Eine breite und bunte Mischung

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Dr. Florian S. Knauß, Leitender Sammlungsdirektor der Staatlichen Antikensammlungen und Glyptothek München, hat das Jahresprogramm beider Ausstellungshäuser vorgestellt. Für die Glyptothek bedeutet 2018 vor allem die vorläufige Schließung, um Sanierungsarbeiten durchzuführen.

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Ausstellung „Unter dem Dach der Athena“: Quirin Herzinger, Sophie, Holz, 2017. Foto: © Städtische Berufsfachschule für das Holzbildhauerhandwerk München
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Ausstellung „Unter dem Dach der Athena“: Jasmin Brüller, Markus, Gips, 2017 © Städtische Berufsfachschule für das Holzbildhauerhandwerk München
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Ausstellung „Tod in Triest. Auf den Spuren von Johann Joachim Winckelmann“: Salvatore de Carlis, Porträt J. J. Winckelmann, 1808, Marmor, Glyptothek. Foto: © Staatliche Antikensammlungen und Glyptothek München / Renate Kühling
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Ausstellung „Glanzlichter“: Wolfgang Skoluda, Kette mit Medusa-Medaillon (18. Jh.), Gold und Koralle. Foto: © Benne Ochs

„Das Jahr 2018 steht im Zeichen der bevorstehenden Schließung“

Die Vorstellung des Jahresprogramms der Staatlichen Antikensammlungen und Glyptothek München begann mit einer kurzen Rückschau auf 2017. Dr. Florian S. Knauß, leitender Sammlungsdirektor beider Häuser, zog dabei eine durchweg positive Bilanz. Neben den dauerhaft zu sehenden Objekten seien die Sonderausstellungen, insbesondere „Charakterköpfe – Griechen und Römer im Porträt“ und „Divine X Design – Das Kleid in der Antike“, sehr erfolgreich gewesen. Erstere wurde sogar in leicht veränderter Form bis Ende September 2018 verlängert. Das große Interesse spiegeln auch die Besucherzahlen wider, die 2017 bereits zum fünften Mal in Folge stiegen.

„Und damit wir auch 2018 erfolgreich bleiben, haben wir uns viel vorgenommen. Gleichwohl steht das Jahr erst mal im Zeichen der bevorstehenden Schließung der Glyptothek“, teilt Florian Knauß mit. So sollen eineinhalb-jährige Sanierungsarbeiten im und am Gebäude stattfinden und das Haus barrierefrei gestalten. Die Wiedereröffnung sei für Sommer 2020 geplant.

Halb rückblickend, halb vorausschauend betont Florian Knauß, dass sich auch die Antikensammlungen und Glyptothek den klassischen Aufgaben eines Museums, dem Sammeln, Forschen, Bewahren und Vermitteln, verschrieben haben. Die in der Dauerausstellung verhafteten Exponate ergänzt daher nun „Das besondere Objekt“ – dabei handelt es sich um außergewöhnliche Einzelobjekte, die in loser Folge prominent präsentiert werden. Den Anfang macht ein neu erworbener Terrakotta-Altar, um 550–525 v. Chr., aus dem griechischen Sizilien.

Neben den herkömmlichen Ausstellungskatalogen kann man auch in diesem Jahr auf eine Reihe von Publikationen verweisen. Neu erschienen ist Band 4 der Reihe „Forschungen der Staatlichen Antikensammlungen und Glyptothek“ mit dem Titel „Das schönste Kaufbare. Untersuchungen zu Skulpturen in der Glyptothek“.

Was die Besucher erwartet

In den kommenden Monaten können sich Besucher wieder auf „eine breite und bunte Mischung an Ausstellungsangeboten“ freuen, sagt Florian Knauß. Gleich im März knüpft die Glyptothek mit „Unter dem Dach der Athena“ an das einstige Sinnen König Ludwigs I. für das Ausstellungshaus an. Dieser wollte beim Bau des Museums vor rund 200 Jahren die antiken Originale als ästhetische Vorbilder für zeitgenössische Künstler und Handwerker wissen, um Entsprechendes zu schaffen. Nun stellen Schüler und Absolventen der Städtischen Berufsfachschule für das Holzbildhauerhandwerk und der Städtischen Fachschule für Steintechnik/Meisterschule für das Steinmetz- und Steinbildhauerhandwerk ihre Arbeiten aus. Sie sollen veranschaulichen, inwieweit sich handwerkliche Arbeit und Besuche in der Glyptothek verbinden lassen.

Johann Joachim Winckelmann, der Begründer der wissenschaftlichen Archäologie und Kunstgeschichte, widmet sich die Ausstellung „Tod in Triest“. Ab Juni erfährt man in den Antikensammlungen vor allem etwas über seine Bedeutung für München.

In den Genuss von virtuos gestalteten Marmorskulpturen kommen Besucher ab Mitte Juni in der Glyptothek. Ein Merkmal des zeitgenössischen italienischen Bildhauers Fabio Viale ist dabei das Spiel mit der Materialität – etwas, das auch in der Antike, insbesondere in der Epoche des Hellenismus, eine große Rolle spielte.

Und all jene, denen es bis kurz vor Weihnachten an Geschenkideen für ihre Lieben mangelt, finden womöglich in der Ausstellung „Glanzlichter“ in den Antikensammlungen eine Inspirationsquelle: Wolfgang Skoluda, Maler und Schmuckmacher, zeigt dort Schmuck im Dialog mit der Antike.

Das vollständige Jahresprogramm der Staatlichen Antikensammlungen und Glyptothek München entnehmen Sie hier.

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Naturstein in München zum Anfassen

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Aus einem gedruckten Natursteinführer wird Praxis zum Anfassen. Noch bis 13. Juli 2018 ist im Servicezentrum der Lokalbaukommission eine Ausstellung zu sehen, die zeigt, wo und wie Naturstein an Gebäuden in München verarbeitet wurde.

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Blick auf die Foto-Wall der zusammengetragenen Münchner Gebäude. Foto: Johann Weber
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Die gezeigten Fotografien sind auch im „Natursteinführer München“ abgedruckt, der 2015 publiziert wurde. Foto: Johann Weber
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Materialproben der Steine zum Anfassen ergänzen die Ausstellung. Foto: Johann Weber
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Beethovenstraße 6, München. Foto: Johann Weber
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Der Justizpalast in München. Foto: Johann Weber
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Ein Teil der Fassade des Rathauses am Marienplatz in München. Foto: Johann Weber
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Polizeipräsidium in der Ettstraße 2, München. Foto: Johann Weber

Die Ausstellung basiert auf dem im Jahr 2015 von Prof. Florian Musso herausgegebenen „Natursteinführer München“. Johann Weber, Leiter der Baustoffsammlung der Fakultät für Architektur an der Technischen Universität (TU) München, erfasste hierfür etwa 4.000 Gebäude des Stadtinneren und die darin verbauten Natursteine. Gebäude wie der Justizpalast, das Polizeipräsidium, das Rathaus am Marienplatz oder der Monopteros im Englischen Garten zählen zu den imposanten Beispielen, die mit Natursteinen gebaut wurden. Detailliert werden die einzelnen Gebäudeteile aufgeschlüsselt und die Art der Natursteine aufgelistet. So besteht der Sockel des Justizpalastes in der Elisenstraße aus Waldstein Granit, das Verblendemauerwerk aus Kelheimer Auerkalk und Donau Kalkstein, die Säulen, Basen und Kapitelle aus Carrara Marmor.

Aus rund 400 im Buch abgebildeten Fotos wurden für die Ausstellung 120 gewählt. „Nicht jedes Gebäude, Bauteil, Kunstobjekt kann gleich gut abgelichtet werden, sodass die Auswahl der Bilder ein wenig nach der ‚Schönheit des Fotos‘ und Verschiedenartigkeit der Verwendung geschehen ist“, erklärt Johann Weber.

Öffnungszeiten:
Montag bis Freitag, 9–17 Uhr
Referat für Stadtbauplanung und Bauordnung
Servicezentrum
Blumenstraße 19
80331 München

Europäisches Stein-Festival 2015

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Das europäische Stein-Festival fand 2015 in Straßburg statt. Vom 26. bis 28. Juni machten etwa 120 Steinmetze und -bildhauer aus 15 Ländern den Vorplatz der berühmten Kathedrale zu ihrem Arbeitsplatz. Zum Thema “Die Botschaft der romanischen Baumeister und der rheinischen Mystik” hauten sie Skulpturen aus Sandstein, die später ersteigert werden konnten.

Straßburg bot die perfekte Kulisse für die Arbeit am Naturstein, aber auch für die Nachwuchsarbeit. Denn im belebten Touristenort Straßburg fanden auch viele junge Leute ihren Weg zu den traditionellen Handwerkern. Martina Hartwich-Wolf von der Kunstgießerei Strassacker, Partner des Festivals, glaubt: “Gerade bedingt durch die Aufgabenstellung und deren Realisation haben einige junge Menschen Interesse an diesem Beruf gefunden.” Von Totenköpfen über Reliefs und Konsolen bis hin zu Fabelwesen reichten die Umsetzungen des Themas aus einem jeweils 20 x 30 x 30 cm großen Sandstein.

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Die Gewinner mit ihren Arbeiten. Foto: Konrad Lenz
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Weitere Impressionen vom Stein-Festival in Straßburg. Foto: Konrad Lenz
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Foto: Kunstgießerei Straßacker
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Foto: Konrad Lenz
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Foto: Kunstgießerei Straßacker
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Kunstgießerei Straßacker präsentierte die Vielfalt der Möglichkeiten der Verbindung von Bronze und Naturstein. Foto: Kunstgießerei Straßacker
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Foto: Kunstgießerei Straßacker
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Foto: Konrad Lenz

Die besten Arbeiten unter den Skulpturen von Lehrlingen, Gesellen oder Meistern auf dem Stein-Festival in Straßburg wurden ausgezeichnet. Die Gewinner sind:

Milleniumspreis der Stadt Straßburg:
Ongky Wijana, Bali.

Meister:
1. Philippe Smith, Kanada
2. Danny Barber, Kanada
3. Nicolas Helmer, Frankreich

Steinmetzlehrlinge:
1.  Martin Kuster, Straßburger Münsterbauhütte / Frankreich
2. Dimitri Marquet, Frankreich
3. Lucas Finance, Frankreich

Steinbildhauerlehrlinge:
1. Gwendoline Barré, Frankreich
2. Tomas Petukauskas, Litauen
3. Richard Bossons, England