Jura Gelb Gebändert

Petrologie, auch Steinkunde, ist die Lehre von der Entstehung, den Eigenschaften und der Nutzung der Gesteine. In unserer neuen Online-Serie stellen wir Steinsorten und ihr Vorkommen vor: Diesmal Jura Gelb gebändert

Die einzelnen Sichten von Jura „Marmor“ unterscheiden sich sowohl in ihren technischen Gebrauchseigenschaften (Innen-/Außenanwendung) als auch in ihrem optischen Erscheinungsbild. Foto: Abraxas Stone Experts/Giesen
Die einzelnen Sichten von Jura „Marmor“ unterscheiden sich sowohl in ihren technischen Gebrauchseigenschaften (Innen-/Außenanwendung) als auch in ihrem optischen Erscheinungsbild. Foto: Abraxas Stone Experts/Giesen

Jura „Marmor“ zählt, zusammen mit den ebenfalls aus der Altmühlregion stammenden Solnhofener Natursteinplatten, sicherlich zu den bekanntesten und meisterforschten Natursteinen Deutschlands. Es handelt sich aus petrografischer Sicht jedoch nicht um einen Marmor, sondern um einen Kalkstein maritimen Ursprungs. Er wird großflächig in einer Vielzahl von Aufschlüssen (Brüchen) abgebaut. Der Stein steht oberflächennah an, sein Abbau erfolgt im Tagebau. Allen Brüchen gemeinsam ist eine nahezu gleiche Schichtenabfolge in vertikaler Richtung. Die einzelnen Sichten unterscheiden sich sowohl in ihren technischen Gebrauchseigenschaften Iinnen-/Außenanwendung) als auch in ihrem optischen Erscheinungsbild (Farbtöne Gelb, Grau, Gemischtfarben etc.). Die Sortierung Jura Gelb gebändert wird nur durch den Anschnitt der Rohblöcke, wie man es auch vom Travertin her kennt, ermöglicht. Hierzu muss ein Schnitt gegen das natürliche Lager erfolgen. Man kann jedoch nicht in beliebiger Lage eine Sortierung Jura Gelb gebändert erzeugen. Zur Erzielung dieses Dekors ist Schicht-Nr. 11 (L) prädestiniert.

Lesen Sie mehr in der STEIN 7/2020.