Herz der Wasserstrahlanlage

Stein Magazin

Beim Schneiden mit Wasserstrahlanlagen kommen Hochdruckpumpen zum Einsatz und ermöglichen ein noch effizienteres und hochpräzises Schneiden.

Die Hochdruckpumpe gilt als das Herzstück jeder Wasserstrahl-Schneideanlage. In ihr wird ein möglichst pulsationsfreier Hochdruck-Wasserstrahl erzeugt. Für Schneidzwecke werden häufig so genannte Intensifier-Pumpen eingesetzt, die den Vordruck aus einer Flügelzellen-Pumpe mit einem Druckübersetzer verstärken. Diese Einheiten erzeugen ölhydraulisch einen Vordruck von bis etwa 200 bar. Der Druck ist bei besseren Pumpen über ein Proportionalventil beliebig abregelbar. Das komprimierte Öl wird in den Hydraulikzylinder des Hochdruckübersetzers gepumpt. Hier wirkt es auf eine Kolbenstange mit einem Übersetzungsverhältnis von etwa 20:1 (bei 4.000 bar, Verhältnis Hydraulikfläche zur Wasserfläche).

Somit lassen sich Drücke bis in den Bereich von etwa 6.000 bar (30:1) erzeugen. Das Hochdruckwasser, das den Hochdruckzylinder verlässt, gelangt in einen so genannten Pulsationsdämpfer. Dabei handelt es sich um einen Wasserdruck-Speicher, einen „Pufferzylinder“ (meist mit einem oder zwei Liter Volumen), der die Druckschwankungen bei Umkehrung des Hydraulikkolbens dämpfen soll.

Servotron Hochdruckpumpe
Spart im Vergleich mit konventionellen Pumpen mehr als 24 % Energie: Servotron-Hochdruckpumpe von BFT (vormals BHDT), hier am Stone+tec-Messestand der Dr. Baumann-Unternehmensgruppe. (Foto: Michael Spohr)
Servomotor
Hocheffizienter Servomotor zur optimalen-Druck- und Wassermengenregelung: Das Servotron-Funktionsprinzip. (Fotos: BFT, Hönigsberg/Österreich)
BFT Servotron
Im Vergleich mit einer konventionellen Hochdruckpumpe arbeitet die BFT-Servotron mit einer Zahnradpumpe mit konstanter Fördermenge statt mit einer variablen Axialkolbenpumpe. (Fotos: BFT, Hönigsberg/Österreich)
Omax Hochdruckpumpe
Omax-Hochdruckpumpe mit Direktantrieb: Die Drei-Zylinder-Kolbenpumpe ermöglicht eine höhere Schneidleistung pro Kilowatt als konventionelle Pumpen mit Druckübersetzer-Technologie. (Foto: Michael Spohr)

Schneller und präziser mit Kolbenpumpen

Die aktuell schnellsten und präzisesten Schnitte indes lassen sich mit direkt angetriebenen Kolbenpumpen (mit bis zu sechs Kolben) erreichen. Angetrieben durch einen Elektromotor für regelbare Ausgangsdrücke bieten diese Pumpen eine höhere Schneidleistung pro Kilowatt als Pumpen mit Druckübersetzer-Technologie, kommen aber mit geringeren Drücken aus. Die Abtragsleistung des Wasserstrahls nämlich wird gleichwertig von Druck und Volumenstrom bestimmt. Mit doppeltem Volumenstrom bei geringerem Druck (bis zu 4.000 bar) lassen sich eine höhere Leistung am Ausgang des Fokussierrohres und ein besser zu kontrollierender Wasserstrahl erreichen, während eine Druckerhöhung höhere Vibrationen, einen deutlich höheren Verschleiß der Hochdruck-Komponenten und damit höhere Betriebskosten sowie eine Reduzierung der Systemverfügbarkeit nach sich zieht.

Bei einem industrietauglichen Arbeitsdruck von 4.000 bar wird Wasser um circa zwölf Prozent komprimiert. Diese Kompression innerhalb des Druckspeichers dient bei einer Druckübersetzer-Pumpe dazu, den Ausgangsdruck am Schneidkopf während der Ventilumschaltung – welche die Umkehrung des Hydraulikkolbens bewirkt – annährend konstant zu halten. Je größer der Druckspeicher, desto besser die Schneidleistung und -qualität. Hochdruck-Pumpen können über mehrere Hochdruckübersetzer und Druckspeicher verfügen. Die Leistung heutiger Anlagen liegt zwischen etwa 11 und 149 kW. Die Fördermenge kann bis zu 15,2 Liter pro Minute betragen.

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Sie sind mit dem Gefühl groß geworden, etwas Besonderes zu sein. Aufmerksamkeit, Förderung und Lob der Eltern, Mitsprache und -entscheidung in der Familie spielten von klein auf eine Rolle, später waren Diskussionen mit Lehrern und Professoren ganz normal. Sie wurden zur Selbstständigkeit erzogen und sind es gewohnt, mit Autoritäten auf Augenhöhe zu sprechen. Sie haben hohe Ansprüche an sich und das Leben und an die Arbeit. Werte wie Familie, Freundschaft und Freizeit sind ihnen wichtiger als Führungspositionen, Managergehälter oder sonstige monetäre Anreize. Sie treten selbstbewusst auf und wissen um ihren Wert, auch, weil der demografische Wandel und der Fachkräftemangel es für die Unternehmen notwendig macht, stärker auf sie einzugehen. Von ihrer Arbeit erwarten sie interessante Projekte, schnelle Aufstiegsmöglichkeiten und eine ausgeglichene Work-Life-Balance: Die Rede ist von der „Generation Y“. Als „Generation Y“ werden meist alle Geburtsjahrgänge zwischen 1981 und heute bezeichnet. Die jungen Menschen dieser Generation werden ebenso häufig auch als „Digital Natives“, also „digitale Eingeborene“ bezeichnet, wegen ihrer Affinität zu den digitalen Medien wie Computern, Internet, Mobiltelefonen, MP3-Playern usw., mit denen sie groß geworden sind. Im Gegensatz dazu werden Menschen, die diese Dinge erst im Erwachsenenalter kennengelernt haben, als „Digital Immigrants“ (dt.: „digitale Einwanderer“) bezeichnet.
Die „Generation Y“ folgt auf die sogenannte „Generation X“, die zwischen 1965 und 1980 geborenen, und die Generation davor, die sogenannten „Babyboomer“, die zwischen 1946 und 1964 geboren sind.

Sie werden die Arbeitskultur radikal umkrempeln

Die „Ypsiloner“ erobern seit einiger Zeit die Unternehmen, wo sie eine Zeit lang Seite an Seite mit der bislang dominanten „Babyboomer“-Generation arbeiten, die sie dann bald ablösen werden. In einigen Jahren wird die „Generation Y“ weltweit jeden zweiten Arbeitnehmer stellen. „Dies ist die anspruchsvollste und selbstbewussteste Generation seit Langem“, sagt Anders Parment von der Stockholm University School of Business, der ein Buch über die Ypsiloner geschrieben hat. Sie wird die Arbeitskultur in den Unternehmen radikal umkrempeln und damit vor dem Hintergrund des demografischen Wandels als wichtigstem Gesellschaftstrend zu einem weiteren wichtigen Trend, dem Wertewandel in der Gesellschaft, beitragen. „In den Werten sowie Denk- und Handlungsmustern der ‚Generation Y‘ spiegeln sich die Entwicklungen und Trends in unserer Gesellschaft und Arbeitswelt wider“, schreibt Prof. Dr. Jutta Rump vom Institut für Beschäftigung und Employability in Ludwigshafen.

Die Eltern waren für sie „Workaholics“

Um die „Generation Y“ zu verstehen, hilft ein Blick in deren Sozialisation: Aufgewachsen mit Eltern der „Babyboomer“-Generation bekamen und bekommen sie mit, wie hart diese für ihre Rente arbeiteten. Die Eltern gelten für sie nicht selten als „Workaholics“. Werte wie Freizeit und Familie standen in dieser Generation hinten an. Zeit hatten sie allenfalls für ihre Enkel, doch den Kindern der „Babyboomer“-Generation steckt der Mangel an Zuneigung und Zeit ihrer beruflich voll engagierten Eltern tief in den Knochen. Ein abschreckendes Bild: So möchte die „Generation Y“ es keinesfalls mit ihrer eigenen Familie machen und distanziert sich ganz bewusst von der Haltung ihrer Eltern „Leben, um zu arbeiten“. Viele der nach 1980 Geborenen sind in wohlhabenden Doppelverdienerhaushalten aufgewachsen, nicht selten als einziges Kind. Eine strenge Familienhierarchie haben sie meist nicht kennengelernt. Im Gegenteil: Die „Generation Y“ durfte von Kindesbeinen an mitentscheiden. Und so vertreten sie selbstbewusst ihre Bedürfnisse – auch in Unternehmen.
Für die „Generation Y“ gibt es Wichtigeres im Leben als Arbeit, Arbeit und noch mal Arbeit. Sie haben erfahren, dass Wachstum, Geschwindigkeit und immer neue Rekorde, was die Wirtschaft lange diktierte, zwar immer mehr Wohlstand gebracht haben, aber auch viele Probleme, gesundheitlich und zwischenmenschlich. Jetzt stürmt eine Generation die Arbeitsplätze, die wirtschaftlich satt ist, die im Konsumdiktat aufgewachsen ist und die mit angesehen hat, wie ihre Eltern, die heute 50- bis 60-Jährigen sich für die Arbeit aufopferten und ihr Privatleben hinter die Kar-riere zurückstellten.

Zeit für die Familie und anderes

So fordern die Ypsiloner beispielsweise nachdrücklich ein Privatleben, das diesen Namen verdient. Das Familienbild definiere sich neu, konservative Werte würden wiederentdeckt. „Familie genießt höchste Priorität“, schreibt Christian Schmidt, Chirurg und medizinischer Geschäftsführer der Kliniken der Stadt Köln in einem Artikel mit dem Titel „Generation Y“ im Fachmagazin „Der Anästhesist“. Der Mediziner weiß, wovon er spricht: Für seine Publikation zu Rekrutierung, Entwicklung und Bindung der Generation Y hat Schmidt Erkenntnisse dokumentiert, die weltweit über die nach 1980 Geborenen vorliegen. Gesammelt wurden sie von Unternehmensberatungen, Arbeitsgruppen an Ministerien und soziologischen Instituten.
Die Vertreter der „Generation Y“ sind nach Schmidts Literaturrecherche durch ein hohes Selbstbewusstsein gekennzeichnet, reagieren manchmal aber auch empfindlich auf Kritik: Er mutmaßt, weil sie von den „Babyboomern“ übermäßig gelobt wurden. Schmidt charakterisiert die „Generation Y“ so: „Sie hat ein hohes Anforderungsprofil an den Arbeitsplatz, lehnt sowohl Hierarchien als auch Absitzen von Arbeitszeit ab. Überstunden müssen sehr gut begründet werden.“ Und er warnt: „Die Generation Y wechselt eher den Job, als sich anzupassen.“

 

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