Grabmalwettbewerb zur Gartenschau

Stein Magazin
Metall

Im Rahmen der Gartenschau „Natur in Wassertrüdingen“ 2019 wird ein Wettbewerb zur Gestaltung von Grabmälern auf einem Musterfriedhof ausgelobt. Neben klassischen Urnen-, Einzel- und Doppelgräbern soll es auch eine Gemeinschaftsgrabanlage geben. Metallgestalter, Steinmetze, (Landschafts-)Architekten und Künstler können am Wettbewerb teilnehmen.

Der Musterfriedhof wird in den städtischen Friedhof von Wassertrüdingen integriert sein. Letzterer befindet sich außerhalb des Gartenschau-Geländes und ist somit auch ohne Eintrittskarte für die Öffentlichkeit zugänglich.

Grabmalwettbewerb
Wettbewerb zur Gestaltung temporärer Mustergrabmäler. Foto: Natur in Wassertrüdingen 2019
Gartenschau-Natur-in-Wassertrüdingen
Der Musterfriedhof wird öffentlich und kostenfrei zugänglich sein. Foto: Natur in Wassertrüdingen 2019
Grabmal-Wettbewerb
Stein, Metall, Holz und Glas können als Materialien verwendet und kombiniert werden. Foto: Natur in Wassertrüdingen 2019

Wettbewerb Grabmalentwürfe

Der Wettbewerb wird regelmäßig zu den„Landesgartenschauen“ und bei der „Natur in der Stadt“ ausgelobt. Für die Schau in Wassertrüdingen ist geplant, das Grabmal im März 2019 aufzustellen. Bei der Bewertung der Einreichungen spielt neben gestalterischen Kriterien auch die Finanzierbarkeit und die praktische Nutzbarkeit eine Rolle. Die Entwürfe umfassen

– vier Doppelgräber
– neun Einzelgräber
– vier Urnengräber
– eine Gemeinschaftsgrabanlage

Die Wahl der Materialien ist frei, auch Materialkombinationen sind erlaubt:

Stein: Für die Grabmale verwendetes Steinmaterial soll ortstypisch und im zentraleuropäischen Raum abgebaut sein.

Metall: Gegossenes und geschmiedetes Metall. Zugelassen sind Arbeiten in allen derzeit verfügbaren Metallen und Legierungen. Die Arbeiten können der traditionellen Handwerkskunst wie Guss und Schmiedearbeiten entsprechen; aber auch der Einsatz zeitgemäßer Techniken wie Laser, Wasserstrahl oder Maschinenschliff ist erwünscht.

Holz: Ausschließliche Verwendung heimischer Holzarten.

Glas: Möglichkeit der Verwendung von Glas sowie der Kombination mit oben genannten Materialien

Teilnahme

Teilnahmeberechtigt sind

– Betriebe der Landesinnungsverbände des Steinmetz- und Steinbildhauer-Handwerks Bayern
– Betrieben der Fachverbände Metall Bayern, Holzbildhauern und andere Mitglieder des BBK (Berufsverband Bildende Künstler Landesverband Bayern)
– Künstler, Landschaftsarchitekten und Architekten

Jury und Jurysitzung

Die Jurysitzung findet am 17. April 2018 um 13:00 Uhr statt. Das Preisgericht setzt sich wie folgt zusammen:

– Richard Blendinger, Obermeister der Steinmetzinnung Mittelfranken
– Stefan Vogel, Fachverband Metall
– Helmut Hampel, Gestaltungskreis Bayern
– Hermann Rummel, Vertreter der evagelischen Kirche
– Francesco Benini, Vertreter der katholischen Kirche
– Robert Sitzmann, Geschäftsführer Natur in Wassertrüdingen 2019
– Stephan Jürgenliemk, Treuhandgesellschaft bayerischer Friedhofsgärtner
– Alexander Schräpler, BKK Nürnberg, Mittelfranken

Einsendeschluss ist der 3. April 2018 um 14:00 Uhr. Alle Infos und Unterlagen finden Sie unter www.wassertruedingen2019.de.

 

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Grünes Licht für Centro Internazionale di Scultura

Stein Magazin
Lavizzara

Aus jahrelanger Planung wird endlich Realität: Im schweizerischen Peccia, Lavizzara, beginnt noch in diesem Jahr die Umsetzung des Centro Internazionale di Scultura. 

Die Gemeinde Lavizzara hat das Bauvorhaben für ein internationales Bildhauer-Zentrum in Peccia abgesegnet. Das bestätigte die Fondazione Internazionale per la Scultura (FIS). Bereits 1990 waren erste Vorstudien und Pläne für das Großprojekt angestoßen worden. Eine Umsetzung scheiterte jedoch mangels finanzieller Mittel. Mit Unterstützung des Kantons Tessin, der Gemeinde Lavizzara und privaten Spendern sowie einer Anpassung der Projektentwürfe an die Geldmittel der FIS wird das Bildhauer-Zentrum noch in diesem Jahr entstehen. Die FIS beauftragte dafür das Architekturbüro Michele und Francesco Bardelli und rechnet schon im Frühjahr 2019 mit der Eröffnung des Centro Internazionale di Scultura.

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Illustrierte Außenansicht des Centro Internazionale di Scultura in Peccia, Lavizzara, von den Architekten Michele und Francesco Bardelli. Foto: Bardelli, Locarno/TI
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Illustration des offenen Werkplatzes. Foto: Bardelli, Locarno/TI
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Außenansicht des Ausstellungsgebäudes, das als Teil des Centro Internazionale di Scultura geplant ist. Foto: Bardelli, Locarno/TI
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Innenansicht des Ausstellungsgebäudes. Im Hintergrund Donatorenwand im Eingangsbereich des Centro Internazionale di Scultura. Foto: Bardelli, Locarno/TI
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Innenansicht des Künstlerateliers. Foto: Bardelli, Locarno/TI

Tessiner Natur und urbane Hochkultur

Das Zentrum umfasst ein Ausstellungsgebäude am Ortseingang von Peccia. Hier sollen sich auch die Verwaltungsbüros und drei Werkstätten zur Bearbeitung von Stein, Holz und Metall befinden sowie die technischen Installationen. Fünf Künstlerateliers sind vorgesehen, die an einen gemeinsamen Werkplatz anschließen. Die Kunstschaffenden wohnen im Dorf Peccia in individuellen Unterkünften der „Casa degli Artisti“, was auf einer zusätzlichen Initiative beruht und durch die Investition eines privaten Spenders ermöglicht werden kann. Die Ateliers werden in Form von Stipendien jedes Jahr international ausgeschrieben.

Interaktion auf internationalem Niveau

Mit dem Internationalen Bildhauerzentrum inmitten des Tessiner Bergpanoramas soll ein Ort entstehen, wo sich Skulptur-Künstler aus aller Welt und ein interessiertes Publikum begegnen. Hinzu kommt die Auseinandersetzung mit heimischen Materialien wie dem Peccia-Marmor, womit das Zentrum an die Arbeit der Scuola di Scultura in Peccia anknüpft. Allein die Scuola zieht jährlich 3.000 Menschen an. Aus kultureller wie touristischer Sicht rechnen Gemeinde und Kanton daher mit weiteren positiven Auswirkungen des Bildhauer-Zentrums auf Leben und Betrieb vor Ort.

Die Gesamtkosten des Bauprojekts werden auf sechs Millionen Franken geschätzt. Für die Betriebskosten der ersten drei Jahre sind von der FIS Rücklagen von einer Million Franken geplant.

Europäische Steinestapler starten eine Ausstellung

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Steinestapler Jonathon Kitching nutzt auch angespültes Treibgut für seine Skulptur. Foto: Laurence Winram

Im schottischen Dunbar stapelten Künstler im April Steine bei einem Festival zu kunstvollen Skulpturen. Im Mai geben sie ihr Können an Interessierte weiter.

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Steinestapler Jonathon Kitching nutzt auch angespültes Treibgut für seine Skulptur. Foto: Laurence Winram
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James Craig Page (Mitte links), Veranstalter des Festivals, mit der Jury. Foto: Laurence Winram
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Ein Teil der Gewinner-Skulptur von Pedro Duran. Foto: Laurence Winram
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Die Steinestapler überlegen gemeinsam, wie sie ihre Kunstform bekannter machen können. Foto: Laurence Winram
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Teil der Ausstellung in Summer Hall. Foto: Laurence Winram

Steinestapler stellen gemeinsam mit Land-Art-Künstlern aus

Steine sind ein tolles Baumaterial – nicht nur für Treppen, Säulen und Co., sondern auch für gestapelte Kunstwerke am Strand. Das zeigen die Ergebnisse des 2. Europäischen Wettbewerbs der Steinestapler, der Ende April für zwei Tage in Dunbar in Schottland stattgefunden hat. 30 Künstler haben angespülte Kiesel und größere Steine aus der Natur mit ruhiger Hand kunstvoll auf Felsen und Sand gestapelt und sich in den Kategorien “Die meisten Steine ausbalanciert”, “Juniormeisterschaft”, “künstlerischer Gewinner” und “Stapeln gegen die Zeit” gemessen. Der Gesamtgewinner ist – wie bereits im letzten Jahr – Pedro Duran aus Spanien. Er bekommt einen finanziellen Zuschuss für seinen Flug nach Texas, wo 2019 der weltweite Wettbewerb in Llano stattfindet.

Die Kunst besteht beim Steinestapeln darin, die Schwerkraft für sich zu nutzen, denn sie ist das einzige, was die Skulpturen zusammenhält. Versierte Künstler bauen zum Beispiel komplette Torbögen ohne eine einzige Kelle Mörtel. Seriöse Stapler verändern die natürliche Umgebung oder gar historisch bedeutende Stätten dabei nicht – beides sind Kritikpunkte von Naturschützern. Sie stapeln besonders gern an Stränden, Flüssen und Seen, weil sie dort häufig besonders schöne Steine finden. 
Noch ist die Steinestapler-Szene eher klein und familiär – und sie könnte ein bisschen mehr öffentliche Aufmerksamkeit gebrauchen. Um die mediative Kunst in Europa noch bekannter machen, stellen deshalb bis 28. Mai bekannte Steine-Stapler, Land-Art-Künstler und Maler gemeinsam in der Summerhall Gallery in Edinburgh aus und geben an allen Mai-Wochenenden Workshops.