Konservierung von Sandstein

Stein Magazin
Jordanien

Status quo der Sandsteinkonservierung

Der Verfall von Sandstein bedroht Denkmäler und Kulturstätten auf der ganzen Welt. Mit der „Built Heritage Research Initiative“ will der Getty Trust neue Konservierungslösungen entwickeln – für Bauten von der Antike bis zur Moderne. Dabei handelt es sich um ein Forschungsprojekt in Kooperation mit der Universität Oxford.

 

Die Multiprojekt-Initiative wurde 2016 ins Leben gerufen. Auslöser war eine Scoping-Studie des Getty Conservation Institute (GCI), bei der Fragen zur Konservierung von Kulturerbestätten aufkamen, die trotz jahrelanger wissenschaftlicher Forschung und Konservierung noch Antworten erforderten.

Sandstein verfällt durch natürliche Prozesse – und zusätzlich durch menschliche Aktivitäten. Dazu zählen Umwelt- und Klimabeschädigungen sowie wirtschaftlicher, sozialer und kultureller Wandel.

Es gibt bereits viele verschiedene Konservierungs-Behandlungen wie Konsolidierungs- und Hydrophobierungsmittel oder Anti-Graffiti-Beschichtungen. Außerdem entstehen durch Entwicklungen in der Nanotechnologie und Bionik neue Behandlungsmöglichkeiten – es gibt allerdings noch keine allgemein akzeptierte Methode, um die Leistung einer Behandlung zu testen. Daher besteht der Bedarf einer standardisierten Reihe von experimentellen Methoden.

Dazu kommt der Kostenfaktor: Viele aktuelle Testmethoden sind komplex und teuer.

Forschungsprojekt 2016 bis 2020

Basis der Initiative ist die Forschung, die auf folgenden Entwicklungsschritten basiert:

1. Untersuchung geeigneter Material-Probengröße und Anzahl, um robuste Sandsteinbehandlungen in Labor- und Feldversuchen zu testen.

2. Entwicklung einer geeigneten experimentellen Bewitterungsmethode für vor und nach der Anwendung von Konservierungsbehandlungen.

3.Entwicklung von Laboranalysen, die zusammen eine Beurteilung der Wirksamkeit der Sandsteinbehandlung liefern.

4. Entwicklung eines Feldversuchsprotokolls und feldbasierter Bewertungsverfahren, um zusätzliche Informationen über die Wirksamkeit der Sandsteinbehandlung bereitzustellen.

Ziel ist es, bis 2020 neue Erkenntnisse zu Haltbarkeit und Verfall von Baumaterialien zu erhalten und neue Konservierungslösungen zu erhalten. Dazu arbeiten Wissenschaftler und Konservatoren zusammen.

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Die „Alte Kirche“ mit ihrer sandsteinfarbenen Natursteinfassade ist umgeben von einem neuen Anbau und einer Mauer aus armenischem Basalt. (Foto: soan architekten boländer hülsmann gbr, Roman Weis)
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Ein schöner Kontrast: Die helle hammergerechte Ruhrsandsteinfassade und die antrazithfarbene lineare Fassade des Neubaus. (Foto: soan architekten boländer hülsmann gbr, Roman Weis)
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Auch im Inneren des Anbaus findet sich der armenische Basalt in Form von Bodenplatten wieder. (Foto: soan architekten boländer hülsmann gbr, Roman Weis)
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