Steinmetzbranche auf dem Salone in Mailand

Stein Magazin
Antarctic poliert. Foto: Strasser Steine

Zur Mailänder Möbelmesse kamen in diesem Jahr 434.509 Besucher – eine Steigerung um 26 Prozent zum Vorjahr. Da der Einsatz von Naturstein im Wohnbereich zunimmt, ist die Schau auch für die Natursteinbranche von Bedeutung. Im Interview mit Johannes Artmayr, Geschäftsführer bei Strasser Steine

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ST-One Unit L 284, Antarctic poliert. Foto: Strasser Steine
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ST-One Unit L 284, Antarctic poliert. Foto: Strasser Steine
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ST-One Unit L 244, Camouflage poliert. Foto: Strasser Steine

Stein: Welche Rolle spielt der Salone für die Natursteinbranche?

Johannes Artmayr: Der Einsatz von Naturstein im Wohnbereich nimmt sukzessive zu. Ich habe speziell im Küchenbereich noch nie soviel Naturstein bei der Eurocucina gesehen wie 2018.

Für die Branche ist der Salone wichtig, da meiner Meinung nach eine gewisse „Sehnsucht“ nach Naturmaterialien vorherrscht. Unserer Philosophie nach möchte ich die Präsentation von Naturstein in der Küche nicht der Möbelindustrie überlassen – sondern möchte mich als Natursteinverarbeiter in Szene setzen.

S: Welche Entwicklung haben Möbel aus Naturstein in den letzten Jahren gemacht?

J A: Man kann beobachten, dass beginnend von der Arbeitsfläche der Naturstein auch teilweise als Frontabdeckung Einzug hält. Wenn man als Referenz unsere Natursteininsel ST-One heranzieht, merken wir einen jährlichen Fortschritt, daher sind wir mittlerweile auch auf Ausstellungen in Shanghai, Miami und New York.

Wir gehen von einer weiter wachsenden Entwicklung aus. Aufgrund der Hochwertigkeit dieser Produkte sprechen wir aber auch von einem kleinen Segment.

S: Inwiefern spielt die Zusammenarbeit mit Architekten und Designern eine Rolle für die Natursteinbranche?

J A: Ich denke, ohne Architekten und Designer lassen sich hochwertige Produkte weder kreieren noch planen. Ein großer Teil jener Kunden, die für unsere Natursteininsel ST-One in Frage kommen, suchen sich ihre Küche nicht in einem Studio aus sondern lassen sich von Designern und Architekten inspirieren. Daher ist die Zusammenarbeit mit Top-Leuten aus dieser Branche sehr wichtig.

S: Wie „flexibel“ muss Design heutzutage sein?

J A: Branchenkenner sind sich einig, dass sich die Küche zum mit Abstand wichtigsten Raum entwickelt hat: Vielfach ist ja die Küche mit weiteren Räumen verschmolzen, zum Beispiel mit dem Essraum zu einer größeren Einheit erweitert worden oder manchmal sogar als großer Begegnungsraum inklusive dem Wohnzimmer. Die Bedürfnisse sind vielfältiger Natur und reichen von der technisch-orientierten Funktionsküche bis hin zu sehr repräsentativen Küchen, in denen sehr wenig gekocht wird.

S: Wie hat Ihr Unternehmen die Messe genutzt?

J A: Strasser Steine war auf der Messe in Mailand, um das Produkt ST-One weiter in das weltweite Schaufenster zu stellen. Da auch sehr viele Küchenfachhändler da waren, konnten wir unsere Kompetenz als Markenhersteller von Premium-Küchenarbeitsplatten aus Naturstein, Keramik und Quarzkomposit unterstreichen.

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Skulptur des Monats: Zylon

Stein Magazin

Die Scuola di Scultura

„Unerwartet rollte 1991 aus einem kleinen Inserat im Tagesanzeiger das große Wort STEIN auf mich zu. Das war der Beginn einer Freundschaft mit dem Tessin, mit den Menschen in Peccia, mit dem Cristallina-Marmor und dem Spitzeisen“, schildert die Bildhauerin Ursula Rutishauser ihre Anfänge mit der Bildhauerei. Das Werk „Zylon“ – unsere Skulptur des Monats Mai – ist Teil ihrer Ausstellung im Infocentro der Scuola di Scultura im Innenhof des Museo di Valmaggia, die noch bis 16. August 2017 besucht werden kann.

Die Bildhauerschule Scuola di Scultura von Peccia ist eine Bildhauerschule in der Schweiz, in der – egal ob Anfänger, Fortgeschrittene oder Profis – die Kreativität und das künstlerische Schaffen entfaltet werden kann. Neben Bildhauerkursen mit Marmor, Holz und Metall werden auch Modellier- und Zeichenkurse sowie kunstgeschichtliche Seminare von verschiedenen Künstlern angeboten.
„Die Infrastruktur der Scuola di Scultura in Peccia bietet alles, was das Bildhauerherz begehrt. Alles passt wunderbar zusammen: der Steinbruch, das Marmorwerk und die Bildhauerschule. Eine richtige Symbiose, ein Ort der Energie, der Kraft und Besinnung“, stellt Rutishauser fest. 2014 feierte die Scuola bereits ihr 30-jähriges Jubiläum. Seit ihrer Gründung 1984 hat sie sich zum Treffpunkt und zum Mittelpunkt in Sachen Bildhauerei entwickelt.

Die Skulptur Zylon

Die gebürtige Schweizerin Ursula Rutishauser ist seit 1991 freischaffende Bildhauerin an der Scuola di Scultura di Peccia im Maggiatal.  Nach zahlreichen Gruppenausstellungen im Tessin, Weesen und Männedorf sowie Auftragsarbeiten und einer Einzelausstellung in Peccia zum 20. Jahresjubiläum der Bildhauerschule folgt nun eine weitere Ausstellung mit allen Werken aus Cristallina-Marmor, die die Künstlerin während ihrer 26 Jahre in der Scuola di Scultura geschaffen hat.

Für Rutishauser war die Scuola di Scultura der wichtigste Ferienort. „Fast ohne Ausnahme reiste ich jedes Jahr mindestens zweimal ins Maggiatal, um mich der Steinbearbeitung zu widmen“, erklärt sie. „Geprägt von meinem Beruf als Dekorationsgestalterin arbeitete ich anfänglich sehr ziel- und produktorientiert. Mit einem Konzept und einer fixen Vorstellung im Kopf entstanden meine Formen und Skulpturen.“
Aus dieser Zeit stammt auch ihre Skulptur „Zylon“. Abgeleitet von dem Wort Zyklon, das für Ursula Rutishauser jedoch zu hart klingt, sodass sie sich dazu entschieden hat, den Buchstaben K wegzulassen. „Es ging mir bei der Namensgebung vor allem um die kraftvolle Dynamik, das Abheben himmelwärts und den Ausdruck von Energie”, erklärt die Künstlerin. Der Zylon ist ein 170 Zentimeter hohes Werk aus Marmor mit Eisenkonstruktion, das auch Teil der Kunstausstellung ist. Die Arbeit erforderte viel Disziplin und Genauigkeit. „In Folge waren es drei Werke, bei denen ich die Standfläche des Steins auflöste und in Verbindung mit einem Träger aus Eisen Leichtigkeit, Beweglichkeit und Dynamik suchte. Mich faszinierte das Zusammenspiel der beiden schweren Materialien“, sagt Rutishauser.

Faszination Marmor und klare Formen

Die Künstlerin ist seit Langem von der Marmorwelt beeindruckt: Bei Sonnenlicht glitzern die Kristalle, bei Nässe kommen Farbe und Struktur des Materials besonders zur Geltung. Die Bildhauerin hat sich von Beginn an reduzierten Formen orientiert. „Ich liebe das Einfache, Schlichte, Klare und fühle mich mit Grundformen wie Rechteck, Quadrat und Kreis im Einklang“, erklärt sie. Ihre Arbeiten werden zudem von der Formenvielfalt der Natur beeinflusst. Im Laufe der Zeit hat sich jedoch ihr Umgang mit dem Stein verändert: In ihren Arbeiten legt Rutishauser zunehmend Wert darauf, dem schweren Material mehr Leichtigkeit zu geben.

Erfahren Sie mehr über die Bildhauerin Ursula Rutishauser und ihre Werke.

Hier sehen Sie die Skulpturen der letzten Monate:

Skulptur des Monats April - Tim Bennett
April 2017: Die Triologie von Tim Bennett „Rose“, „Bouquet“ und „Marble“(Foto: Constanza Meléndez, 2016 / Galerie Jo van de Loo, München)
Skulptur-des-monats-märz-Das-Haus-vom-Nikolaus-Schmidt
März 2017: Die Skulptur fertigte Robert Schmidt-Matt aus rotem Schweinstäler Sandstein. (Foto: Thomas Brenner)
Skulptur-des-monats-februar-dancing-column-tony-cragg
Februar 2017: Die „Dancing Column“ aus Seeberger Sandstein von Tony Cragg. (Foto: Charles Duprat)
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Januar 2017: Das Oloid aus kretischem Marmor von Sabine Rassow. (Foto: Piet Freitag)
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Dezember 2016: „Der Mops“ von Steve Seguin aus Udelfanger Sandstein. (Foto: Bernd Decker)
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November 2016: „Homme“ aus weißem Marmor von Alberto Giacometti. (Foto: Foto: Kunstmuseum Basel / Martin P. Bühler)
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Oktober 2016: Der liegende Eisbär aus Carrara Marmor von Peter Hecht. (Foto: Peter Hecht)
skulptur-des-monats-September-traumsaat-emanuel-wagner
September 2016: Die Skulptur „Traumsaat“ aus grünlichem Diabas von Emanuel Wagner. (Foto: Steinmetz Hans Wagner KG)
Skulptur-des-Monats-August - in motion
August 2016: Die Schwingungen der Skulptur „Steinskúfa“ von Karin Reichmuth versetzen sie in Bewegung. (Foto: Þröstur Eggertsson)
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Juli 2016: „Nautilus“ aus Marmor von Ulrike Glaubitz. (Foto: Künstlerin)
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Juni 2016: „Hände“ aus Carrara Marmor von Sabine Harborth . (Foto: Künstlerin)
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Mai 2016: „Die Träumende“ von Florian Widmann aus Untersberger. (Foto: Birgit Rilk)
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April 2016: „Der goldene Schlüssel“ von Ralf Ehmann in Hanau. (Foto: Künstler)
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März 2016: Die Skulptur „Letzter Herzschlag“ aus Portokalk von Julia Dietrich auf dem Friedhof in Lauterhofen. (Foto: Künstlerin)
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Februar 2016: „Wa(a)gnis Geometrie“, Figurenensemble aus Anröchter Grünkalkstein, von Ina Michalski. (Foto: Künstlerin)
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Januar 2016: „Sternenhimmel“, eine hängende Skulptur aus Carrara Marmor und Blattgold, von Riccardo Atta. (Foto: Künstler)

Der Winter naht und auf vielen Außenbaustellen kehrt langsam Ruhe ein. Um die Wartezeit auf das frische Grün im Frühling zu überbrücken, hat Besco Berliner Steincontor einige Best-ofs von Außenanlagen und Fußgängerzonen zusammengestellt.

Ueberlingen - Buchinger Wilhelmi._web
Überlingen – Buchinger Wilhelmi. Foto: Besco Berliner Steincontor
Landesgartenschau Aschersleben (3)
Brunnenanlage bei der Gartenschau Aschersleben 2010. Foto: Besco Berliner Steincontor
Stuttgart Killesberg (1)
Stuttgart, Killesberg – Grüne Fuge – in Kooperation mit Rainer Schmidt Landschaftsarchitekten und Pfrommer + Roeder. Foto: Besco Berliner Steincontor
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Fußgängerzone in Wiesbaden – in Kooperation mit ST raum a. Landschaftsarchitektur. Foto: Besco Berliner Steincontor

Neue Broschüren online

Vor über 15 Jahren machten sich Ulrich Klösser, Frank Dickmann und Florian Geyer auf, um das reiche Natursteinangebot Asiens und später auch Europas für europäische Bauprojekte verfügbar zu machen. Entwickelt wurde das Markenprodukt Belgrano-Naturstein, das nach strengen Vorgaben fair und sozial verträglich gefertigt und regelmäßig kontrolliert wird. Inzwischen wurden zahlreiche Natursteinprojekte in Deutschland, Österreich, Luxemburg, Schottland und dem Mittleren Osten durchgeführt. Dazu gehören Fußgängerzonen, Stadt- und Marktplätze, Innenstädte, Bahnhöfe, Gartenschauen, Fassaden und Innenböden, wo Natursteine nachhaltig eingesetzt wurden. In einer interaktiven Broschüre hat Besco seine besten Natursteinprojekte im Bereich Gartenschauen, Parkanlagen und Promenaden zusammengestellt (zugänglich nach Registrierung): www.besco-gmbh.de/broschuere

Die Neugestaltung von Fußgängerzonen stellt Städte und Gemeinden oft vor große Herausforderungen, die es zu meistern gilt. „Aufgrund der hohen Kosten und erheblichen Einschränkungen für die Bürger und Gewerbetreibenden beim Bau, überwiegen ganz klar die Vorteile von Naturstein bei der Wahl des Bodenbelages“, heißt es in der Presseerklärung von Besco. Daher hat der Berliner Steincontor eine weitere Broschüre herausgegeben, in der realisierte Fußgängerzonen mit ihren unterschiedlichen Farben, Formen und Gesteinen dargestellt werden. Dabei sind Städte wie Binz, Bayreuth, Fuschl am See, Hamburg, Lübeck, Luxemburg, Rostock, Wiesbaden, Wuppertal und Würzburg, die Zusammenstellung kann auch ohne Anmeldung betrachtet werden:

www.besco-gmbh.de/belgrano-fussgangerzonen

In beiden Broschüren sind jeweils die allgemeinen Angaben zum Projekt, die Architekten, die Aufgabe und die Art des Natursteins angeführt.

Info: Belgrano-Natursteine stammen überwiegend aus Europa und Asien, wo sie nach strengen Vorgaben gefertigt werden. Besco ist Partner von “Win=Win Fair Stone” für die sozial und umweltverträgliche Produktion von Natursteinen aus Asien. Die zertifizierten Produktionsstätten werden regelmäßig von unabhängigen Auditoren (z. B. TÜV Rheinland) kontrolliert.

www.besco-gmbh.de