Die internationale Messe Carrara Marmotec litt in den letzten Jahren unter einem starken Besucherrückgang. Im Jahr 2010 kamen noch knapp 14.000 Besucher nach Italien, 2014 waren es nicht einmal 9.000. Woran liegts? Wo geht es hin? Wir waren dieses Jahr dabei, sammelten Eindrücke und unterhielten uns mit Branchenkennern:
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Know-how teilen: Finalit-Franchise expandiert, neuer Partner in NRW
Stein Magazin
Das erfolgreiche „Finalit StoneCare“-Franchise-System wird weiter ausgebaut. Insgesamt gibt es diese Struktur seit drei Jahren bei dem weltweit tätigen Unternehmen für die professionelle Reinigung von Natur- und Kunststeinen. Neuer Partner für das Ruhrgebiet West und Düsseldorf ist die Anstone GmbH aus Marl.
Neuer Franchise-Partner von Finalit für die Regionen Ruhrgebiet West und Düsseldorf: Andreas Nouskas, Geschäftsführer von Anstone aus Marl. Foto: FinalitAuf https://www.finalit-franchise.com finden Interessierte umfassende Informationen zur Struktur der Partnerschaft und eine Online-Bewerbung ist möglich. Screenshot: STEIN/Finalit
Neuer Partner Anstone für Ruhrgebiet West und Düsseldorf
Zum Sortiment von Finalit gehören Produkte für die Reinigung, Pflege, Schutz und Imprägnierung, die im Baufachhandel erhältlich sind – alles Eigenentwicklungen. Außerdem wird die fachgerechte Ausführung von Dienstleistungen in privaten und öffentlichen Bereich angeboten. Vor drei Jahren startete „Finalit-StoneCare“ mit einem eigenen Franchise-System für die Ausführung der Reinigung und Pflege mit Finalit-Produkten. Die Ausführung der Arbeiten als eigenständige Dienstleistung sieht Finalit als großes Geschäftsfeld mit viel Potenzial. „Dafür schulen, beraten und unterstützen wir unsere Partner von Anfang an und bieten, neben bewährten Produkten, Gebietsschutz, regelmäßigen Erfahrungsaustausch im Partner-Netzwerk und unterstützen mit Marketingaktivitäten“, erläutern die beiden Geschäftsführer der Finalit StoneCare GmbH, Evangelos Iordanidis und Michael Epple, das Konzept. Für die bundesweite Ausführung der Dienstleistung gibt es bisher in Deutschland zehn Franchisegebiete mit selbstständigen Partnern.
Seit Oktober 2019 ist die Anstone GmbH mit Geschäftsführer Andreas Nouskas aus Marl neuer Franchise-Partner für das Gebiet Ruhrgebiet West und die Region Düsseldorf. Bevor er sich der Kaufmann für die Partnerschaft entschieden hat, hat er bereits zwei Jahre mit Finalit zusammengearbeitet. „Ich bin ein Fan von Natursteinen. Für die Reinigung und die Pflege von Kunst- und Natursteinen und anderen Belagsmaterialien sind Finalit Produkte ein echter Problemlöser. Zudem haben mich die fundierte Ausbildung, die fachliche Unterstützung der Steinpflegeprofis rund um die Uhr sowie die Bekanntheit der Marke Finalit und das Netzwerk aus Industriepartnern, Architekten und öffentlichen Auftraggebern überzeugt“, so der Jungunternehmer. Bereits verschiedene Aufträge hat er mit seinen Mitarbeitern ausgeführt, wie die Reinigung von Marmorböden mit Rossa Portogalo und keramischen Mosaikfliesen im Schauspielhaus Düsseldorf, eine Treppenbehandlung in einem Hotel in Oberhausen sowie die Entfernung von Rückständen von Epoxidharz in einem Fitness-Center.
Franchisenehmer werden geschult und regelmäßig fortgebildet
Für ihre Aufgaben erhalten die neuen Partner ein Unternehmenscoaching, werden intensiv fachlich geschult und erhalten laufende Unterstützung bei den Projekten sowie regelmäßige Schulungs- und Weiterbildungsangebote. Dazu kommt eine Profi-Ausstattung: ein Produktkoffer, Anwendungshandbuch, ein Musterfächer sowie die Finalit-App. Eingehende Kundenanfragen werden an den jeweiligen Partner in der Region weitergeleitet. Im Gegenzug für das Leistungspaket zahlt der Lizenznehmer eine Einstiegsgebühr und monatliche Umsatzbeteiligung.
Am 12. Juni 2013 wurde der Grundstein für den Bau des neuen Berliner Schlosses als Humboldt Forum gelegt. Gut zwei Jahre später begann die Firma F. X. Rauch mit der Fassadenverkleidung im Schlüterhof. Zum Bergfest ziehen wir eine Zwischenbilanz.
Der Schlüterhof des Berliner Schlosses im August 2016: Die Fassadenarbeiten laufen auf Hochtouren. (Foto: Julia Wolpert)Das historische Kapitell des Berliner Schlosses dient als Vorlage für die Bearbeitung. (Foto: F. X. Rauch GmbH & Co. KG, München)Von Hand bearbeitet: Ein Steinmetz braucht für ein Werkstück etwa vier Monate. (Foto: F. X. Rauch GmbH & Co. KG, München)In Berlin angekommen, wird das fertige Kapitell an den für ihn vorgesehenen Platz versetzt. (Foto: Julia Wolpert)Nach dem Versetzen wird es durch eine Gewindestange mit der Säule verankert. (Foto: Julia Wolpert)Im August 2016 ist die Fassade im Schlüterhof schon bis zur Unterkante des zweiten Obergeschosses hochgezogen. (Foto: Julia Wolpert)In einem Jahr soll der Schlüterhof wie auf dieser Computersimulation aussehen. (Foto: Förderverein Berliner Schloss, eldaco Berlin)
Etwa vier Tonnen wiegt das Kapitell aus Warthauer Sandstein. Die Fassadenarbeiten am Berliner Schloss sind in vollem Gange und barockisierendes Dekor hält Einzug in die größte Kulturbaustelle Europas. Der Neubau wird sich gut in das weitestgehend erhaltene Gebäudeensemble von Berlins Mitte einfügen. Zudem schafft das Großprojekt Arbeitsplätze – auch für Naturstein verarbeitende Unternehmen. Bis zu 700 Menschen arbeiten gleichzeitig auf der Baustelle.
F. X. Rauch konnte sich insgesamt sechs Aufträge im Rahmen des Wiederaufbaus des Berliner Schlosses sichern: die Außenfassade zur Schlossfreiheit (Westfassade), die Rücklagenfassaden und die Hofportale I, V und VI im Schlüterhof sowie die Fassadenarbeiten am Hofportal IV. Parallel zum Auftrag erhielt F. X. Rauch eine Architektenplanung des Bauherrn, die die groben Züge der Fassade durch Ansichten, Schnitte und Detailpläne darstellte. „Daraus haben wir eine Werk- und Montageplanung erstellt, die der Bauherr freigeben musste“, so Rauch.
Warthauer Sandstein
Für die Natursteinarbeiten verwendet das Münchner Unternehmen fast ausschließlich Warthauer Sandstein. Der Stein wird in einem eigens für das Großprojekt gepachteten Steinbruch im polnischen Wartowice (Warthau), etwa 300 Kilometer von Berlin entfernt, abgebaut. Da in Berlin kein richtiges Lager vorhanden ist, muss das gelieferte Material schnell verbaut werden. Eine enge Taktung der Lieferungen und eine entsprechend reibungslose Logistik sind unverzichtbar. Die Natursteinarbeiten umfassen unter anderem Fensterumrahmungen, Gesimsbänder, Säulen, Kapitelle und Balustraden. Auch Steinbildhauerarbeiten wie Wappenkartuschen, Reliefs und Königsporträts werden in mühevoller Handarbeit von Steinmetzen und Steinbildhauern erstellt.
Als die Fassadenarbeiten im Februar 2015 begonnen wurden, war es nur schwer vorstellbar, dass aus dem Beton- Rohbau eine Rekonstruktion des Berliner Schlosses werden soll. Nun ist die barockisierende Fassade schon bis zur Unterkante des zweiten Obergeschosses hochgezogen. Am 14. September 2019 – zum 250. Geburtstag von Alexander von Humboldt – soll die Einweihungsfeier stattfinden. Das Schloss wird neben Kunstsammlungen, Museen und einer Bibliothek auch ein großes Veranstaltungszentrum für Konferenzen, Ausstellungen, Konzerte und Theateraufführungen beherbergen.
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