Neolith kündigt eine neue Anwendungsmöglichkeit an: Natursteinimitat an der Decke. Die Innovation soll neben dem optischen Naturerlebnis auch praktische Vorteile bieten.

Der bekannte Hersteller für gesinterte Hartbeläge hat große Neuigkeiten zu verkünden. Dank eines technischen Fortschritts kann er seine imitierende Hochleistungskeramik nun auch als Anwendung über dem Kopf anbieten. Die schönen und langlebigen Deckenplatten sollen ein offenes Raumgefühl bewirken und so den Eindruck vermitteln, unter einer natürlich entstandenen Decke zu stehen. Die große Auswahl an Farben und Finishes ahmt übrigens neben Marmor, Granit oder Quarz auch Holz und Eisen nach.


THESIZE SURFACES - NEOLITH  Almassora - Castellón - Spain
Das Fachada Hotel Dallas in den USA hat die keramische Natursteinoptik über Kopf bereits in seine Fassade integriert. Foto: Neolith

Die Deckeninnovation bietet Fachhändlern eine noch größere Vielfalt an Designmöglichkeiten. Eine gelungene Umsetzung kann man bereits in erfolgreichen Projekten wie dem AC Marriott Hotel in Dallas, einem Neolith Musterhaus in Amsterdam oder der Clinique Saint Jean in Brüssel betrachten. Beim AC Hotel Dallas beabsichtigte der Architekt, ein harmonisches Miteinander von Innen- und Außenraum zu erzeugen. Er wählte die Variante “Calacatta Silk”, welche diesen berühmten italienischen Marmor nachahmt. Sein Erscheinungsbild ist natürlich und schick zugleich, während der helle Farbton bei heißem Wetter dafür sorgt, dass die Fassade sich möglichst wenig aufheizt.

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Die keramischen Deckenplatten ahmen Werkstoffe wie Holz, Eisen oder verschiedene Natursteine nach – hier im Bild zum Beispiel Marmor. Foto: Neolith
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Innen sind die Neolith-Deckenelemente nicht nur eine optische Besonderheit, sondern auch durch Eigenschaften wie Dampfresistenz vorteilhaft. Foto: Neolith

Die Platten sind nicht nur optisch attraktiv, sondern lösen auch strukturelle Probleme. So ist Neolith durch seine Undurchlässigkeit wasserdicht und bleibt folglich von Wasserschäden verschont. Küchendecken werden vor Rauch- und Fettflecken bewahrt und auch im Badezimmer glänzt die Abdeckung durch ihre Dampfresistenz. Die Platten sind mit einer Stärke von drei Millimetern und sechs Millimetern für allen Innendecken und Dachüberstände erhältlich. Dort überdauern sie über viele Jahre und benötigt nur eine minimale Pflege.

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Armierte Trennlage

Bei der Verlegung im Außenbereich sind Trennlagen mit Knicken und Falten nicht nur unschön, auch wird der Abfluss von Sickerwasser auf der Abdichtung verzögert. Daher hat Gutjahr die armierte Trennlage AquaDrain TR neu entwickelt. Das Armierungsgewebe ist besonders formstabil und verhindert, dass die Trennlage beim Verarbeiten verrutscht.

Oft verrutschen Trennlagen aus herkömmlichen PE-Kunststofffolien, in der Regel zweilagig verlegt, beim Verarbeiten und sorgen für entsprechenden Ärger beim Verleger. Außerdem besteht die Gefahr, dass sich Falten bilden – und sich dadurch Sickerwasser staut oder der Wasserabfluss auf der Abdichtung verzögert wird.

Auf dieses Problem hat Gutjahr reagiert und eine armierte Trennlage für Abdichtungen nach DIN 18531-5 entwickelt. Die zweilagige PE-Folie verfügt über eine innenliegende Gittergewebearmierung, was sie sehr formstabil macht und eine optimale Planlage gewährleistet. Zudem muss die Trennlage nicht, wie konventionelle PE-Folien, zweilagig verarbeitet werden. Denn sie erreicht die notwendige Materialdicke von 0,2 mm durch ihren speziellen „Sandwich-Aufbau“ aus Folie, Gittergewebe und Folie. Das verhindert, dass die Trennlage beim Verarbeiten verrutscht.

Damit ergänzt AquaDrain TR die Gutjahr-Drainagen und aufgestelzten Systeme. Verarbeiter können das komplette System für Balkone und Terrassen aus einer Hand beziehen.
Eine Reportage zu einer ganz besonderen Herausforderung an praktisch alle Komponenten – so auch die dort verwendete Gutjahr-Drainage in Kombination mit Tubag-Drainagemörtel – finden Sie übrigens in STEIN 02/2020 mit der Geschichte „Fähr-Trade“: Der Neubau des Fährterminals von Norderney steht vor dem Deich auf dem Molenkopf am Wattenmeer und muss enormer Bewitterung und großen Wasserlasten trotzden. Die maßgeschneiderte Lösung des Unterbaus für die Entwässerung der begehbaren im Freien liegenden Natursteinflächen im Obergeschoss bzw. auf dem Dach wurde eigens entwickelt.

Designer Sebastian Scherer entwirft und fertigt die extravaganten Couchtische “Fifty”. Sie setzen sich aus verschiedenen Materialien – vorwiegend Marmor und Glas – nach dem „Halb-und-Halb“-Prinzip zusammen. Die Kombinationsmöglichkeiten sind dabei vielfältig

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Die Tische „Fifty“ bestechen in ihrer Einfachheit und gleichzeitigen Vielseitigkeit. Hier ein Beispiel aus Nero Marquina und Carrara-Marmor
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Von oben betrachtet bilden sie die Hälfte eines Kreises…
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… oder Ovals. Durch die Anordnung zweier Elemente entsteht ein Kreis, ein Oval oder eine Kombination aus beiden
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Die Tische sind erhältlich in Marmor oder durchgefärbtem Glas, jeweils in weiß und schwarz (hier zu sehen ein Rendering)

Voraussetzung ist die CNC-Bearbeitung

Ein Tisch wie ein Monolith: links eine Kreishälfte in tiefschwarzem, weiß geädertem Nero Marquina. rechts die zweite Kreishälfe in blendend weißem, fein grau schattierten Carrara-Marmor. Auf diesen puristischen Kontrast reduziert Designer Sebastian Scherer das Gestaltungsprinzip der Couchtisch-Serie „Fifty“, die er für sein in Berlin ansässiges Label Neo / Craft entwickelt hat.
Zwar sind die sowohl in Rund wie auch in Oval aufgelegten Tischelemente sowohl in Stein, wie auch in Glas erhältlich; speziell der Steintisch jedoch beruht auf einer Formidee, die Scherer bereits vier Jahre lang im Kopf herum ging: „Die Tischserie ,Fifty‘ ist aus dem Entwurf ,Elements‘ aus dem Jahr 2014 hervorgegangen. Diese Tische waren zunächst aus Stahlblech konzipiert, da ich zu dieser Zeit noch nicht über das erforderliche Knowhow zu der Verarbeitung von Marmor verfügte und auch keinen Kontakt zu möglichen Lieferanten in Deutschland hatte. Mein Debüt mit dem Material Marmor hatte ich dann mit den ,Camo‘-Tischen im Jahr 2017.“

Generell hat sich Scherer bei seinem Label auf die Fahnen geschrieben, traditionelle Handwerkskunst und moderne Herstellungstechnik zu kombinieren – gerade bei der Verarbeitung von Stein eine große Herausforderung. Bei den ,Camo‘-Tischen sind wolkenartige Grundformen aus Glas oder Marmor, die in ihrer Kombination an klassische Camouflage-Muster erinnern, auf Messingfüße montiert.  Für die Entwicklung der „Fifty“-Tische ging Scherer noch einen Schritt weiter: „Durch die Entwicklung der ,Camo‘-Tische hatte ich erste Erfahrungen mit Marmor sammeln können und auch mit verschiedenen Lieferanten in Deutschland Kontakt,“ berichtet Scherer. Voraussetzung für die Produktion der Tische, erklärt er, sei die CNC-Bearbeitung, die eine serielle, äußerst präzise Fertigung auch von komplexen geometrischen Bauteilen ermöglicht.

Fifty-Fifty in der Materialverwendung

„Die Besonderheit bei den neuen ,Fifty‘-Tables ist die auf Gehrung verklebte Tisch- beziehungsweise Fußplatte. Von der einen Seite betrachtet, sieht der Tisch sehr massiv aus, fast wie ein Monolith. Erst von der anderen Seit aus erschließt sich dem Betrachter die Konstruktion des Tisches.“ Der ganz besondere Reiz der Tischserie ,Fifty‘ liegt für den Berliner Designer auch in der Möglichkeit, die Wirkung unterschiedlicher Materialien miteinander zu verbinden: „Die Kombination Marmor mit Glas finde ich sehr spannend: die Leichtigkeit und Transparenz von Glas und die Wertigkeit und Natürlichkeit von Marmor.“ Die ,Fifty‘-Tische gibt es, sowohl rund wie auch oval, in Marmor, Glas und satiniertem Glas. Sie kosten ab 850 Euro (Glas) bzw. 950 Euro (Marmor). Erhältlich über www.neocraft.de.

Alle Fotos: Sebastian Scherer / Neo/Craft