AKEMI

Die Stonetec wurde zwar verschoben, doch die STEIN-Redaktion hat sich umgehört und präsentiert Ihnen in der Print-Ausgabe 06/2020 seit Ende Mai viele Neuigkeiten aus den Bereichen Werkstoff, Bauchemie, Tools & More sowie Kunstgießereien. Diese News erscheinen nun auch online – heute der erste Teil der Bauchemie:

Bei der chemisch technischen Spezialfabrik Akemi sollten auf der Stonetec 2020 zwei Neuheiten präsentiert werden:
• Die Imprägnierung Transformer Max mit extrem schneller und starker Farbtonvertiefung als Fortentwicklung aus dem früheren Transformer. Höhere Ergiebigkeit: 30 -50 m²/l (bei polierten Flächen), lebensmittelunbedenklich und witterungsbeständig, anwendbar für innen und außen. Besonders geeignet zur Farbanpassung von bearbeiteten (hellen) Kanten und Abtropfflächen an resinierten (dunklen) Flächen von Arbeitsplatten. Anwendungsfelder: Naturstein, Terrazzo, Betonwerkstein und Quarzkomposit. Steinoberflächen können gebürstet, satiniert, fein geschliffen oder poliert sein.
Professionelles Applikationszubehör, um die Pflegeprodukte für Naturstein, Quarzkomposit und Keramik perfekt auftragen zu können, wie mehrere Arten Mopps und Pads für unterschiedliche Anwendungen, passende Mopp- und Padhalter, Eimer, Teleskopstangen, Sprühköpfe und Auslasshähne. Akemi gibt an, bei der Auswahl dieses Zubehörs auf hohe Qualität, Langlebigkeit und einfache Handhabung geachtet zu haben. Weil durch diese Hilfsmittel Applikationsfehler vermieden werden, können die hochwertigen Bauchemie-Produkte ihre Wirksamkeit voll entwickeln.
www.akemi.de

CODEX

Der neue codex LS 1 besteht aus Zuglaschen und Keilen sowie einer robusten Metallzange. Foto: codex GmbH & Co KG
Das neue Profi-Nivelliersystem codex LS 1 besteht aus Zuglaschen und Keilen sowie einer robusten Metallzange. Foto: codex GmbH & Co KG
Der neue codex LS 2 mit Gewindelaschen und ergonomischen Zughauben kommt ohne zusätzliches Werkzeug aus. Foto: codex GmbH & Co KG
LS 2 heißt das neue Profi-Nivelliersystem mit Gewindelaschen und ergonomischen Zughauben von codex. Es kommt ohne zusätzliches Werkzeug aus. Foto: codex GmbH & Co KG

FILA

Codex hat aktuell sein Zubehörsortiment erweitert: Die neuen Profi-Nivelliersysteme heißen codex LS 1 und LS 2 und sind vorrangig dazu gedacht, bei der Verlegung von großformatigen Fliesen und Platten die Höhendifferenzen der einzelnen Elemente schnell und sicher auszugleichen, um eine perfekt ausnivellierte Fliesenoberfläche zu erhalten. LS 1 besteht aus Zuglaschen und Keilen sowie einer robusten Metallzange, (Belagsstärkenspektrum von 6 – 12 mm), LS 2 mit Gewindelaschen und ergonomischen Zughauben kommt ohne zusätzliches Werkzeug aus (geeignet für Beläge von 3 – 20 mm). Dank besonders leichtgängiger Zughauben soll ein Überdrehen kaum möglich sein, die offene Gestaltung ist reinigungsfreundlich, um Kleberreste zu entfernen. Es stehen Laschen für mehrere Fugenbreiten zur Verfügung, beim Zughauben-System codex LS 2 für Fugen von 1,5 oder 2,0 mm, im Keil-System codex LS 1 zusätzlich als dritte Option 1,0 mm. Beide Laschenvarianten können einfach unter der Fliese platziert werden. So entsteht auch ein Kantenschutz, der hohe Sicherheit beim Anlegen der Nachbarfliese bietet. Durch leichtes Anziehen der eingesetzten Keile bzw. Zughauben sollen ein müheloses und gut dosierbares Planziehen der Fliesenoberfläche gelingen und Überzähne vermieden werden. Zughauben und Keile sind nach Aushärten des Fliesenklebers durch leichtes Abschlagen, z. B. mit den Füßen, zu entfernen und mehrmals wiederverwendbar.
https://de.codex-x.com/

Das neue Desinfektionsmittel Rapidsan ist für alle Oberflächen geeignet und ausdrücklich für Naturstein, Engineered Stone und Feinsteinzeug ausgelobt. Foto: Fila Industria Chimica SPA
Das neue Desinfektionsmittel Rapidsan ist für alle Oberflächen geeignet und ausdrücklich für Naturstein, Engineered Stone und Feinsteinzeug ausgelobt. Foto: Fila Industria Chimica SPA
Das neue und biologisch abbaubare Desinfektionsmittel Sanifast mit Zitronenduft gibt es im Literkanister. Auch Sanifast ist für alle Oberflächen geeignet. Foto: Fila Industria Chimica SPA
Das neue und biologisch abbaubare Desinfektionsmittel Sanifast mit Zitronenduft gibt es im Literkanister. Auch Sanifast ist für alle Oberflächen geeignet. Foto: Fila Industria Chimica SPA

LITHOFIN

Ursprünglich wäre bei Fila auf der Stonetec 2020 sein neuer, besonders starker Fleckschutz MP90Eco Xtreme im Zentrum der Aufmerksamkeit gestanden. Merkmale: Laut Hersteller extrem leistungsstark und kaum vergleichbar mit den heute marktüblichen Schutzmitteln, da er auch bei vorhandener Restfeuchte einfach aufzutragen und schon nach nur zwei Stunden begehbar sein soll. Der UV-beständige Schutz eignet sich besonders für stark belastete Bereiche mit intensiver Beanspruchung durch Auswaschen, Verkehr- und Begehung. Durch die drastischen Auswirkungen der Covid-19-Pandemie angespornt, haben die italienischen Bauchemie-Experten nun jedoch noch zwei neue Desinfektionsreiniger auf den Markt gebracht, die nicht nur desinfizieren, sondern auch reinigen. Beide Produkte, Rapidsan und Sanifast, sind für alle Oberflächen geeignet und ausdrücklich für Naturstein, Engineered Stone und Feinsteinzeug ausgelobt. Fila unterstreicht, dass die Phasen Reinigung, Schutz und Pflege immer ineinandergreifen, auch unter dem Aspekt der Hygiene: Eine Desinfektion auf einem verschmutzten und angegriffenen Belag ist sinnlos, da diese nur kurzfristig wirkt. Die beiden neuen Desinfektionsreiniger eignen sich für Oberflächen praktisch aller Orten, von zu Hause über Schulen und Arbeitsumgebung bis hin zu medizinischen Einrichtungen. Das biologisch abbaubare Sanifast mit Zitronenduft gibt es im Literkanister (Karton mit sechs Stück, Ergiebigkeit 100 m2 bei Verdünnung 1:10, 1.000 m2 bei Verdünnung 1:100), es entfernt bis zu 99,9 Prozent der Keime von Bodenbelägen, gefliesten Wänden, Treppen und aus dem Sanitärbereich. Rapidsan kommt gebrauchsfertig in der 750-ml-Sprühflasche (ebenfalls Karton mit 6 Stück), ist besonders ökologisch ausgelegt, enthält Teebaumöl und eignet sich neben Stein und Keramik für eine Vielzahl denkbarer Oberflächen, zum Beispiel den Backofen, Kühlschrank, das Auto, Telefone, Büromöbel, Spielzeug, Türklinken oder Edelstahl-Armaturen. Beide Mittel sind auch für Räume geeignet, in denen Tiere leben. Sie wirken auch geruchsbeseitigend und raumlufterfrischend.
www.filasolutions.com/deu/

Das diesjährige Highlight für Lithofin ist die neue Website, welche nach einer 13-monatigen Projektlaufzeit live ging. Geschäftsführer Garvin Stingel erfreut sich der seither stetig wachsenden Besucherzahlen. „Ein Relaunch der Website war dringend erforderlich, da unsere ,alte‘ Website nicht mehr dem neuesten Standard entsprach“, so der Firmenchef, der das Unternehmen in dritter Generation leitet. „Dass die Seite auch auf mobile Endgeräte abgestimmt ist und für unsere Nutzer eine bestmögliche Nutzbarkeit bietet, war ein besonderes Augenmerk. Features wie die Produktdatenbank ,Lithofinder‘ sowie eine Händlersuche stehen weiterhin zur Verfügung. Diese wurden im Design und in der Handhabung angepasst.“ Umgesetzt wurde das Projekt überwiegend im firmeneigenen Marketing-Team in Zusammenarbeit mit einer Agentur aus Baden-Württemberg. Einen hohen Stellenwert hatte neben der Optimierung der Online-Produktdatenbank Lithofinder und der Händlersuche- Anwendung auch das Einbinden von Pflegeanleitungen und FAQ, welche den Nutzern die Reinigungssituation erleichtern und ihnen wichtige Grundlagen in der Steinpflege vermitteln.
www.lithofin.de

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Schweizer Sandstein

Stein Magazin

Die Schweiz ist ein Land der Vielfalt. Die Einwohner sprechen vier Amtssprachen – Deutsch, Französisch, Italienisch und Rätoromanisch. Multikulti ist kein Fremdwort: 24 Prozent der Schweizer sind ausländische Mitbürger. Und doch gilt die Schweiz als bodenständige Nation mit Traditionsbewusstsein. Man möchte seine Eigenheiten bewahren. Und so zeigt sich auch Schweizer Sandstein gern als alter Werkstein in neuem Gewand.

Foto© Bärlocher Steinbruch Steinbildhauerei

Im Steinbruch der Firma Bärlocher zum Beispiel, oberhalb der Rorschacher Bucht am Bodensee gelegen, bauen zwölf Mitarbeiter jährlich etwa 10.000 Kubikmeter Rorschacher Sandstein ab und spalten oder sägen ihn vor Ort auf die gewünschten Maße.
Erst kürzlich kam dieser Schweizer Sandstein im Wohnpark Giessen in Meilen zum Einsatz. Zwischen den Sichtbeton-Fertigelementen der Wohnhäuser befindet sich bruchraues Mauerwerk aus Rorschacher Sandstein. Die Sichtflächen und Stoßfugen sind gespalten, die Lagerflächen gespalten oder geflammt. Die Umsetzung des Vorsatzmauerwerkes im Schottischen Verband dauerte auf der Baustelle rund zehn Monate. Die Stoß- und Lagerfugen sind zwischen zwei Millimetern und maximal fünf Millimetern groß. Nach außen sind die Fugen offen, was den Eindruck eine Trockenmauer vermittelt, nach innen sind sie – aus Gründen der Stabilität – mit einem Spezialkleber für Naturwerksteinbeläge vollflächig verklebt.

Foto© Müller Naturstein AG

Am oberen Zürichsee, zwischen Schmerikon und Eschenbach, baut der Natursteinbetrieb Müller in dritter Generation Bollinger Sandstein ab. Der Name des Molassesandsteins leitet sich von der Ortschaft Bollingen ab, in deren Nähe die relativ großen Lagerstätten liegen. Diese Lagerstätten stehen heute nahezu senkrecht und werden daher im Schachtbetrieb, durch in die Tiefe getriebene Brüche, abgebaut. Die wirtschaftliche Abbautiefe liegt bei etwa 50 Metern. Dieser Aufwand lohnt sich nur, weil die Sandsteinschichten sehr mächtig und kaum gestört sind.
Der Abbau ist allerdings nicht das einzige Arbeitsgebiet der Müllers: 1992 investierten die Gebrüder Müller in eine Werkhalle, in der die Rohblöcke mittels Gattersägen, Diamantfräsmaschinen, an der Drehbank oder in der hauseigenen Steinbildhauerei weiterverarbeitet werden.


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Stein_Schweizer_Sandstein_Emilio_Stecher_Rooterberger_Sandstein_Wiesweid_Abbau_Sprengstoff_Steinbruch_Molassesandstein

Fotos© Emilio Stecher

Etwas weiter südwestlich am Höhenzug Rooterberg gewinnt seit über 65 Jahren die Firma von Emilio Stecher Rooterberger Molassesandstein im eigenen Steinbruch Wiesweid. Rooterberger Sandstein, ehemals eine beliebte Steinsorte, wird heute nur noch dort gewonnen. Nach seiner Blütezeit im 19. Jahrhundert konnte die Region um die Ortschaft Root mit der fortschreitenden Industrialisierung der Branche nicht mithalten.
Der Abbau unterliegt strengen Auflagen und wird mit Sprengstoff durchgeführt. Die großen Lagerflächen des graublauen Steins lassen sich hervorragend spalten und verleihen ihm ein charakteristisches Aussehen. Dieser Schweizer Sandstein hat seine Nische gefunden und dient, dann auch in geschliffener Ausführung, besonders oft als dezenter und neutraler Bodenbelag.

Foto© Carlo Bernasconi AG

Der Vierte im Bunde ist die Carlo Bernasconi AG aus der Berner Region. Der Betrieb gewinnt den Berner Sandstein in den Steinbrüchen Ostermundigen und Krauchthal. In Ostermundigen gewinnt man diesen Schweizer Sandstein schon seit dem 15. Jahrhundert, praktisch alle historischen Bauten der Berner Altstadt bestehen aus ihm. Doch während im 19. Jahrhundert Ostermundigen den größten Steinbruch der Schweiz beherbergte, ist die Familie Bernasconi heute die letzte, die dort ihren Stein gewinnt. Er kommt vor allem für die Denkmalpflege zum Einsatz. Eine wichtige Marktnische, denn passendes Ersatzmaterial für historische Bauten liefern meist nur die schon damals genutzten Lagerstätten.

Mehr über die Schweizer Sandstein erfahren Sie in STEIN im Juli 2014.

Schon lange war der Friedhof nicht mehr so populär wie im Moment. Die Kommunen haben begriffen, dass es Zeit ist, zu handeln, wenn sich Friedhöfe auch in Zukunft noch wirtschaftlich tragen sollen. Chancen für Konzepte, die den Friedhof als Raum wieder attraktiv machen und den Bedürfnissen der Hinterbliebenen gerecht werden.

Konzept Memoriamgarten:

Der erste Memoriam-Garten bereicherte 2009 die Bundesgartenschau in Schwerin. Die Idee dazu hatten Friedhofsgärtner. Das Konzept erhielt unmittelbar nach der BUGA den Deutschen Innovationspreis Gartenbau. Seitdem wird es auf jeder Gartenschau mit immer neuen Gestaltungsvarianten gezeigt. In vielen Bundesländern entstanden derartige Gärten der Erinnerung. In Hessen wird dieses Konzept von der Treuhandstelle für Dauergrabpflege gefördert, acht Gärten gibt es dort bislang.

Allein 2013 wurden vier Memo­riam-Gärten umgesetzt. Die Städte Lich und Offenbach weihten entsprechende Anlagen im Sommer 2013 ein. Anfang November 2013 wurde ein Memoriam-Garten in Dillenburg eröffnet, die jüngste Anlage befindet sich in Hofheim-Marxheim. Die sogenannten Memoriam-Gärten sind Gemein­schaftskonzepte der jeweiligen Kommune, der Treuhandstelle für Dauergrabpflege Hessen-Thüringen GmbH und Steinmetzen sowie Gärtnern vor Ort.

Ziel ist es, eine harmonisch gestaltete Anlage mit bezahlbaren Grabstätten zu schaffen, die Hinterbliebene von der Grabpflege entbindet. Mit einem Grab und seiner Nutzungsdauer erwerben diese gleichzeitig einen Grabstein, der von dem kooperierenden Steinmetz bearbeitet und versetzt wird, sowie eine dauerhafte Grabpflege mit jeweils nach Saison wechselnder Bepflanzung. In Offenbach stehen drei unterschiedliche Urnengrabstätten zur Wahl, in Hofheim-Marxheim, Dillenburg und Lich gibt es darüber hinaus auch Erdgrabstätten.

Konzept »Andenken«:

Mit der Zeit nach der Ruhefrist beschäftigt sich das Konzept »Andenken« des Bildhauers Timothy Vincent. »Andenken« möchte einen dauerhaften Erinnerungsort bewahren und geht dabei einen ungewöhnlichen Weg. Kernstück des Projekts ist eine Natursteinstele (220 x 45 x 45 Zentimeter), auf der die Namen derjenigen eingehauen sind, deren Gräber nach dem Ablauf der Ruhezeit eingeebnet werden und deren Erinnerungsorte dadurch unauffindbar sind. Auf den vier Seiten des Steins, der je nach Standort aus regionalem Gestein bestehen soll, haben die Namen von insgesamt 140 Verstorbenen Platz. Die Stele, die Steinmetzarbeiten und das Versetzen werden durch Sponsoren finanziert.

Lesen Sie mehr zu neuen Konzepten für den Friedhof in STEIN im Februar 2014.