Bohren und Fräsen

Bei CNC-Bearbeitungszentren gehören das Fräsen und Bohren zu den wichtigsten Aufgabenbereichen. Küchenarbeitsplatten, Waschtische und Duschpaneele erhalten hier ihre programmierten Ausschnitte und Bohrungen. Im Wesentlichen lassen sich drei Möglichkeiten unterscheiden, wie heute im Steinmetzbetrieb gefräst wird: Handwerklich ausgerichtete Firmen verwenden hierzu nach wie vor die an der Wand oder auf einem Ständer befestigte Gelenkarm Maschine, während vollautomatisierte Unternehmen in der Regel über eines oder mehrere CNC-Bearbeitungszentren verfügen.

Kleinere Betriebe, die regelmäßig Ausschnitte fertigen und auf die Vorzüge einer maschinellen Fertigung nicht verzichten möchten, profitieren von der Weiterentwicklung der CNC-gesteuerten Sägeanlagen, die neuerdings zusätzlich über Fräseinheiten verfügen. Werkzeughersteller wie Nozar, Goldschmidt oder auch König liefern für alle drei Maschinentypen das geeignete Werkzeug – maßgenau abgestimmt auf die verschiedenen zu fräsenden Materialien.

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SawJet CSA 598 von Burkhardt-Hensel mit Drehkopf-Brückensäge und Wasserstrahl-Schneidemaschine sowie separatem Bohr- und Fräsaggregat. Foto: Michael Spohr

Technische Helfer mit vielfältigen Einsatzmöglichkeiten

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Ein Beispiel für geballte Maschinenpower im Bereich Bohren und Fräsen ist die Multifunktionsmaschine von Thibaut. Die Thibaut Typ T 108 erlebte ihre Markteinführung bereits 1996, befindet sich aber nach zahlreichen Modernisierungen noch heute als Ständer- oder Wandbett-Gelenkarm-Maschine im Angebot des französischen Herstellers. Die handgeführte Ständermaschine T108 S V4 sowie das Modell T 108 L V4 – mit Linearwandführung für einen erhöhten Einsatzbereich – ermöglichen die Herstellung von Küchenarbeitsplatten mit Abtropfflächen und Waschtischabdeckungen sowie das Schleifen bis zur Hochglanzpolitur. Daneben sind das Fräsen und Polieren von Grabmalkonturen sowie Flächenschleif- und Konturenprofilarbeiten möglich.

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Nach wie vor unverzichtbare Ständer-Gelenkarm-Maschine: Manuel Woelk von Zellmer Natursteine satiniert ein Steel-Grey-Muster für die Oberflächen-Präsentation in der eigenen Ausstellung. Foto: Michael Spohr

Beide Maschinen besitzen einen bedienerfreundlichen Farb-Touchscreen, einen Parameterspeicher für 54 Werkzeuge und ein spezielles Bohrprogramm. Darüber hinaus verfügen sie über eine SK40-Steilkegel-Werkzeugaufnahme und ein Vakuumspannsystem für die Werkstück-Schablone. Künstler unter den Steinmetzen wie etwa Gregor Petryszyn von Gregor Granit aus Essen fräsen allerdings nicht mit dem Tastring an der Schablone entlang, sondern arbeiten freihändig an der Maschine. „Mit Pietro Bazzan von der Firma König hat mich aber auch ein perfekter Lehrmeister angelernt“, bekennt Petryszyn.

STEIN im April 2016 zeigt exemplarisch, wie man mit Fachexpertise und den richtigen Maschinen exakte Bohrungen und Fräsungen durchführen kann. Dazu besuchten wir folgende Unternehmen:

1. Ceramic Vertrieb Thiele OHG, Rees
2. Natursteinwerk Wiebe, Halver
3. Zellmer Natursteine Woelk & Sohn KG, Erwitte