Sauberes Arbeiten: Reine Luft, klares Wasser

Stein Magazin
Gehörschutz und mobilem Esta-Staubabsauger. Foto: Michael Spohr

Sie tragen nicht eben zur Produktivität im Betrieb bei, sind aber dennoch genauso unerlässlich wie ein gut gepflegter Maschinenpark: die effizienten Anlagenhelfer für saubere Luft und klares Wasser. Während die einen den Steinmetz an seinem – gefährlichen weil quarzstaubbelasteten – Arbeitsplatz schützen, versorgen die anderen Sägen, Bearbeitungszentren, Kantenautomaten und weitere Maschinen zuverlässig mit sauberem Frischwasser. Das hilft, unliebsame Betriebsunterbrechungen und Reparaturarbeiten zu verhindern.

Wie können eine betriebsoptimierte Luftreinhaltung und eine nachhaltige Wasseraufbereitung heutzutage verwirklicht werden? Das zeigen folgende Firmen in STEIN im Oktober 2015:

1. ECS Eich GmbH und J. & H. Fahling GmbH
 

2. Grabmale Ulrich Magera 


3. Rademacher Marmor + Granit GmbH
 

4. E&W Natursteinwerk GmbH
 

Staubbeseitigung
Um gesundheitsgefährdenden Staub aus der Luft zu entfernen, braucht man eine Absaug- bzw. Filteranlage. Und diese ist für eine bestimmte Staubklasse zertifiziert. Staubbeseitigende Maschinen (SBM) wurden früher nach einer berufsgenossenschaftlichen Vorschrift geprüft und klassifiziert. Dieses rein nationale Prüfverfahren wurde mittlerweile in die internationale Norm DIN EN 60335-2-69 überführt, die seit 1998 Bewertungsgrundlage für die Maschinen ist. Danach existieren nur noch die drei Staubklassen L, M und H für trockene, gesundheitsgefährliche, nicht brennbare Stäube sowie eine zusätzliche Eignungseinstufung für brennbare Stäube.

Entscheidend für die Einstufung in eine Staubklasse ist der maximale Durchlassgrad (Menge des Staubs, der nicht vom Filter zurückgehalten wird) an Staub, den die Filter der mobilen Staubsauger und Entstaubungsanlagen erzielen. Er reicht von < 1% für Klasse L über < 0,1 % für Klasse M bis zu < 0,005 % für Klasse H. Bei entstehenden Stäuben der Klasse M muss zudem eine staubarme Entsorgung gewährleistet sein. Zur Staubklasse H zählen krebserregende Stäube wie Asbest, Arsen und Blei aber auch mit Bakterien und Keimen oder Schimmel kontaminierte Stäube. Die Staubklasse H fordert eine Messung der Luftgeschwindigkeit und staubfreie Entsorgung; für Asbest bestehen Zusatzanforderungen.

Rot-Weiß-gestreifte Aufkleber mit den entsprechenden Buchstaben an den Industriesaugern oder an zentralen Absauganlagen/Filteranlagen lassen erkennen, für welche Staubklasse das jeweilige Gerät zertifiziert ist. Für die Betriebe gilt darüber hinaus der Arbeitsplatz-Grenzwert (AGW), der bei leicht gefährlichen Stäuben der Klasse L > 1mg/m³ sein darf, bei mittel gefährlichen Stäuben der Klasse M > 0,1 mg/m³ und bei hoch gefährlichen Stäuben der Klasse L < 0,1 mg/m³.

Erfahren Sie neben der Staubbeseitigung auch mehr zur Wasserreinigung in STEIN im Oktober 2015.

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Sie sind mit dem Gefühl groß geworden, etwas Besonderes zu sein. Aufmerksamkeit, Förderung und Lob der Eltern, Mitsprache und -entscheidung in der Familie spielten von klein auf eine Rolle, später waren Diskussionen mit Lehrern und Professoren ganz normal. Sie wurden zur Selbstständigkeit erzogen und sind es gewohnt, mit Autoritäten auf Augenhöhe zu sprechen. Sie haben hohe Ansprüche an sich und das Leben und an die Arbeit. Werte wie Familie, Freundschaft und Freizeit sind ihnen wichtiger als Führungspositionen, Managergehälter oder sonstige monetäre Anreize. Sie treten selbstbewusst auf und wissen um ihren Wert, auch, weil der demografische Wandel und der Fachkräftemangel es für die Unternehmen notwendig macht, stärker auf sie einzugehen. Von ihrer Arbeit erwarten sie interessante Projekte, schnelle Aufstiegsmöglichkeiten und eine ausgeglichene Work-Life-Balance: Die Rede ist von der „Generation Y“. Als „Generation Y“ werden meist alle Geburtsjahrgänge zwischen 1981 und heute bezeichnet. Die jungen Menschen dieser Generation werden ebenso häufig auch als „Digital Natives“, also „digitale Eingeborene“ bezeichnet, wegen ihrer Affinität zu den digitalen Medien wie Computern, Internet, Mobiltelefonen, MP3-Playern usw., mit denen sie groß geworden sind. Im Gegensatz dazu werden Menschen, die diese Dinge erst im Erwachsenenalter kennengelernt haben, als „Digital Immigrants“ (dt.: „digitale Einwanderer“) bezeichnet.
Die „Generation Y“ folgt auf die sogenannte „Generation X“, die zwischen 1965 und 1980 geborenen, und die Generation davor, die sogenannten „Babyboomer“, die zwischen 1946 und 1964 geboren sind.

Sie werden die Arbeitskultur radikal umkrempeln

Die „Ypsiloner“ erobern seit einiger Zeit die Unternehmen, wo sie eine Zeit lang Seite an Seite mit der bislang dominanten „Babyboomer“-Generation arbeiten, die sie dann bald ablösen werden. In einigen Jahren wird die „Generation Y“ weltweit jeden zweiten Arbeitnehmer stellen. „Dies ist die anspruchsvollste und selbstbewussteste Generation seit Langem“, sagt Anders Parment von der Stockholm University School of Business, der ein Buch über die Ypsiloner geschrieben hat. Sie wird die Arbeitskultur in den Unternehmen radikal umkrempeln und damit vor dem Hintergrund des demografischen Wandels als wichtigstem Gesellschaftstrend zu einem weiteren wichtigen Trend, dem Wertewandel in der Gesellschaft, beitragen. „In den Werten sowie Denk- und Handlungsmustern der ‚Generation Y‘ spiegeln sich die Entwicklungen und Trends in unserer Gesellschaft und Arbeitswelt wider“, schreibt Prof. Dr. Jutta Rump vom Institut für Beschäftigung und Employability in Ludwigshafen.

Die Eltern waren für sie „Workaholics“

Um die „Generation Y“ zu verstehen, hilft ein Blick in deren Sozialisation: Aufgewachsen mit Eltern der „Babyboomer“-Generation bekamen und bekommen sie mit, wie hart diese für ihre Rente arbeiteten. Die Eltern gelten für sie nicht selten als „Workaholics“. Werte wie Freizeit und Familie standen in dieser Generation hinten an. Zeit hatten sie allenfalls für ihre Enkel, doch den Kindern der „Babyboomer“-Generation steckt der Mangel an Zuneigung und Zeit ihrer beruflich voll engagierten Eltern tief in den Knochen. Ein abschreckendes Bild: So möchte die „Generation Y“ es keinesfalls mit ihrer eigenen Familie machen und distanziert sich ganz bewusst von der Haltung ihrer Eltern „Leben, um zu arbeiten“. Viele der nach 1980 Geborenen sind in wohlhabenden Doppelverdienerhaushalten aufgewachsen, nicht selten als einziges Kind. Eine strenge Familienhierarchie haben sie meist nicht kennengelernt. Im Gegenteil: Die „Generation Y“ durfte von Kindesbeinen an mitentscheiden. Und so vertreten sie selbstbewusst ihre Bedürfnisse – auch in Unternehmen.
Für die „Generation Y“ gibt es Wichtigeres im Leben als Arbeit, Arbeit und noch mal Arbeit. Sie haben erfahren, dass Wachstum, Geschwindigkeit und immer neue Rekorde, was die Wirtschaft lange diktierte, zwar immer mehr Wohlstand gebracht haben, aber auch viele Probleme, gesundheitlich und zwischenmenschlich. Jetzt stürmt eine Generation die Arbeitsplätze, die wirtschaftlich satt ist, die im Konsumdiktat aufgewachsen ist und die mit angesehen hat, wie ihre Eltern, die heute 50- bis 60-Jährigen sich für die Arbeit aufopferten und ihr Privatleben hinter die Kar-riere zurückstellten.

Zeit für die Familie und anderes

So fordern die Ypsiloner beispielsweise nachdrücklich ein Privatleben, das diesen Namen verdient. Das Familienbild definiere sich neu, konservative Werte würden wiederentdeckt. „Familie genießt höchste Priorität“, schreibt Christian Schmidt, Chirurg und medizinischer Geschäftsführer der Kliniken der Stadt Köln in einem Artikel mit dem Titel „Generation Y“ im Fachmagazin „Der Anästhesist“. Der Mediziner weiß, wovon er spricht: Für seine Publikation zu Rekrutierung, Entwicklung und Bindung der Generation Y hat Schmidt Erkenntnisse dokumentiert, die weltweit über die nach 1980 Geborenen vorliegen. Gesammelt wurden sie von Unternehmensberatungen, Arbeitsgruppen an Ministerien und soziologischen Instituten.
Die Vertreter der „Generation Y“ sind nach Schmidts Literaturrecherche durch ein hohes Selbstbewusstsein gekennzeichnet, reagieren manchmal aber auch empfindlich auf Kritik: Er mutmaßt, weil sie von den „Babyboomern“ übermäßig gelobt wurden. Schmidt charakterisiert die „Generation Y“ so: „Sie hat ein hohes Anforderungsprofil an den Arbeitsplatz, lehnt sowohl Hierarchien als auch Absitzen von Arbeitszeit ab. Überstunden müssen sehr gut begründet werden.“ Und er warnt: „Die Generation Y wechselt eher den Job, als sich anzupassen.“

 

Mehr über die Generation Y und was sie von ihren zukünftigen Arbeitgebern erwarten, erfahren Sie im neuen aktuellen STEIN!

 

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