Schöne Rückseite

Das Architekturbüro Fala Atelier, früher das jüngste der jungen europäischen Architekturbüros, ist inzwischen eines der etabliertesten in Portugal. Für die Sanierung eines verlassenen Reihenhauses in Portugal entwarfen die nicht mehr ganz so jungen Wilden eine Fassade mit geometrischen Formen aus grünem, grauen und weißen Marmorplatten

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Die neu gestaltete Fassade wurde mit vertikal verlegten grünen, grauen und weißen Marmorplatten verkleidet.
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Die aufwendige Rückfassade soll die Tradition der repräsentativen bürgerlichen Fassade ironisch kommentieren.

Ein verlassenes Reihenhaus in Porto aus dem 19. Jahrhundert sollte in vier unabhängige Einzimmerwohnungen unterteilt werden. Die Architekten entschieden sich für vier gleiche Wohneinheiten. Deren Hauptraum wird durch eine Reihe von Architekturelementen – eine Treppe, bunte Türen, zweifarbiges Parkett, gebogene Wände und Decken – gegliedert. Vom Haupteingang führt ein langer, gewundener Flur zum Treppenhaus oder zum Hinterhof und erschließt damit alle Wohnungen. Die Hauptfassade zur Straße hin wurde saniert und teilweise neugestaltet, die Fassade auf der Rückseite ist komplett neu. Die Straßenfassade wurde mit grünen und weißen Marmorplatten verkleidet, die durch ihre abstrakten geometrischen Formen einen starken Kontrast zu den historischen Fenster- und Türrahmen aus Granit bilden. Die Fassade auf der Rückseite ist mit vertikalen Streifen aus grünem, weißem und grauem Marmor verkleidet. Sie stellt die Tradition der repräsentative bürgerliche Straßenfassade auf den Kopf und wird von den Architekten ironisch als „unnötig stolz und üppig“ bezeichnet. Das Projekt wurde 2017 fertigstellt.

Alle Bilder: Ricardo Loureiro

Noch mehr architektonische Lösungen mit Natursteinfassaden gibt es in der Ausgabe 04 des STEIN-Magazins.