Internationale Handwerksmesse ehrt Steinmetze

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Am Donnerstag, den 08. März 2018 wurde auf der Internationalen Handwerksmesse der „Geplant + Ausgeführt“-Preis verliehen. Mit dieser Auszeichnung soll die Zusammenarbeit von Architekten und Handwerkern geehrt werden. Auch Arbeiten aus bzw. mit Naturstein waren dabei. Über ein Objekt berichtete STEIN bereits ausführlich im STEIN-Heft.

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Diese Wegekapelle wurde beim Wettbewerb GEPLANT+AUSGEFÜHRT 2018 mit einem der zwei dritten Preise ausgezeichnet – und gewann zudem den Publikumspreis, ausgelobt von der Deutschen Handwerks Zeitung. Foto: Gregor Dewey
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Die Wegekapelle haben ausgeführt und geplant: Christoph Schwartzenberg, Steinmetz, sowie Architekt Gregor Dewey. Foto: GHM
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Das Sammlungs- und Forschungszentrum der Tiroler Landesmuseen in Hall erhielt einen der dritten Preise des Wettbewerbs GEPLANT+AUSGEFÜHRT 2018. Geplant wurde es von der Franz und Sue ZT GmbH (Wien), ausgeführt von Reinhard Eder Blechbau (Völkermarkt/ Österreich). Foto: Christian Flatscher
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Beim Wettbewerb GEPLANT+AUSGEFÜHRT 2018 mit dem zweiten Preis ausgezeichnet: das „Rustico Gargnano“ am Gardasee. Foto: Florian Holzherr
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Auszeichnung der Zweitplatzierten beim Wettbewerb GEPLANT+AUSGEFÜHRT (im Bild von links): Dieter Dohr, Vorsitzender der Geschäftsführung der GHM, Dipl.-Ing. Franz Xaver Peteranderl, Aufsichtsratsvorsitzender der GHM und Präsident der Handwerkskammer für München u. Oberbayern, Andreas Weissenbach, Tobias Rasyl, Titus Bernhard, Luis Augschöll und Jurymitglied Prof. Lydia Hack. Foto: GHM
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Das Gewinnerprojekt beim Wettbewerb GEPLANT+AUSGEFÜHRT 2018: die Salzlagerhalle der Straßenmeisterei Geislingen an der Steige. Geplant von vautz mang architekten bda aus Stuttgart und Rieg Holzbau aus Schwäbisch-Gmünd. Foto: Martin Duckek
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Die Beteiligten an Planung und Bau der Montessori Grund- Mittel- und Fachoberschule mit Turnhalle und zweigruppigem Kindergarten in Neuötting erhielten beim Wettbewerb GEPLANT+AUSGEFÜHRT den Sonderpreis FOKUS.GESUND BAUEN. Geplant von der Arbeitsgemeinschaft studio lot & MW Architekten (Altötting), ausgeführt von Holzbau Moser (Hirschfeld), Kühne Dachsysteme (Chemnitz), Planotec (Tüßling) und Obergrün (Neuötting). Foto: Antje Hanebeck, München
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Eines der 30 Projekte, die im Rahmen der Ausstellung GEPLANT+AUSGEFÜHRT 2018 auf der Internationalen Handwerksmesse vorgestellt werden: Die Schweizer Dependance eines europaweit agierenden Handels- und Immobilienunternehmens. Foto: Ortwin Klipp
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Ausgewählte Projekte des Wettbewerbs wurden auf der Messe auf Tafeln präsentiert. Foto: GHM
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Steinmetz und Steinbildhauerei Schwartzenberg auf der Messe in Aktion. Foto: GHM

Hohe Handwerkskunst am Gardasee

Vergangene Woche wurde im Rahmen der Internationalen Handwerksmesse in München zum siebten Mal der Preis „Geplant + Ausgeführt“ verliehen. Mit dieser Auszeichnung soll die Zusammenarbeit der Architekten und Handwerker wertgeschätzt werden. Dieses Jahr gab es doppelt so viele Einsendungen als vergangenes Jahr.

Neben den ursprünglich geplanten drei Preisen gab es dieses Jahr auch mehrere Auszeichnungen sowie ein Publikums- und einen Sonderpreis.

Auch Natursteinobjekte gehörten zu den 31 nominierten Projekten und Bauten. Mit dem zweiten Platz wurde ein Objekt geehrt, in dem Naturstein „zum Tragen“ kam: ein Wohnhaus des Architekturbüros Titus Bernhard Architekten BDA und des Handwerkbetriebs Arredis GmbH, welches 300 Meter über dem Westufer des Gardasees steht. Besonders eindrucksvoll sind die Außen-und Innenwände aus Naturstein, welcher sich über die weitere Außengestaltung des Hauses zieht und „hohes handwerkliches Geschick“ erforderte, so die Jury.

Wegekapelle aus großen Platten doppelt geehrt

Eine Wegekapelle in der Gemeinde Willich, dessen Dach und Wände aus großformatigen, massiven Natursteinplatten (Trachyt) bestehen, erhielt einen der zwei dritten Preise. Die Architekten dbap Dewey + Blohm-Schröder planten die Kapelle. Die Ausführung lag bei der Kempen Krause Ingenieure GmbH.
Doch bei diesem Preis sollte es nicht bleiben: Die Architekten und Ingenieure konnten sich darüber hinaus über den Publikumspreis freuen.
Das Besondere an der Kapelle sei die „Massivität und Großformatigkeit (…). Aber durch die Art, wie sie gestaltet ist, besitzt sie auch eine gewisse Leichtigkeit“, so der Steinmetz Christoph Schwartzenberg. STEIN berichtete bereits ausführlich in einem Artikel im Heft 07/17 über die Wegekapelle ­– hier gelangen Sie direkt zu der Ausgabe bzw. zum Online Artikel.

Ästhetik und Funktion Hand in Hand

Ausgezeichnet mit dem ersten Platz wurde die Salzlagerhalle der Straßenmeisterei Geislingen an der Steige. Das Objekt konnte deswegen überzeugen, weil die Architekten sowie Handwerker Ästhetik sowie Funktionalität gekonnt verbunden haben.

Insgesamt auffällig war, dass dieses Jahr viele Projekte aus Holz eine Auszeichnung bekommen haben. Anders als im vergangenen Jahr: Damals wurden erstaunlich viele Natursteinarbeiten geehrt.


Alle gekürten Projekte im Überblick

1. Platz: Salzlagerhalle der Straßenmeisterei Geislingen an der Steige

2. Platz: Rustico Gargano, Wohnhaus am Gardasee

3. Platz: Sammlungs- und Forschungszentrum der Tiroler Landesmuseen

3. Platz: Wegekapelle als Monolith

Publikumspreis: Wegekapelle als Monolith
Sonderpreis: Montessori, Grund-, Mittel- und Fachoberschule mit Turnhalle und Kindergarten in Neuötting

Weitere Auszeichnungen erhielten:

-Geschäftserweiterung Gartenwerkstatt Strubobuob Bezau

-Sanitärgebäude am Jugendzeltplatz Mammendorf

-Alpenchalets, Hotel Das Tegernsee

-Haus aus Germering – L-Förmiges Bungalow

-Kuhwiesnhanghaus

-Haus Warteil

-Errichtung Wertstoff und Straßenreinigungsdepot Nord, Augsburg

-Wohn(t)räume zur Inklusion eine Wohnstätte für Menschen mit Handicap

-Backstein, Beton und Holz-Gemeindehaus, Bremen

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Steinpflege-Profis gefunden

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Im Juni hatten wir bereits über die Sommer-Aktion „Best of Steinpflege“ der Finalit Deutschland GmbH berichtet. Das Unternehmen hat mit dem Wettbewerb die besten Vorher-Nachher-Fotos von gereinigten Fliesen, Natursteinen und Kunststeinen gesucht. Voraussetzung war, dass die Steine mit Finalit-Produkten behandelt wurden. Nun stehen die Preisträger fest.

„Die eingereichten Arbeitsbeispiele und die Vielfalt der behandelten Materialen von Betonstein, Schiefer, Granit, Feinsteinzeug, Marmor, Terrazzo, Solnhofener, Sandstein und Cotto hat uns überrascht und gefreut“ so Evangelos Iordanidis, Geschäftsführer Finalit Deutschland GmbH. Aus den zahlreichen Einsendungen kürte die Finalit-Jury die Gewinner des Wettbewerbs:

Die Preisübergabe fand am 21. Juli 2016 im neuen Büro von Finalit in München statt. Trotz hochsommerlicher Temperaturen kamen über 50 Teilnehmer. Im Anschluss an die Prämierung der besten Fotos wurden Michael Duthoo, Andreas Falkensteiner und alle anderen Preisträger mit kühlen Getränken und einem Abendessen im Biergarten gefeiert.

Innovative Kombination

Erst in den 1980er–Jahren hatte die Ruhrgebietsstadt Castrop-Rauxel den zentral gelegenen Marktplatz neugestalten lassen. Doch in halbgebundener Bauweise ausgeführt, nahmen die Mängel am Belag immer mehr zu. Der Stadt war klar, dass nur eine umfassende Baumaßnahme langfristig helfen konnte. Die erste Planung sah vor, den Platz in gebundener Bauweise zu sanieren. Doch durch die Firma Metten aus Overath bei Köln wurden die Verantwortlichen auf das Verlegesystem ecostone aus Belgien aufmerksam.

Aufgrund der großen Anzahl von auftretenden Schäden am Belag suchte der Bauingenieur Guy Van Camp aus Belgien nach den Gründen der Mängel und einer entsprechenden Lösung. Die Erkenntnis, dass die Fuge bei hoher Belastung die Schwachstelle ist, führte zu einem Umdenken. Anstatt die Fuge immer steifer auszubilden, um sie stabiler zu machen, musste sie entlastet werden. So entstand die Idee von ecostone.

Einfaches Prinzip

Die Verlegearbeiten hat die Garten- und Landschaftsbaufirma Boymann aus Dortmund durchgeführt. Beim Reihenverband mussten die Pflasterer zunächst sorgfältig die rund zwei Meter langen Kunststoffschienen auf der ebenen, unverdichteten Bettung anordnen. Die Straße ist im Ellbogenverband verlegt. Aber die Verlegearbeiten folgen dem gleichen Prinzip, auch wenn sie etwas zeitintensiver sind. Denn bei diesem Muster setzt der Pflasterer immer einen Stein, dann eine Schiene, dann wieder einen Stein und so weiter. Und zwischen diesen Arbeitsschritten muss er auch noch die Abstandshalter richtig platzieren. Das Verfahren war nicht nur für die Stadt, sondern auch für die Mitarbeiter der Firma Boymann eine Premiere, die problemlos verlief.

Besonderheiten und positive Erfahrungswerte

Das System von ecostone hat etliche Vorteile. Der größte Vorteil liegt in der geringeren Steindicke. Ein weiterer Pluspunkt des Schienensystems ist die sofortige Nutzung nach der Verlegung. Zudem ist die Verlegetechnik schnell zu erlernen. Und die Erfahrungen hinsichtlich der horizontalen Stabilität sind positiv, denn bis heute musste keine einzige Fläche ausgebessert werden.

Erfahren Sie mehr über die innovative Verlegetechnik in STEIN 06/2017.