Keine Last mit der Last

Stein Magazin
Unersetzliches Hilfsmittel für den Friedhof: Steinmetz Fabian Fath vom Grabmalbetrieb Fath in Schwetzingen beim Versetzen eines Grabzeichens mit einem Steinlift. Foto: Michael Spohr
vom Grabmalbetrieb Fath in Schwetzingen beim Versetzen

Steinmetze müssen ständig schwere Lasten heben und tragen? Das war einmal: In den meisten Betrieben stehen heute zahlreiche arbeitserleichternde Hilfsmittel zur Verfügung, sowohl für das Bewegen von Lasten im Betrieb als auch auf die Baustelle oder den Friedhof. Wir haben uns bei den Anbietern umgehört, was sie sich speziell für unsere Branche einfallen lassen haben.

Unersetzliches Hilfsmittel für den Friedhof: Steinmetz Fabian Fath vom Grabmalbetrieb Fath in Schwetzingen beim Versetzen eines Grabzeichens mit einem Steinlift. Foto: Michael Spohr

„Heben und Tragen ohne Schaden“

Um eine Gefährdung oder dauerhafte Schädigung der Gesundheit von Arbeitnehmern zu verhindern, die in ihrem Beruf schwere Lasten heben und tragen müssen, hat der Gesetzgeber 1996 die „Verordnung über Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der manuellen Handhabung von Lasten bei der Arbeit“ (kurz Lastenhandhabungsverordnung bzw. LasthandhabV) erlassen.

Bereits seit 1981 gibt es zusätzlich die „Hettinger Tabelle“, die – abhängig von Alter, Geschlecht und der Häufigkeit des Lastenhebens – angibt, welche Gewichte am Arbeitsplatz maximal gehoben werden dürfen. In der Altersgruppe von 19 bis 45 Jahren etwa dürfen Frauen bis zu zehn Kilogramm häufig heben, Männer bis zu dreißig Kilogramm.

Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin hat hierzu eine Broschüre mit dem Titel „Heben und Tragen ohne Schaden“ veröffentlicht, die unter folgendem Link gedownloadet werden kann: www.baua.de. Eine Möglichkeit, die Mitarbeiter zu entlasten, hatten wir in STEIN 10/2020 vorgestellt: Exoskelette, tragbare pneumatisch oder motorisch betriebene Hebe- und Tragehilfen. Diese smarten Muskelkraftverstärker werden allerdings meist an nicht-stationären Arbeitsplätzen, bei Überkopfarbeiten und dort eingesetzt, wo andere Hilfsmittel nicht verfügbar sind.

In den Steinmetzwerkstätten sowie an der Baustelle und auf dem Friedhof indes gibt es eine Vielzahl von Kranen, Hebezeugen und Transportmitteln, die den Mitarbeitern physische Erleichterung verschaffen. Fahrzeug-, Portal- und Hallenkrane in verschiedenen Ausführungen sowie diverse Hebe- und Transportmittel sind heute aus keinem Steinmetzbetrieb mehr wegzudenken.

Aber auch wenn die Betriebsausstattung hinsichtlich dieser Werkzeuge bei großen wie kleinen Unternehmen bereits meist umfassend ist, gibt es doch immer wieder Neuheiten, die aufhorchen lassen. An den Innovationen innerhalb einer Maschinen- oder Werkzeuggattung kann man meist auch Branchenentwicklungen ausmachen. So signalisieren derzeit Weiterentwicklungen bei leichten und besonders variablen Vakuumhebern die Verbreitung dünner sowie empfindlicher Keramikplatten. Und ebenso tragen neue Steinhebegeräte der fortschreitenden Entwicklung im Garten- und Landschaftsbau Rechnung.

Vakuumheber

Die aus dem Glastransport stammenden Vakuumheber werden heute in den Produktionen etlicher Branchen eingesetzt und heben ebenso federleichte wie tonnenschwere Lasten. Ursprünglich für ein Einbau von Fenstern und Fassaden gedachte Geräte haben sich als ebenso geeignet für Keramikplatten erwiesen und daher Einzug in die Werkstatthallen vieler Stein verarbeitender Betriebe gehalten. Zudem leisten sie wertvolle Dienste an Baustellen, bei denen große Platten an Wänden und Fassaden verlegt oder auf Küchenblöcke gelegt werden müssen.

Der neue netzunabhängige und intuitiv bedienbare Aero-Cube etwa hebt bei einem Eigengewicht von nur 20 Kilogramm bis zu 250 Kilogramm schwere Lasten, wobei das Vakuum auch bei Oberflächen mit Rillen, Aussparungen und rauen Oberflächen funktioniert. Neben Batterie und Pumpe, die ihn netzunabhängig machen, sowie den austauschbaren Saugplatten unterscheidet sich der kleinste Heber von Aero-Lift Vakuumtechnik vom Wettbewerb auch durch zwei integrierte Kranösen, mithilfe derer er horizontale und vertikale Lasten bewegen kann. Ein weiterer Vorteil ist, dass er an die vorhandenen Anbindungsmöglichkeiten wie Stapler und Kräne „angedockt“ werden kann.

Lesen Sie mehr in der STEIN 6/2021.

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Skulptur des Monats: Pastry Art

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Diana Kasko ist studierte Architektin und Hobby-Bäckerin. Mit ihren essbaren Skulpturen „Pastry Art“ vereint sie Beruf und Leidenschaft. Dass die Süßspeisen täuschend echt nach Baumaterialien aussehen, liegt auch an der fotografischen Tätigkeit der Ukrainerin.

German-Design-Award-Stone-Plant-Sculpture
November 2017: Stone Plant Sculpture. Foto: Franken-Schotter & Bruns Pflanzen-Export / Quelle: Rat für Formgebung
Marc-Reist-Globo-Uopvo-Marmor-Skulptur
Oktober 2017: Das Globo Uovo auf der Dachterrasse des Centre Dürrenmatt Neuchâtel. Foto: Emanuel Stotzer
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September 2017: Weintheke, Christian Schmitt, Cottaer-Sandstein
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So funktioniert es: Einfach das Smartphone auf dem Horn des Designstücks platzieren, und schon kann man Engelstrompeten und Teufelsposaunen aus dem Marmortubus lauschen. (Screenshot: cyrcus.it)
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„Chocolate Block“

Einer ihrer von Stein inspirierten Kreationen ist der „Chocolate Block“: Außen Steinoptik – innen Biskuit, Schokoladen-Creme und zwei Mousse-Sorten. „Der Kuchen ist einer meiner Lieblingsrezepte!“, erklärt Diana Kasko.

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Weitere Informationen

 

Für die äußere Form verwendet sie bei einigen Rezepten selbst entworfene Silikon-Backformen. Auch hier adaptiert die Künstlerin ihr Wissen aus der Baubranche: „Ich habe als Architektin und gearbeitet und 3-D-Modelle gebaut. Als ich angefangen habe, Patisserie zu machen, wollte ich dem Backen etwas Neues hinzufügen. Ich habe festgestellt, dass das Erscheinungsbild genauso wichtig ist wie der Geschmack.“

Weitere Informationen und Rezepte finden Sie auf www.dinarakasko.com.

Hier sehen Sie die Skulpturen der letzten Monate:

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Praxisvorführung im Steinbruch

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die Auskunft über das Material im Untergrund geben. (Foto: Julia Wolpert)

Am 21. September findet im Steinbruch Epprechstein von 11 bis 14 Uhr eine praktische Vorführung der Untersuchungsmethoden für die Steinbrucherkundung aus dem EU-geförderten Projekt „Sustamining“ statt.

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José Luis Fernández (links) und Avelino Tirado vom Technologiezentrum Aitemin erheben Daten, die Auskunft über das Material im Untergrund geben. (Foto: Julia Wolpert)
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Mittels Bodenradar (GPR) werden räumliche Darstellungen des Steinbruchs ermöglicht und abbauwürdige Bereiche lokalisiert. (Foto: Julia Wolpert)
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Obwohl das System seit über 30 Jahren zur Erkundung von Untergrundstrukturen im Einsatz ist, wurde durch die Verbesserung der Geräte erst jetzt eine Anwendung im Steinbruch möglich. (Foto: Julia Wolpert)

Zum Aufgabenbereich der Initiative zählt unter anderem die Entwicklung einer neuen Technologie zur selektiven Nutzung der Gesteinsvorkommen unter Beachtung von Qualitätsanforderungen an das Produkt und den Bedarf. Darüber hinaus wird diese neue Methode zur Entwicklung und Nutzung neuer Steinbrüche eingesetzt. Hier soll die Qualitätskontrolle durch zerstörungsfreie geophysikalische Methoden ermöglicht werden. Geostatistische Auswertungen dienen zur Abschätzung von Naturstein-Reserven.

Ziel des Projekts ist es, den selektiven und nachhaltigen Abbau von Naturwerkstein zu fördern und zu erleichtern. Mit dem Projekt sollen Prüfmethoden zur zerstörungsfreien Erkundung von Steinbrüchen und die dreidimensionale Erfassung von abbauwürdigen Steinvorkommen entwickelt werden.

Die Teilnahme ist kostenfrei. Sie können sich per E-Mail an info@natursteinverband.de für die Praxisvorführung anmelden.

Erfahren Sie hier mehr über das Projekt.