Leben im Steinbruch

Steinbrüche sind meist große, staubige Schluchten. Große Maschinen fräsen sich in den Boden und hinterlassen über Jahrzehnte meist graue, kahle Löcher in der Landschaft. Doch in den circa 3.000 deutschlandweiten Standorten der Gesteinsindustrie entstehen auch Lebensräume für Tiere und Pflanzen.

In Deutschland werden jährlich 500 Millionen Tonnen Gesteinsrohstoffe abgebaut. Der Großteil des gewonnenen Natursteins wird in der Bauwirtschaft und der weiterverarbeitenden Baustoffindustrie verwendet. Allein 70 Prozent davon wird in Baumaßnahmen in öffentlicher Hand benötigt.

Nach dem Gesteinsabbau, aber auch schon währenddessen, siedeln sich verschiedenste Tier- und Insektenarten in den neu gewonnenen Lebensräumen der Steinbrüche an. Die Gesteinsindustrie engagiert sich daher, die entstehende Biodiversität in ihren Betriebsgeländen zu fördern. In den vergangenen Jahren sind so über 30 Kooperationen und Projekte der deutschen Gesteinsindustrie mit Regional- und Landesverbänden sowie Natur- und Umweltschutzorganisationen geschlossen worden.

Mittlerweile werden sogar Unterlagen und Dokumente der Unternehmen in einer Biodiversitäts-Datenbank gesammelt. Im Bundesverband Mineralischer Rohstoffe e. V. (MIRO) organisierte Regional- und Landesverbände der Gesteinsindustrie versuchen die Datengewinnung nun auch auf weitere Verbände im Ton,- Kalk,- und Zementsegment auszuweiten.