Dr. Florian S. KnauĂ, Leitender Sammlungsdirektor der Staatlichen Antikensammlungen und Glyptothek MĂŒnchen, hat das Jahresprogramm beider AusstellungshĂ€user vorgestellt. FĂŒr die Glyptothek bedeutet 2018 vor allem die vorlĂ€ufige SchlieĂung, um Sanierungsarbeiten durchzufĂŒhren.




âDas Jahr 2018 steht im Zeichen der bevorstehenden SchlieĂungâ
Die Vorstellung des Jahresprogramms der Staatlichen Antikensammlungen und Glyptothek MĂŒnchen begann mit einer kurzen RĂŒckschau auf 2017. Dr. Florian S. KnauĂ, leitender Sammlungsdirektor beider HĂ€user, zog dabei eine durchweg positive Bilanz. Neben den dauerhaft zu sehenden Objekten seien die Sonderausstellungen, insbesondere âCharakterköpfe â Griechen und Römer im PortrĂ€tâ und âDivine X Design â Das Kleid in der Antikeâ, sehr erfolgreich gewesen. Erstere wurde sogar in leicht verĂ€nderter Form bis Ende September 2018 verlĂ€ngert. Das groĂe Interesse spiegeln auch die Besucherzahlen wider, die 2017 bereits zum fĂŒnften Mal in Folge stiegen.
âUnd damit wir auch 2018 erfolgreich bleiben, haben wir uns viel vorgenommen. Gleichwohl steht das Jahr erst mal im Zeichen der bevorstehenden SchlieĂung der Glyptothekâ, teilt Florian KnauĂ mit. So sollen eineinhalb-jĂ€hrige Sanierungsarbeiten im und am GebĂ€ude stattfinden und das Haus barrierefrei gestalten. Die Wiedereröffnung sei fĂŒr Sommer 2020 geplant.
Halb rĂŒckblickend, halb vorausschauend betont Florian KnauĂ, dass sich auch die Antikensammlungen und Glyptothek den klassischen Aufgaben eines Museums, dem Sammeln, Forschen, Bewahren und Vermitteln, verschrieben haben. Die in der Dauerausstellung verhafteten Exponate ergĂ€nzt daher nun âDas besondere Objektâ â dabei handelt es sich um auĂergewöhnliche Einzelobjekte, die in loser Folge prominent prĂ€sentiert werden. Den Anfang macht ein neu erworbener Terrakotta-Altar, um 550â525 v. Chr., aus dem griechischen Sizilien.
Neben den herkömmlichen Ausstellungskatalogen kann man auch in diesem Jahr auf eine Reihe von Publikationen verweisen. Neu erschienen ist Band 4 der Reihe âForschungen der Staatlichen Antikensammlungen und Glyptothekâ mit dem Titel âDas schönste Kaufbare. Untersuchungen zu Skulpturen in der Glyptothekâ.
Was die Besucher erwartet
In den kommenden Monaten können sich Besucher wieder auf âeine breite und bunte Mischung an Ausstellungsangebotenâ freuen, sagt Florian KnauĂ. Gleich im MĂ€rz knĂŒpft die Glyptothek mit âUnter dem Dach der Athenaâ an das einstige Sinnen König Ludwigs I. fĂŒr das Ausstellungshaus an. Dieser wollte beim Bau des Museums vor rund 200 Jahren die antiken Originale als Ă€sthetische Vorbilder fĂŒr zeitgenössische KĂŒnstler und Handwerker wissen, um Entsprechendes zu schaffen. Nun stellen SchĂŒler und Absolventen der StĂ€dtischen Berufsfachschule fĂŒr das Holzbildhauerhandwerk und der StĂ€dtischen Fachschule fĂŒr Steintechnik/Meisterschule fĂŒr das Steinmetz- und Steinbildhauerhandwerk ihre Arbeiten aus. Sie sollen veranschaulichen, inwieweit sich handwerkliche Arbeit und Besuche in der Glyptothek verbinden lassen.
Johann Joachim Winckelmann, der BegrĂŒnder der wissenschaftlichen ArchĂ€ologie und Kunstgeschichte, widmet sich die Ausstellung âTod in Triestâ. Ab Juni erfĂ€hrt man in den Antikensammlungen vor allem etwas ĂŒber seine Bedeutung fĂŒr MĂŒnchen.
In den Genuss von virtuos gestalteten Marmorskulpturen kommen Besucher ab Mitte Juni in der Glyptothek. Ein Merkmal des zeitgenössischen italienischen Bildhauers Fabio Viale ist dabei das Spiel mit der MaterialitĂ€t â etwas, das auch in der Antike, insbesondere in der Epoche des Hellenismus, eine groĂe Rolle spielte.
Und all jene, denen es bis kurz vor Weihnachten an Geschenkideen fĂŒr ihre Lieben mangelt, finden womöglich in der Ausstellung âGlanzlichterâ in den Antikensammlungen eine Inspirationsquelle: Wolfgang Skoluda, Maler und Schmuckmacher, zeigt dort Schmuck im Dialog mit der Antike.
Das vollstĂ€ndige Jahresprogramm der Staatlichen Antikensammlungen und Glyptothek MĂŒnchen entnehmen Sie hier.












