Spätere Rente auf dem Bau

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Anstieg des Rentenzugangsalters

Erhebungen der SOKA-BAU, die Sozialkassen der Bauwirtschaft, haben ergeben, dass das Renteneintrittsalter der Beschäftigten am Bau in den vergangenen Jahren gestiegen ist. Zurückzuführen ist dies auf die zunehmende Bedeutung der Regelaltersrente.

Das Rentenzugangsalter von gewerblich Beschäftigten am Bau lag 2015 bei 63,9 Jahren und von männlichen Arbeitnehmern in Westdeutschland bei 64 Jahren. Noch im Jahr 2000 lag die Differenz beider Werte bei rund einem Jahr. Es ist somit eine Annäherung des Renteneintritts in der Baubranche und im westdeutschen Schnitt festzustellen. „Insbesondere liegt dies an der steigenden Bedeutung der Regelaltersrenten. Deren Anteil hat sich in der Bauwirtschaft zwischen 2000 und 2015 deutlich von 3 % auf rund 24 % erhöht“, stellt die SOKA-BAU fest, sodass Beschäftigte am Bau später in Rente gehen. Gründe hierfür können unter anderem im verbesserten betrieblichen Gesundheitsmanagement liegen.

Dennoch bleibt festzuhalten, dass die Arbeit in der Baubranche besonders belastend für die Gesundheit ist. Wodurch auch der höhere Anteil der Erwerbsminderungsrenten am Bau, der im Jahr 2015 um 23 Prozent höher war als bei männlichen deutschen Arbeitnehmern, zu erklären ist.

Lesen Sie mehr über die Erhebungen der SOKA-BAU.

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Der nächste Schritt in die Zukunft



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wie die Zukunft der 55 kommunalen Friedhöfe gestaltet werden kann. (Foto: Angelika Schmitten)

Friedhöfe sollen ruhige Orte bleiben

Kulturraum Kölner Friedhöfe 2025: Die Ergebnisse des Onlineverfahrens liegen vor – den Bürgern sind die Themen “Begegnung” und “Umwelt” am wichtigsten.



In der aktuellen Ausgabe 11/2019 berichtet STEIN ausführlich über den Bürgerbeteiligungsprozess in Köln, den der Arbeitskreis Friedhöfe initiiert hat. Nun liegen die Ergebnisse der Onlinebeteiligung sowie der Rückmeldungen im Rahmen der Friedhofswoche vor. Das Büro für Öffentlichkeitsbeteiligung hat sie zusammengefasst und kürzlich vorgestellt. 

Insgesamt haben sich etwa 170 Bürger an dem Prozess beteiligt und 332 Einzelvorschläge eingereicht.

Die meisten Beiträge und Kommentare entfallen auf die Kategorien „Aufenthalt und Begegnung“ sowie „Natur und Umwelt“. Das Büro für Öffentlichkeitsbeteiligung hat laut eigenen Angaben Vorbehalte, die dabei aufgetreten sind, im persönlichen Gespräch, telefonisch und per E-Mail geklärt. Es bereitet aktuell alle Ergebnisse für den weiteren Beratungsprozess des Amtes für Landschaftspflege und Grünflüchen und des Arbeitskreis Friedhöfe auf.

Beim Beteiligungsprozess zeigte sich, dass viele Bürger sich bei neuen Nutzungsformen um die Friedhofsruhe sorgen. Die Organisatoren des Projektes haben dazu eine Online-Petition mit 800 Unterstützenden erhalten. Sie befürchten außerdem die “Eventisierung der Friedhöfe”.

Die Ängste sind allerdings unbegründet, denn aus dem Beteiligungsverfahren geht klar hervor, dass die Friedhöfe in erster Linie orte der Ruhe bleiben sollen. Sportliche Aktivitäten wird es auch in Zukunft nicht geben, das Hundeverbot bleibt bestehen.

Trauercafés und Naturlehrpfade

Kulturelle Veranstaltungen in den Trauerhallen und ein Friedhofscafé sind dagegen Vorschläge, die der Arbeitskreis in seine Überlegungen aufnimmt. Kriterium soll dabei sein, friedhofsaffine Veranstaltungen ohne kommerziellen Hintergrund auszuwählen. Auch die Hinweise, Angebote zur Trauerbewältigung zu schaffen und noch mehr ökologische Projekte auf den Friedhöfen zu realisieren, nimmt der Arbeitskreis in sein Konzept auf. Die Bürger haben dafür zum Beispiel Naturlehrpfade für Kinder und die Förderung von Schulkooperationen vorgeschlagen.

Ein Punkt, der sich erst durch das Beteiligungsverfahren gezeigt hat, ist das Bedürfnis der Bürger nach mehr “Sicherheit und Ordnung”. Der Arbeitskreis erwägt deshalb, ehrenamtliche Friedhofspaten einzusetzen. Das vollständige Konzept zur zukünftigen Ausrichtung der Kölner Friedhöfe bekommt der Ausschuss für Umwelt und Grün Ende November 2019 zur Beschlussfassung vorgelegt.

Volkstümlich und zeitgenössisch

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Yushu ist eines der wichtigsten religiösen Zentren Tibets. Hier befindet sich auch die buddhistische Stätte Jiana Mani, bekannt für ihre weltweit größte Ansammlung von Manisteinen. Das Projekt gewann den Zumtobel Group Award 2017 in der Kategorie „Young Professional“

Beim Erdbeben 2010 wurde der Bau beschädigt. Das chinesische Büro Team Minus baute das Zentrum als Jianamani Visitor Center wieder auf – heute wird es von Gästen, Pilgern und der lokalen Gemeinschaft genutzt. Besucher können sich über Jiana Mani und seine Geschichte informieren; den Bürgern von Yushu stehen ein Postamt, eine Klinik, öffentliche Toiletten sowie ein Forschungsarchiv zur Verfügung.

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Jian Mani im religiösen Zentrum Yushu. Foto: Bu Lai En
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Eingangsbereich des Besucherzentrums. Foto: Bu Lai En
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Südost-Fassade. Foto: Bu Lai En
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Elf Aussichtsplattformen umschließen einen Innenhof. Foto: Bu Lai En
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Mönche bei einer buddhistischen Feier. Foto: Rongqing Chen

Nach tibetischer Tradition

Im Laufe ihrer über 300-jährigen Geschichte haben sich an dieser Stätte des tibetischen Buddhismus mehr als 250 Millionen Manisteine angesammelt. Täglich fügen Pilger neue hinzu. Für die Einheimischen ist Jiana Mani mit keiner anderen Stätte vergleichbar – auch weil über 40 Prozent der Einwohner ihren Lebensunterhalt mit dem Bearbeiten der Steine verdienen.

Die Materialien verweisen auf regionale Handwerkstechniken: Das Natursteinmauerwerk wurde aus denselben Felsen gebaut, aus denen auch die Manisteine gemeißelt werden. Dabei wurde die Dachterrasse teilweise aus recyceltem Erdbebenschutt wieder aufgebaut.

Auch die Form des Zentrums folgt der tibetanischen Tradition: Der Komplex besteht aus einem quadratischen Grundriss, welches einen zentralen Innenhof umschließt. Dieser dient als geschützter Raum für die Mönche. Auf elf Aussichtsplattformen begegnen sich Besucher und Einheimische – und haben einen Ausblick auf die historischen Stätten in der Umgebung.

Erhalt der lokalen Handwerkskunst

„Das Jianamani Visitor Center ist eine bemerkenswerte Mischung aus volkstümlicher und zeitgenössischer Architektur“, erklärte die Jury desZumtobel Group Award. „Nach dem Erdbeben von 2010 war es das erste Gebäude, das erbaut wurde und den Bewohnern von Yushu Arbeit und Hoffnung gab. Dass beim Bau die traditionellen Steinmauern verwendet wurden, trägt dazu bei, dass die lokale Handwerkskunst erhalten bleibt – gleichzeitig wird aber auch ein bewusster Blick in die Zukunft ermöglicht.“