Eine keramische Reise in die Steinzeit

Stein Magazin

Die neuen Drucktechniken auf keramischen Fliesen bringen tausend dekorative Möglichkeiten mit sich und auch die haptischen Anforderungen haben sich weiterentwickelt. Ganz klar im Trend liegen alle Arten von authentischen Natursteinausführungen.

Das gilt auch für feine Marmor-Optiken, die durch neue Produktionsverfahren ein glattes, hochglänzendes Finish erhalten – verschiedene Poliergrade machen es möglich. Ebenso spielen marmorierte, mit feinen Adern oder mit Granulaten verzierte Oberflächen, die von geologischen Schichten inspiriert sind, eine große Rolle. Vor allem Granitvarianten sind sehr beliebt, aber auch andere Natursteine, sind als keramischer Boden- und Wandbelag willkommen.

Tile of Spain HALCÓN CERÁMICAS
Halcón Cerámicas
Tile of Spain GRESPANIA
Grespania
Tile of Spain PAMESA CERÁMICA
Pamesa Cerámica
Tile of Spain ROIG CERÁMICA
Rocersa

Optik des Außergewöhnlichen

Im Vordergrund steht die Freude am Material und so erkunden viele Hersteller Steinbrüche nach außergewöhnlichen geologischen Mustern jenseits des klassischen weißen Calacatta Marmors oder gelblichen Travertins. So finden sich naturgetreue Oberflächen wie vom portugiesischen rosa Marmor oder von Steinen aus Ulldecona oder dunkelgrau gemasertem Bardiglio auf Feinsteinzeug wieder. Auch authentisch aussehende Terrazzoplatten passen zu diesem Trend und Oberflächen mit Steinfragmenten sowie Vulkan- und magmatische Gesteine sind ebenso zu sehen. Hier springen vor allem die rohen und rauen Aspekte in der keramischen Ausführung ins Auge.

Tile of Spain HALCÓN CERÁMICAS
Halcón Cerámicas
Tile of Spain GRESPANIA
Grespania
Tile of Spain PAMESA CERÁMICA
Pamesa Cerámica
Tile of Spain ROIG CERÁMICA
Rocersa

Große Aufmerksamkeit für kleine Details

Übersetzt bedeutet es, den Blick auf die reine Materialität zu werfen. So werden etwa die Oberflächen von Marmor, Granit, Zement oder magmatischem Gestein extrem vergrößert dargestellt, um deren Beschaffenheit zu erforschen. Die Leidenschaft für die Materie Stein schlägt sich auf Feinsteinzeug in monolithischen Entwürfen mit großen geologischen Oberflächen nieder. Vor allem XXL-Formate sind sowohl wegen ihrer technischen Eigenschaften als auch wegen ihrer Vielzahl an Anwendungsmöglichkeiten zu finden. Die Kollektionen wurden speziell für große Flächen oder Fassaden entworfen und finden auch als Arbeitsplatten oder Wand- und Möbelverkleidung ihre Verwendung.

Weitere Anwendungsbeispiele und Dekorationsideen zum Thema Fliesen aus Spanien gibt es unter www.tileofspain.de.

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Marmomac wie ein Labor für Designer

Stein Magazin
sondern auch kommendes Jahr auf der Messe in Mailand. Foto: Friederike Voigt

Sind es die Menschen, die eine Stadt ausmachen, oder die Architektur? „Beides“, ist sich der Bildhauer und Architekt Craig Copeland sicher. Deshalb hat er für das Thema „Soul of the City“ im Italian Stone Theatre auf der Marmomac 2017 ein Werk kreiert, was beides vereint.

Auf einer Fläche von 4 x 4 Metern hat er zwei Wände aus jeweils 40 in sich gewundenen Platten aus Carrara Marmor und iranischem Grünschiefer aufgestellt, die sich wie zwei Hände ineinander verschränken. Entstanden ist ein Hohlraum, in dem sich Messebesucher auf Natursteinbänken ausruhen können.

„Meine Idee wurde auch dadurch beeinflusst, dass Südkoreas Hauptstadt Seoul sich als ‚City of the future’ bezeichnet. Das hat mich nachdenken lassen über die koreanische Flagge, die so einen wunderbaren Kreis in der Mitte aufzeigt. Wie Ying und Yang“, so Copeland. Die Balance hat er in sein Kunstwerk „Embrace“ übertragen. Kein Wunder, dass er die Marmomac als ein Labor für Designer beschreibt.


Daten über das Kunstwerk:

Architekt: Craig Copeland

Materiallieferant: Ca`D`Oro

Material: Bianco Carrara, Verde Picasso, Fantastic Black

Denkmalpfleger der Otto-Friedrich-Universität in Bamberg haben ein neues Bildgebungsverfahren entwickelt, mithilfe dessen die Beschaffenheit von Naturstein nicht-invasiv ermittelt werden kann. (mehr …)