Partikelbrause für den Kölner Dom

Kärcher entfernt im Rahmen seines Kultursponsorings Verschmutzungen mittels Niederdruck-Mikropartikelstrahlverfahren.

Der Kölner Dom, in seinen ältesten Teilen mehr als 770 Jahre alt und eines der meistbesuchten Bauwerke Deutschlands, bekommt von Kärcher eine professionelle Reinigung. Äußere Einflüsse haben die Fassade stark verunreinigt. Über die Jahrhunderte führten Kohleheizungen, Fabrikschornsteine und Dampflokomotiven zu schwarzen Verfärbungen. Darüber hinaus bedecken Mikroorganismen wie Bakterien, Algen und Moose die Fassade. Sie wirkt dadurch noch dunkler.

Am Kölner Dom haben die Baumeister rund 50 verschiedene Steinsorten verbaut. Unter anderem Trachyt  vom Drachenfels  aus dem  Siebengebirge und Sandstein. Über diesen schreibt Prof. Dr. Arnold Wolff, Dombaumeister a. D., auf der Webseite des Doms: „Der helle, grobkörnige Sandstein aus Schlaitdorf im Neckargebiet ist ein in trockener Deposition entstandener Keuper-Sandstein. Er ist sehr inhomogen, recht beständige Zonen lösen sich mit schnell verwitternden in kurzen Abständen ab.“

Niederdruck-Mikropartikelstrahlverfahren mit zwei Bar Druck

Das Kärcher-Team hat zunächst Testflächen angelegt, dann den Chorkapellenkranz und Bereiche des südlichen Querhauses mit Niederdruck-Mikropartikelstrahlverfahren gereinigt. Als Strahlmittel kommt feines Aluminiumsilikat (40-90 μm) zum Einsatz. Es löst mit etwa zwei Bar Druck Verschmutzungen, ohne die Originalsubstanz zu schädigen. Die nötige Abrasivität lässt sich durch die Auswahl des Strahlmittels, dessen Körnung und Mohs’sche Härte, den Luftstrom und den Düsenabstand zur Oberfläche regulieren.

Thorsten Möwes, Spezialist für restauratorische Reinigungen bei Kärcher, schult die Restauratoren und Steinmetze des Kölner Doms im Umgang mit den Niederdruck-Strahlpistolen. Wasser- und Druckluft-, und Strahlmittelmenge lassen sich direkt an der Pistole einstellen. Das Projekt ist eines von inzwischen mehr als 140, bei denen Kärcher in Form eines Sponsorings weltweit Denkmäler reinigt.