Rocalia, der zweite Streich



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“Acoustic Shell” im Rocalia Forum

Die französische Natursteinmesse Rocalia findet vom 3. bis 5. Dezember 2019 zum zweiten Mal statt. 125 Aussteller kommen nach Lyon, dazu gibt es Gewölbe-Innovationen und eine Design-Schau.

Wie bei der Premiere 2017 findet die Rocalia auch dieses Jahr zeitgleich mit der Garten- und Landschaftsmesse Paysalia statt. Die Zielgruppen – Architekten, Garten- und Landschaftsplaner, Restauratoren und Natursteinverarbeiter – überschneiden sich schließlich. Rund 125 Aussteller erwarten die Besucher, von Natursteinlieferanten über Werkzeughersteller und Maschinentechnologie bis hin zu Bauchemieanbietern und Dienstleistern wie Spediteuren und Software-Herstellern. Der große Gemeinschaftsstand “Emploi Formation” stellt alle Ausbildungsprogramme in der Natursteinbranche vor.

Die Veranstalter betonen stets, dass sie die Eigenschaften von Naturstein wieder stärker ins Bewusstsein von Architekten und Co rücken wollen. Wohl deshalb kündigten sie in der “Pierre Actual” an, dass sie keine Aussteller von “nicht natürlichen Materialien” zulassen. Engineered Stone und Quarzkomposit wird es auf der Rocalia demnach nicht zu sehen geben.

Der italienische Architekt Giuseppe Fallacara hat 2017  mit dem Gewölbe “Flux” beeindruckt. Auch 2019 stellt er ein innovatives Gewölbe aus, für das er nach dem Stereotomie-Prinzip das Gewicht des Steins für seine Konstruktion nutzt: Acoustic Shell ist eine doppelt gekrümmte Natursteinschale mit Fächerstruktur. Sie besteht aus sechseckigen Modulen und einem Stahlseil-System. Es gewährleistet die Stabilität der Konstruktion.

Der Architekt arbeitet seit Monaten mit Planern und den Steinmetzen der Compagnons du Devoir an dem Kunstwerk: Einer Studie über den nötigen Schnitt der Steine folgten Untersuchungen zur Metallbewehrung und den Steinelementen sowie die Herstellung der Fundamente und Hexagone.

 Es wird der Blickfang des Rocalia Forums sein. Dort bieten die Organisatoren eine Reihe von Vorträgen und Roundtables an. Kleiner Wermutstropfen: laut Website ausschließlich auf Französisch.

Vorträge zu Ausbildung, BIM-Praxis und Co

Ein Auszug aus dem Programm klingt dennoch spannend: Beim Roundtable zur Reform der Berufsausbildung spricht u.a. Jean-Claude Bellanger, Generalsekretär Les Compagnons du Devoir. Gaël Hamon wird ein BIM-Mock-up zum Wiederaufbau von Notre-Dame präsentieren. Wissenschaftler Eric Vincens spricht über die Beständigkeit von Trockenmauern aus Stein. Die Stadtplaner von Neuilly sur Seine stellen ihr Projekt vor, bei dem sie die Gassen der Stadt mit Naturstein sanieren. Alexandre Peutin, Direktor der Cité du Design matériauthèque, erklärt, was es mit dieser “Materialbibliothek” auf sich hat, die sich als Wissensvermittler für Handwerker, Künstler, Forscher und Architekten versteht.

Naturstein-Design auf der Messe

Mit der Rocalia Design Expo widmen die Organisatoren innovativen Projekten viel Raum. Die ausgestellten Exponate erfüllen allesamt folgende vier Kriterien: Der jeweilige Aussteller hat bei der Produktion mitgewirkt. Die Exponate stammen von Designern, die ihren Abschluss an einer Schule für Design, Architektur oder angewandte Kunst gemacht haben. Sie bestehen mindestens zu 80 Prozent aus Naturstein. Und sie gehören zu den Produktkategorien Möbel, Objekte, Geschirr, Wand- und Bodenbeläge oder Beleuchtung.

Der französische Verband SNROC und die Fachzeitschrift “Pierre Actual” – Messeausrichter gemeinsam mit der GL Events – organisieren darüber hinaus den Wettbewerb “Bauen mit Naturstein im 21. Jahrhundert”.

Zur Website der Messe

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Ausgezeichnete Kücheninsel

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US-Expansionskurs von Strasser Steine trägt Früchte: St-One gewinnt den Preis für die beste Küche auf der Designmesse ICFF.

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Die Naturstein-Kücheninsel St-One ist für Strasser Türöffner für neue Märkte, zum Beispiel die USA. Foto: Strasser Steine
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Die Kücheninseln sind für High-End-kunden konzipiert und individualisierbar. Foto: Strasser Steine

Strasser Steine, laut eigener Aussage Marktführer für Küchenarbeitsplatten in Mitteleuropa, hat schon seit 2018 den US-Markt im Blick. Als erste Maßnahme präsentiert das österreichische Unternehmen seit letztem Jahr in Schauräumen in Florida und in New York seine Produkte. Strasser will vor allem High-End-Haushalte, Architekten und Designer ansprechen. Dass auf der renommierten Design-Messe ICFF nun die extravagante Naturstein-Kücheninsel St-One ausgezeichnet wurde, passt in den Plan von Geschäftsführer Johannes Artmayr. Rund 25 Kücheninseln will er in den nächsten drei Jahren in den USA verkaufen.

St-One kommt als Kubus oder Quader mit Korpus und Laden aus Massivholz und Edelstahl-Kanten. Die Ummantelung aus Naturstein verleiht der Kücheninsel ihre monolithische Form. Sie beherbergt je nach Kundenwunsch Induktionsherd, Muldenlüftung, Weinkühlschrank oder Geschirrspüler. Das erste Modell kam 2012 in den Firmen-Schauraum in St. Martin im Mühlviertel. 100 Stück hat das Unternehmen inzwischen weltweit verkauft. Die Kücheninseln vertreibt Strasser ausschließlich über den Küchenhandel.

Weitere Informationen unter www.strasser-steine.at

Weitere Informationen zum ausgezeichneten Küchenblock St-one von Strasser gibt es in der STEIN-Ausgabe 06/2019: www.stein-magazin.de/stein-06-2019

Erfolgreiches Eventmanagement

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446 Aussteller und 15.161 Besucher waren 2015 auf der internationalen Fachmesse für Naturstein und Natursteinbearbeitung Stone+tec in Nürnberg. So ein Großevent will gut organisiert sein. Veranstaltungsleiterin Beate Fischer von der NürnbergMesse weiß, worauf es bei der Planung ankommt und gibt uns einen kleinen Einblick in das Thema „Eventmanagement“.

 

STEIN: Was sind Ihre Aufgaben als Veranstaltungsleiterin der Stone+tec?

Beate Fischer: Als Veranstaltungsleiterin ist man für die gesamte Planung des Events verantwortlich. Das fängt schon mit der Hallenbelegung an. Die Hallen müssen nicht nur während der Laufzeit frei sein, sondern auch zur Vor- und Nachbereitung. Umrüstzeiten müssen eingeplant werden. Im nächsten Schritt muss geklärt werden, was die Messe abbilden soll. Daraufhin wird das Produktverzeichnis erstellt, Themen für mögliche Sonderschauen definiert. Bereits diese ersten Schritte erfolgen in enger Abstimmung mit den unterschiedlichen Interessensvertretern. Da gehören natürlich die Austeller dazu, aber auch Verbände, die Fachpresse und die Besuchergruppen. Daraus wird dann ein Veranstaltungskonzept entwickelt. Im nächsten Schritt folgt die Erstellung eines Zeitplans mit den nächsten Meilensteinen. Ab diesem Zeitpunkt steigt der Vertrieb aktiv ein. Natürlich kann man erst organisieren, wenn man die Aussteller auf seiner Seite hat. Das Vertriebskonzept ist ausschlaggebend für alle weiteren Schritte. Dann geht es in die Hallenplanung. Wenn es unterschiedliche Branchenschwerpunkte gibt, stellen sich die Fragen: Macht man eine Mixplanung? Teilt man die Hallen nach Branchen auf? Wie viel Volumen ist von welcher Branche zu erwarten? Entsprechend muss man die Hallen dann inhaltlich konzipieren. Und schließlich geht es natürlich auch in Ausstellergespräche für die konkreten Platzierungen.

Wie viele Leute arbeiten an einem Großevent wie der Stone+tec mit?

Das lässt sich nicht genau beziffern. Es arbeiten ja nicht nur wir, das Projektteam der NürnbergMesse, daran. Wir haben innerhalb der NürnbergMesse auch eine Kommunikationsabteilung mit Pressevertretung. Wir haben eine Werbeabteilung, die die Gestaltung, das Layout und Drucksachen macht. Das digitale Marketing kümmert sich um alles, was den Webseitenauftritt umfasst. Wir haben ein Besuchermarketing, die sich speziell um die Besuchergruppen und die Mailings kümmern. Wir haben Techniker im Haus: Veranstaltungstechnik und Logistik. Dazu kommen noch viele Servicepartner, mit denen wir Hand in Hand arbeiten: Messebauer, die Energieversorger, Gastronomie, Parkplatzbewachung und so weiter.

Wie viel Vorlaufzeit muss man für eine Messe wie die Stone+tec für Planung und Organisation einkalkulieren?

Je nachdem welchen Rhythmus eine Veranstaltung hat, beginnt man mit der Planung zwei bis sechs Jahre im Voraus. Die Schritte sind je nach Projektphase unterschiedlich intensiv. Gerade befasse ich mich natürlich mehr mit der Stone+tec 2018 als mit der 2020, aber für 2020 hat schon die Hallendisposition und –abstimmung hier am Gelände stattgefunden.

Bei der Stone+tec wollen wir wieder gemeinsam einen StudentDay auf die Beine stellen – sozusagen eine Veranstaltung während der Veranstaltung. Welche Erfahrungen haben Sie mit Events gemacht, die Sie gemeinsam mit einem externen Partner geplant haben?

Sehr positive Erfahrungen, insbesondere was die Stone+tec angeht. Als Messeveranstalter ist es für uns wichtig, die richtigen Partner zu haben, mit denen man Höhepunkte während des Events setzen kann. Und dazu gehört natürlich auch ein StudentDay, der gut vorbereitet sein will und entsprechend vermarktet werden muss. Wir arbeiten mit vielen Multiplikatoren zusammen, um ein Rahmenprogramm auf die Beine zu stellen. Wir als Veranstalter können thematisch gar nicht so tief drin sein. Deshalb sind Partner wie Fachzeitschriften oder Verbände extrem wichtig.

Wie wird ein Event zu einem echten Erfolg?

Ausschlaggebend ist, dass man die Veranstaltung zur richtigen Zeit am richtigen Ort hat und mit den richtigen Partnern zusammenarbeitet. Ein Erfolg ist das Event für uns dann, wenn alle Seiten – Aussteller und Besucher – zufrieden sind und es für die nächsten Jahre ein fixer Termin wird.

Glauben Sie, dass auch kleine Handwerksbetriebe Kundenveranstaltungen oder Hausmessen als Marketing-Instrument nutzen sollten?

Events bieten natürlich die Möglichkeit, viele Kunden an einem Ort zu treffen mit überschaubarem Aufwand. Sie treffen Kunden, die sie sonst vielleicht nie angesprochen hätten. Auch kleine Handwerksbetriebe sollten diese Plattform, die ihnen da geboten wird, nutzen. Was das Handwerk noch mehr nutzen sollte, sind Branchenevents – sei es nun eine Messe oder eine andere Veranstaltung. Branchenevents bringen die Branche wirklich zusammen und haben großes Potential.

Gibt es Hilfsmittel, die bei der Planung eines Events unverzichtbar sind?

Ohne kleine Helferchen geht es in der heutigen Zeit natürlich gar nicht mehr. Wir arbeiten mit Programmen, die für Organisatoren ausgelegt sind. Wir planen beispielsweise mit einem CAD-Programm, das verbunden ist mit unserer Ausstellerdatenbank. Auf Ausstellerseite sind aber natürlich andere Tools notwendig, um so ein Event gut zu planen.

Was sind aus Ihrer Sicht die wichtigsten Punkte, an die man bei der Planung eines Events denken sollte?

Zunächst sollte man wissen, was man mit der Veranstaltung erreichen will. Daran macht sich fest, welche Maßnahmen man umsetzt. Ob man eine Abendveranstaltung daraus macht, oder ob es eine Messebeteiligung ist oder die Teilnahme an einem anderen Event. Man muss frühzeitig mit der Planung anfangen und sich Meilensteine setzen. Eine langfristige Planung ist zu empfehlen, um wirklich ans Ziel zu kommen.

Erfahren Sie hier mehr zum Thema Eventmanagement und wie Sie neue Kunden durch Veranstaltungen gewinnen können.