Die Kuppel des Petersdoms wird restauriert

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er weist dementsprechend Elemente der Renaissance

Der Vatikan öffnet den Petersdom wieder. Nun kann auch die Reinigung der Hauptkuppel weitergehen. Sie wird vier Jahre dauern.

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Langwieriges Bauvorhaben: 120 Jahre dauerten dereinst die Hauptarbeiten zur Schaffung des neuen Petersdoms, er weist dementsprechend Elemente der Renaissance, des Manierismus und des Barock auf. Foto: Annett Klingner/Pixabay/C00-Lizenz
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Mit der doppelschaligen, 16-eckigen Hauptkuppel für „Neu-Sankt-Peter“ setzte sich Michelangelo selbst ein Denkmal. Sie wird nun in einem vierjährigen Projekt gereinigt und restauriert. Foto: Bernd Scheumann/Pixabay/C00-Lizenz



Päpstliches Prestige-Kräftemessen

Corona erforderte eine Zwangspause bei der Restaurierung der doppelschaligen, 16-eckigen Hauptkuppel von San Pietro. Denn die Pandemie brachte sowohl Engpässe beim Material als auch beim Personal mit sich. Der Vatikan plant für die Reinigung von insgesamt 8.900 Quadratmetern Travertin des Kuppeltambours und 440 Quadratmetern Sichtmauerwerk vier Jahre ein.

Das Projekt beschäftigt zehn Gerüstbauer und 30 Restauratoren. Sie reinigen seit Herbst die Frontseite. Zum Einsatz kommen dabei Produkte von Finalit. In der zweiten Bauphase folgt das rückwärtige, den Vatikanischen Gärten zugewandte Halbrund. Die Kuppel soll ihre Patina aber behalten.

Vorausgegangen war eine Laserscanner-Untersuchung: Die Restauratoren analysierten die komplexe architektonische Struktur der Kuppel, die Michelangelo und Giacomo della Porta entworfen haben. Sie gilt als größtes freitragendes Ziegelbauwerk der Welt. Ihr Durchmesser beträgt 42,34 Meter bei einer Höhe von 43,20 Metern. Die Baugeschichte der einst größten Kirche der Christenheit ist komplex (der SPIEGEL seziert sie hier). Sie beginnt 1506: Verschiedene Päpste übertrumpften sich nacheinander in gewagten und immens großen Kirchen-Visionen, ließen um-, an- und neubauen, machten den Petersplatz auf Jahrzehnte zur ewigen Baustelle.

Heute ist nicht in allen Details überliefert, welcher Papst was mit Hilfe welches Architekten entworfen hat. Sicher ist, dass ab 1546 Michelangelo das architektonische Ruder übernahm. Den Bau der von ihm geplanten Kuppel erlebte er selbst nicht mehr. Architekt Carlo Maderno bewirkte nach Michelangelos Tod, dass der Petersdom endlich fertig wurde – die Weihe fand 1626 statt. Der Petersdom bietet Platz für 20.000 Menschen und ganze 44 Altäre. Als Materialien kamen hauptsächlich römischer Travertin und Carrara-Marmor zum Einsatz.

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Wie wird der Preis von Zusatzleistungen, Vertragsänderungen und Mengenmehrungen berechnet?

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Lehrbeauftragter a.D. für Baurecht in München. Foto: privat
Lehrbeauftragter a.D. für Baurecht in München. Foto: privat

Neue Rechtssprechung: Kommt es bei der Vertragsabwicklung zu Leistungsänderungen oder Mengenmehrungen, und haben die Vertragspartner einen VOB-Vertrag geschlossen, so galt bisher der Grundsatz: „Guter Preis bleibt guter Preis, schlechter Preis bleibt schlechter Preis“. Im Klartext: Auch für eine angeordnete Vertragsänderung oder für Mengenmehrungen in einzelnen Positionen ist bei der Berechnung des Preises für diese Leistungen von den Preisermittlungsgrundlagen des Hauptangebots auszugehen. Sind diese gut, bleibt auch der Nachtragspreis gut. Bei schlechten Ausgangspreisen muss der Auftragnehmer unter Umständen draufzahlen. Dieses Prinzip wurde nun von der Rechtsprechung „gekippt“.

Rechtsanwalt Dr. Olaf Hofmann, Lehrbeauftragter a.D. für Baurecht in München. Foto: privat

Der BGH hatte folgenden Fall zu entscheiden:

Bei einem VOB-Einheitspreisvertrag über die Herstellung von Fassadenarbeiten kam es bei der Position „Fassadendämmung“ zu Mehrmengen von deutlich über zehn Prozent. Der Auftragnehmer berechnet in seiner Schlussrechnung auch für die Mehrmengen den für ihn „sehr guten“ vertraglich vereinbarten Einheitspreis und beruft sich hierbei auf § 2 Abs. 3 Nr. 2 VOB/B, wonach auch für die Mehrmenge der vertragliche Einheitspreis maßgeblich ist. Lediglich dann, wenn etwaige Ersparnisse festzustellen sind oder wenn der Auftragnehmer Mehrkosten (zum Beispiel höhere Einkaufspreise für das Material, höhere Lohnkosten) nachweisen kann, ändert sich dieser vertragliche Ausgangspreis. Weil weder Ersparnisse noch Mehrkosten angefallen seien, gelte somit der Vertragspreis.

Hat der Auftragnehmer recht?

Die Entscheidung Der BGH hat hierzu mit Urteil vom 21. November 2019, Baurechts- Report 2020, Seite 1 Folgendes ausgeführt:
1. Der Anspruch auf Bildung eines neuen Preises setzt nur voraus, dass die ausgeführte Menge den im Vertrag angegebenen Mengenansatz um mehr als 10 % überschreitet und eine Partei die Vereinbarung eines neuen Preises verlangt.

2. Können sich die Vertragspartner auf den neuen Preis nicht einigen, erfolgt die Bildung des neuen Preises für die Mehrmenge „nach tatsächlich erforderlichen Kosten zuzüglich angemessener Zuschläge“.

Hinweise für die Praxis

1. Das VOB- Prinzip „Guter Preis bleibt guter Preis, schlechter Preis bleibt schlechter Preis“ ist somit nicht mehr gültig.
2. Dieses Prinzip gilt natürlich nicht nur dann, wenn der Auftragnehmer einen „guten“ Einheitspreis hat, sondern sich beispielsweise beim Vertragspreis zu seinen Ungunsten verkalkuliert hat. Nun kann er für die Mehrmenge einen angemessenen Preis fordern, diesen also nach „tatsächlich erforderlichen Kosten“ berechnen.
3. Inzwischen gibt es weitere Urteile, wonach auch für die Berechnung des Preises von Zusatzleistungen und Vertragsänderungen die Preisermittlungsgrundlagen des bisherigen Vertragspreises nicht mehr maßgeblich sind. Vielmehr richtet sich auch hier der neue Preis nach den „tatsächlich erforderlichen Kosten“ (siehe OLG Brandenburg vom 22.04.2020, Baurechts-Report 2020, Seite 22).

Grabmal + Sakralbau – Der Stein im November 2023

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Grabmal + Sakralbau, Coverbild: Ana Barros
Coverbild: Ana Barros

In der Grabmal- & Sakralbau-Ausgabe stellen wir eine Kapelle in archaisch minimalistischer Turmform aus recyceltem Gneis vor und beschäftigen uns mit der zeitgemäßen Formensprache von sakralen Räumen. Spannend sind auch neue Wege in der Friedhofsgestaltung: wir sprechen mit Experten und zeigen am Beispiel des Campus Vivorum wie der Friedhof der Zukunft aussehen kann.

Weil die Gestaltung einer Grabkapelle heutzutage ein nicht gerade alltägliches Geschäft ist, haben sich die Architekten Berger + Parkkinen mit großer Neugierde und kreativem Interesse auf den Auftrag einer Familie in der Steiermark gestürzt. „Entstanden ist eine im Schlosspark frei stehende Kapelle in archaisch minimalistischer Turm-form, die die tradierte Grabkultur der Menschheitsgeschichte ebenso als Bezugspunkt heranzog, wie auch den besonderen Ort inmitten alter Bäume“, schwärmen die Architekten. „Wir schufen eine Verbindung zum in Sichtweite gelegenen Schloss und erzeugten mittels Licht und einer vertikalen Ausrichtung die für ein Grabmal passende Mystik und spirituelle Atmosphäre.“ Ob und wie ihnen das gelungen ist? Überzeugen Sie sich selbst in unserem Heft.

Grabkapelle inmitten von Bäumen

Spirituelle Atmosphäre mit gewandelter Friedhofskultur zu verbinden, haben sich die Macher des Campus Vivorum zur Aufgabe gemacht. Entstanden ist ein Experimentierfeld mit unterschiedlichen Handlungsfeldern, auf denen jeweils der Mensch im Mittelpunkt steht. Unsere Autorin hat sich mit Dirk Pöschmann, Geschäftsführer der Initiative „Raum für Trauer“, über verbindende Elemente zwischen Trauernden und Toten unterhalten.

Der Mensch im Mittelpunkt

Individuelle, handgefertigte Grabmale haben nach wie vor Konjunktur. Und sie überzeugen die Fachwelt. Die prämierten Arbeiten aus dem Jahr 2022 sehen Sie ebenfalls im neuen Heft.

Mit sakralen Räumen beschäftigt sich Bernd Dirks, Steinbildhauermeister aus dem nordrhein-westfälischen Billerbeck, seit über 35 Jahren. Zuletzt hat er an der Umgestaltung der St. Lamberti Kirche in Coesfeld mitgewirkt. Wir zeigen die neue Formensprache der Prinzipalien in fünf ausgewählten Gotteshäusern.

Handgefertigte Grabmale und neue Formensprache in Gotteshäusern

Friedhöfe sind nicht nur Gedenkstätten, sie übernehmen auch als „grüne Lungen“ eine wichtige Funktion in der Stadt. Mit ihrer Bedeutung für Biodiversität und Klimaschutz beschäftigt sich unsere Autorin Annette Mühlberger. Sogar Krautgärten sind dort inzwischen denkbar. Lassen Sie sich überraschen.

Das Heft ist hier im Shop erhältlich.

In der Oktoberausgabe von STEIN haben wir einen Blick auf die Marmomac in Verona geworfen, das neue Wien-Museum vorgestellt und uns auf eine Reise nach Berlin begeben – alles zur Ausgabe marmo+mac hier.

Viel Spaß bei der Lektüre von STEIN wünscht Ihnen

Ihre Steinredaktion

Friedhöfe als grüne Lungen

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