Grabsteine des Freiburger Münsters

Stein Magazin

Steinornamente am Freiburger Münster

Mit Steinornamenten aus dem Freiburger Münster lassen sich nun auch Gräber gestalten. Seit neun Jahren finden umfangreiche Sanierungsarbeiten an dem 700 Jahre alten gotischen Bauwerk statt, in deren Rahmen viele Steine ausgebaut und durch neue ersetzt werden. Darunter befinden sich vor allem solche mit Pflanzenmotiven, die Interessierte für Grabdenkmäler erwerben können und womit eine individuelle Grabgestaltung und Verbundenheit mit dem Freiburger Wahrzeichen und damit dem Ort selbst ermöglicht und visualisiert wird. Gleichzeitig bedeutet das den Erhalt des Münsters und seiner Jahrhunderte alten Materialität und Geschichte, denn die Erlöse aus dem Verkauf der Steine fließen in die Sanierungsarbeiten am Bauwerk, die laut Badischer Zeitung noch bis Ende 2016 andauern werden.

In der Romantik und Gotik hatten Pflanzendarstellungen in Kirchen nicht nur eine dekorative, sondern auch eine symbolische Funktion. So steht beispielsweise Efeu für die Unsterblichkeit und das ewige Leben. Blüten und Blätter von heimischen Gewächsen waren im Mittelalter Inspirationsquelle für Steinmetze und Bildhauer.

Auf dem Freiburger Hauptfriedhof sind Beispiele für die Ausgestaltung eines Grabs mit Münsterelementen zu sehen. Die Initiative stammt von Klaus Sandler, Michael Strom und Bernhard Utz, getragen wird das Projekt vom Eigenbetrieb Friedhöfe der Stadt Freiburg gemeinsam mit dem Freiburger Münsterbauverein e. V., der sich um den Erhalt des äußeren Steinwerks am Münster kümmert.

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Los geht’s gleich hinter dem Parkplatz am Tirol Panorama. Foto: Stein
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Die silberne Schlange immer im Blick: Der 50 Meter hohe Schanzenturm der Star-Architektin Zaha Hadid. Foto: Stein
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Imposanter Ausblick auf das Stubai- und Wipptal von der verglasten Aussichtsplattform über der Sillschlucht. Foto: Stein
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Ein theatralischer Traum wird wahr

Stein Magazin

Jurakalkstein im Pausenfoyer

Nach über fünfjähriger Bauzeit ist das Münchner Gärtnerplatztheater wiedereröffnet. Die Arbeiten am Jurakalksteinboden übernahm eines der größten Verlegebetriebe in Deutschland.

Nach über fünfjähriger Bauzeit ist das Münchner Gärtnerplatztheater wieder eröffnet. Mit ca. 122 Millionen Euro ist der Bau zwar deutlich teurer als geplant, aber die sanierten und neugebauten Räume werden bereits jetzt als „theatralischer Traum“ gefeiert.

Das Münchner Bauamt legte vor allem Wert auf den Erhalt von historischem Material, sodass man für das Gärtnerplatztheater einen ausgewählten Restaurator engagierte. Auch den Originalboden aus Jurakalkstein-Platten und Carrara-Marmor-Elementen im Pausenfoyer versuchte man beizubehalten. Die Verlegearbeiten übernahm Fliesen Röhlich aus Wendelstein bei Nürnberg. „Die Arbeit im Gärtnerplatztheater war eine Herausforderung für uns“, berichtet der Technische Leiter Martin Panzer. Schließlich sei der Jurakalkstein recht porös, sodass nur 20 Prozent der originalen Platten wiederverlegt werden konnten. Aufgrund des historischen Wandgemäldes im Pausenfoyer durften zudem keine Leisten verbaut werden.

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Der Boden des Pausenfoyers vom Gärtnerplatztheaters in München ist aus Jurakalkstein-Platten und Carrara-Marmor-Elementen. Foto: Christian POGO Zach
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Wegen dem Wandgemälde im Gärtnerplatztheater konnten keine Leisten am Boden angebracht werden. Foto: Christian POGO Zach

Über die Firma Fliesen Röhlich

Die Jurakalksteinplatten im Eingangsbereich des Gärtnerplatztheaters übernahm ebenfalls die Firma Fliesen Röhlich. Allerdings handelt es sich hier um komplett neues Material.

Das Video gibt Einblick in die Bauphasen des Gärtnerplatztheaters:

 

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Weitere Informationen

 

Das familiengeführte Unternehmen Fliesen Röhlich aus Wendelstein bei Nürnberg gibt es seit 1971. Mit 270 Fliesen- und Natursteinlegern gehört es zu den größten Verlegebetrieben in Deutschland. Ein Viertel der 650 Bauprojekte pro Jahr setzt Fliesen Röhlich mit Naturstein um. Ein Erweiterungsbau am Hauptstandort der Firma soll neuen Raum für Arbeitsplätze schaffen – die Fassade wird aus Naturstein sein.