Vom 28. bis 30. Mai 2014 tagte der Bundesinnungsverband des Deutschen Steinmetz- und Steinbildhauerhandwerks (BIV) in Berlin. Ein Rückblick.

Berater Willy Hafner stellte eine neue Imagekampagne vor, die er gemeinsam mit BIV-Geschäftsführerin Sybille Trawinsky entwickelte. Sie soll den »schönsten Beruf der Welt« in der Öffentlichkeit ins rechte Licht rücken. Geschichten erzählen will die neue Kampagne, bei denen Menschen im Mittelpunkt stehen – entweder der Steinmetz oder seine Kunden.

Wie diese aussehen können, illustrierte Hafner an sechs beispielhaften Motiven: drei Porträtaufnahmen von Steinmetzen in ihrem Umfeld, die ihre besonderen Leistungen beschreiben, und drei von Kunden, die ihre Wünsche an den Steinmetzen formulieren.

Allen Motiven gemeinsam ist die klare Marke »Der Steinmetz«. Der Claim »Wir bringen den Stein in Form« bringt auf den Punkt, worauf es ankommt. Steinmetzen sind die Einzigen, die Stein in seiner Rohform bearbeiten können – im Gegensatz zu Fliesenlegern, die bereits mit einem fertigen Produkt arbeiten. Finanziert wird die Kampagne aus Mitteln der Marketingumlage.

In einem ersten Schritt erhalten Betriebe drei großformatige Poster für Werbezwecke. Außerdem wird zur Messe BAU Anfang 2015 eine hochwertige Imagebroschüre erscheinen. Ein sukzessiver Ausbau der Werbeformen ist geplant, Beachflags und Gerüstplanen sollen genauso zum Angebot gehören wie Anzeigenformate für verschiedene Medien – zu Sonderkonditionen für Partnerbetriebe. Diese Formate sollen den Mitgliedern auf einem Portal zum Download zur Verfügung stehen. Der Clou: Für 1.600 Euro können Betriebe die Werbemittel individualisieren und Inhaber sich selbst für Ihre ganz persönliche Kampagne ablichten lassen.

Die verschiedenen Werbemittel stehen allen Betrieben, die sich mit einer Marketingumlage eingebracht haben, zur Verfügung. Beim Vorstand des Bundesinnungsverband des Deutschen Steinmetz- und Steinbildhauerhandwerks und bei den anwesenden Delegierten fand das Konzept sehr positive Resonanz. Die Verantwortlichen hoffen, dass in Zukunft noch mehr Betriebe bereit sind, die Marketingumlage in Höhe von 100 Euro einzubringen, um derartige Konzepte zu realisieren.

Mithilfe der zusätzlichen finanziellen Mittel ließen sich bisher unter anderem die Webseiten natursteinunikat.de, die sich an Endverbraucher richtet, und zukunft-stein-fuer-stein.de, die Nachwuchs für das Steinmetzhandwerk begeistern will, umsetzen. Auch für die kommenden drei Jahre (2015 bis 2017) soll es wieder eine Marketingumlage geben.

Im Rahmen der Tagung wählten die Delegierten auch den -Bundesinnungsmeister und seine Stellvertreter. Bundesinnungsmeister Gustav Treulieb wurde mit 42 von 44 Stimmen in seinem Amt bestätigt, sein erster Stellvertreter Frank Schuster mit 41 Stimmen, zweiter Stellvertreter Hermann Rudolph mit 43 Stimmen.

 

Alle Fotos/Plakate: © BIV

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Das „steinerne Meer“ zwischen Öland und Gotland

Stein Magazin

Skandinavien ist bekannt für seine Hartgesteine. Darum führt die Stein-Reise des Geokompetenzzentrum Freiberg in diesem Jahr nach Süd-Schweden – und auch in der STEIN wird es im Sommer eine Strecke zum Thema Skandinavien geben.

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Bei der Exkursion werden unter anderem Steinbrüche besucht. Foto: Geokompetenzzentrum Freiberg e. V.
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Abbau von Braennhult-Granit. Foto: Geokompetenzzentrum Freiberg e. V.
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Arbeit im Steinbruch Sjöström. Foto: Geokompetenzzentrum Freiberg e. V.

Schwedisch Schwarz

Die sechstägige Exkursion hat sich als feste Größe im jährlichen Exkursionskalender für die Steinmetzbranche etabliert. Wie in jedem Jahr bekommen Fachinteressierte einen Überblick über Natursteinvorkommen, -abbau und -referenzen des Landes. Besucht werden Firmen, Steinbrüche, Orte und Objekte in Kristianstad, Vanga, Borgholm (Öland), Gotland und Malmö.

Hilke Domsch vom Geokompetenzzentrum Freiberg erklärt: „In Südschweden gibt es Granite wie Bjärlöv, Bohus oder Flivik, Gneise wie Halmstad oder Vanga und natürlich die als ‚schwedisch Schwarz‘ bekannten Basalte. Etwas unbekannter und dabei traditionell sehr verankert sind die Kalksteine von den Ostseeinseln Öland und Gotland und auch Marmor wie der grüne Brännlykan.“

Auf Öland wird die Firma Naturstenkompaniet besucht – sie gewinnt und verarbeitet den Ölandkalkstein. Unter den Orten sticht die Ostseeinsel Gotland hervor, so Hilke Domsch: „Der Gotland-Kalkstein ist ein wunderschöner heller und harter Kalkstein mit einer einzigartigen Textur. In Verbindung mit der Geschichte der Hanse wird dies ein Highlight der Reise.“

Reiseinformationen

Die Exkursion findet vom 30. April bis 6. Mai 2018 statt – auf Wunsch kann der Reisezeitraum verkürzt werden. Anmeldeschluss ist der 28. März 2018.

Hier finden Sie den interaktiven Informations- und Anmeldeflyer zum Ausfüllen und Versenden.

Europäische Steinestapler starten eine Ausstellung

Stein Magazin

Steinestapler Jonathon Kitching nutzt auch angespültes Treibgut für seine Skulptur. Foto: Laurence Winram

Im schottischen Dunbar stapelten Künstler im April Steine bei einem Festival zu kunstvollen Skulpturen. Im Mai geben sie ihr Können an Interessierte weiter.

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Steinestapler Jonathon Kitching nutzt auch angespültes Treibgut für seine Skulptur. Foto: Laurence Winram
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James Craig Page (Mitte links), Veranstalter des Festivals, mit der Jury. Foto: Laurence Winram
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Ein Teil der Gewinner-Skulptur von Pedro Duran. Foto: Laurence Winram
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Die Steinestapler überlegen gemeinsam, wie sie ihre Kunstform bekannter machen können. Foto: Laurence Winram
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Teil der Ausstellung in Summer Hall. Foto: Laurence Winram

Steinestapler stellen gemeinsam mit Land-Art-Künstlern aus

Steine sind ein tolles Baumaterial – nicht nur für Treppen, Säulen und Co., sondern auch für gestapelte Kunstwerke am Strand. Das zeigen die Ergebnisse des 2. Europäischen Wettbewerbs der Steinestapler, der Ende April für zwei Tage in Dunbar in Schottland stattgefunden hat. 30 Künstler haben angespülte Kiesel und größere Steine aus der Natur mit ruhiger Hand kunstvoll auf Felsen und Sand gestapelt und sich in den Kategorien “Die meisten Steine ausbalanciert”, “Juniormeisterschaft”, “künstlerischer Gewinner” und “Stapeln gegen die Zeit” gemessen. Der Gesamtgewinner ist – wie bereits im letzten Jahr – Pedro Duran aus Spanien. Er bekommt einen finanziellen Zuschuss für seinen Flug nach Texas, wo 2019 der weltweite Wettbewerb in Llano stattfindet.

Die Kunst besteht beim Steinestapeln darin, die Schwerkraft für sich zu nutzen, denn sie ist das einzige, was die Skulpturen zusammenhält. Versierte Künstler bauen zum Beispiel komplette Torbögen ohne eine einzige Kelle Mörtel. Seriöse Stapler verändern die natürliche Umgebung oder gar historisch bedeutende Stätten dabei nicht – beides sind Kritikpunkte von Naturschützern. Sie stapeln besonders gern an Stränden, Flüssen und Seen, weil sie dort häufig besonders schöne Steine finden. 
Noch ist die Steinestapler-Szene eher klein und familiär – und sie könnte ein bisschen mehr öffentliche Aufmerksamkeit gebrauchen. Um die mediative Kunst in Europa noch bekannter machen, stellen deshalb bis 28. Mai bekannte Steine-Stapler, Land-Art-Künstler und Maler gemeinsam in der Summerhall Gallery in Edinburgh aus und geben an allen Mai-Wochenenden Workshops.