Tipp für Advent

Stein Magazin

Alle Jahre wieder … findet die Hauzenberger Granitweihnacht statt. Der Christkindlmarkt in einem stillgelegten Steinbruch im südlichen Bayerischen Wald lockt aber nicht nur mit Spezialitäten aus der Dreiländerregion.

Granitweihnacht
Weihnachtliche Atmosphäre im ehemaligen Hauzenberger Granitsteinbruch. Foto: Christian Schauer
Granitzentrum_Gebäude
Das „Granitzentrum Bayerischer Wald“ auf dem Gelände des ehemaligen Steinbruchs. Foto: Peter Manev

Ja is denn heut‘ schon Weihnachten? Noch nicht ganz. Aber zumindest die Weihnachtsmärkte öffnen dieser Tage wieder ihre Tore, um uns in himmlische Adventsstimmung zu versetzen.
Für alle, die nicht nur die mit unzähligen Lichtern geschmückten Buden schätzen, sondern auch Wert auf ein besonderes Ambiente legen, denen sei die Granitweihnacht im niederbayerischen Hauzenberg ans Herz gelegt.

Inmitten des seit 1985 stillgelegten Steinbruchs, in dem tiefblauer Hauzenberger Schachetgranit abgebaut wurde, findet bereits seit über zehn Jahren ein Weihnachtsmarkt statt. Neben kulinarischen Spezialitäten aus dem Bayerischen Wald, dem Mühlviertel und Südböhmen, können Besucher Kunsthandwerk aus der Dreiländerregion erstehen. Vorführungen zeigen traditionelle Handwerkstechniken. Ein Highlight ist auch das Kino an der Felswand und der bunt illuminierte Steinbruch.

Öffnungszeiten:
Donnerstag bis Sonntag an allen Adventswochenenden (ab 29.11.2018) jeweils von 14:00 Uhr bis 20:00 Uhr;
Eintritt 3 €, für Kinder bis 14 Jahren frei
Mehr unter: www.granitzentrum.de

Wer vor oder nach dem Glühwein noch Lust hat, sich über die Geschichte des Steinbruchs, die Entstehung von Granit und seine Petrographie zu informieren, der kann dies im Museum nebenan tun. Es ist Teil des „Granitzentrum Bayerischer Wald“, das auch einen Schausteinbruch und eine Beratungsstelle beherbergt. Hier können sich Architekten, Bauämter und andere Interessenten über Material, Verwendung, Regelwerke und Bautechnik informieren.

Übrigens: Mehr über diese und weitere alternative Nutzungsarten von aufgelassenen, aber auch noch aktiven Steinbrüchen lesen Sie in unserer kommenden STEIN-Ausgabe 1/2019, die am 20. Dezember 2018 erscheint.

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Das Bochumer Architekturbüro soan architekten hat die sandsteinfarbene „Alte Kirche“ in Bochum-Wattenscheid saniert und durch einen Anbau erweitert. Während in dem historischen Gebäude der Boden mit Platten aus regionalem Ruhrsandstein neu verlegt wurde, schmückt dunkler armenischer Basalt die Grundstücksmauer sowie die Fassade und den Boden des Neubaus.

Wie auf einer kleinen Insel, leicht erhöht und von einer langen Grundstücksmauer umgeben, steht die schlichte denkmalgeschützte Alte Evangelische Kirche im Bochumer Stadtteil Wattenscheid. Seit letztem Jahr ergänzt ein moderner anthrazitfarbener Anbau, entworfen vom Bochumer Architekturbüro soan architekten, das historische Gebäude. Das kleine, kontrastreiche Ensemble dient den Gläubigen als Gemeindezentrum.

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Die „Alte Kirche“ mit ihrer sandsteinfarbenen Natursteinfassade ist umgeben von einem neuen Anbau und einer Mauer aus armenischem Basalt. (Foto: soan architekten boländer hülsmann gbr, Roman Weis)
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Ein schöner Kontrast: Die helle hammergerechte Ruhrsandsteinfassade und die antrazithfarbene lineare Fassade des Neubaus. (Foto: soan architekten boländer hülsmann gbr, Roman Weis)
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Auch im Inneren des Anbaus findet sich der armenische Basalt in Form von Bodenplatten wieder. (Foto: soan architekten boländer hülsmann gbr, Roman Weis)
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Ein rechteckiger Durchbruch im ehemals zugemauerten Rundbogen dient als neuer Zugang zur alten Kapelle. (Foto: soan architekten boländer hülsmann gbr, Roman Weis)
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Neuer Ruhrsandstein schmückt den Boden der „Alten Kirche“. (Foto: soan architekten boländer hülsmann gbr, Roman Weis)

Der eingeschossige Anbau mit seiner dunklen Fassade aus massiven Basaltsteinen steht in schönem Kontrast zu der kleinen „Alten Kirche“ mit ihrer hellen Außenhülle aus hammergerechten Ruhrsandsteinen. L-förmig konzipiert, scheint der Neubau sich wie ein Arm um das historische Bauwerk zu legen. Der schlichte, lichtdurchflutete Saal der „Alten Kirche“ hat im Zuge der Baumaßnahmen neue Bodenplatten aus regionalem Ruhrsandstein bekommen. Einige noch recht gut erhaltene Steinelemente wurden aussortiert und mit großer Sorgfalt wie ein Puzzle um den Altarbereich wieder neu verlegt. Die restliche Bodenfläche wurde mit neuen Platten ausgestattet. Den hierfür verwendeten Ruhrsandstein haben die Steinbruchbetriebe Grandi aus Herdecke geliefert, während alle Natursteinarbeiten des Projekts von Hanser + Pfafferott aus Kaarst vorgenommen wurden.

Wie die großen anthrazitfarbenen Namenstafeln auf dem „Platz des europäischen Versprechens“ in Bochum kommt auch der Basalt für das neue Gemeindezentrum aus Armenien. Aber nicht nur die Verkleidung der Fassade ist aus armenischem Basalt, sondern auch die verwendeten Bodenplatten – sowohl im Inneren des Anbaus als auch im Außenbereich. Die ursprüngliche Grundstücksmauer aus dem 19. Jahrhundert war statisch instabil geworden und musste abgetragen werden. Das bestehende Bild der idyllischen Kirche, die wie auf einem kleinen Podest thront, sollte beibehalten werden.

Die vereinzelten Ausblühungen, die man momentan vor allem an der Grundstücksmauer sieht und die den idyllischen Anblick etwas trüben, werden durch wasserlösliche Salze aus dem Mörtel verursacht. Sie werden aber durch den Regen im Laufe der Zeit abgewaschen, ansonsten können sie auch einfach abgebürstet werden. Ein kleiner Wermutstropfen sind die in drei verschiedenen Farbtönen verlegten Betonwerksteine links neben dem Eingang. Insgesamt ergibt sich aber, trotz einiger Kleinigkeiten, ein stimmiges, schönes Ensembles, das durch die kontrastreiche, aber dennoch zurückhaltende Gestaltung lebt.

Erfahren Sie mehr über die Sanierung der “Alten Kirche” in Bochum in STEIN im November 2016.

Hochwertige Optik bis ins Detail

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(Dach-)Terrassen und anderen begehbaren Flächen.

Alternative: Verklebung

Viele Bauherren wünschen sich statt eines klassischen Profils eine Verkleidung mit Keramikelementen im Randbereich. Der Hersteller Gutjahr Systemtechnik hat jetzt einen neuen Randabschlusshalter entwickelt.

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