Akademie des Handwerks Schloss Raesfeld

Stein Magazin
Bau- und Energietechnik sowie Baurecht.

Seminartermine für April bis August 2019

Die Weiterbildungseinrichtung Akademie des Handwerks Schloss Raesfeld hat die neuen Seminar- und Fortbildungstermine für April bis August 2019 bekannt gegeben. Eine Übersicht des aktuellen Veranstaltungsangebots gibt es im Beitrag zum PDF-Download. 

 

Die Akademie des Handwerks Schloss Raesfeld ist die Weiterbildungseinrichtung der Handwerksorganisation Nordrhein-Westfalens und hat ihren Sitz im Wasserschloss von Raesfeld, Kreis Borken, in Nordrhein-Westfalen. Angeboten werden dort Lehrgänge mit staatlich anerkannten Prüfungen, Weiterbildungen zum vereidigten Sachverständigen sowie weitere Seminare zu Unternehmensführung und Persönlichkeitsbildung, Baupraxis, Energieeffizienz und Architektenseminare sowie Denkmalpraxis.

Ziel der Akademie ist die berufliche Qualifizierung und persönliche Weiterentwicklung für selbstständige Handwerksmeister und Meisterinnen, für Fachkräfte aus Technik und Betriebswirtschaft, für angehende Sachverständige sowie für Mitarbeiter aus Handwerksorganisationen. In den Seminaren und Fortbildungen werden die Inhalte praxisnah von Fachleuten und erfahrenen Praktikern aus Unternehmen vermittelt, um Hintergrundwissen mit aktuellen Entwicklungen und persönlichen Erfahrungen zu verbinden. Weitere Informationen dazu unter www.akademie-des-handwerks.de. 

Die nächsten angebotenen Termine für Fortbildungen und Seminare bei der Akademie des Handwerks Schloss Raesfeld gibt es hier im PDF-Download. Alle Themen mit Informationen zu Veranstaltungszeitraum, Gebühren und Link zur Veranstaltung.

 

 

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Neuland: Jose Dávila

Stein Magazin
2017 Ausstellungsansicht Hamburger Kunsthalle

Für das Ausstellungsformat „Neuland“ in der Hamburger Kunsthalle hat der mexikanische Künstler Jose Dávila neue Skulpturen entworfen. Die Kombination aus verschiedenen Natursteinen mit Floatglas und Spanngurten dient als Auseinandersetzung mit physikalischen Kräften, Balance und Masse.

Legacy
Legacy is seldom stable, 2017 Ausstellungsansicht Hamburger Kunsthalle, Sandsteinquader (Pietra Serena) und Findling. © Courtesy of the artist. Foto: Kay Riechers
Pendulum
Pendulum, 2017 Ausstellungsansicht Hamburger Kunsthalle, weißer sardischer Granit und Flusssteine. © Courtesy of the artist. Foto: Kay Riechers
Joint-effort
Joint effort, 2017 Marmorzylinder, Floatglas und Spanngurte. © Courtesy of the artist. Foto: Agustín Arce
Riddles-unriddled
The riddles have been unriddled, 2017, Ausstellungsansicht Hamburger Kunsthalle. Spionspiegel, 3 Flusssteine, Findling und Spanngurte. © Courtesy of the artist. Foto: Kay Riechers
Hamburger-Kunsthalle
The riddles have been unriddled, 2017, Ausstellungsansicht Hamburger Kunsthalle. Spionspiegel, 3 Flusssteine, Findling und Spanngurte. © Courtesy of the artist. Foto: Kay Riechers
Jose-Dvila
Jose Dávila. © Hamburger Kunsthalle / Courtesy of the artist. Foto: Kay Riechers

Sieben Skulpturen

Die Skulpturen sind eine Kombination aus unterschiedlich „schweren“ Materialien: Der Künstler inszeniert massiv wirkenden Naturstein mit leichtem Floatglas – oder deutet eine Balance aus bearbeitetem und unbearbeiteten Naturstein in verschiedenen Größen an.

Bei seiner Skulptur „Legacy is seldom stable“ treffen die gegensätzlichen Materialien und Formen von geschliffenen Sandstein-Quadern aus seinem Heimatland Mexiko und einem unbehandelten Findling aus dem Ostseeraum aufeinander. Die versetzte Stapelung der Einzelteile suggeriert ein Spiel mit Gleichgewicht und Masse.

Im Fall von „The riddles have been unriddled“ verbindet der Künstler einen Findling mit Floatglas-Platten – zusammen gehalten werden die gegensätzlichen Materialien durch Spanngurte und Fluss-Steine. Auf der Website der Hamburger Kunsthalle heißt es: „Dávila hebelt scheinbar physikalische Kräfte aus, führt Gegensätze zusammen und setzt stattdessen Ausgewogenheit. Es entsteht Balance, die unter Spannung gehalten wird.“

Jose Dávila

Neben dem Architekturstudium nahm Dávila Skulptur- und Fotografiekurse am Institute of Fine Arts in San Miguel de Allende. Der Künstler bezieht sich auf den amerikanischen Minimalismus und seine europäischen Vorläufer mit Bezugsgrößen wie Richard Serra, Dan Flavin, Donald Judd, Josef Albers und die Architekten Luis Barragán und Mathias Goeritz.

Ausstellungsformat Neuland

„Neuland“ ist ein Ausstellungsformat der Hamburger Kunsthalle. Es zeigt Positionen von Künstlern, die sich mit globalen Veränderungsprozessen, Fragen von Identität und Verortung beschäftigen. Vor Jose Dávila gestaltete Haegue Yang den Auftakt des Ausstellungsformats. Ermöglicht werden die Ausstellungen durch die Stiftung für die Hamburger Kunstsammlungen – ausgewählte Objekte werden durch die Stiftung erworben und der Hamburger Kunsthalle als Dauerleihgabe überlassen.

Die Ausstellung findet bis 10. Juni 2018 in der Galerie der Gegenwart der Hamburger Kunsthalle statt.

 

 

 

 

Still in Eile versunken

Stein Magazin
mit der er letztes Wochenende Ausstellungspreis der Kunstgesellschaft Luzern gewonnen hat. „Die Arbeit ist für mich eine Auseinandersetzung mit den verschiedenen Altersstufen

„Still in Eile versunken“. So Lautet der Titel von Simon Ledergerbers Kunstwerk, mit der er letzte Woche den Ausstellungspreis der Kunstgesellschaft Luzern gewonnen hat. „Die Arbeit ist für mich eine Auseinandersetzung mit den verschiedenen Altersstufen, die man durchlebt. Die innere Spannkraft verändert sich“, erklärt der Künstler. Als materielle Analogie dazu dient eine rostige Stahlplatte, an deren Ende sich ein rechteckiger Berner Sandstein befindet.

Dies ist bereits die zweite Auszeichnung in Folge – erst zu Beginn des Monats gewann er einen der Förderbeiträge der Kunst und Kulturstiftung des Kanton Uri. Und auch 2018 wird voraussichtlich ein spannendes Jahr für Simon Ledergerber werden: Für die Kunsthalle Arbon wird er im Juni eine Ausstellung mit 600 Quadratmeter Fläche bespielen. Außerdem erhält er im Zuge des Ausstellungspreis in Luzern einen eigenen Raum für seine Kunst: „Das ist eine wichtige Plattform für mich“, erläutert Ledergerber. Wie das Kunstwerk aussehen wird, ist zwar noch nicht klar. Aber fest steht, dass es sich um ein einzelnes Werk handeln wird: „Ich möchte gerne eine Arbeit machen, die den ganzen Raum einnimmt.“

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„Still in Eile versunken“ in der Kunstgesellschaft Luzern. Foto: Mathias Arnold
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„Gigantisches Kleinod“ an der Gotthard-Festung. Foto: Luis Mutter
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Anbringen der Metallstütze am Marmorblock. Foto: Luis Mutter

Gigantisches Kleinod

Auch eine intensive Auseinandersetzung mit dem Raum war das Projekt „Gigantisches Kleinod“, das 2016 in der Ausstellung Dall altra parte vom Haus für Kunst Uri gezeigt wurde. Dabei handelt es sich um einen 300 Kilogramm schweren Quader, der an der Decke der Gotthard-Festung angebracht ist. „Hier wurde vor hundert Jahren gesprengt und von Hand gepickelt. Ich wollte dazu ein von Hand gemeisseltes Gegenstück schaffen.“

Dabei spielte auch das Material eine wichtige Rolle – Ledergerber wählte als Kontrast zum Granit der Festung weißen Marmor.

Werkstatt oder Labor

Ein großes Interesse des Künstlers gilt auch der Technik, da die Materie auf Strukturen und äußere Bedingungen unterschiedlich reagiert. Insofern entwirft er nicht einfach ein Werk und stellt es fertig – im Gegenteil: Der Weg über die Materie ist wesentlicher Teil der Arbeit.

Was dabei heraus kommt, sind laut eigener Aussage von Ledergerber nicht unbedingt Werke, die sich ins Wohnzimmer stellen lassen. Aber es geht ihm auch nicht darum, verkaufbare Kunst zu machen: „Ich möchte mich der Sache widmen. Man ist dem Werk etwas schuldig.“