Naturstein siegt

Der Deutsche Naturwerkstein-Verband präsentiert eine Studie zur Nachhaltigkeitsuntersuchung verschiedener Bodenbeläge in öffentlichen, stark genutzten Räumen.

Steinfußboden
Der Deutsche Naturwerkstein-Verband e.V. hat jetzt eine Untersuchung zur Nachhaltigkeit verschiedener Bodenbeläge in öffentlichen, stark genutzten Räumen vorgelegt. Foto: Tama66/Unsplash

 

Jährlich werden in Deutschland 350 Millionen Quadratmeter Bodenbeläge neu verlegt. Dass angesichts dieser gewaltigen Zahl auch ihre Ökobilanz einmal untersucht wird, liegt nahe. Der Deutsche Naturwerkstein-Verband e.V. hat jetzt eine solche Untersuchung zur Nachhaltigkeit verschiedener Bodenbeläge in öffentlichen, stark genutzten Räumen vorgelegt. Sie wurde vom Institut für Werkstoffe im Bauwesen der Universität Stuttgart auf der Grundlage von Umweltprodukterklärungen (EPD) der Baustoffhersteller erstellt.

Ihr Ergebnis: „Ein Vergleich aller Bodenbeläge zeigte, dass Beläge aus Naturwerkstein insgesamt deutlich niedrigere Umweltbelastungen durch Produktion, Errichtung und Nutzung verursachen als Großkeramik, Teppich, PVC, Laminat und Parkett.“ In Zahlen bedeutet das, dass für Teppich im Vergleich zu Natursteinplatten ein mehr als 20-fach höherer Wert bei der Ermittlung des Treibhauseffektes (GWP), der in Kilogramm CO₂-Äquivalent angegeben wird, festgestellt wurde. Auch im Vergleich zu Großkeramik schneidet der Naturstein wesentlich besser ab. Sein GWP-Wert liegt bei 10.9, der der Großkeramik bei fast 70.

Von Natur aus sauber

Die Gründe für diese Werte des Steins liegen in seiner Natur. Denn er muss nicht hergestellt, sondern nur abgebaut werden, er enthält keinerlei Schadstoffe, die Nebenprodukte seines Abbaus können vielfältig eingesetzt werden. Wenig überraschend ist, dass die Nutzung von lokalen Steinen die Umwelt weniger belastet als ein Transport aus China beispielsweise.

Die Studie berücksichtigte jedoch nicht nur die Kohlendioxidbelastung der Umwelt bei Herstellung, Transport und Verlegung der Bodenbeläge, sondern auch die Kosten in einem Zeitraum von 50 Jahren. Dieser gilt für die Nutzungsdauer von Steinböden. Teppich muss bereits nach zehn Jahren erneuert werden, PVC und Laminat nach 20 und Parkett nach 40 Jahren. Die Kosten für Anschaffung, Reinigung, Sanierung, Austausch und Entsorgung sind bei Natursteinplatten, Keramischen Fliesen und Betonwerksteinen in etwa gleich hoch. Nur Laminat und Parkett sind teurer. Teppich dagegen kostet, obwohl er mehrfach ausgetauscht werden muss, nur die Hälfte.

Die Studie wird auf der Münchner Messe BAU (14.–19. Januar 2019) am Stand des DNV vorgestellt.  Sie kostet 10 Euro.
Bestellungen unter: www.natursteinverband.de