Im dritten Jahr in Folge lobt Neolith den internationalen „Top Fabricator“-Wettbewerb aus. Noch bis zum 11. November 2018 können sich Steinmetze, Verlegebetriebe und Werkstätten bewerben, die besonders komplexe oder spektakuläre Arbeiten mit dem gesinterten Kunststein ausgeführt haben. Der Preis hat einen Wert von circa 5.000 Euro und besteht aus einer gehobenen Reise zum Salone del Mobile in Mailand.
In Holger Strombergs Münchner Kuchiin und Campus Loft bestehen die Kücheninseln und Arbeitsplatten aus Neolith Arctic White Silk in 12 Millimetern Stärke. Foto: NeolithDer Rezeptionstresen des Hilton Hotels zu Mailand aus Neolith Calacatta Gold Polished, 12 Millimeter Stärke. Foto: NeolithKinderzimmer ausgestattet mit einem Boden aus Neolith Pietra di Piombo Silk, 6 Millimeter, designed von Homm, Madrid. Foro: Neolith
Originalität, technischer Anspruch & Ökologie
Der Salone Internazionale del Mobile di Milano findet seit 1961 statt und gilt als weltweit größte und wichtigste Möbelmesse. Als Gewinner oder Gewinnerin des „Neolith Top Fabricator“-Wettbewerbs geht es im April 2019 via Flugzeug in die italienische Design-Metropole, wo man mit Begleitperson in einem 4-Sterne-oder-höher-Hotel residiert und diese distinguierte Fachveranstaltung besucht, der Gesamtwert des erlesenen Trips beläuft sich auf etwa 5.000 Euro. Dazu gibt es PR-Unterstützung vom Hersteller: Neolith nimmt das siegreiche Objekt in seine Öffentlichkeitsarbeit auf.
Teilnehmen dürfen Steinmetze und steinverarbeitende Betriebe, die zwischen 2015 und 2018 spannende, komplexe Projekte mit dem gesinterten Werkstoff Neolith ausgeführt haben. Das Siegerprojekt wird von einer renommierten Jury aus Branchenkennern gekürt, der etwa Architekt Octavi Mestre, Inneneinrichterin Virginia Sánchez und Walter Mariotti, Chefredakteur des Magazins Domus, angehören. In die Bewertung fließen neben der Originalität der Projekte und der Kreativität des Designs auch die technische Komplexität der Ausführung und die ökologische Wertigkeit des Bauvorhabens ein.
Außen- und Innengestaltungen zugelassen
Die Bewerbungsfrist läuft noch bis zum 11. November 2018, am 20. Dezember wird das Gewinnerprojekt bekanntgegeben. Zugelassen zu dem internationalen Wettbewerb sind Installationen außen wie innen, die nicht im Mutterland des Herstellers Spanien ausgeführt wurden. Die Anmeldung sollte eine präzise Beschreibung der Arbeit und eine Auswahl aussagekräftiger Bilder enthalten.
Zu den detaillierten Infos und der Anmeldung geht es hier.
Der Landesinnungsverband Steinmetz- und Steinbildhauerhandwerk Baden-Württemberg führt seit 1965 jährlich den Gestaltungswettbewerb „Grabzeichen“ durch. Seit knapp 20 Jahren wird der Wettbewerb auch bundesweit ausgeschrieben. Die nächste Einreichungsrunde endet im Februar 2017.
Steinmetze aus ganz Deutschland können sich mit ihren Arbeiten bewerben. Die Jury legt dabei besonderen Wert auf die gestalterische Qualität der Grabzeichen. Darüber hinaus ist zu beachten, dass die eingereichten Arbeiten bereits auf einem Friedhof stehen müssen. Am Ende des Wettbewerbs darf sich der Gewinner über ein Preisgeld bis in Höhe von 1.000 Euro freuen. Ziel des Wettbewerbs ist es, innovative Arbeiten zu fördern und die zeitgenössische Bestattungskultur zu stärken.
Erfahren Sie mehr über den Gestaltungswettbewerb und reichen Sie Ihre Arbeiten noch bis zum 28. Februar 2017 ein.
Grabpflege muss man sich leisten können. Das Problem betrifft nicht nur viele zeitgenössische Normalsterbliche, auch für die anstehende Ertüchtigung des Florentiner Grabmals von Michelangelo fehlen derzeit die Mittel. Daher lief ursprünglich bis zum 30. Oktober 2017 eine Spendenaktion der zuständigen gemeinnützigen Organisation Opera di Santa Croce. Weil der notwendige Betrag leider noch nicht zusammengekommen ist, wurde die Kampagne aktuell verlängert, die Arbeiten am Grabmonument und dem dazugehörigen Altar sollen baldmöglichst beginnen.
Er hat schon bessere Zeiten gesehen: Die Grablege Michelangelos und seiner Familie muss dringend gesäubert und restauriert werden. (Foto: Opera di Santa Croce)Doppelter Andachtsort: Links der Familienaltar der Buonarroti, rechts das Grabmal. (Foto: Opera di Santa Croce)Vor dem Sarkophag aus Breccia di Seravezza (auch Breccia Medicea genannt) trauern die personifizierten Künste Bildhauerei, Architektur und Malerei um Michelangelo. (Foto: Opera di Santa Croce)Die Nahaufnahme zeigt: Die Skulpturen aus Bianco di Carrara müssen dringend gesäubert werden. (Foto: Opera di Santa Croce)Erst 2016 entdeckt: Am linken Bildrand etwa auf halber Höhe hat Vasari den verstorbenen Michelangelo als Pharisäer Nikodemus im Altargemälde versteckt. (Foto: Opera di Santa Croce)Seit der Überschwemmung von Florenz 1966 weist das Gemälde des Familienaltars der Buonarroti gravierende Schäden auf, dazu kommen die Ablagerungen der Jahrhunderte. (Foto: Opera di Santa Croce)Vormals Weiß trifft Purpur – Carrara-Marmor und Breccia di Seravezza am Grab Michelangelos und der Seinen. Noch bis 30. Oktober kann für die Restaurierung gespendet werden. (Foto: Opera di Santa Croce)
Es steht nicht gut um das Familiengrab der Buonarroti. Zusammen mit 66 Verwandten ruht Michelangelo in der Basilika Santa Croce zu Florenz, das Andenken an den berühmtesten Sohn des Geschlechts steht im Fokus des Grablege-Ensembles bestehend aus steinernem Monument und angrenzendem Altar. Für die dringenden erhaltenden Maßnahmen werden insgesamt 100.000 Euro benötigt, 15.000 stehen bis dato noch aus.
„Die Skulpturen aus Carrara-Marmor wurden zum letzten Mal vor 22 Jahren gesäubert und haben seither wieder viele Ablagerungen angesetzt“, erklärt Paola Vojnovic, zuständig für die Spendenaktion #InTheNameOfMichelangelo bei Opera di Santa Croce. „Aufgrund der porösen Struktur des Steins können diese eindringen und ihn zerbröseln lassen.“ Eine Säuberung des Ensembles, das im Zentrum eine Büste des Meisters aus Bianco di Carrara auf einem Sarkophag aus purpurner Breccia di Seravezza zeigt, vor dem weiße Carrara-Marmor-Allegorien seiner drei Künste Bildhauerei, Architektur und Malerei trauern, ist unbedingt sinnvoll.
Direkt links neben dem Grabmal, 1570 von Michelangelos Freund Giorgio Vasari entworfen, findet sich der Familienaltar der Buonarroti mit einem Altargemälde, geschaffen vom selben Künstler. Hier reichen die Schäden weiter – und das seit vielen Jahren. Das Bild (Öl auf Pappelholz, 1572) wurde durch die große Überschwemmung in Florenz 1966 stark beschädigt. Weil der gesamte Reparaturbedarf in der Stadt immens war, wurde das Gemälde damals nur notdürftig gesichert. Zudem ist es durch Staub und Schmutzablagerungen der Jahrhunderte stark eingedunkelt. So entdeckte man erst kürzlich eine Darstellung Michelangelos in der Figurenkomposition, der zu seiner eigenen letzten Ruhestätte hinüberblickt. Säuberungs- und Sicherungsarbeiten sind dringend durchzuführen.
Für das Projekt werden noch 15.000 Euro benötigt, spenden kann man online über den Donate-Button auf http://santacroceopera.it/michelangelo/. Auch Kleinbeträge helfen, wie Paola Vojnovic unterstreicht: „Wir freuen uns über jeden, der vielleicht auch nur 25 oder 50 Euro beisteuert.“ Alle Spender werden übrigens ebenfalls in Santa Croce verewigt: In einem Buch der Spender im Archiv dieser Basilica minor. Für größere Zuwendungen von Privatpersonen oder Firmen (5.000, 10.000 oder gar 15.000 Euro) sind noch speziellere Ehrungen vorgesehen, wie z. B. eine Plakette am Eingang des Gotteshauses.
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