Denkmal-Stiftung sammelt Spenden für Campo Santo in Thüringen

Stein Magazin



In Buttstädt zeugt der Campo Santo von Sakralbaukunst nach italienischem Vorbild im 16. Jahrhundert. Doch an der Anlage nagt der Zahn der Zeit.



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Der Campo Santo von Buttstädt zählt zu den wenigen erhaltenen Friedhofsanlagen der Renaissance in der Region. Foto: Roland Rossner/Deutsche Stiftung Denkmalschutz
Alter Friedhof Campo Santo in Buttst‰dt
Anders als andere mitteldeutsche Campisanti war die Buttstädter Anlage nie komplett von Arkaden umschlossen. Foto: Roland Rossner/Deutsche Stiftung Denkmalschutz
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Auf dem Gräberfeld sind nur noch ein Bruchteil der Grabmale erhalten. Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz widmet sich nun besonders den Grabplatten in den Säulengängen. Foto: Roland Rossner/Deutsche Stiftung Denkmalschutz

Der Campo Santo verfällt

In Mitteldeutschland verbreiten sich vor rund 400 Jahren durch die Reformationsbewegung Friedhöfe nach italienischem Vorbild. Erhalten bleiben allerdings nur wenige. Einer davon: der Campo Santo im thüringischen Buttstädt. Er zeugt vom damaligen Aufschwung der Stadt. Denn die Bürger, zu Wohlstand gekommen durch die Lage der Stadt an einer wichtigen Handelsroute, demonstrieren ihr Kunstbewusstsein  auch mit ihren letzten Ruhestätten. Der Förderverein des Friedhofs schreibt die Planung des Campo Santo dem Steinmetz und Architekt Christoph German zu.

Der Friedhof, 1591 nach Vorbild der italienischen Campo Santi hofartig errichtet, besitzt zwei langgestreckte Säulenhallen im Norden und Osten. Unter den Arkaden befinden sich Gruftanlagen mit Ziegelgewölben. Die Säulen, teilweise kanneliert, stehen auf hohen Postamenten und tragen auf toskanischen Kapitellen die Pfetten der Dachkonstruktion.

Eindrucksvolle Grabmale wetteifern im nach innen offenem Bogengang und auf dem Freigelände um Aufmerksamkeit, unter anderem Toten-Säulen, Obelisken und klassizistische Stelen. Sie dokumentieren die Geschichte der Stadt, verfallen aber zusehends. Der Friedhof ist bereits seit 1862 geschlossen – der Platz ging aus. Geld für grundlegende Sanierungsarbeiten fehlte. 40 Grabmale stehen heute unter den Arkaden, 101 Steine auf der Freifläche. Sie repräsentieren Bestattungskultur in der Renaissance, dem Barock, dem Rokkoko und dem Klassizismus.

Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz hat seit der Wiedervereinigung bereits drei Restaurierungsprojekte am Campo Santo unterstützt. 2018 stellt sie mit einem Spendenaufruf die Sanierung der Grabplatten in den Fokus. Ein Fördervertrag über 8.000 Euro sichert die Restaurierung der Grabplatten von Diakon Christian Friedemann Martini, Karl Gottlieb und Gottlob Kauffmann. Spendenwillige können auf der Website der Stiftung zum Erhalt der Friedhofsanlage beitragen oder direkt an den Förderverein spenden.

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Es ist biegsam und dennoch robust – mit dem Schiefer-Uhrenarmband „Stone“ ist dem österreichischen Uhrenarmbandhersteller Hirsch ein ganz besonderer Coup gelungen.

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Weltneuheit: Hirsch fertigt erstmals Naturstein-Uhrenarmbänder aus sehr dünn gespaltenem Schiefer, der auf Kautschuk sitzt. Foto: Hirsch Armbänder GmbH
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Zwei Varianten Schiefer fürs Handgelenk, jedes Armband ein Unikat: Links braun auf weißem Kautschuk, rechts grau auf schwarzem Untermaterial. Foto: Hirsch Armbänder GmbH

Sauna- & Tauchgänge möglich

Man kennt Schiefer, den die Bauindustrie wegen seiner leichten Spaltbarkeit schon lange verwendet, bereits als Dachschindel, Schultafel oder Servierplatte. Auch Wanduhren aus Schiefer sind nichts Außergewöhnliches. Der Firma Hirsch ist es aber gelungen, das Sedimentgestein mittels Nanotechnologie so fein zu spalten, dass ein hauchdünnes Steinblatt zum Vorschein kommt, welches kaum etwas wiegt und obendrein flexibel formbar ist. Diese Schieferschicht wird über Kautschuk gelegt und mit einer Faltschließe aus rostfreiem Stahl versehen – fertig ist das Uhrenarmband. Jedes Exemplar verlässt die Produktion dank der Maserung des Steins in einer einzigartigen Farbnuance, durch das Kautschukpolster ist „Stone“ angenehm zu tragen.

Das Uhrenarmband aus Schiefer ist wasserdicht und überlebt Tauchgänge bis zu 300 Metern Tiefe. Es kann in der Sauna getragen werden und bereitet Allergikern keinerlei Probleme. „Stone“ wurde als Mitglied der „Performance“-Linie auf der Uhrenmesse Baselworld 2017 das erste Mal vorgestellt. Bereits 2014 erhielt selbige Linie den Red Dot Design Award für ihre besondere Material-Kombination aus Leder und Kautschuk. Lederverarbeitung gehörte von Anfang an zur Kernkompetenz der Firma Hirsch. 1765 legte Johannes Franz Hirsch in Niederösterreich den Grundstein für das Unternehmen, indem er in einer kleinen Gerberei und Lederei-Werkstatt Schuh- und Sattelleder herstellte – natürlich in Handarbeit wie es zu seiner Zeit üblich war. 170 Jahre später wurde im Hause Hirsch das erste Patent angemeldet: 1935 erfand der Familienbetrieb den Hirsch-Vakuum-Riemen für die Automobilindustrie. Zehn Jahre darauf entstanden die ersten Uhrenarmbänder aus Leder. Produziert wurde auf dem heimischen Küchentisch in Klagenfurt mit einem Taschenmesser und einer Haushaltsnähmaschine.

Internationaler Standard & Designschmiede

Nachdem es Hans Hirsch 1955 gelang, eine fugenlose Verbindung zwischen Ober- und Futterleder zu schaffen, nahm das Unternehmen richtig Fahrt auf: Die Hirsch Rembordé Technik revolutionierte die Uhrenindustrie und gilt heute noch als internationaler Standard. Auch die Uhrenarmbandpräsentation erfuhr durch die Firma Hirsch Aufwind: Große Namen der Design- und Architektenszene beeinflussten über die Jahre die Gestaltung der sogenannten Hirsch Verkaufsautomaten. Dabei handelt es sich um Aufbewahrungssysteme, die die Uhrenbänder erstmals aus der Schublade auf den Verkaufstisch holten. Der Automat des Architekten Hans Hollein schaffte es sogar ins Museum of Modern Art in New York. 1995 kreierte der italienische Designer Matteo Thun ein Verkaufsdisplay, das die Uhrenarmbänder von Hirsch schließlich endgültig im hochwertigen Sektor verankerte.

Seit Beginn der 2000er-Jahre folgt im Hause Hirsch eine innovative Idee der nächsten. Unter der Leitung von Robert Hirsch entstanden beispielsweise das „IDentification“-Armband mit integriertem Mikrochip oder das hautpflegende „Aloe Vera“-Armband. Mit einem Uhrenarmband aus Schiefer, der ja mittlerweile auch als Brille so manche Nase ziert, zeigt das Unternehmen nicht nur sein Gespür für Trends sondern auch seine nachhaltige Firmenphilosophie.

Homeoffice mit Han Solo

Stein Magazin

Seit 40 Jahren schlägt das Imperium zurück: Am 17. Mai 1980 wurde die nach heutiger Zählung fünfte, damals zweite Star-Wars-Episode „The Empire Strikes Back“ im Kennedy Center zu Washington D.C. uraufgeführt. Die globale Fangemeinde der mächtigen Space-Opera-Saga ist groß und das Portfolio an Merchandise-Artikeln scheint unendlich. Eine ganz besondere persönliche Hommage an seine Helden aus einer weit, weit entfernten Galaxis vor langer Zeit hat sich Hausbesitzer Rob Equi aus Sacramento geschaffen – mit hellen und dunklen Belägen von Neolith.

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Der Boden des Star-Wars-Homeoffice soll an das Holo-Schachbrett aus dem Millennium Falken erinnern. Es besteht aus Neolith in den Varianten „Basalt Black Satin“ und „Cement Satin“. Foto: Neolith
THESIZE SURFACES - NEOLITH  Almassora - Castellón - Spain
Kreatives Umfeld für die Heimarbeit: Augenarzt Rob Equi hat sich, unterstützt von der Designerin Miche Victoria, sein privates Star-Wars-Universum ins Büro geholt. Foto: Neolith
THESIZE SURFACES - NEOLITH  Almassora - Castellón - Spain
Vorn kann der Hausherr chillen, dahinter ist Han Solo in Karbonit eingefroren. Foto: Neolith
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Das Homeoffice finden Sie ganz leicht: Links an Boba vorbei, und dann treffen Sie auch gleich den Death Trooper, der es bewacht. Foto: Neolith
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California Dreaming: Krieg-der-Sterne-Erfinder George Lucas hat in Marin County seine fulminante Skywalker Ranch, Dr. Rob Equi hier in Sacramento sein persönliches kleines Star-Wars-Universum. Foto: Neolith

Ein neues Homeoffice

An seinem sechsten Geburtstag spürte er zum ersten Mal die Macht: Es war der 25. Mai 1977, der Tag an welchem der erste Star-Wars-Film „A New Hope“ in den Kinos anlief, und wie Rob Equi sich erinnert, fand ein Familienausflug dazu statt. Seither ist der Krieg der Sterne fester Bestandteil seines Lebens. Der kleine Junge von damals ist heute Arzt und Netzhautspezialist, was ihm – ähnlich wie seinen Jedi-Vorbildern – erlaubt, beruflich Laser zu benutzen.

Als er nun mit seiner Familie das Wohnhaus renovierte, entschloss er sich, seinem Homeoffice und dem angrenzenden Loungebereich einen besonderen Touch zu verleihen: „Ich wollte einen Raum haben, der unter dem Star-Wars-Motto stand. Ich hatte eine ganze Reihe von hochwertigen Erinnerungsstücken, die ich auf coole, lustige und eindrucksvolle Weise zur Schau stellen wollte und dafür wollte ich einen Platz haben, zu dem ich nach der Arbeit hingehen und in meine Kindheit eintauchen kann.”

Die Designerin schlägt zurück

Nachdem Equi schon während der ersten drei Bauphasen mit Miche Victoria, Senior Designerin bei Benning Design Construction, zusammengearbeitet hatte, vertraute er ihr vorbehaltlos an, sein ganz besonderes Anliegen zu verwirklichen. „Ich habe ihr in groben Zügen gesagt, was ich wollte. Es musste ein bewohnbarer Büroraum sein, deshalb durfte es nicht aussehen wie an einem Filmset, aber gleichzeitig wollte ich auch einige Designelemente, die mich an dieses Universum erinnerten. Beispielsweise ist die Beleuchtung in diesen Filmen ein sehr wichtiges Motiv.” Auf ihrer Suche nach ikonischen Szenen fand Victoria Inspiration in der ursprünglichen Trilogie.

Die Rückkehr des Holo-Schachbretts

Oft ist der Bodenbelag der erste Schritt in Miche Victorias Designprozess, weil er die Grundlage für alles andere ist – so auch hier. So zeigt sich das Geläuf in Equis Homeoffice unwissenden Augen als ein kreisförmiges, modern anmutendes Schwarz-Weiß-Muster. Für Star-Wars-Fans ist es eine Hommage an das Brett, auf dem Chewbacca und C-3PO in Han Solos Raumschiff, dem Millennium Falken, Holo-Schach spielen.
Designerin Victoria wollte ein Material, das zu den anderen Designelementen passt und auf das sie große Stücke hält: Neolith-Beläge, vom Hersteller gesinterter Stein genannt, hatte sie schon mehrfach in anderen Projekten eingesetzt und ist von diesen Porzellankeramiken überzeugt. Sie geht sogar so weit, zu sagen: „Für mich kommen keine anderen Materialien in Frage. Für ein kundenspezifisches Design wie dieses war Neolith ein Kinderspiel. Man kann so viel damit machen. Die Möglichkeiten der Anpassung sind unglaublich. Es hebt sich wirklich dank seiner vielen Stärken und Finishs von seinen Wettbewerbern ab. Ich liebe diese nahtlosen Übergänge.” Um die Ästhetik des Raumschiffs aus dem Film einzufangen, vermied sie den sauberen Kontrast eines herkömmlichen Schachbretts und entschied sich stattdessen dafür, die beiden Neolith-Varianten „Basalt Black Satin“ und das Industrial-Charme verströmende „Cement Satin“ zu kombinieren.
Bei der Umsetzung des kundenspezifischen Motivs bekam die Designerin Unterstützung von den Vertriebspartnern Evolv Surfaces und Natural Stone Design Fabrication. Bauherr Rob Equi zeigt sich sehr glücklich mit dem Ergebnis: „Die Neolith-Materialien sind einfach fantastisch. Das matte Finish passt perfekt zum bewohnten Universum von Star Wars. Es ist nicht das typische Science-Fiction-Design, bei dem alles auf Hochglanz poliert, neu und utopisch ist.”

Jedi-Design-Tricks

Neben dem Bodenbelag ist auch die Beleuchtung wichtig für das richtige Flair: Hinter Equis Schreibtisch erinnern zwei große hinterleuchtete Wandplatten an das Set der Kampfszene zwischen Obi-Wan und Darth Vader aus dem ersten Teil „A New Hope“, die restlichen illuminierten Wandbekleidungen in der Büro-Rotunde sind von der „Ich bin dein Vater“-Szene inspiriert. Weitere liebevolle Details und Exponate: An der Wand des Loungebereichs nebenan steht eine lebensgroße Nachbildung von Han Solo in Karbonit an der Wand. Hier ist man umgeben von Star-Wars-Devotionalien des Hausherren, wie etwa Kostümen, einem X-Wing-Pilotenhelm und einem Blaster-Nachbau. Auch wenn er selbst der größte Fan der Filmreihe im Hause ist, Rob Equis Frau und Kinder tragen seine Liebe mit zum Heldenepos aus einer weit, weit entfernten Galaxis vor langer Zeit: Sie teilen sich ihr Heim mit Boba Fett, einem imperialen Death Trooper und Han Solo – sowie natürlich Chewie, bei dem es sich in diesem Fall nicht um den Wookie und besten Freund Solos handelt, sondern den Labradoodle der Familie.