Er ließ seinen Traum Wirklichkeit werden: Der chinesische Steinmetz Song Peilun ist fast 80 Jahre alt. Die letzten 20 davon widmete er sich der Errichtung einer fantastischen Schlossanlage aus Naturstein.

Den Platz für sein Utopia fand Song Peilun bei Guiyang, Provinzhauptstadt von Guizhou im Südwesten der Volksrepublik China. Nachdem der Steinmetz und Künstler 1996 aus dem Lehrbetrieb ausschied, begann er sein Mammutprojekt: Inspiriert vom Crazy Horse Memorial in South Dakota beschloss er, der alten Yelang-Kultur seiner Heimat ebenfalls ein sehr emotionales Denkmal zu setzen. Mit Hilfe örtlicher Dorfbewohner schuf er eine riesige Natursteinanlage, die sich optisch zwischen archaischem Tempelbezirk und Kastellkulisse aus einem Historienfilm bewegt.

Aktuell berichtet ze.tt, die Online-Plattform der Wochenzeitung DIE ZEIT für junge Erwachsene, in einem Videobeitrag über Song Peiluns Lebenswerk:

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Standard. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf den Button unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Weitere Informationen

 

Könnte dich auch interessieren

Die Vermessung der Jupiter-Giganten-Säule

Stein Magazin
Bild: KIT/IPF

Erst 1973 entdeckte man ein über 1.800 Jahre altes Denkmal: die Jupiter-Giganten-Säule der Römerstadt Ladenburg. Da über die Geschichte nur wenig bekannt ist, widmet sich nun das Projekt „Heika Musieke“ dem Kulturerbe – eine Kooperation zwischen der Universität Heidelberg und dem Karlsruher Institut für Technologie (KIT).

Ladenburg-Jupiter-Giganten-Saeule-Statue
Die Digitalisierung erlaubt Archäologen und Laien Zugang zum Kulturerbe, Bild: KIT/IPF
Ladenburg-artefakt-kulturgut
Abbildung der vier Meter hohen Säule, Bild: KIT/IPF

Digitalisierung zu Forschungszwecken

So viel weiß man: Die vier Meter hohe Säule vereint römische und germanische Symbole. Dabei zeigen die Figuren den Kampf zwischen Jupiter und einem Giganten, wobei Textur und Reiterfigur einer keltischen Tradition zu folgen scheinen. Die Säule ist mehrfach zerstört, verschüttet und wieder aufgebaut worden. Der Fund von 1973 besteht aus gelblichem Keupersandstein aus der Heilbronner Gegend – mitsamt den schon in der Antike „rekonstruierten“ Bestandteilen aus rotem Buntsandstein.¹

Mittels moderner Digitalisierungstechniken aus dem KIT sollen die noch bestehenden Geheimnisse um die Säule gelüftet werden. „Die Digitalisierung von Objekten eröffnet neue Forschungszugänge“, erklärt Dr. Thomas Vögtle vom Institut für Photogrammetrie und Fernerkundung des KIT. „Durch das digitale Abbild lässt sich das Artefakt für Archäologen und Laien neu erfahrbar machen.“

Für das 3D-Modell kommt eine digitale Spiegelreflexkamera mit 36 Megapixeln Auflösung zum Einsatz. An einem Arbeitstag werden etwa 800 Bilder der Säule aufgenommen – aus allen Perspektiven. Der Computer erkennt charakteristische Merkmale und verknüpft diese in den Bildern zu einem dreidimensionalen Modell. So werden auch Strukturen sichtbar gemacht, die mit dem bloßen Auge schwer erkennbar sind.

Das Computermodell kann dem Laien „einen neuen Blick auf sein Kulturerbe bieten“, wie Dr. Ralf Schneider vom ZAK (Zentrum für Angewandte Kulturwissenschaft und Studium Generale des KIT) erklärt, der das Projekt Heika Musieke koordiniert. Hier sind die veröffentlichten Medien zusammengefasst: www.zak.kit.edu.

Das Modell dient aber auch als Basis für die weitere Arbeit der Archäologen. Mehr dazu sehen Sie auch im Video:

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Standard. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf den Button unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Weitere Informationen


Um das Kulturerbe sichtbar zu machen, arbeiten Experten aus den Bereichen Archäologie, Fernerkundung, Forensische Informatik, Geoinformatik und Angewandte Kulturwissenschaft zusammen. Neben der Digitalisierung von Artefakten gehört auch die Erstellung von Datenbanken mit Geoinformationen oder digitalen Karten verschiedener historischer Stadien von Siedlungen und Städten zu ihrer Arbeit.

¹ Quelle: Heukemes, Berndmark: Die Jupitergigantensäule von Ladenburg in antiker Zeit und heute. In: Denkmalpflege in Baden-Württemberg, 4. Jg, April/Juni 1975, S. 38–43

10. steinexpo: Ein Meilen-Stein

Stein Magazin

Die zehnte Ausgabe der „steinexpo” stellte einen neuen Rekord auf: Vom 30. August bis 2. September 2017 lockte die Internationale Demonstrationsmesse für die Baustoffindustrie 53.890 Besucher auf das Ausstellungsgelände in Homberg/Ohm.  

Das Ziel der Veranstalter der zehnten „steinexpo” stand fest: Die Besucherzahl der letzten Messe im Jahr 2014 sollte geknackt werden. Dass das Ergebnis 2017 ganze zwölf Prozent über dem der Ausgabe vor drei Jahren liegt, übertrifft jedoch alle Erwartungen. Die Jubiläumsedition der Steinbruch-Demonstrationsmesse, welche seit 1990 im Dreijahrestakt durchgeführt wird, gilt durch diesen Rekord jetzt als „Meilen-steinexpo“ in der bisherigen Chronik, wie im Schlussbericht der Organisatoren festgehalten wird.

steinexpo2017
Messegelände von oben. Im MHI-Steinbruch Nieder-Ofleiden feierte die steinexpo Ende August bis Anfang September ihre zehnte Ausgabe. Foto: Mario Jeschke
Farbfeuerwerk
Zur Eröffnung startete im Außenbereich des Messegeländes ein pyrotechnisches Farbfeuerwerk. Foto: Bodo Wistinghausen
Steinexpo-2017
Gemeinschaftsdemos von schwerem Gerät in weitläufiger Kulisse. Foto: gsz/steinexpo
Gemeinschaftsdemonstration
Die große Zuschauertribüne bot gute Sicht auf die Gemeinschaftsdemos. Foto: gsz/steinexpo
Steinexpo-2017
Ein Teil des Messeteams beim traditionellen Schaufelfoto. Foto: gsz/steinexpo
Basaltsteinbruch
180.000 Quadratmeter umfasste die Ausstellungsfläche auf dem Gelände des Basaltsteinbruchs Nieder-Ofleiden. Foto: gsz/steinexpo
Maschinentechnik
Spannende Live-Shows und Demonstrationen kamen bei den Besuchern noch besser an als die Infostände. Foto: gsz/steinexpo
Steinexpo-2017
Aussteller wie Besucher lobten die gute Messeorganisation und bestätigten exzellente Fachgespräche. Foto: gsz/steinexpo
steinexpo2017
Eine Stichprobenbefragung ergab, dass 65 Prozent der Besucher als Entscheidungsträger in Steinbruchunternehmen agieren. Foto: gsz/steinexpo
steinexpo2017
Die Hersteller zeigten ihre Maschinen im Einsatz. Foto: gsz/steinexpo

Großzügige Kulisse und breites Angebot

293 Aussteller demonstrierten getreu dem Messetitel auf dem Gelände im MHI-Basaltsteinbruch Nieder-Ofleiden ihre Angebote. In praxisgerechten Einsätzen wurden Brech- und Siebprozesse zur Aufbereitung von Basalthaufwerk, Bauschutt, Altasphalt, Bodenaushub so dargestellt, wie es die Entscheidungsträger der jeweiligen Branchen schätzen. Der damit gebotene Vergleich von Möglichkeiten macht die anstehende Investitionsentscheidung leichter. Anfassbar und in Bewegung, so mussten die Messestände aufgebaut sein, um nicht übersehen zu werden.

Als Messehighlight etablierte sich die stündliche moderierte Gemeinschaftsdemonstration verschiedener Baumaschinenmarken. Markenfachleute standen für Interviews bereit und erklärten technische Aspekte, die einen Überblick über kosten- und leistungsoptimierte Einsätze boten. Die Besuchertribüne und der Arena-Stil der Kulisse machten die Präsentation realistischer Arbeitsabläufe zum Besuchermagneten. Vorgestellt wurden außerdem viele Premierenmodelle, ausgestattet mit IT-Features, mit welchen die Maschinen der Zukunft bestückt sein werden. Auch für Handwerker, die meist kleineres Gerät benutzen, gab es dennoch Produkte zu entdecken, die künftig ihren Arbeitsalltag erleichtern könnten: etwa Pumpen, Werkzeuge, Lagersysteme oder Anbauten für ihre Maschinen.

Laut einer Stichprobenbefragung der Besucher im Auftrag der Messeleitung waren diesmal fast 65 Prozent Entscheidungsträger oder Mitentscheider in Unternehmen, die selbst Steinbrüche oder Kies- und Sandgruben betreiben oder als Bau- oder Baustoffunternehmen an solchen beteiligt sind. Alle angesprochenen Besucher lobten das vollständige Kernangebot, vor allem die Tendenz zur Bauausführung.

Steinexpo kommt Branchenimage zugute

Die hohe Besucherzahl zeigt nicht nur, dass die Messe national wie international anerkannt und geschätzt wird, sondern sie hilft auch, aktiv zum positiven Branchenimage beizutragen und dieses zu bestärken. In diesem Image-Kontext ist ebenfalls die Gemeinschaftsaktion „Think Big!“  für technisch interessierte Schüler auf der Messe zu sehen, mit der für relevante Ausbildungsberufe geworben wurde.

Messechef Friedhelm Rese von der veranstaltenden Geoplan GmbH resümiert: „Es war die anstrengendste ‘steinexpo’, die wir jemals organisiert haben.“ Er sei stolz auf das ganze Team und dankbar für das beständige Vertrauen der Aussteller in das Messekonzept. Sein Dank gelte auch den Besuchern und ihrem Interesse für das „auf dem europäischen Festland einzigartigen Angebot“. Nun gelte es, diese hohe Messlatte im Jahr 2020 erneut zu übertreffen, so Rese.