Krippenwettbewerb im Handwerk

Stein Magazin

Die Tradition der Weihnachtskrippe reicht mittlerweile circa 500 Jahre zurück. In einem Wettbewerb des Diözesanmuseums Freising zusammen mit den Münchner Meisterschulen wurde das Thema jetzt von 89 Schülern neu interpretiert. Mit dabei waren auch die Steinmetzschüler Hannah Lehleiter und Florian Kühner.

Hannah Lehleiter ist erst seit September 2017 in München an der Fachschule für Steintechnik/Meisterschule für das Steinmetz- und Steinbildhauerhandwerk. Der Krippenwettbewerb war ihr erster, trotzdem konnte sie die Jury auf Anhieb überzeugen und wurde mit einem Preis ausgezeichnet. Bereits beim schulinternen Wettbewerb war Hanna Lehleiter einer der Sieger. Für ihr Werk „Stadtgeschehen“ orientierte sie sich an neapolitanischen Krippen und legte den Fokus auf eine Stadtansicht mit den Türmen der Münchner Frauenkirche im Hintergrund. „In den letzten Jahren war ich hauptsächlich in der Restaurierung tätig und habe gar nicht in der Werkstatt am Stein gestanden. Daher waren der Wettbewerb und aber auch das Thema Krippen für mich etwas Besonderes“, sagt Lehleiter.

Auch für ihren Studienkollegen Florian Kühner war der Wettbewerb eine Abwechslung. „Ich habe bisher nur bei Wettbewerben an der Steinschule mitgemacht. Sonst bin ich bei meiner Arbeit eher auf Baustellen oder Friedhöfen unterwegs“, erklärt Kühner. „Je kleiner das Werk ist, desto schwieriger wird es natürlich für uns Steinmetze und man muss sehr aufpassen, damit kein Stück beim Bearbeiten des Steins abbricht. Das Thema war die Chance etwas Neues zu machen und hat mir großen Spaß gemacht.“

Unter dem Namen „Schöne Bescherung! 89 Krippen – 89 Kreative“ sind die Werke von Hannah Lehleiter, Florian Kühner und den anderen jungen Kunsthandwerkern in der ehemaligen Karmelitenkirche in München zu sehen. Das Diözesanmuseum Freising hatte zusammen mit der Berufsfachschule für das Holzbildhauerhandwerk, der Fachschule für Steintechnik/Meisterschule für das Steinmetz- und Steinbildhauerhandwerk, der Meisterschule für das Gold- und Silberschmiedehandwerk und der Meisterschule für das Vergolderhandwerk/Kirchenmalerei die Schüler dazu aufgerufen das Thema Weihnachtskrippe neu zu interpretieren.

Die besten Arbeiten zeichnete Kardinal Reinhard Marx am Sonntag, den 17. Dezember aus und eröffnete damit die Ausstellung. Der Erzbischof von München und Freising hatte das Preisgeld von insgesamt 6.000 Euro zur Verfügung gestellt. Die 1.500 Euro pro Gewerk wurden unter den jeweiligen Gewinnern aufgeteilt. Die zwölfköpfige Jury zur Auswahl der besten Werke bestand aus Fachlehrern der Meisterschulen, Mitarbeitern des Münchner Kulturreferats, Mitarbeitern des Diözesanmuseums Freising sowie Weihbischof Rupert Graf zu Stolberg, der Kardinal Reinhard Marx vertrat.

Die insgesamt 89 Kunstwerke sind noch bis zum 14. Januar täglich von 11 bis 19 Uhr in der ehemaligen Karmelitenkirche in München zu sehen.

Über den schulinternen Krippenwettbewerb berichtet STEIN in der Februarausgabe. 

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Preise in ihren Klassen gewonnen haben: Verena Boiger, Origami (Comblanchien, Schiefer, teilweise vergoldet) … Foto: Elisabeth Heider
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… Hannah Lehleiter, Stadtgeschehen (San Sebastian-Kalkstein) … Foto: Elisabeth Heider
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… Tobias Sold, Fahrgemeinschaft (Zirbelkieferholz) … Foto: Elisabeth Heider
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… Constantin Overbeck, Neun Pfeiler der Weihnacht (Lindenholz) … Foto: Elisabeth Heider
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… Anna Bade, Holy Night Show (Lindenholz, Pappelsperrholz, Leder, Messing, Schaumstoff, Filz, Elektronik) … Foto: Elisabeth Heider
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… Ann-Christine Wagner, Geheimnis der Krippe (Beton, imprägniert) … Foto: Elisabeth Heider
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… Ronja Braun, Drei Gaben für dein Leben (Silber 925, Abachiholzfurnier) … Foto: Elisabeth Heider
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und Bettina von Boch-Galhau, Jesus ist der Messias (MDF, Finnenpappe, Zinnfolie, Vinylfolie, Acrylfarbe). Foto: Elisabeth Heider

Sehen Sie hier ein Video der Preisverleihung vom schulinternen Wettbewerb im Dezember 2017:

 

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Kontraste aus recyceltem Naturstein

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Der italienische Designer Moreno Ratti möchte ein Zeichen gegen die Verschwendung natürlicher Ressourcen setzen. Darum nutzt er Natursteinabfall, um neue Objekte zu schaffen. Seine Serie „Contrasti“ besteht aus recyceltem Marmor.

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Serie „Contrasti“ vom italienischen Designer Moreno Ratti. Foto: Lea Anouchinsky
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Die Schalen und Vasen bestehen aus recyceltem Marmor. Foto: Lea Anouchinsky
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Gegensätzliche Volumen: Eine Hälfte ist ausgearbeitet, bei dem Block werden nur die Kanten geschnitten. Foto: Lea Anouchinsky
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Ausgangsmaterial sind Steinplatten aus Marmor-Resten. Foto: Lea Anouchinsky
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Das Material stammt von der Firma Stonethica. Foto: Lea Anouchinsky

Natursteinabfall als Ausgangsmaterial

Die Schalen und Vasen der Serie „Contrasti“ bestehen aus jeweils zwei Volumen: Einem rechtwinkligen Block und einem runden Element. Der Designer spielt also mit gegensätzlichen Formen – Kontrasten, wie der italienische Titel übersetzt lautet.

Eine Hälfte des jeweiligen Objekts ist ausgearbeitet; bei der anderen werden nur die Kanten geschnitten. Um dennoch eine visuelle Einheit zu schaffen, erfolgt eine einheitliche Behandlung der Oberflächen. 

Ratti kooperiert mit der italienischen Firma Stonethica. Das Unternehmen recycelt Naturstein, um neue Ausgangsmaterialien herzustellen. Dabei handelt es sich um Platten aus Marmor-Riemchen, die in der Region um Carrara anfallen. Verklebt werden die Elemente laut Angaben der Firma mit ungiftigem Harz.

Moreno Ratti erklärt: „Das Ergebnis von Stonethicas ökologischem Produktionszyklus ist die Schaffung eines homogenen Materials. Die Schichtstruktur resultiert aus der Kombination und Überlappung von Steinplatten.“

Mineralien Hamburg präsentiert Meteoriten, Fossilien und Co

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Die Mineralien Hamburg, viertgrößte Messe der Welt, bietet dieses Jahr Sonderschauen zu Meteoriten, Kopffüßern, sächsischen Schätzen und dem Mondstein.

Meteorit
Nicht von dieser Welt: Ein Exponat aus der Sonderschau „Meteoriten – Botschafter ferner Galaxien“. Foto: Hamburg Messe und Congress / Bode
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Ein Erythrin aus Schneeberg im sächsischen Erzgebirge, aus der Sonderschau „Sachsens Schätze“. Foto: Hamburg Messe und Congress / TU Freiberg



Mineralien Hamburg zeigt vier Sonderschauen

Bei der Mineralien Hamburg zeigen 400 Aussteller sowohl Fachbesuchern als auch Laien drei Tage lang ihre Exponate und Fundstücke – und verkaufen sie zum Teil auch. Die Messe gliedert sich in die Bereiche Mineralien, Fossilien, rohe und verarbeitete Edelsteine, Schmuck und Schmuckzubehör, Geozubehör, Ausstattung und Zubehör und Fachliteratur. 2018 gibt es vier Sonderschauen.

„Meteoriten – Botschafter ferner Galaxien“ gewährt Einblicke ins Universum anhand zahlreicher Steine aus dem Weltall. Meteoriten, das älteste bekannte Gestein, sind meistens magnetisch und schwerer als irdisches Gestein. Viele weisen eine Schmelzkruste auf, die sich bei ihrem Eintritt in die Atmosphäre bildete. Ihr Name lässt meist Rückschlusse auf ihren Fundort zu. Die Mineralien Hamburg präsentiert unter anderem ein 1,36 Kilogramm schweres Teilstück des Hoba-Meteoriten. Ein Bauer entdeckte ihn 1920 in Namibia beim Pflügen. Der Meteorit ist mehr als 60 Tonnen schwer. Weil eine Probenentnahme nicht mehr erlaubt ist, gelten selbst kleine Splitter als Kostbarkeit.

Eine zweite Sonderschau widmet sich dem Mondstein, dem Stein des Jahres. Sie zeigt von der Feldspat-Varietät sowohl Natursteine aus fernen Vorkommen wie Indien, Tanzania oder Madagaskar als auch besondere Schmuckstücke. Der Mondstein wird ausschließlich als Schmuckstein verwendet. Die bedeutendsten Lagerstätten befinden sich in Sri Lanka.

Dazu kommt die Sonderschau „Sachsens Schätze“, die Edelsteine aus vergangenen Jahrhunderten ausstellt. Denn Sachsens Rang unter den europäischen Fürstenhöfen beruhte vor allem auf den Reichtum an Bodenschätzen im Erzgebirge. Juweliere verwendeten Topas, Amethyst, Pyrop und Achat schon vor rund 300 Jahren. Das älteste Exponat der Sonderschau ist ein Topas vom Schneckenstein, der aus der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts stammt. Der Schneckenstein ist ein topashaltiger Felsen im Vogtland, der sächsische König ließ ihn bereits Anfang des 18. Jahrhunderts ausbeuten. Die abgebauten Topase sind auch als „Sächsische Diamanten“ bekannt.

Die Sonderschau „Kopffüßer. Von Geradhörnern, Ammoniten und Donnerkeilen“ zeigt mehr als 200 Exponate. Sie stammen aus allen Teilen der Welt. Die Geologisch-Paläontologische Arbeitsgemeinschaft Kiel und der Urzeithof Stolpe präsentieren die Schau. Letzterer zieht gerade um und muss deshalb sowieso alle Stücke verpacken und verschicken – da bot sich ein Abstecher auf die Mineralienmesse an. Zu den ältesten Exponaten gehören die 480 Millionen Jahre alten Vorfahren unserer heutigen Tintenfische. Sie standen senkrecht im Wasser und konnten ein bis drei Meter lang werden.

Die Mineralien Hamburg findet vom 7. bis 9. Dezember 2018 statt und ist täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt kostet 10 Euro.