75 Jahre Steinmetzschule Königslutter

Zu Ehren einer langen Geschichte: Nach 75 Jahren war es für die Steinmetzschule Königslutter an der Zeit, sich selbst, ihre Schüler, Ehemaligen und Lehrer im Rahmen eines großen Fests zu feiern. Neben Geselligkeit und guter Laune hieß es für Schulleiter Günter Dittmann jedoch zugleich, Abschied zu nehmen. 

Steinmetzschule

Die Schüler der Oberstufe 2 der Steinmetzschule Königslutter mit ihrer Lehrerin (Foto: Steinmetzschule Königslutter)

75 Jahre sind allemal ein Grund, um als Schule auf eine traditionsreiche und lebendige Geschichte anzustoßen! Das dachten sich auch jüngst die Lehrer, Schüler und Mitglieder der Steinmetzschule Königslutter. Seit 1941 ist die Einrichtung eine fest etablierte Schulungsinstanz für Steinmetze, Bildhauer, Meister und Technik und Ausbildungszentrum der Berufsbranche in Norddeutschland. Die Schüler kommen aus Berlin, Hamburg, Bremen, Schleswig-Holstein, Nordrhein-Westfalen und den neuen Bundesländern, um sich um das Handwerk zu erlernen. Mit Blick auf ihre lange Geschichte organisierte die Schule am 3. Juni ein rauschendes Fest in dem knapp 16.000 Seelen-Städtchen Königslütter, zu dem auch die Technikerschüler ihr Examen feierten und ehemalige wie derzeitige Schüler, kommunale Politiker und Ehrengäste zusammenkamen.

Steinmetzschule Königslutter bekommt neue Leitung

Im Rahmen des Jubiläums verabschiedete sich  Schulleiter Günter Dittmann in den Ruhestand. Der 63-Jährige unterrichtete seit 1984 an der Steinmetzschule Königslutter und übernahm 2008 die Führungsverantwortung. Für ihn sei der jetzige Zeitpunkt richtig, um das Amt in jüngere Hände zu geben, so Dittmann. Das Handwerk verändere sich im Zuge der Technisierung und Digitalisierung und erfordere eine permanente Anpassung. Denn was früher allein in Handarbeit entstand und mit eigener Kraft in Stein gemeißelt wurde, ist heute zunehmend auch mit Maschinentechnik und IT-Ausstattung zu meistern. Diesen Entwicklungen möchte auch die Schule stetig nachkommen, damit die Ausbildungsinhalte auf hohem Niveau bleiben und nach wie vor den aktuellen Erwartungen entsprechen. Dittmanns Nachfolger wird voraussichtlich Kai Görder, der derzeit noch als Lehrer in der Schule tätig ist. Worauf sich der 63-Jährige jetzt freut: sich der Bildhauerei verstärkt zuwenden zu können – und auf seiner eigens angebrachten Slackline im Garten zu balancieren.

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Die STEIN-Redaktion wünscht Herrn Dittmann alles Gute für die Zukunft!