Ocean Memories

Stein Magazin
grauer Emperador-Marmor. Foto: Carpenters Workshop Gallery

In Stein gemeißelter Moment: Die Serie „Liquid Marble“ von Mathieu Lehanneur soll die Bewegungen des Meeres einfangen. Die Marmor-Skulpturen werden derzeit in der Carpenters Workshop Gallery in Paris ausgestellt.

Mathie-Lehanneur-Ocean-Memories
Ocean Memories Bench (grey) 2017, grauer Emperador-Marmor. Foto: Carpenters Workshop Gallery
Carpenter-Gallery-Paris
Ocean Memories Bench (white) 2017, weißer Volakas-Marmor. Foto: Carpenters Workshop Gallery
Ocean-Memories
Ocean Memories circular table XL und XXL (white) 2017, weißer Volakas-Marmor. Foto: Carpenters Workshop Gallery
Mathieu-Lehanneur
Mathieu Lehanneur auf Ocean Memories Bench (grey) 2017, grauer Emperador-Marmor. Foto: Carpenters Workshop Gallery

Mathieu Lehanneur

Bei den Skulpturen handelt es sich um Blöcke aus grauem Emperador-Marmor aus der Türkei und weißem Volakas-Marmor aus Griechenland. Mathieu Lehanneurs Ziel war es, eine dreidimensionales Momentaufnahme von Wellen und Strömungen zu schaffen. Er erklärt: „Ich wollte herausfinden, ob sich das Gefühl von Leben und Bewegung, das wir am Meer haben, übertragen lässt. Auch wenn wir weit entfernt vom Meer sind.“

Da der Künstler mit verschiedenen Medien und Materialien arbeitet, probierte er zunächst Methoden aus – darunter gab es fotografische Ansätze und traditionelle Steinmetz-Arbeiten. „Ich habe viel ausprobiert, nichts hat funktioniert. Bis ich auf 3-D-Softwares gestoßen bin.“ Daraufhin entwarf der Künstler die Objekte am Computer und bearbeitete den Stein mit der Wasserstrahl-Technik.

Bei Ocean Memories handelt es sich aber nicht nur um Kunstobjekte – die Skulpturen dienen auch als Möbelstücke. Mathieu Lehanneur verfolgt in seinem Schaffen einen multidisziplinären Ansatz: Seine Projekte umfassen Produktdesign, Architektur, Handwerk und Technologie. Die Arbeiten des Künstlers werden in Museen wie dem New Yorker MoMA, dem Centre Pompidou oder dem Museum of Decorative Arts in Paris gezeigt.

Die Ausstellung Ocean Memories findet bis 22. Juni 2018 in der Carpenters Workshop Gallery in Paris statt.

Könnte dich auch interessieren

Skulptur des Monats: Pastry Art

Stein Magazin

Diana Kasko ist studierte Architektin und Hobby-Bäckerin. Mit ihren essbaren Skulpturen „Pastry Art“ vereint sie Beruf und Leidenschaft. Dass die Süßspeisen täuschend echt nach Baumaterialien aussehen, liegt auch an der fotografischen Tätigkeit der Ukrainerin.

German-Design-Award-Stone-Plant-Sculpture
November 2017: Stone Plant Sculpture. Foto: Franken-Schotter & Bruns Pflanzen-Export / Quelle: Rat für Formgebung
Marc-Reist-Globo-Uopvo-Marmor-Skulptur
Oktober 2017: Das Globo Uovo auf der Dachterrasse des Centre Dürrenmatt Neuchâtel. Foto: Emanuel Stotzer
Weintheke-Schmitt-Design-Sandstein-Onyx-MHK-Kaiserslautern
September 2017: Weintheke, Christian Schmitt, Cottaer-Sandstein
Play Panca 3_Screenshot cyrcus.it
So funktioniert es: Einfach das Smartphone auf dem Horn des Designstücks platzieren, und schon kann man Engelstrompeten und Teufelsposaunen aus dem Marmortubus lauschen. (Screenshot: cyrcus.it)
Saeule-Rucker_5
Juli 2017: „Gefiederte Schlange“ von der Münchner Bildhauerin Maria Rucker (Foto: STEIN/Friederike Voigt)
Skulptur-des-monats-gabriele-berger

„Chocolate Block“

Einer ihrer von Stein inspirierten Kreationen ist der „Chocolate Block“: Außen Steinoptik – innen Biskuit, Schokoladen-Creme und zwei Mousse-Sorten. „Der Kuchen ist einer meiner Lieblingsrezepte!“, erklärt Diana Kasko.

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Standard. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf den Button unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Weitere Informationen

 

Für die äußere Form verwendet sie bei einigen Rezepten selbst entworfene Silikon-Backformen. Auch hier adaptiert die Künstlerin ihr Wissen aus der Baubranche: „Ich habe als Architektin und gearbeitet und 3-D-Modelle gebaut. Als ich angefangen habe, Patisserie zu machen, wollte ich dem Backen etwas Neues hinzufügen. Ich habe festgestellt, dass das Erscheinungsbild genauso wichtig ist wie der Geschmack.“

Weitere Informationen und Rezepte finden Sie auf www.dinarakasko.com.

Hier sehen Sie die Skulpturen der letzten Monate:

German-Design-Award-Stone-Plant-Sculpture
November 2017: Stone Plant Sculpture. Foto: Franken-Schotter & Bruns Pflanzen-Export / Quelle: Rat für Formgebung
Marc-Reist-Globo-Uopvo-Marmor-Skulptur
Oktober 2017: Das Globo Uovo auf der Dachterrasse des Centre Dürrenmatt Neuchâtel. Foto: Emanuel Stotzer
Weintheke-Schmitt-Design-Sandstein-Onyx-MHK-Kaiserslautern
September 2017: Weintheke, Christian Schmitt, Cottaer-Sandstein
Play Panca 3_Screenshot cyrcus.it
So funktioniert es: Einfach das Smartphone auf dem Horn des Designstücks platzieren, und schon kann man Engelstrompeten und Teufelsposaunen aus dem Marmortubus lauschen. (Screenshot: cyrcus.it)
Saeule-Rucker_5
Juli 2017: „Gefiederte Schlange“ von der Münchner Bildhauerin Maria Rucker (Foto: STEIN/Friederike Voigt)
Skulptur-des-monats-gabriele-berger

Praxisvorführung im Steinbruch

Stein Magazin
die Auskunft über das Material im Untergrund geben. (Foto: Julia Wolpert)

Am 21. September findet im Steinbruch Epprechstein von 11 bis 14 Uhr eine praktische Vorführung der Untersuchungsmethoden für die Steinbrucherkundung aus dem EU-geförderten Projekt „Sustamining“ statt.

nachhaltiges-bauen-datenerhebung-04
José Luis Fernández (links) und Avelino Tirado vom Technologiezentrum Aitemin erheben Daten, die Auskunft über das Material im Untergrund geben. (Foto: Julia Wolpert)
nachhaltiges-bauen-bodenradar-gpr-05
Mittels Bodenradar (GPR) werden räumliche Darstellungen des Steinbruchs ermöglicht und abbauwürdige Bereiche lokalisiert. (Foto: Julia Wolpert)
nachhaltiges-bauen-bodenradar-06
Obwohl das System seit über 30 Jahren zur Erkundung von Untergrundstrukturen im Einsatz ist, wurde durch die Verbesserung der Geräte erst jetzt eine Anwendung im Steinbruch möglich. (Foto: Julia Wolpert)

Zum Aufgabenbereich der Initiative zählt unter anderem die Entwicklung einer neuen Technologie zur selektiven Nutzung der Gesteinsvorkommen unter Beachtung von Qualitätsanforderungen an das Produkt und den Bedarf. Darüber hinaus wird diese neue Methode zur Entwicklung und Nutzung neuer Steinbrüche eingesetzt. Hier soll die Qualitätskontrolle durch zerstörungsfreie geophysikalische Methoden ermöglicht werden. Geostatistische Auswertungen dienen zur Abschätzung von Naturstein-Reserven.

Ziel des Projekts ist es, den selektiven und nachhaltigen Abbau von Naturwerkstein zu fördern und zu erleichtern. Mit dem Projekt sollen Prüfmethoden zur zerstörungsfreien Erkundung von Steinbrüchen und die dreidimensionale Erfassung von abbauwürdigen Steinvorkommen entwickelt werden.

Die Teilnahme ist kostenfrei. Sie können sich per E-Mail an info@natursteinverband.de für die Praxisvorführung anmelden.

Erfahren Sie hier mehr über das Projekt.