dreidimensionalen Keramikplatten sind eine Sonderanfertigung der Moeding Keramikfassaden GmbH. Auch die Unterkonstruktion aus Aluminium stammt von dem Unternehmen aus Niederbayern. Foto: Field Condition/Shildan Group
dreidimensionalen Keramikplatten sind eine Sonderanfertigung der Moeding Keramikfassaden

Im Zentrum von Manhattan steht der rund 125 Meter hohe Wohn- und Geschäftsturm „1865 Broadway“. Die vorgehängte, hinterlüftete Außenhülle besteht aus einer Unterkonstruktion aus Aluminium und weiß glasierten, dreidimensionalen Keramikplatten. Der gesamte Fassadenaufbau stammt von einer Firma aus Niederbayern.

Die weiß lasierten, dreidimensionalen Keramikplatten sind eine Sonderanfertigung der Moeding Keramikfassaden GmbH. Auch die Unterkonstruktion aus Aluminium stammt von dem Unternehmen aus Niederbayern. Foto: Field Condition/Shildan Group

Herstellung der Ziegel

In Manhattans Upper West Side, in unmittelbarer Nähe zum weltbekannten Central Park in New York City, steht das Hochhaus „1865 Broadway“. In dem sechsgeschossigen Sockel des Neubaus befinden sich Geschäfte und Gewerbeeinheiten. In den darüber liegenden 27 Obergeschossen sind Apartments untergebracht. Der Entwurf des rund 125 Meter hohen Turms stammt von dem international tätigen Architekturbüro Skidmore, Owings und Merrill (SOM), das seinen Hauptsitz in Chicago, USA, hat. Den gesamten Fassadenaufbau mit den weiß glasierten Keramikplatten und der Unterkonstruktion aus Aluminium, hat der deutsche Hersteller, die Moeding Keramikfassaden GmbH aus dem niederbayerischen Marklkofen, geliefert. Umgesetzt wurde das Projekt in Zusammenarbeit mit dem langjährigen Distributionspartner Shildan Group aus New York.

Sämtliche Ziegelplatten ihrer breiten Produktpalette stellt das niederbayerische Unternehmen in den eigenen Werken in Marklkofen her. Je nach erforderlichem Ziegel mischen sie für die Rohstoffmischung bis zu zwölf verschiedene natürliche Rohstoffe, wie Tone, Lehm und Sand. „Durch den Feuchtigkeitsgehalt von circa 20 Prozent ist diese Mischung plastisch formbar“, erläutert Diplom-Ingenieur Dietmar Müller den Prozess. Er ist Geschäftsleiter der Moeding Keramikfassaden GmbH und hat das New Yorker Projekt mit betreut.

Um die gewünschte Ziegelform zu erhalten, wird das Strangpressverfahren angewandt. Hierbei wird in einer Schneckenpresse die Rohstoffmischung komprimiert und durch ein Mundstück, dass die Form der Ziegelplatte bestimmt, gepresst. „Bei der Herstellung der Mundstücke muss berücksichtigt werden, dass das Material beim Trocknen und Brennen schwindet“, führt Müller weiter aus und erklärt: „Denn die stranggepressten Rohlinge besitzen etwa 20 Prozent Feuchtigkeit.“ Um diese zu reduzieren, lagern die Rohlinge anschließend in speziellen Trockenkammern. Hierbei wird die anfängliche Umgebungstemperatur bis auf circa 90 Grad Celsius hochgefahren. Nach der Trocknungsphase wird die flüssig aufbereitete Glasur in einer Art Sprühnebelverfahren dünn auf die Ziegeloberfläche aufgebracht.

„Der keramische Scherben ist zwar getrocknet, aber noch nicht gebrannt. Somit besitzt er eine hohe Wasseraufnahme, die zur Folge hat, dass die Glasur einige Millimeter tief in den getrockneten Rohling eingesaugt wird“, so Müller. „Dadurch kommt es zu einer sehr festen Verbindung zwischen der Glasur und dem Scherben. Und Glasurabplatzungen sind so fast ausgeschlossen“, erklärt er weiter.

Lesen Sie mehr in der STEIN 1/2021.

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Fit für die VOB/A: Seminar am 26. Juni 2018 in Lübeck

Stein Magazin

 

Vor der Sommerpause bietet die Auftragsberatungsstelle Schleswig-Holstein der IHKs und HWKs noch ein Seminar an, das sich mit Ausschreibungen und Angeboten auf Grundlage der aktuellen Vergabe- und Vertragsordnung für Bauleistungen (VOB/A) beschäftigt.

Referent Oliver Schubert, Gebäudemanagement Schleswig-Holstein AöR, Leiter Fachgruppevergabe und Vertragswesen, wird die aktuellen Regelungen anhand der Formblätter des Vergabehandbuchs für Baumaßnahmen des Bundes (VHB) zugrunde legen. Das Seminar richtet sich sowohl an Vergabestellen als auch an (Bau-)Unternehmen, die bereits im öffentlichen Markt aktiv sind, Fehler in Angeboten vermeiden und sich erfolgreicher an Ausschreibungen beteiligen wollen. Weitere Inhalte des Seminars betreffen die Rechtsgrundlagen des VOB-Vergabeverfahrens 2018, insbesondere das Landesrecht Schleswig-Holstein. Die Wahl der Vergabeart bzw. die Voraussetzungen für den Beginn des Verfahrens sind ebenso Thema wie der Ablauf des Verfahrens. Dazu gehören die Bekanntmachung und Vergabeunterlagen, Form und Inhalt der Angebote, Fristenplanung und -berechnungen, Prüfung und Wertung der Angebote sowie Informations- und Dokumentationspflichten.

Das Seminar findet am Dienstag, den 26. Juni 2018 von 10 bis 17 Uhr in der Handwerkskammer Lübeck statt.

Die Teilnahmegebühren betragen 150 Euro zzgl. MwSt. für teilnehmende Unternehmen aus Schleswig-Holstein und 190 Euro zzgl. MwSt. für teilnehmende Unternehmen außerhalb des Bundeslandes und der öffentlichen Hand sowie Vergabestellen. Seminarunterlagen und Verpflegung sind im Preis enthalten.

Weitere Informationen sowie das Anmeldeformular sind auf der Website der Auftragsberatungsstelle Schleswig-Holstein zu finden: www.abst-sh.de.

Europäisches Stein-Festival 2015

Stein Magazin

Das europäische Stein-Festival fand 2015 in Straßburg statt. Vom 26. bis 28. Juni machten etwa 120 Steinmetze und -bildhauer aus 15 Ländern den Vorplatz der berühmten Kathedrale zu ihrem Arbeitsplatz. Zum Thema “Die Botschaft der romanischen Baumeister und der rheinischen Mystik” hauten sie Skulpturen aus Sandstein, die später ersteigert werden konnten.

Straßburg bot die perfekte Kulisse für die Arbeit am Naturstein, aber auch für die Nachwuchsarbeit. Denn im belebten Touristenort Straßburg fanden auch viele junge Leute ihren Weg zu den traditionellen Handwerkern. Martina Hartwich-Wolf von der Kunstgießerei Strassacker, Partner des Festivals, glaubt: “Gerade bedingt durch die Aufgabenstellung und deren Realisation haben einige junge Menschen Interesse an diesem Beruf gefunden.” Von Totenköpfen über Reliefs und Konsolen bis hin zu Fabelwesen reichten die Umsetzungen des Themas aus einem jeweils 20 x 30 x 30 cm großen Sandstein.

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Die Gewinner mit ihren Arbeiten. Foto: Konrad Lenz
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Weitere Impressionen vom Stein-Festival in Straßburg. Foto: Konrad Lenz
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Foto: Kunstgießerei Straßacker
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Foto: Konrad Lenz
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Foto: Kunstgießerei Straßacker
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Kunstgießerei Straßacker präsentierte die Vielfalt der Möglichkeiten der Verbindung von Bronze und Naturstein. Foto: Kunstgießerei Straßacker
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Foto: Kunstgießerei Straßacker
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Foto: Konrad Lenz

Die besten Arbeiten unter den Skulpturen von Lehrlingen, Gesellen oder Meistern auf dem Stein-Festival in Straßburg wurden ausgezeichnet. Die Gewinner sind:

Milleniumspreis der Stadt Straßburg:
Ongky Wijana, Bali.

Meister:
1. Philippe Smith, Kanada
2. Danny Barber, Kanada
3. Nicolas Helmer, Frankreich

Steinmetzlehrlinge:
1.  Martin Kuster, Straßburger Münsterbauhütte / Frankreich
2. Dimitri Marquet, Frankreich
3. Lucas Finance, Frankreich

Steinbildhauerlehrlinge:
1. Gwendoline Barré, Frankreich
2. Tomas Petukauskas, Litauen
3. Richard Bossons, England