IT-Lösungen für das Handwerk

Stein Magazin

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) hat ein Projekt initiiert, um Handwerksbetrieben den Zugang zu modernen IT-Lösungen zu erleichtern: CLOUDwerker. Entstanden ist ein Leitfaden, der einen Überblick über Cloud-Lösungen für das Handwerk gibt. Diese wurden im Hinblick auf Funktionalität, Cloud-Eigenschaften, Service und Support untersucht.

 

Welches Potenzial haben Cloud-Lösungen für das Handwerk und wie stark arbeiten Handwerksbetriebe bereits mit Informationstechnologie? Dieser Frage ging das Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation (IAO) im Rahmen des vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) geförderten Projektes CLOUDwerker auf den Grund. Dazu wurden Mitte 2012 über 350 Handwerksbetriebe befragt. Das Projekt gehört zum Forschungsprogramm Trusted Cloud und legt deshalb einen besonderen Fokus auf die Aspekte Sicherheit und Vertrauen.

Flexibilität dank Cloud Computing

Mit der Studie erhalten Handwerksbetriebe eine Einführung in das Thema Trusted Cloud Computing und Anwendungsmöglichkeiten. Gleichzeitig will das Projekt die Betriebe bei der Orientierung auf dem Softwaremarkt und bei der Auswahl von Cloud-basierter Handwerkersoftware unterstützen. Im Rahmen der Studie wurde aufgezeigt, dass die meisten Handwerker derzeit auf eigene Rechenzentren beziehungsweise auf Colocations-Angebote zurückgreifen. Würden sie mit Cloud Computing arbeiten, so ein Ergebnis der Studie, wären sie weitaus flexibler in der Nutzung der einzelnen Programme. Dies spiegelte sich bei vielen der untersuchten Cloud-Lösungen in einem nutzungsabhängigen Preismodell und häufig auch kurzen Vertragslaufzeiten wider. Zudem böten mehr als die Hälfte der untersuchten Cloud-Lösungen eine Smartphone-App oder einen für mobile Endgeräte angepassten Web-Zugriff. Darüber hinaus hätten fast alle Produkte Schnittstellen zu anderen Systemen offeriert, über die verschiedene Anwendungen mit der Software interagieren können.

Wettbewerbsvorteile sichern

50 Prozent der Befragten sehen in der Kooperation von Handwerkern entscheidende Vorteile für Kunden (alles aus einer Hand) und erkennen darin auch für ihr eigenes Unternehmen entscheidende Wettbewerbsvorteile. Daher bedauern sie, dass es kaum Unternehmenssoftware gibt, die zum Beispiel das gemeinsame Bearbeiten oder Zusammenführen von Dokumenten unterstützen.

 

Kombination von Software

Dass in der Cloud bereits viel mehr geht, als viele Handwerksbetriebe wissen, hat das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie mit dem Forschungsprojekt CLOUDwerker unter Beweis gestellt. „Die Idee war, eine Plattform über das Internet zu schaffen, die alle Tools für Handwerker vereint“, erklärt Projektleiter Dr. Mark Hefke. „Im Ergebnis ist eine Art Kochbuch entstanden, in dem Handwerker nachlesen können, was in der Cloud inzwischen für sie möglich ist.“ Ein entscheidender Vorteil des Projekts sei die flexible Kombination von unterschiedlichen Diensten verschiedener Softwareanbieter.

Weitere Informationen finden Sie auf der Website von CLOUDwerker. Unter dieser Adresse ist auch der Leitfaden für Handwerksbetriebe abrufbar.

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Wer auch im Alter in seinem Zuhause bleiben will, muss in der Regel umbauen und braucht Handwerker. (Foto: iStock)
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Barrierearme Bäder sehen elegant aus. Hier wird das Duschwasser in einem schmalen, umlaufenden Schlitz abgeführt. (Foto: baqua)
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Frei von Stolperfallen: barrierefreie Bäder erleichtern älteren Menschen den Alltag. (Foto: baqua)

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Nach Schätzungen von Fachleuten müssen zwischen 2,5 und drei Millionen Wohnungen generationengerecht nachgerüstet werden. Eines der häufigsten Projekte bei der Wohnraumanpassung oder Wohnumfeldgestaltung für Senioren ist die Umgestaltung des Bads. Der Trend zu schicken, barrierefreien Bädern birgt auch für Steinmetze Potenzial. Das Natursteinwerk Rechtglaub-Wolf GmbH in Lübeck hat dies erkannt. „Das große Thema sind barrierefreie Badezimmer und vor allem Duschen“, erklärt Geschäftsführer Stefan Wolf.

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Lesen Sie mehr zum Thema barrierefreies Bauen in STEIN 03/2017.

Showroom trotz Homepage?!

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findet Anette Mühlberger

Der Handel steht vor einem Umbruch. Ging es bislang nur um »online zu Hause oder offline im Laden«, informieren sich Kunden heute überall per Smartphone oder Tablet und checken, ob das Angebot auch wirklich so günstig und passend ist, wie es erscheint. Immer weniger Kunden scheuen sich nicht, ihre Geräte hierfür sogar direkt im Gespräch zu ziehen. Was also ist zu tun? Und: Wie wirkt sich dieses Kundenverhalten auf den Steinmetzen aus, der Kunden in seiner Ausstellung ebenfalls offline überzeugen will?

 

Der Kunde ist immer einen Klick weiter

Wie begeistert man also Kunden in der realen Welt, die im Kopf immer schon einen Klick weiter sind? Und wie gestaltet man eine Ausstellung so, dass sie medien- und shoppingverwöhnte Menschen nicht gleich wieder flüchten lässt. Wo das Smartphone zum ständig verfügbaren Einkaufsbegleiter wird, müssen Ladenbetreiber und Handwerksbetriebe überlegen, was Kunden im Hier und Jetzt von einem Raum und Gelände erwarten und was sie bis zum entscheidenden Kauf- bzw. Beratungsgespräch dort halten kann.

Der Mensch bleibt ein Haptiker

Läden wird es auch in Zukunft geben, das jedenfalls prognostiziert das aktuelle STORE BOOK 2014 (siehe Buch-Tipp). »Der Mensch wird immer ein Haptiker bleiben, auch ein dem Geruchs- und Gehörsinn verhafteter Konsument und ein Herdentier«, schreibt dort Autor und STEIN-Interviewpartner Reinhard Peneder. Wo andere Menschen sind, dort will also auch der heutige und künftige Kunde immer noch hin. Smartphone hin oder her. Und er will Produkte und Konzepte erleben, riechen, schmecken und fühlen.
Von den Nöten des Einzelhandels können und sollten aber alle lernen, die eine neue Ausstellung planen. Von verwaisten Shopping-Centern auf der grünen Wiese, von Läden, die Kunden nur noch zum Schauen, aber nicht mehr zum Kaufen betreten – und im Café nebenan genau das online bestellen, was sie offline nicht überzeugen konnte.
Das beratungsintensive Natursteingeschäft ist per se natürlich »smartphoneresistenter« als normale Handelsgüter. Doch trifft schon heute die Gefahr des »Vor-Ort-Schauens und Per-Smartphone-Kaufens« all jene, deren Ausstellung und Angebot weitgehend auf allenfalls leicht applizierter Standard-, Import- und Handelsware basiert.

 

Abwechslung und Heimat bieten

Innovativ müssen Ladenkonzepte heute sein, überraschend und zum Markenauftritt eines Anbieters passen. Authentisch, wie Store-Spezialist Reinard Peneder es im Stein-Interview umschreibt. Dabei gehe es den Leuten immer weni
er nur ums Einkaufen. Sondern um Orte, die Abwechslung bieten, die sie inspirieren und die ihnen gleichzeitig das Gefühl geben, zu Hause zu sein.
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