Messtechnik und Messgeräte: Laser im Einsatz

Sie helfen beim präzisen Aufmaß, werden als berührungslose Assistenten für Sägeapplikationen genutzt und tragen zur Verschnittoptimierung sowie zu höheren Produktionsgeschwindigkeiten bei: Hochleistungslaser haben längst Einzug in die Steinverarbeitende Industrie gehalten. Steinmetze und Steinbildhauer treffen auf immer zahlreichere Anwendungsmöglichkeiten, bei denen Laserstrahlen hilfreiche Arbeit leisten. Die Vielzahl der Laserlicht verwendenden Instrumente reicht von einfachen Kreuz- und Linienlasern über dreidimensionale Laser-Aufmaßerstellung beziehungsweise halbautomatisches 3D-Aufmaß- und Positionierungslaser bis zu Gravurlasern, Laserstrahl-Punktier- und -Reinigungsgeräten. Dabei kann – neben lasergestützten Spezialanwendungen – vornehmlich zwischen Lasern für das Aufmaß und solchen für die Positionierung von Werkstücken auf Brückensägen unterschieden werden.

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Lasergestützter Gehrungsschnitt: Bei Dartmann & Gaiatto werden 45-Grad-Schnitte auf der GMM Intra-Brückensäge ausgeführt, hier an einer Quarzkomposit-Platte. Foto: Michael Spohr

Was ist eigentlich ein Laser?

Bei einem Laser handelt es sich um ein Gerät, mit dem Licht einer exakt bestimmten Wellenlänge (Farbe) und von äußerst hoher Intensität erzeugt werden kann. Wichtigster Bestandteil eines Lasers ist das sogenannte Lasermedium, welches beim ersten Laser aus dem Edelstein Rubin bestand. Neben diesen Festkörper-Lasern, bei denen nach wie vor Kristalle das Lasermedium bilden, gibt es heute Gaslaser mit gasförmigem und Farbstofflaser mit flüssigem Lasermedium sowie Diodenlaser, deren Licht mit Hilfe von Laserdioden erzeugt wird. Diese auch Halbleiter-Laser genannten Instrumente arbeiten mit winzigen Siliziumchips aus der Mikroelektronik.

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Findet beim Steinmetzbetrieb Lamkemeyer zum Beispiel für die Fugenschnitt-Verlegung seine Verwendung: der Bosch-Kreuzlinienlaser GLL 3-80P. Foto: Michael Spohr

In den Lasermedien vollzieht sich ein verblüffender Effekt aus der Quantenwelt: Wenig Licht erzeugt viel Licht. Physikalisch spricht man hier von „stimulierter Strahlungsemission“, was im Englischen „stimulated emission of radiation“ heißt. Fügt man hiervor noch die Bezeichnung „light amplification“ und bildet man aus den Anfangsbuchstaben der Substantive ein neues Wort, so kommt man zum „Laser“, der Abkürzung für „Light amplification by stimulated emission of radiation“, auf Deutsch: „Lichtverstärkung durch stimulierte Strahlungsemission“.

In STEIN im Februar 2016 zeigen folgende Firmen, was mit Lasertechnik alles möglich ist:
1.    Lamkemeyer KG, Nordwalde:lamkemeyer-natursteine.de
2.    Gresser Laser, Ochsenfurt: gresser-laser.de
3.    Marmor Kemmann GmbH, Düsseldorf: 
marmor-kemmann.de
4.    Flexijet GmbH, Bad Oeynhausen
: flexijet.info