Rutschsicherheit mit Naturstein

Stein Magazin

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Terrassen, Gartentreppen und Treppenhäuser, aber auch Böden in Küche und Bad werden immer öfter mit Natursteinen gestaltet. Doch sie sehen dort nicht nur gut aus, sie bieten auch Rutschsicherheit. Die passende Oberflächenbearbeitung verleiht robusten Natursteinsorten wie Granit und Quarzit, aber auch kompakten Kalksteinen, Muschelkalken und bestimmten Marmorsorten die nötige Trittsicherheit.

Grundsätzlich bestimmt die Oberflächenstruktur, wie trittsicher ein Bodenbelag ist. Bei trockenen Oberflächen ist die Rutschsicherheit meist kein Problem. Schnee, Eis, Nässe, feuchte Sohlen oder verschüttete Flüssigkeiten hingegen können die Haftung verringern.
Für Arbeitsbereiche in Bürogebäuden, alle Arten von öffentlich genutzten Räumen, aber auch für Schwimmbäder, Saunen und Wellnesszentren gelten daher Richtwerte für die erforderliche Rutschhemmung.

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Foto: BIV Steinmetze/Richard Watzke

 

Treppenstufen und Bodenbeläge in öffentlichen Gebäuden müssen beispielsweise rutschhemmend sein, wenn sie nicht ausschließlich trocken begangen werden.
Die Rutschsicherheit bzw. -hemmung einer begehbaren Oberfläche wird auf einer geneigten Ebene in genormten Versuchen geprüft. Das regelt die Norm DIN 51130 in fünf Klassen. Die Klasse R9 weist dabei die geringste, R13 die höchste Rutschhemmung auf.
Ein weiteres Kriterium ist der sogenannte Verdrängungsraum innerhalb eines Bodenbelags, der von V4 bis V10 definiert wird. Ein paar Beispiele aus der Praxis: Eingangsbereiche innen müssen R9 besitzen, Eingangsbereiche außen R11 oder R10/V4. Gleiches gilt für Treppen.

Welche Oberflächenbearbeitung eine ausreichende Rutschhemmung ergibt, hängt von der Struktur und Zusammensetzung des jeweiligen Steines ab. Hier sollte am besten ein Steinmetzmeister herangezogen werden.

Foto: Richard Watzke

 

Im Privatbereich gibt es keine Vorgaben zur Rutschsicherheit. Hier sind meist Kriterien wie Optik, Wohnstil, Komfort und die Pflegeaufwand entscheidend. Und trotzdem sollte man sich über die Nutzung und die damit notwendige Sicherheit Gedanken machen. Dies ist besonders dort wichtig, wo Kinder und ältere Menschen leben.

Bauherren und Architekten können aus einer Vielzahl verschiedener Oberflächen auswählen. Die Wahl des Werkzeugs und die Intensität der Bearbeitung bestimmen die Rauheit der Oberflächen.
Neben polierten Flächen sind heute auch geschliffene oder gebürstete Beläge beliebt, die einen ganz eigenen Charakter haben und die Natürlichkeit des Steins hervorheben. Die Oberflächen besitzen einen seidenmatten Glanz und sind barfuß angenehm zu begehen.

Für den bewitterten Außenbereich eignen sich rauere Platten mit sandgestrahlter oder beflammter Bearbeitung. Diese Flächen sind ebenfalls bequem begehbar, passen sich optisch jeder Gestaltung an und bieten ausreichende Rutschsicherheit bei schlechtem Wetter.
Je glatter eine Steinfläche ist, desto einfacher lässt sie sich reinigen. Eine rauere Fläche ist trittsicherer, doch es erhöht sich der Reinigungsaufwand. Dieser ist jedoch mit modernen Mitteln leicht zu bewältigen.

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In den letzten zehn Jahren stiegen die Umsätze im Garten- und Landschaftsbau um etwa zwei Milliarden Euro – Tendenz steigend. Auch die Anzahl der Betriebe steigt stetig. Über 4.000 Firmen kamen im gleichen Zeitraum hinzu. Ein weites Geschäftsfeld, auch für Steinmetzen!

Das Natursteinwerk Glöckel aus Langenaltheim zeigte auf der BAU 2015 in München, welche Möglichkeiten der Garten- und Landschaftsbau für Natursteinunternehmen bietet: Dieses Jahr wurden das Limesmauerwerk (getrommelt) sowie das Toscamauerwerk (gespalten) ausgestellt. Rustikales Mauerwerk für den Garten mit südländischem Flair.

Für eine schnelle Verlegung haben die Steine gesägte Lager- und Stoßfugen, eine gespaltene Vorder- und Rückseite und beim Limesmauerwerk sind alle Kanten rustikal abgeschlagen. Limes- und Toscamauerwerk wird für versetztes Mauerwerk in den Höhen 8, 16 und 24 Zentimeter produziert und ist in der Steintiefe 22 Zentimeter oder als Vormauerung in 9-11 Zentimeter Tiefe in Jura-Marmor und Fränkischem Muschelkalk verfügbar.

Auf Großspaltanlagen fertigt das Unternehmen auch die Natursteinserie Glomarust, die oft im Garten Verwendung findet. Die Serie umfasst 15-20 bzw. 20-25 Zentimeter hohe Mauersteine und Quader von 30-80 Zentimeter Höhe mit naturrauen Lagerflächen für Trockenmauern, Stützmauern, Teichanlagen, Uferbefestigungen etc.

Neben diesen gespaltenen Mauersteinen werden auf Wunsch auch gleichmäßigere Mauersteine mit gesägten Köpfen in Jura-Marmor und Muschelkalk angeboten. Für größere Stützmauern sind Jura-Rohblöcke und auch Geomodul-Gabionen (im Werk fertig gefüllt und verdichtet) im Lieferprogramm. Ein weiterer Produktionsschwerpunkt liegt in der Herstellung von Bossensteinen, Verblendern, Winkelecken und Abdeckplatten. Verschiedene Gartenbeläge und Pflastersteine ergänzen das Lieferprogramm. Materialien im Angebot sind: Jura-Marmor, Fränk. Muschelkalk, Main-Sandstein rot, Tali-Sandstein gelb + weiß, verschiedene in- und ausländische Travertine sowie ein frostsicherer Quarzit.

Zu den neuesten Referenzen des Unternehmens, das seit über 50 Jahren auf die Herstellung von rustikalen Natursteinen spezialisiert ist,  zählen der Spielplatz am Petuel-Park in München, die Außenanlagen des neuen Nationaltheaters in Budapest, zahlreiche Jura-Quader-Sendungen zum Legoland Günzburg und die Muschelkalk Bodenbeläge für die Restaurierung des Brandenburger Tores in Berlin.

Weitere Informationen zum Unternehmen finden Sie hier.

Mit Events Kunden gewinnen

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sollte sich ein Konzept überlegen

Kundenveranstaltungen und -events sind wichtig. Um neue Zielgruppen anzusprechen, Bestandskunden zu inspirieren und Ihr Unternehmen ins Gespräch zu bringen. Der Trend geht zu Events mit einem klaren thematischen Fokus. Nach dem Motto: gezielt und mit hohem Mehrwert für die Kunden. Naturstein kann man sehen, fühlen und erleben. Und man sollte die Möglichkeiten und Optionen kennen, die das Material im Wohn- und Außenbereich bietet. All das lässt sich sehr gut über Veranstaltungen vermitteln, die Kunden informieren und zeigen, was mit Naturstein und den modernen, verwandten Werkstoffen alles geht. Oberflächen, Farben, Regionalität, Formate, Designs, Anwendungsmöglichkeiten – Themen für Events gibt es genug, zumal die Materialien bei Architekten, Bauherren und Händlern in ihrer ganzen Vielfalt nach wie vor kaum präsent sind.

Doch Vorsicht: Auch wenn Events kostenlos sind, sie kosten Ihre Kunden Zeit. Und Zeit ist ein knappes Gut. Knapper als Eintrittsgeld. Wenn sich Ihre Gäste also auf Sie einlassen, ist es Ihre Aufgabe, diese Zeit sinnvoll zu füllen. Sonst sind Ärger und Enttäuschung vorprogrammiert. Satt nach Hause gehen reicht nicht. Auch Privatkunden möchten ein Ergebnis mitnehmen, wenn sie einen Abend, Vor- oder Nachmittag investieren. Das macht Events zu einem zwar wirksamen, aber sehr anspruchsvollen Marketinginstrument. Doch der Aufwand lohnt sich:  Eine Veranstaltung, die Sie im Vorfeld gezielt bewerben und professionell nachbereiten, wirkt über den Tag hinaus und wird selbst von jenen Kunden wahrgenommen, die gar nicht erschienen sind.

Ihr Auftritt braucht ein Thema, das zur Ausrichtung Ihres Unternehmens und zu Ihrer Zielsetzung passt. Überlegen Sie, welche Kundengruppen Sie ansprechen, welche Botschaft Sie an diesem Tag vermitteln und welches Rahmenprogramm Sie bieten wollen. Wichtig ist auch das Umfeld, in dem Sie sich bewegen. Liegt Ihr Betrieb in einer ländlichen Region oder im städtischen Raum? Wie groß ist Ihr Einzugsgebiet? Gibt es in der näheren Umgebung Partnerbetriebe, mit denen sich eine gemeinsame Veranstaltung anbietet? Würden Ihre Kunden auch von weiter weg anreisen? Welche Anreize müssen Sie hierfür setzen? Ist die Verlagerung an einen zentralen Ort sinnvoll? Das alles spielt eine große Rolle, wenn Sie eine Veranstaltung konzipieren und zum Erfolg bringen möchten.

Haben Sie Mut zur Kreativität, denken Sie auch mal quer. Je besser das Angebot zu Ihnen passt, desto überzeugter wirken Sie auf Ihre Kunden. Auch kleine Betriebe können durch pfiffige Ideen punkten. Wem die regionale Herkunft seiner Materialien wichtig ist, lädt in den Steinbruch ein oder stellt den deutschen Naturstein in einer Ausstellung oder einem Vortrag vor. Steinbildhauer laden zur Werkstatt-Vernissage. Warum nicht in Kombination mit einer Lesung oder der passenden musikalischen Untermalung? Genussmenschen konzipieren ein Seminar „Wein & Stein“ und gewinnen so den entsprechenden Kundenkreis für sich. Die größte Hürde ist es, Kunden zu überzeugen, den Termin überhaupt wahrzunehmen. Dafür müssen Sie wirklich alles tun! Denn es gibt nichts Schlimmeres als eine Veranstaltung, auf der sich Gäste allein und verloren vorkommen.

Lesen Sie mehr zur erfolgreichen Konzeption und Realisation eines Kundenevents in STEIN im März 2016 und ein Interview zum Thema „Erfolgreiches Eventmanagement“ mit Beate Fischer, Veranstaltungsleiterin der Stone+tec auf unserer Website.