03.05.2017

Technik

Abwasserreinigung in der Natursteinbranche

von Karolina Kucharska

Der Natursteinbetrieb Jogerst Steintechnologie wendet für die Abwasserreinigung ein mechanisches Filtersystem aus Lamellenklärer mit Vakuumbandfilter an, um die Frischwasserzufuhr gering zu halten. Die hervorragenden Filterergebnisse spiegeln sich in Effektivität und Umweltfreundlichkeit wider.

„Überall dort, wo Wasser in Betriebsabläufen und Fertigung eingesetzt wird, ist das Prozesswasser mit Abfall- und Gefahrstoffen versetzt, die nicht ungereinigt in die Kanalisation gelangen dürfen. Zum Beispiel in der Metallindustrie hat das Wasser Beimengungen von Kühlmitteln, auch Späne und Schleifstaub. Aber auch in der Chemie-, Lebensmittel- oder Reinigungsbranche kommt man nicht an der Filtrierung von Prozesswasser vorbei“, erläutert Klaus Bucher von Bucher Communications Ratingen.
Auch der Natursteinbetrieb Jogerst Steintechnologie hat das Problem erkannt und setzt auf die Abwasserreinigung mit dem Leiblein-Filtersystem, das fast ohne Frischwasserzufuhr auskommt. Das Filtersystem besteht aus einem Lamellenklärer, auch Schrägklärer genannt, der für die Sedimentation verantwortlich ist, sowie einem Vakuumbandfilter, der für die Entwässerung eingesetzt wird.

Leiblein Abwasserreinigungsanlage bei Jogerst Steintechnologie, Oberkirch, Lamellenklärer (mittig), Vakuumbandfilter (links). (Foto: Leiblein, Hardheim)
Filterkuchen baut sich langsam im Vakuumbandfilter (vorne) auf. (Foto: Leiblein, Hardheim)
Weitgehend trockener Filterkuchen vor Abstreifung und Entsorgung. (Foto: Leiblein, Hardheim)
Gereinigtes Prozesswasser bei Jogerst Steintechnologie aus dem Leiblein Vakuumbandfilter. (Foto: Leiblein, Hardheim)

Die Abwasserreinigung

Nachdem sich das Schmutzwassser in einer Grube gesammelt hat, wird es in den Schrägklärer geleitet, wo eine Sedimentation durchgeführt wird. Das gereinigte Wasser fließt anschließend in eine Klarwassergrube. Der Sedimentationsprozess wird durch ein Flockungshilfsmittel, abhängig von Durchsatz und Feststoffgehalt, verbessert. Das restliche Wasser der Feststoffe, die sich in den Lamellen abgesetzt und als Dünnschlamm angesammelt haben, wird für den Wasserkreislauf aufbereitet. Die Entwässerung erfolgt im Vakuumbandfilter, wo lediglich die geringen Anhaftungen von Wasser an dem sich ergebenden Filterkuchen wieder durch Frischwasser zu ergänzen sind.

Hoher Wirkungsgrad bei Lamellenklärer

Das Schmutzwasser wird durch ein Lamellenpaket nach oben geführt, wodurch die Schwebstoffe auf die schräggestellten Lamellen sinken und in den Schlammtrichter strömen. Mittels Flockungshilfsmitteln können Trübstoffe fixiert und dem Wasser entzogen werden. Das Wasser ist nun gefiltert und kann wieder für den Prozesswasserkreislauf eingesetzt werden.

Prozesswassergewinnung

Auch beim Endlosbandfilter setzt Leiblein auf die Filtrierung auf schräger Ebene. Das Schmutzwasser gelangt von oben in den Filter und wird über die gesamte Bandbreite verteilt. Das Filterband wird schräg in das Wasser geführt. Im unteren Teil erfolgt die Filtrierung und im oberen Teil die Entwässerung. Schmutzpartikel werden zurückgehalten und ein Filterkuchen entsteht durch einen leichten Unterdruck.
Ist der Wasserspiegel bis zu einem bestimmten Level angestiegen, steuert ein integrierter Schwimmschalter den Antrieb. Der Filterband wird heraufgezogen und der Filterkuchen abgestreift. Eine Bürstenwalze und eine Spüleinrichtung reinigen das Band und machen es für den nächsten Filterprozess einsatzbereit.

„Die Wasseraufbereitung ist gut für die Umwelt und kosteneffizient, da kaum Frischwasser im Prozess zugesetzt werden muss, da das Wasser im aufbereiteten Kreislauf gefahren wird“, erklärt Bucher. Das Filtersystem von Leiblein überzeugt insbesondere durch Edelstahlfilter mit hoher Lebensdauer und einem vollautomatischen Betrieb.

Erfahren Sie mehr über die mechanische Filtertechnologie von Leiblein.

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