Namibia Blue

Stein Magazin
das überwiegend im hochwertigen Innenausbau eingesetzt wird. Foto: Abraxas Stone Experts / Giesen
das überwiegend im hochwertigen Innenausbau eingesetzt wird. Foto: Abraxas Stone Experts / Giesen

Petrologie, auch Steinkunde, ist die Lehre von der Entstehung, den Eigenschaften und der Nutzung der Gesteine. In unserer Online-Serie stellen wir Steinsorten und ihr Vorkommen vor: Diesmal Namibia Blue.

Namibia Blue ist ein Dekorgestein, das überwiegend im hochwertigen Innenausbau eingesetzt wird. Foto: Abraxas Stone Experts / Giesen

Namibia Blue zählt zur Gesteinsgruppe der Plutonite. Dazu zählen Granite, Monzonite, Syenite, Gabbros und auch die oben angegebene Familie der Foidolithe. All diesen Gesteinen ist gemeinsam, dass sie sich tief im Innern der Erdkruste bildeten und über Jahrmillionen hinweg auskristallisierten. Häufig werden Foidolithe in Prospekten und Preislisten der Anbieter als Granite bezeichnet. Dies ist falsch, da im Geltungsbereich der europäischen Normen gemäß EN 12440 eine wissenschaftliche Bezeichnung der jeweiligen Gesteinsfamilien gefordert ist.

Zur Klassifikation und Untergliederung der Plutonite dient hierbei das sogenannte Streckeisendiagramm für Erstarrungsgesteine gemäß EN 12670, Ziffer 3.2.1.1. Das Streckeisendiagramm hat die Form einer auf die Spitze gestellten Raute. Die Einordnung der jeweiligen Gesteinsfamilien erfolgt auf der Grundlage ihres Mineralbestandes. Die obere Spitze der Raute entspricht einem Mineralbestand von 100 Prozent Quarz. Die Mittellinie der Raute entspricht einem Quarzgehalt von null Prozent.

Granite befinden sich im oberen Bereich der Raute und belegen das Feld Nummer 3 (Quarzgehalt zwischen 20 und 60 Prozent). Die Gesteine im unteren Bereich der Raute enthalten keinen Quarz. Zu ihren Hauptgemengeteilen zählen Feldspäte oder -spatvertreter. Foidolithe sind ganz unten in der Spitze dieser Raute angesiedelt. Sie sind also sehr weit von den Graniten entfernt. Somit würde es nie vorkommen, dass ein Foidolith der Gesteinsfamilie der Granite angehören könnte.

Lesen Sie weiter in der STEIN 6/2021.

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Das vollständige Programm sowie alle Informationen zur Teilnahme finden Sie auf www.sopro.com und www.sopro-profiakademie.com

Im Gespräch statt im Gerede

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Gestorben wird immer. Aber nicht mehr genug, schreibt Henning Sußebach am 3. November in der Wochenzeitung »Die Zeit«. Er kommt dann zu dem Schluss, dass viele Bürger ihre Asche lieber verstreuen, als ein Grab zu kaufen. Sußebach formuliert ein Problem, mit dem sich auch das Steinmetzhandwerk auseinandersetzen muss: Sogar Friedhöfe können sterben. Zum Leben brauchen sie Tote. Die werden aber auf den herkömmlichen Friedhöfen immer weniger. Sie haben Konkurrenz bekommen. Die Menschen in einer »Multioptionsgesellschaft« möchten sich nicht mehr dem schematischen Schachbrettmuster der Friedhöfe fügen. Friedhöfe sind heute nur eine Option unter ganz verschiedenen Bestattungsmöglichkeiten.

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Willy Hafner’s Betreff aus STEIN im Dezember 2013.

Bild: Aeternitas e.V.