. Ein Wohin (Vision), ein Warum (Mission) und die passende Werte. Stellen Krisen die Rahmenbedingungen auf den Kopf, müssen Unternehmen ihre Strategie überprüfen. Für 2021 stehen, befeuert durch die Pandemie, die gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Zeichen auf Umbruch.

Soziale und ökologische Verantwortung rücken für Kaufentscheidungen stärker in den Vordergrund. „Nachhaltigkeit wird das nächste Digital“, erklärt Tanja Reilly, Business Development Manager bei der Ökorating-Agentur EcoVadis auf dem BME-Sustainability Summit im Oktober 2020 gegenüber Einkäufern aus der Industrie. Corona sieht Tanja Reilly als Trendbeschleuniger: „Die Pandemie hat das Krisenbewusstsein geschärft und macht den Wandel vielerorts erst möglich.“

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Nicht nur bei Industriekunden, auch für Verbrauchern hat Corona den Blick auf die Welt verändert. Trendforscher meinen, der Wandel sei von Dauer und werde nicht wieder verpuffen. Künftig geht es in den Märkten um Vertrauen, Sicherheit, Verbundenheit, Offenheit, Reputation und Resonanz. Transparenz und Nachvollziehbarkeit werden zu entscheidenden Merkmalen im Wettbewerb.

Ein Beispiel von vielen: das aktuell in der Bundesregierung diskutierte Lieferkettengesetz, das Unternehmen für die Konsequenzen in Bezug auf Menschenrechte durch Abbau und Produktion von Rohstoffen in ihrer Lieferkette in die Verantwortung nimmt. Auch wenn KMU von der Gesetzesnovelle juristisch zunächst nicht betroffen sein werden: Die Aufmerksamkeit für die soziale und ökologische Verantwortung für Bezugsquellen ist da und wird auch am Handwerk nicht vorübergehen.

Marktforscher sehen dadurch neue Möglichkeitsräume: Globale Zusammenhänge und Abhängigkeiten sind den Kunden wichtig. Klare, regionale Bezüge werden wichtiger.

Lesen Sie mehr zum Thema in der STEIN 12/20.