Internationale Handwerksmesse ehrt Steinmetze

Am Donnerstag, den 08. März 2018 wurde auf der Internationalen Handwerksmesse der „Geplant + Ausgeführt“-Preis verliehen. Mit dieser Auszeichnung soll die Zusammenarbeit von Architekten und Handwerkern geehrt werden. Auch Arbeiten aus bzw. mit Naturstein waren dabei. Über ein Objekt berichtete STEIN bereits ausführlich im STEIN-Heft.

Vergangene Woche wurde im Rahmen der Internationalen Handwerksmesse in München zum siebten Mal der Preis „Geplant + Ausgeführt“ verliehen. Mit dieser Auszeichnung soll die Zusammenarbeit der Architekten und Handwerker wertgeschätzt werden. Dieses Jahr gab es doppelt so viele Einsendungen als vergangenes Jahr.

Neben den ursprünglich geplanten drei Preisen gab es dieses Jahr auch mehrere Auszeichnungen sowie ein Publikums- und einen Sonderpreis.

Hohe Handwerkskunst am Gardasee

Auch Natursteinobjekte gehörten zu den 31 nominierten Projekten und Bauten. Mit dem zweiten Platz wurde ein Objekt geehrt, in dem Naturstein „zum Tragen“ kam: ein Wohnhaus des Architekturbüros Titus Bernhard Architekten BDA und des Handwerkbetriebs Arredis GmbH, welches 300 Meter über dem Westufer des Gardasees steht. Besonders eindrucksvoll sind die Außen-und Innenwände aus Naturstein, welcher sich über die weitere Außengestaltung des Hauses zieht und „hohes handwerkliches Geschick“ erforderte, so die Jury.

Wegekapelle aus großen Platten doppelt geehrt

Eine Wegekapelle in der Gemeinde Willich, dessen Dach und Wände aus großformatigen, massiven Natursteinplatten (Trachyt) bestehen, erhielt einen der zwei dritten Preise. Die Architekten dbap Dewey + Blohm-Schröder planten die Kapelle. Die Ausführung lag bei der Kempen Krause Ingenieure GmbH.
Doch bei diesem Preis sollte es nicht bleiben: Die Architekten und Ingenieure konnten sich darüber hinaus über den Publikumspreis freuen.
Das Besondere an der Kapelle sei die „Massivität und Großformatigkeit (…). Aber durch die Art, wie sie gestaltet ist, besitzt sie auch eine gewisse Leichtigkeit“, so der Steinmetz Christoph Schwartzenberg. STEIN berichtete bereits ausführlich in einem Artikel im Heft 07/17 über die Wegekapelle ­– hier gelangen Sie direkt zu der Ausgabe bzw. zum Online Artikel.

Ästhetik und Funktion Hand in Hand

Ausgezeichnet mit dem ersten Platz wurde die Salzlagerhalle der Straßenmeisterei Geislingen an der Steige. Das Objekt konnte deswegen überzeugen, weil die Architekten sowie Handwerker Ästhetik sowie Funktionalität gekonnt verbunden haben.

Insgesamt auffällig war, dass dieses Jahr viele Projekte aus Holz eine Auszeichnung bekommen haben. Anders als im vergangenen Jahr: Damals wurden erstaunlich viele Natursteinarbeiten geehrt.


Alle gekürten Projekte im Überblick

1. Platz: Salzlagerhalle der Straßenmeisterei Geislingen an der Steige

2. Platz: Rustico Gargano, Wohnhaus am Gardasee

3. Platz: Sammlungs- und Forschungszentrum der Tiroler Landesmuseen

3. Platz: Wegekapelle als Monolith

Publikumspreis: Wegekapelle als Monolith
Sonderpreis: Montessori, Grund-, Mittel- und Fachoberschule mit Turnhalle und Kindergarten in Neuötting

Weitere Auszeichnungen erhielten:

-Geschäftserweiterung Gartenwerkstatt Strubobuob Bezau

-Sanitärgebäude am Jugendzeltplatz Mammendorf

-Alpenchalets, Hotel Das Tegernsee

-Haus aus Germering – L-Förmiges Bungalow

-Kuhwiesnhanghaus

-Haus Warteil

-Errichtung Wertstoff und Straßenreinigungsdepot Nord, Augsburg

-Wohn(t)räume zur Inklusion eine Wohnstätte für Menschen mit Handicap

-Backstein, Beton und Holz-Gemeindehaus, Bremen