Nero Portoro

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wie beispielsweise dem Schloss in Versailles zu Abdeckplatten von Möbeln oder als Kaminmasken verbaut. Foto: Detlev Hill
wie beispielsweise dem Schloss in Versailles zu Abdeckplatten von Möbeln oder als Kaminmasken verbaut. Foto: Detlev Hill

Petrologie, auch Steinkunde, ist die Lehre von der Entstehung, den Eigenschaften und der Nutzung der Gesteine. In unserer Online-Serie stellen wir Steinsorten und ihr Vorkommen vor: Diesmal Nero Portoro.

Nero Portoro wurde in Palästen und Schlössern, wie beispielsweise dem Schloss in Versailles zu Abdeckplatten von Möbeln oder als Kaminmasken verbaut. Foto: Detlev Hill

Nero Portoro wird häufig als Marmor bezeichnet. Darüber hinaus findet sich in den Produktunterlagen italienischer Hersteller für derartige Gesteine noch die Bezeichnung „marmi“. Marmor ist in der Natursteinwirtschaft und im Baubereich noch für viele der Inbegriff des Hochwertigen. Wissenschaftlich betrachtet (und dies wird in EN 12440 gefordert), handelt es sich jedoch um einen Kalkstein, da keine metamorphe Überprägung stattgefunden hat.

Man sollte sich davon befreien, Kalksteine im Vergleich zum Marmor als etwas Zweitrangiges anzusehen. Bei sehr vielen der exklusivsten Karbonatgesteine handelt es sich um Kalksteine oder Kalkbrekzien mit lebhaftem Dekor. Auch Nero Portoro ist ein ausgesprochenes Dekorgestein. Seine dunkelgraue bis nahezu schwarze Farbe ist auf bituminöse Pigmente zurückzuführen.

Das besondere Dekor wird durch sekundär verheilte Klüfte im Gestein hervorgerufen. Diese können gelegentlich kräftig, aber auch zum Teil sehr fein geadert ausfallen. Ihre natürliche Ausheilung erfolgte über mikrokristallinen Calcit und/oder limonitisierte Tonminerale.

Lesen Sie weiter in der STEIN 5/2020.

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Steinpflege-Profis gefunden

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Im Juni hatten wir bereits über die Sommer-Aktion „Best of Steinpflege“ der Finalit Deutschland GmbH berichtet. Das Unternehmen hat mit dem Wettbewerb die besten Vorher-Nachher-Fotos von gereinigten Fliesen, Natursteinen und Kunststeinen gesucht. Voraussetzung war, dass die Steine mit Finalit-Produkten behandelt wurden. Nun stehen die Preisträger fest.

„Die eingereichten Arbeitsbeispiele und die Vielfalt der behandelten Materialen von Betonstein, Schiefer, Granit, Feinsteinzeug, Marmor, Terrazzo, Solnhofener, Sandstein und Cotto hat uns überrascht und gefreut“ so Evangelos Iordanidis, Geschäftsführer Finalit Deutschland GmbH. Aus den zahlreichen Einsendungen kürte die Finalit-Jury die Gewinner des Wettbewerbs:

Die Preisübergabe fand am 21. Juli 2016 im neuen Büro von Finalit in München statt. Trotz hochsommerlicher Temperaturen kamen über 50 Teilnehmer. Im Anschluss an die Prämierung der besten Fotos wurden Michael Duthoo, Andreas Falkensteiner und alle anderen Preisträger mit kühlen Getränken und einem Abendessen im Biergarten gefeiert.

Innovative Kombination

Erst in den 1980er–Jahren hatte die Ruhrgebietsstadt Castrop-Rauxel den zentral gelegenen Marktplatz neugestalten lassen. Doch in halbgebundener Bauweise ausgeführt, nahmen die Mängel am Belag immer mehr zu. Der Stadt war klar, dass nur eine umfassende Baumaßnahme langfristig helfen konnte. Die erste Planung sah vor, den Platz in gebundener Bauweise zu sanieren. Doch durch die Firma Metten aus Overath bei Köln wurden die Verantwortlichen auf das Verlegesystem ecostone aus Belgien aufmerksam.

Aufgrund der großen Anzahl von auftretenden Schäden am Belag suchte der Bauingenieur Guy Van Camp aus Belgien nach den Gründen der Mängel und einer entsprechenden Lösung. Die Erkenntnis, dass die Fuge bei hoher Belastung die Schwachstelle ist, führte zu einem Umdenken. Anstatt die Fuge immer steifer auszubilden, um sie stabiler zu machen, musste sie entlastet werden. So entstand die Idee von ecostone.

Einfaches Prinzip

Die Verlegearbeiten hat die Garten- und Landschaftsbaufirma Boymann aus Dortmund durchgeführt. Beim Reihenverband mussten die Pflasterer zunächst sorgfältig die rund zwei Meter langen Kunststoffschienen auf der ebenen, unverdichteten Bettung anordnen. Die Straße ist im Ellbogenverband verlegt. Aber die Verlegearbeiten folgen dem gleichen Prinzip, auch wenn sie etwas zeitintensiver sind. Denn bei diesem Muster setzt der Pflasterer immer einen Stein, dann eine Schiene, dann wieder einen Stein und so weiter. Und zwischen diesen Arbeitsschritten muss er auch noch die Abstandshalter richtig platzieren. Das Verfahren war nicht nur für die Stadt, sondern auch für die Mitarbeiter der Firma Boymann eine Premiere, die problemlos verlief.

Besonderheiten und positive Erfahrungswerte

Das System von ecostone hat etliche Vorteile. Der größte Vorteil liegt in der geringeren Steindicke. Ein weiterer Pluspunkt des Schienensystems ist die sofortige Nutzung nach der Verlegung. Zudem ist die Verlegetechnik schnell zu erlernen. Und die Erfahrungen hinsichtlich der horizontalen Stabilität sind positiv, denn bis heute musste keine einzige Fläche ausgebessert werden.

Erfahren Sie mehr über die innovative Verlegetechnik in STEIN 06/2017.