Abstrakte Muster aus Stein

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Dekorative Oberflächen fertigen. Das Ornament ist zurück. Wellen, Rauten und abstrakte Muster kleiden Stein in neue Gewänder. Die Fantasie des Gestalters hat freies Spiel. Für die konkaven und konvexen Oberflächen nutzen innovative Steinmetzen moderne Fertigungsverfahren mit CNC-Maschinen. Für die Fassade, die Innenraumgestaltung oder als dekorativer Blickfang.

 

Computergesteuerte Maschinen sind in der modernen Steinbearbeitung nicht mehr wegzudenken. Sie ermöglichen eine präzise und rationelle Produktion der unterschiedlichsten Bauteile. Neben dem Zuschnitt der Werkstücke dienen CNC-gesteuerte Maschinen zur Herstellung von Ornamenten und Oberflächengestaltungen. Die Vielfalt ist unerschöpflich: Florale Muster, abstrakte oder figürliche Motive sind ebenso im Repertoire innovativer Steinverarbeiter wie räumliche Oberflächenstrukturen.
CNC-gestützte Produktion setzt CAD-Konstruktionen voraus. Die Daten werden von Architekten oder Designern bereitgestellt oder direkt in Programmen wie Easystone gezeichnet. Ist ein Muster einmal vorhanden, kann es beliebig auf das gewünschte Format skaliert, also vergrößert und verkleinert werden.

 

Jede Steinsorte eignet sich für bestimmte Bearbeitungsarten. Bei dunklen Materialien genügt eine Bearbeitung mit unterschiedlichen Körnungen, um durch den entstehenden Hell-Dunkel-Kontrast zwischen rauen und glatten Flächen eine ornamentale Wirkung hervorzurufen. Der erforderliche Materialabtrag ist hierbei gering und empfiehlt diese Ornamente für dekorative Bodengestaltungen im Innenausbau.
Helle Steine hingegen eignen sich gut für Strukturen mit Reliefhöhen im Bereich weniger Millimeter bis zu mehreren Zentimetern Tiefe. Die entstehenden Muster wirken besonders plastisch bei flachem Lichteinfall. Mögliche Anwendungen sind repräsentative Wandbekleidungen im Innenraum oder Fassadengestaltungen im Außenbereich.

 

Bei der Gestaltung der Ornamente und Oberflächenformen sind zwei unterschiedliche Verfahren gebräuchlich. Einerseits die exakte Wiederholung desselben Musters über eine beliebig breite und hohe Fläche oder die Modulation eines Motives durch Änderungen der Proportionen und Tiefen einzelner Elemente des Motivs. Ähnlich wie ein Komponist eine Melodie durch schnelle und langsame Passagen rhythmisch variiert, komponiert der Designer oder Steinverarbeiter Flächenstrukturen durch Veränderung einzelner Parameter in X-, Y- oder Z-Achse, also der Länge, Höhe und Tiefe der Struktur.

 

Weitere Informationen zur Oberflächenbearbeitung mit vielen Beispielbildern und konkreten Vorschlägen zur Innenausstattung finden Sie im Steinheft 09/14.

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Naturstein in München zum Anfassen

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Aus einem gedruckten Natursteinführer wird Praxis zum Anfassen. Noch bis 13. Juli 2018 ist im Servicezentrum der Lokalbaukommission eine Ausstellung zu sehen, die zeigt, wo und wie Naturstein an Gebäuden in München verarbeitet wurde.

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Blick auf die Foto-Wall der zusammengetragenen Münchner Gebäude. Foto: Johann Weber
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Die gezeigten Fotografien sind auch im „Natursteinführer München“ abgedruckt, der 2015 publiziert wurde. Foto: Johann Weber
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Materialproben der Steine zum Anfassen ergänzen die Ausstellung. Foto: Johann Weber
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Beethovenstraße 6, München. Foto: Johann Weber
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Der Justizpalast in München. Foto: Johann Weber
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Ein Teil der Fassade des Rathauses am Marienplatz in München. Foto: Johann Weber
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Polizeipräsidium in der Ettstraße 2, München. Foto: Johann Weber

Die Ausstellung basiert auf dem im Jahr 2015 von Prof. Florian Musso herausgegebenen „Natursteinführer München“. Johann Weber, Leiter der Baustoffsammlung der Fakultät für Architektur an der Technischen Universität (TU) München, erfasste hierfür etwa 4.000 Gebäude des Stadtinneren und die darin verbauten Natursteine. Gebäude wie der Justizpalast, das Polizeipräsidium, das Rathaus am Marienplatz oder der Monopteros im Englischen Garten zählen zu den imposanten Beispielen, die mit Natursteinen gebaut wurden. Detailliert werden die einzelnen Gebäudeteile aufgeschlüsselt und die Art der Natursteine aufgelistet. So besteht der Sockel des Justizpalastes in der Elisenstraße aus Waldstein Granit, das Verblendemauerwerk aus Kelheimer Auerkalk und Donau Kalkstein, die Säulen, Basen und Kapitelle aus Carrara Marmor.

Aus rund 400 im Buch abgebildeten Fotos wurden für die Ausstellung 120 gewählt. „Nicht jedes Gebäude, Bauteil, Kunstobjekt kann gleich gut abgelichtet werden, sodass die Auswahl der Bilder ein wenig nach der ‚Schönheit des Fotos‘ und Verschiedenartigkeit der Verwendung geschehen ist“, erklärt Johann Weber.

Öffnungszeiten:
Montag bis Freitag, 9–17 Uhr
Referat für Stadtbauplanung und Bauordnung
Servicezentrum
Blumenstraße 19
80331 München

Online bestellen – digitale Revolution und Handwerk

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aber verändert hat sich doch einiges. Gegenwärtig verändert die digitale Revolution unterschiedlichste Arbeitsbereiche. Werden auch Natursteine online bestellt oder welche Auswirkungen zeigen sich in den Steinmetzbetrieben? Ein Gespräch über modernes Einkaufsverhalten. Foto: Steinmetzbetrieb Halbich

 

Der Computer oder das Smartphone ist heute aus unserem Lebensalltag nicht mehr wegzudenken. Der digitale Fortschritt durchzieht den privaten und geschäftlichen Bereich. Moderne Unternehmen sind auf das Internet als Informations-, Kommunikations- und Einkaufsplattform angewiesen. Wie äußert sich das im Steinmetzhandwerk? Ingrid Halbich, Geschäftsführerin von Natursteine Halbich, erklärt, wie sich die Arbeitsprozesse und das Einkaufsverhalten in ihrem Betrieb verändert haben.

Kaufen Sie Naturstein oder Natursteinprodukte im Internet?

Im Onlinebereich hat sich viel getan. Die Kunstgießerei Strassacker beispielsweise hat in ihrem Onlineshop ein breites Angebot an Inschriften. Diese bestelle ich online. Das ist sehr hilfreich, weil man Bilder der Inschriften zum Vorzeigen ausdrucken kann. So wird die Kundenberatung enorm erleichtert. Werkzeuge kaufe ich meistens im Geschäft oder greife auf die Außendienstmitarbeiter der Unternehmen zurück. Auch bei der Natursteinauswahl bin ich oft vor Ort bei meinen Großhändlern. Neue Materialien muss man sich sowieso ansehen. Außerdem gibt es beim Material Naturstein viele Maserungs- und Farbabweichungen. Deshalb ist es so wichtig, die Steine zu begutachten. Aber mir bekannte Natursteine, mit denen ich viel arbeite, bestelle ich schon im Internet.

Hat sich der Einkauf von Natursteinen über die Jahre verändert?

Die Vielfalt der Steine ist heute sehr viel größer. Vor 20 Jahren gab es bei weitem nicht so viele Materialien zur Auswahl. Über das World Wide Web können wir global auf verschiedenste Produkte zugreifen. Wir sind aber kein Steinmetzbetrieb, der nur fertige Steine einkauft. Wir ordern auch Tranchen. Mein Mann schneidet sie in der Werkstatt zu und gestaltet sie individuell nach Kundenwunsch. Deshalb sind wir vielleicht auch ein „schlechtes“ Beispiel für den Onlinekauf. Wir suchen unsere Tranchen zwar teilweise nach einem Telefongespräch oder nach Ansicht von Fotos auf den Websites unserer Lieferanten aus. In der Steinmetzbranche bleibt es aber grundsätzlich wichtig, das Material direkt ansehen zu können.

Können Sie sich vorstellen, in Zukunft mehr Arbeitsprozesse oder Käufe online zu erledigen?

Natürlich bestellen wir Produkte wie Mörtel oder Kleber im Internet. Und obwohl meine Kunden eher einer älteren Zielgruppe angehören, kommen oft auch E-Mail-Anfragen. Ein großer Bestandteil der täglichen Arbeit ist das Checken und Beantworten der E-Mails.

Wie kann man sich der Qualität der Produkte, die man online bestellt, sicher sein?

Meiner Meinung nach ist es sehr wichtig, dass nicht zu viele Zwischenhändler beim Kauf vertreten sind. Außerdem sollte man den Bruch, wo der Stein abgebaut wird, kennen. Wir kaufen sehr viele Natursteine in einem Bruch in der Nähe von Lissabon. Dort kennen wir alle Ansprechpartner persönlich. Wenn ich meine Steine aus Portugal online bestelle, weiß ich, dass ich etwas Vernünftiges bekomme. Wir kaufen direkt – ohne Zwischenhändler. So kann man auch den Preis für die Kunden halten. Ein weiterer Vorteil.

Wie ist Ihr Einkaufsverhalten im Onlinebereich?

Das Internet nutze ich auch am Wochenende. Es ist toll, dass man beim Einkauf so flexibel ist und nicht abhängig von irgendwelchen Geschäftszeiten

 

Erfahren Sie hier mehr zum Steinmetzbetrieb Halbich in München. In STEIN im September 2015 können Sie mehr zum Einkauf und Handel im Internet lesen.