Nachruf Prof. Dr. Wiesław Domasłowski

Stein Magazin
er gilt als Vater der methodischen Steinkonservierung und hat großen Anteil an ihrer Etablierung als eigenständige wissenschaftliche Disziplin.Foto: Andrzej Romański/Nicolaus-Copernicus-Universität in Thorn
er gilt als Vater der methodischen Steinkonservierung und hat großen Anteil an ihrer Etablierung als eigenständige wissenschaftliche Disziplin.Foto: Andrzej Romański/Nicolaus-Copernicus-Universität in Thorn

Am 19. Februar 2021 ist Professor Wiesław Domasłowski, Experte auf dem Gebiet der Steinrestaurierung, im Alter von 94 Jahren in der Stadt Thorn in Polen verstorben

Wiesław Domasłowski war auf seinem Fachgebiet ein Pionier, er gilt als Vater der methodischen Steinkonservierung und hat großen Anteil an ihrer Etablierung als eigenständige wissenschaftliche Disziplin.Foto: Andrzej Romański/Nicolaus-Copernicus-Universität in Thorn, Polen

Als einer der bedeutendsten Professoren und herausragender Chemiker galt Wiesław Domasłowski sowohl in Polen als auch im Ausland als geachteter Experte auf dem Gebiet der Steinrestaurierung. Als Autor und Gutachter veröffentlichte er zahlreiche wissenschaftliche Studien und über 100 Fachpublikationen in diesem Feld.

Am 19. Februar 2021 ist Professor Wiesław Domasłowski im Alter von 94 Jahren in der Stadt Thorn in Polen verstorben. Er war Gründer und Leiter des Instituts für Konservierung der architektonischen Elemente und Details an der Nicolaus-Copernicus-Universität in Thorn und Leiter des Instituts für Konservierung und Denkmalkunde. Darüber hinaus leitete er von 1968 bis 1985 das Wissenschafts- und Forschungslabor für Stein- und Glaskonservierung am Staatlichen Museum in Krakau.

Der hoch geschätzte Wissenschaftler war sein ganzes Leben an der Nicolaus-Copernicus-Universität. Hier nahm er 1947 das Studium der Chemie an der Fakultät für Mathematik und Naturwissenschaften auf und verteidigte sowohl seine Magisterarbeit als auch seine Doktorarbeit „Forschungen über die Technologie der Materialien für die Kittung und Rekonstruktion von Steinskulpturen und architektonischen Details“.

Hauptsächlich forschte er zu dem Thema Konservierung von Steindenkmälern, insbesondere zur Verwendung von Kunstharzen in der Denkmalpflege und der Konservierung von Steinobjekten und Keramik. Internationale Konservierungskampagnen führten ihn unter anderem zu den monumentalen Steinskulpturen der Moai auf die Osterinsel, zum Hatschepsut-Tempel nach Ägypten und zur Tempelanlage Angkor Wat in Kambodscha.

Wiesław Domasłowski war auf seinem Fachgebiet ein Pionier, er gilt als Vater der methodischen Steinkonservierung und hat großen Anteil an ihrer Etablierung als eigenständige wissenschaftliche Disziplin. In den Jahren 1977 und 1979 hielt er als Mitglied von ICOMOS und Beauftragter der UNESCO Vorträge über Steinkonservierung bei den internationalen Kursen der UNESCO in Venedig. Von 1989 bis 1991 führte ihn seine Arbeit nach Deutschland an die Fachhochschule in Köln. Hier leitete er den ersten Fachbereich für Steinkonservierung.

1996 ging er in den Ruhestand, arbeitete aber weiterhin mit der Nicolaus-Copernicus-Universität zusammen und unterrichtete Student*innen. Insgesamt betreute er über 150 Magister*innen und 13 Doktorand*innen.

Erst zehn Tage vor seinem Tod, am 9. Februar 2021, war seine geliebte Frau Wacława Szmidel-Domasłowska, selbst ebenfalls Denkmalpflegerin und Restauratorin für Gemälde sowie anerkannte Expertin für Konservierung von Bernstein und Elfenbein, verstorben.

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Sie sind mit dem Gefühl groß geworden, etwas Besonderes zu sein. Aufmerksamkeit, Förderung und Lob der Eltern, Mitsprache und -entscheidung in der Familie spielten von klein auf eine Rolle, später waren Diskussionen mit Lehrern und Professoren ganz normal. Sie wurden zur Selbstständigkeit erzogen und sind es gewohnt, mit Autoritäten auf Augenhöhe zu sprechen. Sie haben hohe Ansprüche an sich und das Leben und an die Arbeit. Werte wie Familie, Freundschaft und Freizeit sind ihnen wichtiger als Führungspositionen, Managergehälter oder sonstige monetäre Anreize. Sie treten selbstbewusst auf und wissen um ihren Wert, auch, weil der demografische Wandel und der Fachkräftemangel es für die Unternehmen notwendig macht, stärker auf sie einzugehen. Von ihrer Arbeit erwarten sie interessante Projekte, schnelle Aufstiegsmöglichkeiten und eine ausgeglichene Work-Life-Balance: Die Rede ist von der „Generation Y“. Als „Generation Y“ werden meist alle Geburtsjahrgänge zwischen 1981 und heute bezeichnet. Die jungen Menschen dieser Generation werden ebenso häufig auch als „Digital Natives“, also „digitale Eingeborene“ bezeichnet, wegen ihrer Affinität zu den digitalen Medien wie Computern, Internet, Mobiltelefonen, MP3-Playern usw., mit denen sie groß geworden sind. Im Gegensatz dazu werden Menschen, die diese Dinge erst im Erwachsenenalter kennengelernt haben, als „Digital Immigrants“ (dt.: „digitale Einwanderer“) bezeichnet.
Die „Generation Y“ folgt auf die sogenannte „Generation X“, die zwischen 1965 und 1980 geborenen, und die Generation davor, die sogenannten „Babyboomer“, die zwischen 1946 und 1964 geboren sind.

Sie werden die Arbeitskultur radikal umkrempeln

Die „Ypsiloner“ erobern seit einiger Zeit die Unternehmen, wo sie eine Zeit lang Seite an Seite mit der bislang dominanten „Babyboomer“-Generation arbeiten, die sie dann bald ablösen werden. In einigen Jahren wird die „Generation Y“ weltweit jeden zweiten Arbeitnehmer stellen. „Dies ist die anspruchsvollste und selbstbewussteste Generation seit Langem“, sagt Anders Parment von der Stockholm University School of Business, der ein Buch über die Ypsiloner geschrieben hat. Sie wird die Arbeitskultur in den Unternehmen radikal umkrempeln und damit vor dem Hintergrund des demografischen Wandels als wichtigstem Gesellschaftstrend zu einem weiteren wichtigen Trend, dem Wertewandel in der Gesellschaft, beitragen. „In den Werten sowie Denk- und Handlungsmustern der ‚Generation Y‘ spiegeln sich die Entwicklungen und Trends in unserer Gesellschaft und Arbeitswelt wider“, schreibt Prof. Dr. Jutta Rump vom Institut für Beschäftigung und Employability in Ludwigshafen.

Die Eltern waren für sie „Workaholics“

Um die „Generation Y“ zu verstehen, hilft ein Blick in deren Sozialisation: Aufgewachsen mit Eltern der „Babyboomer“-Generation bekamen und bekommen sie mit, wie hart diese für ihre Rente arbeiteten. Die Eltern gelten für sie nicht selten als „Workaholics“. Werte wie Freizeit und Familie standen in dieser Generation hinten an. Zeit hatten sie allenfalls für ihre Enkel, doch den Kindern der „Babyboomer“-Generation steckt der Mangel an Zuneigung und Zeit ihrer beruflich voll engagierten Eltern tief in den Knochen. Ein abschreckendes Bild: So möchte die „Generation Y“ es keinesfalls mit ihrer eigenen Familie machen und distanziert sich ganz bewusst von der Haltung ihrer Eltern „Leben, um zu arbeiten“. Viele der nach 1980 Geborenen sind in wohlhabenden Doppelverdienerhaushalten aufgewachsen, nicht selten als einziges Kind. Eine strenge Familienhierarchie haben sie meist nicht kennengelernt. Im Gegenteil: Die „Generation Y“ durfte von Kindesbeinen an mitentscheiden. Und so vertreten sie selbstbewusst ihre Bedürfnisse – auch in Unternehmen.
Für die „Generation Y“ gibt es Wichtigeres im Leben als Arbeit, Arbeit und noch mal Arbeit. Sie haben erfahren, dass Wachstum, Geschwindigkeit und immer neue Rekorde, was die Wirtschaft lange diktierte, zwar immer mehr Wohlstand gebracht haben, aber auch viele Probleme, gesundheitlich und zwischenmenschlich. Jetzt stürmt eine Generation die Arbeitsplätze, die wirtschaftlich satt ist, die im Konsumdiktat aufgewachsen ist und die mit angesehen hat, wie ihre Eltern, die heute 50- bis 60-Jährigen sich für die Arbeit aufopferten und ihr Privatleben hinter die Kar-riere zurückstellten.

Zeit für die Familie und anderes

So fordern die Ypsiloner beispielsweise nachdrücklich ein Privatleben, das diesen Namen verdient. Das Familienbild definiere sich neu, konservative Werte würden wiederentdeckt. „Familie genießt höchste Priorität“, schreibt Christian Schmidt, Chirurg und medizinischer Geschäftsführer der Kliniken der Stadt Köln in einem Artikel mit dem Titel „Generation Y“ im Fachmagazin „Der Anästhesist“. Der Mediziner weiß, wovon er spricht: Für seine Publikation zu Rekrutierung, Entwicklung und Bindung der Generation Y hat Schmidt Erkenntnisse dokumentiert, die weltweit über die nach 1980 Geborenen vorliegen. Gesammelt wurden sie von Unternehmensberatungen, Arbeitsgruppen an Ministerien und soziologischen Instituten.
Die Vertreter der „Generation Y“ sind nach Schmidts Literaturrecherche durch ein hohes Selbstbewusstsein gekennzeichnet, reagieren manchmal aber auch empfindlich auf Kritik: Er mutmaßt, weil sie von den „Babyboomern“ übermäßig gelobt wurden. Schmidt charakterisiert die „Generation Y“ so: „Sie hat ein hohes Anforderungsprofil an den Arbeitsplatz, lehnt sowohl Hierarchien als auch Absitzen von Arbeitszeit ab. Überstunden müssen sehr gut begründet werden.“ Und er warnt: „Die Generation Y wechselt eher den Job, als sich anzupassen.“

 

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