Im Kunsthaus Zürich werden anlässlich des 50. Todestages von Alberto Giacometti (1901 – 1966) Werke des weltbekannten Künstlers vom 28. Oktober bis 15. Januar 2017 ausgestellt. In der Ausstellung „Alberto Giacometti. Material und Vision – Die Meisterwerke in Gips, Stein, Ton und Bronze“ werden vor allem seine bildhauerischen Arbeiten gezeigt. Wie auch unsere Skulptur des Monats November „Homme“.
In der Ausstellung werden insgesamt 150 Werke auf über 1.000 Quadratmetern präsentiert. Im Fokus stehen 75 Originalgipse, die Giacometti in seinem Atelier gestaltet hat und bisher nur selten der Öffentlichkeit gezeigt wurden. 2006 wurden die Werke von seinem Bruder Bruno und dessen Frau Odette Giacometti der Alberto-Giacometti-Stiftung, die sich im Kunsthaus Zürich befindet, geschenkt. Das Kunsthaus Zürich restaurierte die zum Teil beschädigten Arbeiten für die exklusive Ausstellung.
Neben den vielen Gipswerken sind in der Ausstellung auch zahlreiche Arbeiten aus anderen Materialien, wie Ton oder Marmor sowie Bronzegüsse zu sehen. Das 46,5 x 32 x 12 Zentimeter große Werk „Homme“ von Giacometti stammt aus dem Jahr 1927 – einer Zeit seiner ersten avantgardistischen Jahre von 1925 bis 1929. Die Skulptur wurde in seinem Pariser Studio aus weißem Marmor gefertigt. Dort gestaltete der bekannte schweizer Bildhauer auch viele weitere Köpfe und Figuren aus Ton, Gips, oder Marmor.
Der Maler und Bildhauer benutzte oft Gips für seine Werke. Durch das Material konnte er seine Objekte auch noch im fertigen Zustand weiter bearbeiten und bemalen. In der Ausstellung wird ein neuer Blick in seinen kreativen Schaffensprozess gewährt – von den frühen Arbeiten bis hin zu den bedeutendsten Werken der Spätzeit. Erfahren Sie mehr über die Ausstellung von Alberto Giacometti im Kunsthaus Zürich.
Hier sehen Sie die Skulpturen der letzten Monate:
Oktober 2016: Der liegende Eisbär aus Carrara Marmor von Peter Hecht. (Foto: Peter Hecht)September 2016: Die Skulptur „Traumsaat“ aus grünlichem Diabas von Emanuel Wagner. (Foto: Steinmetz Hans Wagner KG)August 2016: Die Schwingungen der Skulptur „Steinskúfa“ von Karin Reichmuth versetzen sie in Bewegung. (Foto: Þröstur Eggertsson)Juli 2016: „Nautilus“ aus Marmor von Ulrike Glaubitz. (Foto: Künstlerin)Juni 2016: „Hände“ aus Carrara Marmor von Sabine Harborth . (Foto: Künstlerin)Mai 2016: „Die Träumende“ von Florian Widmann aus Untersberger. (Foto: Birgit Rilk)April 2016: „Der goldene Schlüssel“ von Ralf Ehmann in Hanau. (Foto: Künstler)März 2016: Die Skulptur „Letzter Herzschlag“ aus Portokalk von Julia Dietrich auf dem Friedhof in Lauterhofen. (Foto: Künstlerin)Februar 2016: „Wa(a)gnis Geometrie“, Figurenensemble aus Anröchter Grünkalkstein, von Ina Michalski. (Foto: Künstlerin)Januar 2016: „Sternenhimmel“, eine hängende Skulptur aus Carrara Marmor und Blattgold, von Riccardo Atta. (Foto: Künstler)Dezember 2015: Der „Zeitstein“ von Steinmetzmeister Sebastian Langner auf dem Ottensteinplatz in Wittlich, Skulptur des Monats 2015. Jan MußweilerNovember 2015: „Sun Up“ von Günter Schinn. (Foto: Franziska Schinn)Oktober 2015: Eine Familienstele als Gartenskulptur von Kathrin Post-Isenberg. (Foto: Künstlerin)September 2015: Hexendenkmal in Eichstätt von Rupert Fieger. (Foto: Heinrich Stürzl)August 2015: Boot-Skulptur aus anröchter Sandstein von Christine Prinze. (Foto: Stahl + Stein)Juli 2015: Schale aus Auerkalk von Katja Stelljes. (Foto: Stefan Schmiedbauer)Juni 2015: Handgefertigter Spiegel mit Diabas-Rahmen von Christof Göppner. (Foto: Künstler)Mai 2015: Die Skulptur „Rigoletto“ von Mario P. Valdini. (Foto: Münster)April 2015: Die 70 cm hohe Skulptur aus Mainsandstein von Steff Bauer. (Foto: Natursteinwerk Graser Bamberg)
Der italienische Flächenspezialist Fila investiert über zehn Prozent seines Jahresumsatzes in die Forschungs- und Entwicklungslabore, um regelmäßig Studien zu Themen wie Reinigung, Schutz und Pflege durchführen zu können. Nun hat das Unternehmen untersucht, wie Tuffstein-Oberflächen mit einer entsprechenden Schutzbehandlung und Unterhaltspflege langfristig erhalten werden können.
Ein Tuffstein, der ein Jahr lang im Auβenbereich gelassen wurde. Links behandelt mit wasserabweisendem Schutz, rechts unbehandelt und mit Grünbewuchs. (Foto: Fila Industria Chimica Spa)Die Aufnahme mit einem Rasterelektronenmikroskop zeigt eine einzellige Alge des Tuffsteins. (Foto: Fila Industria Chimica Spa)Die REM-Aufnahme zeigt ein Detail der Schimmel, die die unbehandelte Oberfläche angegriffen haben. (Foto: Fila Industria Chimica Spa)Verschiedene wasserabweisende Schutzbehandlungen reduzieren die Wasseraufnahme langfristig. (Foto: Fila Industria Chimica Spa)Der Kontakt mit Wasser eine Stunde nach der Awendung. Das Finishprodukt von Fila verhindert die Wasseraufnahme anhand einer korrekten Filmbildung und der Wirkung als „Porenfüller”. (Foto: Fila Industria Chimica Spa)Der Flächenspezialist Film investiert jährlich über 10 Prozent seines Umsatzes in die Forschung und Entwicklung. (Foto: Fila Industria Chimica Spa)
Verwitterungserscheinungen von Tuffstein
Unter Tuff oder Tuffstein versteht man weiche Natursteinsorten aus Süditalien, wie weiche Kalksteine, extrem stark saugende Travertine, aber auch brüchige Sandsteine. Dennoch ist Tuffstein, petrografisch gesehen, ein Gestein vulkanischen Ursprungs. Tuff entsteht durch die Aufschichtung von Auswurfsprodukten bei einer vulkanischen Eruption an der Erdoberfläche. Die überlagernden Tuffschichten verfestigen sich mit der Zeit zu einem festen Gestein. Tuff ist ein besonders beliebter Naturstein im Außenbereich und wird zur Fassadenverkleidung, als Mauerelement oder im Garten- und Landschaftsbau verwendet. Aber auch im Innenbereich, als Wandgestaltungselement im historischen oder modernen Ambiente, wird das Material eingesetzt.
Auf Grund seiner Porösität ist das Weichgestein besonders für Witterungseinflüsse anfällig. Aber auch andere Einflussfaktoren, wie Temperatur, Feuchtigkeit, Wind und Regen, tragen zur Verwitterung des Natursteins bei. Wasser stellt dabei die Hauptursache dar. Unterschiedliche physikalische, mechanische und biologische Mechanismen werden durch Wassereinwirkung hervorgerufen. Die sichtbarsten Verwitterungsphänomene bei Tuff und Weichgestein sind zum einen der Verfall, der durch Staubbildung und durch die Ablösung kleiner Materialfragmente deutlich wird. Zum anderen wird das Material durch den mikrobiellen Befall, also durch den Angriff von Mikroorganismen, wie Schimmel, Algen und Flechten, besiedelt und beschädigt.
Verwitterungsschäden im Außenbereich vorbeugen
Fila ist in seiner Studie der Verwitterungshauptursache, der Wassereinwirkung, nachgegangen und hat herausgefunden, dass mit Hilfe von wasserabweisenden Schutzmitteln, wie dem HYDROREP und HYDROREP ECO von Fila, mit Bewuchsschutzwirkung der Tuffstein widerstandsfähiger wird – die Wasseraufnahme und die Besiedelung mit Mikroorganismen werden reduziert. Durch den Einsatz von wasserabweisenden festigenden Produkten, wie dem Schutzmittel SALVATERRAZZA, wird der Naturstein zusätzlich gekräftigt und die Struktur des Materials wiederhergestellt.
Staubbildung im Innenbereich verhindern
Damit die Optik von Innenwänden trotz Staubbildung und der Freisetzung kleiner Materialfragmente bewahrt wird, hat Fila das matte Finish-Produkt für Naturstein und Cotto, FILAMATT entwickelt. Für ein wohngesundes Raumklima ist es wichtig, ein wasserbasiertes Produkt einzusetzen, das die Kompaktheit des Materials wiederherstellt und einen leichten Film auf der Oberfläche hinterlässt, der vor Staub schützt und die Pflege erleichtert.
Die Ergebnisse der Studie lassen sich jedoch auch auf andere Materialien mit hoher Wasseraufnahmefähigkeit übertragen, darunter Kalksteine, Marmor, Granite, Klinker, Ziegel oder Putze. Diese unterliegen im Laufe der Zeit den gleichen Verfallserscheinungen.
Erfahren Sie mehr über den Flächenspezialisten Fila.
Das Trierer Büro Architektur 9+ plante und realisierte ein Kloster aus Kalkstein am See Genezareth in Israel.
Fährt man über die Asphaltstraße zum biblischen Ort Kapharnaum, wird einem das neue Kloster kaum auffallen – es ist perfekt in die Landschaft am See Genezareth eingepasst. Der robuste Kalksteinbau liegt direkt am Fuß des Bergs der Seligpreisung, dort wo Jesus seine berühmte Predigt gehalten und unten am See das Wunder der Brotvermehrung gewirkt haben soll. Schon lange steht dort eine Kirche, die Gläubigen aus aller Welt zum Gebet dient. Zehntausende von Pilgern machen jedes Jahr hier Station auf ihrer Reise durch das Heilige Land.
Eine Herausforderung für die Mönche, die seit vielen Jahren diesen Ansturm bewältigen müssen. Das alte baufällige Kloster war keine angemessene Bleibe mehr für sie. So beschloss der Deutsche Verein vom Heiligen Land, ein neues Kloster zu errichten, und beauftragte die Trierer Architekten Alois Peitz, Hubertus Hillinger und Susanne Hoffman-Hillinger. „Das war wirklich nichts Alltägliches“, sagen die drei unisono. „Ein Kloster für die Menschen des 21. Jahrhunderts, gleichzeitig aber in benediktinischer Tradition – das macht man nur einmal im Leben.“
Zehn Jahre dauerte es alles in allem: vom Masterplan bis zur Einweihung. Ganz in Anlehnung an den klassischen St. Gallener Klosterplan der Benediktiner aus dem 9. Jahrhundert entstanden zwölf Mönchszellen, ein Refektorium, ein Kapitelsaal, ein Oratorium, eine Bibliothek, eine Rekreation, Gästezimmer und eine Küche. Das Kloster ordnet sich architektonisch der Kirche unter, die Höhe orientiert sich an ihrem Giebel. Auch die Baustoffe sind die gleichen: Kalkstein aus Hebron, mit Kalksplitt angereicherter Beton, Holz und rote, stark reflektierende Tonziegel. „Es sind zwar die gleichen Materialien“, erklärt Susanne Hoffman-Hillinger, „aber modern bearbeitet – gesägt, geschliffen oder poliert. Damit ändert sich der Glanz und die Farbe von Kalkstein und Ziegeln.
Auf den Fußböden wurden unterschiedlich große Platten verlegt und an den zurückgesetzten Außenfenstern Steinstelen angebracht – orientalische, filigrane Elemente in dem Gebäude, das sonst eher massiv wirkt. Die Oberflächen der Außenwandbekleidung sind fein gespitzt. Und durch kleine Rücksprünge in der Fassade von nur einem Zentimeter Bänderung ergeben sich, bedingt durch die Lichtverhältnisse in Israel, starke, kontrastreiche Akzentuierungen. Im Inneren des Klosters schafft die Symbiose von Beton und Naturstein außergewöhnliche Effekte: Die Oberflächen der Betonkonsolen und Sichbetondecken sind gestockt. Dadurch kommen die hellen Zuschlagstoffe des Kalksteins zum Vorschein.
Der heimische „Jarraa fateh“-Kalkstein kommt aus Jamaain, Nablus City, Israel. Die Oberflächenbearbeitung variiert: Der Stein wurde gesägt, geschliffen oder poliert.
„Bauen im Heiligen Land heißt auch mit anderen Lichtverhältnissen“, sagt Hubertus Hillinger. „Es gibt weltweit kaum Orte, die heller sind als die Gegend rund um den See Genezareth.“ Daher muss das Kloster ausreichend Schatten spenden und die Maueröffnungen sind nach außen klein gehalten. Das Gebäude öffnet sich nach innen. Im Sommer bleibt es kühl, auch wenn die Hitze draußen 40 Grad erreicht; im Winter schützt es vor Kälte. In puncto Baudämmung und Isolation beschritten Peitz und Hillinger neue Wege. „Die mehrschaligen Wände sind 60 Zentimeter dick und die Kühlanlagen brauchen nur einen Bruchteil der dort sonst benötigten Energie“, erklärt Alois Peitz. Die Decken und Dächer statteten sie es mit einer Bauteiltemperierung als „Stille Kühlung“ aus und verwendeten Rohrregister, durch die kaltes Wasser läuft, das die Räume angenehm temperiert. „Die Energiekosten sind gering, weil die Dämmung so gut ist.“ Architekten aus Israel besuchten die Baustelle immer wieder, um Ideen für ihre eigenen Projekte aufzugreifen.
Lesen Sie mehr zum Kloster aus Kalkstein in Israel in STEIN im Mai 2015.
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