Mit asiatischer Leichtigkeit präsentiert sich Schloss Elmau Retreat – Luxury Suites & Spa. Der exklusive Neubau in unmittelbarer Nachbarschaft von Schloss Elmau wurde zum G7-Gipfel im Juni 2015 eröffnet. Von den Balkonen und Terrassen am Hang haben die Gäste einen atemberaubenden Blick auf das Wettersteingebirge. Zum hochwertigen Ambiente trägt derselbe Außenbelag aus brasilianischem Quarzit bei, der schon beim Wiederaufbau von Schloss Elmau nach dem Großbrand vor zehn Jahren verlegt wurde. Er ist nach wie vor tadellos. Das liegt vor allem am durchdachten Aufbau: die Naturwerksteinplatten wurden mit Einkornmörtel auf einer Flächendrainage verlegt.

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Klare Linien und klassische Eleganz prägen den Stil des Luxushotels Schloss Elmau Retreat. (Foto: Gutjahr)
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Die spektakuläre Lage von Schloss Elmau Retreat bietet einen atemberaubenden Blick auf das Wettersteingebirge. (Foto: Gutjahr)
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Der Quarzitbelag wurde auf Einkornmörtel plus kapillarbrechender Flächendrainage fest verlegt. Letztere war eine Auflage des Gutachters wegen der extremen Witterungsbedingungen im Gebirge. (Foto: Gutjahr)
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Die Kombination von Einkornmörtel und Flächendrainage beugt Ausblühungen vor. Die kapillarbrechende Flächendrainage AquaDrain EK wurde speziell für die Verlegung von Naturwerkstein auf Einkornmörtel entwickelt. (Foto: Fliesen Abel)
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Durch das Gittergewebe, die komplette Aufstelzung des Belags und das hohe Drainvolumen sorgt das System AquaDrain EK von Gutjahr für eine schnelle Entwässerung ohne Verzögerungen. (Foto: Gutjahr)
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Durch den Einbau von Drainrosten konnten die Schwellen auf bequem begehbare fünf Zentimeter reduziert werden. Das Ergebnis des fertig verlegten Natursteinbodens kann sich sehen lassen. (Foto: Gutjahr)

Auf 1000 Metern Höhe herrschen extreme Witterungsbedingungen, worauf Naturstein besonders sensibel reagiert: Im Winter wird es sehr kalt, es gibt viel Niederschlag und die Temperaturen schwanken stark. Es waren also besondere Maßnahmen nötig, damit der hochwertige Belag nicht schon nach kurzer Zeit wieder saniert werden muss – wegen unschöner Ausblühungen und Feuchteflecken beispielsweise. Das Problem: Noch immer werden Natursteinplatten oft im klassischen Mörtel verlegt. Die hohe Wasseraufnahme, intensive Kapillarität und langsame Wasserabgabe führt jedoch zu ungewünschten Flecken und Ausblühungen.

Aber auch drainfähige Mörtel (Drain- oder Einkornmörtel) sind kapillaraktiv und können ohne zusätzliche Maßnahmen keinen dauerhaft schadensfeien Belag gewährleisten. Ein Gutachter hatte aufgrund dieser Problematik zur Auflage gemacht, zusätzlich AquaDrain EK von Gutjahr einzusetzen. Diese kapillarbrechende Flächendrainage wurde speziell für die feste Verlegung von Naturstein auf Einkornmörtel entwickelt. Und genau diese Kombination – Einkornmörtel plus Flächendrainage – empfiehlt auch der Deutsche Naturwerksteinverband (DNV) in seinem Merkblatt zu Außenbelägen.

Lesen Sie mehr über das Verlegen von Naturstein mit Einkornmörtel auf einer kapillarbrechenden Flächendrainage in STEIN im Mai 2016.

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Baustelle Alter

Stein Magazin

Immer mehr Altbauten werden barrierefrei und sturzsicher umgebaut. Denn viele Rentner sind heute in der Lage, sich ein komfortables, modernes Ambiente zu leisten – und sie geben ihr Geld gern dafür aus. Für Steinmetze eröffnet dieser Trend neue Geschäftsfelder. Dabei kann ein Handwerkerverbund sinnvoll sein.

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Wer auch im Alter in seinem Zuhause bleiben will, muss in der Regel umbauen und braucht Handwerker. (Foto: iStock)
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Barrierearme Bäder sehen elegant aus. Hier wird das Duschwasser in einem schmalen, umlaufenden Schlitz abgeführt. (Foto: baqua)
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Frei von Stolperfallen: barrierefreie Bäder erleichtern älteren Menschen den Alltag. (Foto: baqua)

Fachplaner für altersgerechte Bäder

Nach Schätzungen von Fachleuten müssen zwischen 2,5 und drei Millionen Wohnungen generationengerecht nachgerüstet werden. Eines der häufigsten Projekte bei der Wohnraumanpassung oder Wohnumfeldgestaltung für Senioren ist die Umgestaltung des Bads. Der Trend zu schicken, barrierefreien Bädern birgt auch für Steinmetze Potenzial. Das Natursteinwerk Rechtglaub-Wolf GmbH in Lübeck hat dies erkannt. „Das große Thema sind barrierefreie Badezimmer und vor allem Duschen“, erklärt Geschäftsführer Stefan Wolf.

Der Steinmetzbetrieb Illenberger Steinmetz GmbH aus Nattheim-Steinweiler besitzt das Zertifikat „Leichter Leben“. Das Unternehmen hat sich auf das barrierefreie oder barrierearme Wohnen spezialisiert. Die teilnehmenden Betriebe erhalten in einem eintägigen Zertifizierungsseminar wichtige Informationen über Gesetze und Normen, zu Beratungsstellen und Finanzierungshilfen, zu Krankheitsbildern und körperlichen und geistigen Handicaps. Die Schulungsinhalte zielen auf den Neu- und Umbau von Privatbädern.

Barrierefreie Verkaufsräume und guter Service

Es genügen kleine Umstrukturierungen, um die Potenziale des Seniorenmarkts zu nutzen: Ein barrierefreier Eingang im Beratungsstudio, rutschfeste Böden, Toiletten im Erdgeschoss, Aufzüge und Rolltreppen sind Beispiele für Barrierefreiheit in den Geschäftsräumen. Die Diplom-Kauffrau Stefanie Schmückerl verweist in der Studie „Marktpotenziale aus dem demografischen Wandel“ explizit auf den Service. Auch wer in der Beratung eine leicht verständliche Sprache ohne unnötige Fachausdrücke verwendet, kommt nicht nur bei älteren Menschen gut an.

Lesen Sie mehr zum Thema barrierefreies Bauen in STEIN 03/2017.

Showroom trotz Homepage?!

Stein Magazin
findet Anette Mühlberger

Der Handel steht vor einem Umbruch. Ging es bislang nur um »online zu Hause oder offline im Laden«, informieren sich Kunden heute überall per Smartphone oder Tablet und checken, ob das Angebot auch wirklich so günstig und passend ist, wie es erscheint. Immer weniger Kunden scheuen sich nicht, ihre Geräte hierfür sogar direkt im Gespräch zu ziehen. Was also ist zu tun? Und: Wie wirkt sich dieses Kundenverhalten auf den Steinmetzen aus, der Kunden in seiner Ausstellung ebenfalls offline überzeugen will?

 

Der Kunde ist immer einen Klick weiter

Wie begeistert man also Kunden in der realen Welt, die im Kopf immer schon einen Klick weiter sind? Und wie gestaltet man eine Ausstellung so, dass sie medien- und shoppingverwöhnte Menschen nicht gleich wieder flüchten lässt. Wo das Smartphone zum ständig verfügbaren Einkaufsbegleiter wird, müssen Ladenbetreiber und Handwerksbetriebe überlegen, was Kunden im Hier und Jetzt von einem Raum und Gelände erwarten und was sie bis zum entscheidenden Kauf- bzw. Beratungsgespräch dort halten kann.

Der Mensch bleibt ein Haptiker

Läden wird es auch in Zukunft geben, das jedenfalls prognostiziert das aktuelle STORE BOOK 2014 (siehe Buch-Tipp). »Der Mensch wird immer ein Haptiker bleiben, auch ein dem Geruchs- und Gehörsinn verhafteter Konsument und ein Herdentier«, schreibt dort Autor und STEIN-Interviewpartner Reinhard Peneder. Wo andere Menschen sind, dort will also auch der heutige und künftige Kunde immer noch hin. Smartphone hin oder her. Und er will Produkte und Konzepte erleben, riechen, schmecken und fühlen.
Von den Nöten des Einzelhandels können und sollten aber alle lernen, die eine neue Ausstellung planen. Von verwaisten Shopping-Centern auf der grünen Wiese, von Läden, die Kunden nur noch zum Schauen, aber nicht mehr zum Kaufen betreten – und im Café nebenan genau das online bestellen, was sie offline nicht überzeugen konnte.
Das beratungsintensive Natursteingeschäft ist per se natürlich »smartphoneresistenter« als normale Handelsgüter. Doch trifft schon heute die Gefahr des »Vor-Ort-Schauens und Per-Smartphone-Kaufens« all jene, deren Ausstellung und Angebot weitgehend auf allenfalls leicht applizierter Standard-, Import- und Handelsware basiert.

 

Abwechslung und Heimat bieten

Innovativ müssen Ladenkonzepte heute sein, überraschend und zum Markenauftritt eines Anbieters passen. Authentisch, wie Store-Spezialist Reinard Peneder es im Stein-Interview umschreibt. Dabei gehe es den Leuten immer weni
er nur ums Einkaufen. Sondern um Orte, die Abwechslung bieten, die sie inspirieren und die ihnen gleichzeitig das Gefühl geben, zu Hause zu sein.
Gerade Natursteinbetriebe können mit ihrer Ausstellung ein inspirierendes Zuhause für Kunden schaffen. Wohnen, Arbeiten, Freizeit und Shopping verschmelzen, ist Richard Peneder überzeugt. Ein Skulpturenpark, der zum Rundgang und Ausruhen verführt, ein Kubus, der Showroom und Mitmachwerkstatt vereint, ein Erinnerungspark, der zeigt, was modernes Gedenken bedeuten kann. Ein Natursteinloft, das als Designlounge auch zum Treffpunkt für Kunstliebhaber avanciert. All das sind Konzepte, die Menschen dazu einladen, hinzugehen, innezuhalten, aufzumerken und sich damit auseinanderzusetzen.

Was einen guten Showroom ausmacht und wie Sie Ihren eigenen gestalten können, lesen Sie im neuen STEIN!

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