Skulptur des Monats: Auf der Kippe

Stein Magazin
Stuttgart

Jens Trimpin

 

Jens Trimpins Skulptur lässt sich nicht auf den ersten Blick erfassen. Indem der Künstler und Bildhauer alle Seiten des Syenit-Blocks (ohne Titel) unterschiedlich gestaltet, bringt er visuelle Dynamik in den massiven Stein. Die Skulptur wird derzeit in der Ausstellung „Jens Trimpin. Skulpturen aus vier Jahrzehnten“ im Städtischen Museen Heilbronn gezeigt.

Zu der Arbeit des Künstlers gehören mehrere Skulpturen, die mit der Wahrnehmung spielen. Um das Objekt zu erfassen, muss sich daher auch der Betrachter bewegen. So wird die Skulptur dreidimensional – wobei die „Bewegung“ auch ein Verweis auf Gewicht und Schwerkraft des Steins ist.

Als Grundformen dienen Würfel, Quader und Stelen – die bevorzugt aus Marmor, Granit und Syenit bestehen. Jens Trimpin arbeitet ohne Vorzeichnung und ohne plastischen Entwurf direkt in den Stein (taille directe). Dafür nutzt der Mannheimer Künstler klassische Mittel wie Hammer, Spitz- und Flacheisen.

Diana-Kasko-Chocolate-Block
Dezember 2017: Pastry Art. Foto: Diana Kasko
German-Design-Award-Stone-Plant-Sculpture
November 2017: Stone Plant Sculpture. Foto: Franken-Schotter & Bruns Pflanzen-Export / Quelle: Rat für Formgebung
Marc-Reist-Globo-Uopvo-Marmor-Skulptur
Oktober 2017: Das Globo Uovo auf der Dachterrasse des Centre Dürrenmatt Neuchâtel. Foto: Emanuel Stotzer
Weintheke-Schmitt-Design-Sandstein-Onyx-MHK-Kaiserslautern
September 2017: Weintheke, Christian Schmitt, Cottaer-Sandstein
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August 2017: „Rocksound“. (Screenshot: cyrcus.it)
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Juli 2017: „Gefiederte Schlange“ von der Münchner Bildhauerin Maria Rucker (Foto: STEIN/Friederike Voigt)

Ausstellung

Das Städtischen Museen Heilbronn zeigt die Arbeiten des Künstlers in der Sonderausstellung „Jens Trimpin. Skulpturen aus vier Jahrzehnten“. Der Bogen spannt sich von frühen, noch grob behauenen Marmorarbeiten der 1970er- und 1980er-Jahre, bis zu Skulpturen der letzten zehn Schaffensjahre. Die Ausstellung findet bis 28. Januar 2018 statt.

Hier sehen Sie die Skulpturen der letzten Monate:

Diana-Kasko-Chocolate-Block
Dezember 2017: Pastry Art. Foto: Diana Kasko
German-Design-Award-Stone-Plant-Sculpture
November 2017: Stone Plant Sculpture. Foto: Franken-Schotter & Bruns Pflanzen-Export / Quelle: Rat für Formgebung
Marc-Reist-Globo-Uopvo-Marmor-Skulptur
Oktober 2017: Das Globo Uovo auf der Dachterrasse des Centre Dürrenmatt Neuchâtel. Foto: Emanuel Stotzer
Weintheke-Schmitt-Design-Sandstein-Onyx-MHK-Kaiserslautern
September 2017: Weintheke, Christian Schmitt, Cottaer-Sandstein
Play Panca 3_scrnsht cyrcus.it
August 2017: „Rocksound“. (Screenshot: cyrcus.it)
Saeule-Rucker_5
Juli 2017: „Gefiederte Schlange“ von der Münchner Bildhauerin Maria Rucker (Foto: STEIN/Friederike Voigt)
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Das Bochumer Architekturbüro soan architekten hat die sandsteinfarbene „Alte Kirche“ in Bochum-Wattenscheid saniert und durch einen Anbau erweitert. Während in dem historischen Gebäude der Boden mit Platten aus regionalem Ruhrsandstein neu verlegt wurde, schmückt dunkler armenischer Basalt die Grundstücksmauer sowie die Fassade und den Boden des Neubaus.

Wie auf einer kleinen Insel, leicht erhöht und von einer langen Grundstücksmauer umgeben, steht die schlichte denkmalgeschützte Alte Evangelische Kirche im Bochumer Stadtteil Wattenscheid. Seit letztem Jahr ergänzt ein moderner anthrazitfarbener Anbau, entworfen vom Bochumer Architekturbüro soan architekten, das historische Gebäude. Das kleine, kontrastreiche Ensemble dient den Gläubigen als Gemeindezentrum.

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Die „Alte Kirche“ mit ihrer sandsteinfarbenen Natursteinfassade ist umgeben von einem neuen Anbau und einer Mauer aus armenischem Basalt. (Foto: soan architekten boländer hülsmann gbr, Roman Weis)
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Ein schöner Kontrast: Die helle hammergerechte Ruhrsandsteinfassade und die antrazithfarbene lineare Fassade des Neubaus. (Foto: soan architekten boländer hülsmann gbr, Roman Weis)
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Auch im Inneren des Anbaus findet sich der armenische Basalt in Form von Bodenplatten wieder. (Foto: soan architekten boländer hülsmann gbr, Roman Weis)
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Ein rechteckiger Durchbruch im ehemals zugemauerten Rundbogen dient als neuer Zugang zur alten Kapelle. (Foto: soan architekten boländer hülsmann gbr, Roman Weis)
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Neuer Ruhrsandstein schmückt den Boden der „Alten Kirche“. (Foto: soan architekten boländer hülsmann gbr, Roman Weis)

Der eingeschossige Anbau mit seiner dunklen Fassade aus massiven Basaltsteinen steht in schönem Kontrast zu der kleinen „Alten Kirche“ mit ihrer hellen Außenhülle aus hammergerechten Ruhrsandsteinen. L-förmig konzipiert, scheint der Neubau sich wie ein Arm um das historische Bauwerk zu legen. Der schlichte, lichtdurchflutete Saal der „Alten Kirche“ hat im Zuge der Baumaßnahmen neue Bodenplatten aus regionalem Ruhrsandstein bekommen. Einige noch recht gut erhaltene Steinelemente wurden aussortiert und mit großer Sorgfalt wie ein Puzzle um den Altarbereich wieder neu verlegt. Die restliche Bodenfläche wurde mit neuen Platten ausgestattet. Den hierfür verwendeten Ruhrsandstein haben die Steinbruchbetriebe Grandi aus Herdecke geliefert, während alle Natursteinarbeiten des Projekts von Hanser + Pfafferott aus Kaarst vorgenommen wurden.

Wie die großen anthrazitfarbenen Namenstafeln auf dem „Platz des europäischen Versprechens“ in Bochum kommt auch der Basalt für das neue Gemeindezentrum aus Armenien. Aber nicht nur die Verkleidung der Fassade ist aus armenischem Basalt, sondern auch die verwendeten Bodenplatten – sowohl im Inneren des Anbaus als auch im Außenbereich. Die ursprüngliche Grundstücksmauer aus dem 19. Jahrhundert war statisch instabil geworden und musste abgetragen werden. Das bestehende Bild der idyllischen Kirche, die wie auf einem kleinen Podest thront, sollte beibehalten werden.

Die vereinzelten Ausblühungen, die man momentan vor allem an der Grundstücksmauer sieht und die den idyllischen Anblick etwas trüben, werden durch wasserlösliche Salze aus dem Mörtel verursacht. Sie werden aber durch den Regen im Laufe der Zeit abgewaschen, ansonsten können sie auch einfach abgebürstet werden. Ein kleiner Wermutstropfen sind die in drei verschiedenen Farbtönen verlegten Betonwerksteine links neben dem Eingang. Insgesamt ergibt sich aber, trotz einiger Kleinigkeiten, ein stimmiges, schönes Ensembles, das durch die kontrastreiche, aber dennoch zurückhaltende Gestaltung lebt.

Erfahren Sie mehr über die Sanierung der “Alten Kirche” in Bochum in STEIN im November 2016.

50 Jahre edles Design

Stein Magazin

Draenert fertigt seit 1968 anspruchsvolle Design-Möbel aus Naturstein, Holz, Glas, Metall und Leder. Auf der diesjährigen internationalen Möbel- und Einrichtungsmesse „imm cologne“ hat das Unternehmen viele Neuheiten vorgestellt, unter anderem „Night“ – ein Nachttisch aus Naturstein und Leder.

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NIGHT – ein Nachttisch aus Naturstein und Leder – ist in über 180 Steinsorten und über 90 Lederfarben vorrätig. Foto: DRAENERT
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Materialmix aus Naturstein und Massivholz mit metallischen Elementen: die Beistelltische TOTEM. Foto: DRAENERT

Totem-Beistelltisch mit ausgefallener Kombination

 

Die internationale Möbel- und Einrichtungsmesse imm cologne, die vom 14. bis 20. Januar 2019 in Köln stattfand, ist eine der weltweit größten Branchenveranstaltungen. Vertreten war dort auch die Möbeldesign-Manufaktur Draenert. Gezeigt wurde eine Retrospektive über 50 Jahre Draenert – 2018 feierte das Unternehmen sein 50-jähriges Bestehen – und viele neue Produkte wie „Night“ – ein edler Nachttisch mit Ablagefach. Ring und Unterbau in filigran anmutendem messingfarbenem Metall sorgen für die Eleganz dieses Stückes. Der Clou: Mit einer leichten Drehbewegung lässt sich das Ablagefach öffnen und bietet auf zwei Ebenen Raum für Lieblingsdinge. „Night“ ist ein zwei Höhen und 180 Steinsorten erhältlich und ein stilvoller Begleiter zu verschiedenen Betten. 

Vorgestellt wurde auch der Beistelltisch „Totem“ aus Stein und Holz mit goldfarbenen Elementen. Das Wort Totem kommt aus der indianischen Sprache und bezieht sich auf eine soziale Beziehung, der Zugehörigkeit zu einer Familie oder einem Stamm. Die Totem-Tische sind wie die Mitglieder einer Familie: ähnlich, aber jeder Einzelne ist anders. Stein, Holz und die metallischen Elemente kommen aus der Natur und wurden so kombiniert, dass ein „vibrierendes“ Gesamtbild entsteht.

50 Jahre Designmanufaktur

Die Draenert Manufaktur für Design-Möbel wurde 1968 von Karin und Dr. Peter Draenert gegründet. Inzwischen wird das Familienunternehmen in der zweiten Generation von Dr. Patric Draenert mit über 60 Mitarbeitenden geführt. In einer Manufaktur in Immenstaad am Bodensee werden exklusive Designmöbel – Esstische, Couch- und Beistelltische aus Naturstein, Holz, Glas und Metall mit patentierten Auszugsfunktionen hergestellt und in über 50 Länder exportiert. Es gibt eine riesige Steinsammlung mit 200 Natursteinsorten aus der ganzen Welt.