MOELLER STONE CARE

Die Stonetec wurde zwar verschoben, doch die STEIN-Redaktion hat sich umgehört und präsentiert Ihnen in der Print-Ausgabe 06/2020 seit Ende Mai viele Neuigkeiten aus den Bereichen Werkstoff, Bauchemie, Tools & More sowie Kunstgießereien. Diese News erscheinen nun auch online – heute der zweite Teil der Bauchemie

Durch die neuen Fertigungsmethoden und Formate wird Keramik im Innen- und Außenbereich mehr nachgefragt. Zur Ergänzung bei Problemen von Keramik wird in den Service-Koffer der HMK. R157 Fliesen-Intensivreiniger für die Reinigung und Fleckenentfernung bei Fliesen, Feinsteinzeug, Terracotta, Ziegel-, Ton- und Klinkerplatten neu mit aufgenommen. Dieses mildalkalische Reinigungskonzentrat entfernt neben allgemeinen Verschmutzungen speziell Bauschmutz, Öl- und Fettfilme, Rückstände von wachshaltigen oder selbstglänzenden Pflegemitteln und vieles mehr im Innen- und Außenbereich. Der Anspruch an Schutzprodukte ohne klassische Lösemittel wird immer stärker, jetzt bekommt das bereits im Koffer enthaltene HMK. S232 Fleckschutz – wassergelöst Verstärkung durch HMK. S747 Fleckstop-Aqua. HMK.S747 Fleckstop-Aqua vermindert das Eindringen von Wasser, Schmutz, Öl und Fett und ist ideal zum Schützen von matt geschliffenen, sandgestrahlten und rauen Oberflächen bei Natur- und Kunststein, ebenso ist der Einsatz bei unglasierten Fliesen und Ziegelerzeugnisse möglich. HMK.S747 Fleckstop-Aqua ist mild sauer und nicht für polierte oder glänzende säureempfindliche Oberflächen aus Marmor oder Kalkstein geeignet. Aus aktuellem Anlass werden die nächsten 100 Koffer zusätzlich mit zwei Mund-Nasen-Schutzmasken ausgestattet.
www.moellerstonecare.eu

PCI

Die PCI komplettiert das Schnellestrich-Sortiment ihrer Novoment-Produktfamilie: Auf der Basis von Leichtfüllstoffen wurde der neue Schnellestrichmörtel Novoment Light konzipiert, er wiegt rund 50 Prozent weniger als konventionelle Estriche. Für Estrichleger wie auch Bausanierer und Fliesenleger bedeutet das: problemlose Estricharbeiten auch dort, wo das eingebrachte Flächengewicht eine zentrale Rolle spielt, z. B. bei Holzbalkendecken und Holzdielenböden sowie statisch kritischen Untergründen im Innen- und Außenbereich ebenso wie in Feuchträumen. Altbausanierungen und nachträgliche Arbeiten lassen sich mit dieser Erweiterung des Fachhandel- Schnellmörtel-Sortiments leichter planen und umsetzen. Nach dem Anmischen mit Wasser lässt sich der Mörtel leicht aufziehen und verdichten. Zusätzliches Glätten der Oberfläche ist nach Abziehen und Abreiben kaum mehr erforderlich. In nur einem Arbeitsgang ist eine tragende, durchgängig gebundene Estrichschicht eingebracht. Schöne Erleichterung für schwer zugängliche Baustellen: Verarbeiter müssen keinen zusätzlichen Sand zum Anmischen antransportieren, leichte, kraftsparende Handhabung in beengten Bereichen schont die Gesundheit. PCI Novoment Light lässt sich circa innerhalb einer Stunde bearbeiten und trocknet trotzdem schnell durch. Schon nach rund sechs Stunden ist der Estrich begehbar und nach bereits etwa einem Tag mit Fliesen belegbar. Der neue Fertigmörtel ist schwund- und verwölbungsarm, wodurch ein Aufschlüsseln in den Randbereichen nahezu ausgeschlossen ist. Auch unter Fußbodenheizungen sowie für Kellerböden und in Duschbereichen eignet er sich. Erhältlich im 15-kg-Sack mit der gleichen Flächenleistung eines herkömmlichen Estrichmörtels, im 30-kg-Sack ist er zudem sehr emissionsarm nach GEV-EMICODE EC1 PLUS. „Wir haben einen Fertigmörtel entwickelt, der für Handwerk und Handel einen echten Mehrwert bedeutet. Die Entwicklung solcher Neuprodukte basiert vor allem auf unseren Praxiserfahrungen und dem kontinuierlichen Austausch mit Verarbeitern und Fachhändlern“, freut sich Dr. Tobias Gutberlet, Produktmanager Bautechnik bei der PCI Augsburg.
www.pci-augsburg.eu

TENAX

Tenax hatte vor, auf der Stonetec sein „System des perfekten Color-Match – Farbabgleich, Verklebungen und Silikon“ ins Zentrum der Kommunikation zu stellen. Auch wenn die Messe verschoben ist, die Tenax Color Matcher App gibt es schon: Sie kann von Google Play oder dem Apple App Store heruntergeladen werden, zudem existiert sie als einfach und ohne Anmeldung zu nutzendes Desktop-Tool auf der Homepage von Tenax. Sie enthält die gängigen Quarzkomposit-/Agglo-/Kunststein-Keramikhersteller sowie deren Produktnamen und generiert im Handumdrehen Vorschläge, welche Farben der Tenax-Klebstoffe Titanium oder Glaxs Fast, des Kitts Solido Quarzo und des neutral vernetzenden SI-Silikons sich für den jeweiligen Werkstoff anbieten. Für Natursteine und Kunststein-Materialien, welche nicht in der App gelistet sein sollten, gibt es zum Selbstkostenpreis eine Kette aus ausgehärteten Echtmuster-Plättchen.
www.tenax.it

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Xiamen: Das neue Reich der Naturstein–Mitte?

Stein Magazin

Anfang März war in China die 17. Xiamen International Stone Fair. Für die Messe rund um Naturstein und seine Verarbeitung kamen 2050 Händler in die Stadt im Süden der Provinz Fujian.

Seit 2001 findet in Xiamen jährlich die größte Natursteinmesse der Welt statt. Zur diesjährigen Xiamen International Stone Fair kamen über 150.000 Besucher. Ungefähr ein Fünftel davon kam aus dem Ausland zur Messe. Von den 2050 Ausstellern war circa ein Viertel nicht aus China.

Ziel der Messe ist es jährlich die neuesten Produkte, Technologien und die Ausrüstung rund um das Thema Naturstein zu präsentieren. Außerdem soll die Messe als Plattform für eine bessere weltweite Vernetzung der Steinindustrie dienen. Dabei liegt der Fokus darauf chinesische Firmen international bekannter zu machen. Xiamen selbst bezeichnet sich bereits als „global stone center“.

Nach mehreren Jahren starkem Besucherzuwachs war die Besucherzahl der Messe dieses Jahr stabil mit vergleichsweise geringerem Wachstum. Die Gestaltung der Stände war detailreich und die Präsentation der Ausstellungsobjekte gekonnt in Szene gesetzt. Die nächste Xiamen International Stone Fair wird 2018 in demselben Zeitraum wie dieses Jahr abgehalten werden.

Lichtspiele am Kloster aus Kalkstein

Stein Magazin

Das Trierer Büro Architektur 9+ plante und realisierte ein Kloster aus Kalkstein am See Genezareth in Israel.

Fährt man über die Asphaltstraße zum biblischen Ort Kapharnaum, wird einem das neue Kloster kaum auffallen – es ist perfekt in die Landschaft am See Genezareth eingepasst. Der robuste Kalksteinbau liegt direkt am Fuß des Bergs der Seligpreisung, dort wo Jesus seine berühmte Predigt gehalten und unten am See das Wunder der Brotvermehrung gewirkt haben soll. Schon lange steht dort eine Kirche, die Gläubigen aus aller Welt zum Gebet dient. Zehntausende von Pilgern machen jedes Jahr hier Station auf ihrer Reise durch das Heilige Land.

Eine Herausforderung für die Mönche, die seit vielen Jahren diesen Ansturm bewältigen müssen. Das alte baufällige Kloster war keine angemessene Bleibe mehr für sie. So beschloss der Deutsche Verein vom Heiligen Land, ein neues Kloster zu errichten, und beauftragte die Trierer Architekten Alois Peitz, Hubertus Hillinger und Susanne Hoffman-Hillinger. „Das war wirklich nichts Alltägliches“, sagen die drei unisono. „Ein Kloster für die Menschen des 21. Jahrhunderts, gleichzeitig aber in benediktinischer Tradition – das macht man nur einmal im Leben.“

Zehn Jahre dauerte es alles in allem: vom Masterplan bis zur Einweihung. Ganz in Anlehnung an den klassischen St. Gallener Klosterplan der Benediktiner aus dem 9. Jahrhundert entstanden zwölf  Mönchszellen, ein Refektorium, ein Kapitelsaal, ein Oratorium, eine Bibliothek, eine Rekreation, Gästezimmer und eine Küche. Das Kloster ordnet sich architektonisch der Kirche unter, die Höhe orientiert sich an ihrem Giebel. Auch die Baustoffe sind die gleichen: Kalkstein aus Hebron, mit Kalksplitt angereicherter Beton, Holz und rote, stark reflektierende Tonziegel. „Es sind zwar die gleichen Materialien“, erklärt Susanne Hoffman-Hillinger, „aber modern bearbeitet – gesägt, geschliffen oder poliert. Damit ändert sich der Glanz und die Farbe von Kalkstein und Ziegeln.

Auf den Fußböden wurden unterschiedlich große Platten verlegt und an den zurückgesetzten Außenfenstern Steinstelen angebracht – orientalische, filigrane Elemente in dem Gebäude, das sonst eher massiv wirkt. Die Oberflächen der Außenwandbekleidung sind fein gespitzt. Und durch kleine Rücksprünge in der Fassade von nur einem Zentimeter Bänderung ergeben sich, bedingt durch die Lichtverhältnisse in Israel, starke, kontrastreiche Akzentuierungen. Im Inneren des Klosters schafft die Symbiose von Beton und Naturstein außergewöhnliche Effekte: Die Oberflächen der Betonkonsolen und Sichbetondecken sind gestockt. Dadurch  kommen die hellen Zuschlagstoffe des Kalksteins zum Vorschein.

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Der heimische „Jarraa fateh“-Kalkstein kommt aus Jamaain, Nablus City, Israel. Die Oberflächenbearbeitung variiert: Der Stein wurde gesägt, geschliffen oder poliert.

„Bauen im Heiligen Land heißt auch mit anderen Lichtverhältnissen“, sagt Hubertus Hillinger. „Es gibt weltweit kaum Orte, die heller sind als die Gegend rund um den See Genezareth.“ Daher muss das Kloster ausreichend Schatten spenden und die Maueröffnungen sind nach außen klein gehalten. Das Gebäude öffnet sich nach innen. Im Sommer bleibt es kühl, auch wenn die Hitze draußen 40 Grad erreicht; im Winter schützt es vor Kälte. In puncto Baudämmung und Isolation beschritten Peitz und Hillinger neue Wege. „Die mehrschaligen Wände sind 60 Zentimeter dick und die Kühlanlagen brauchen nur einen Bruchteil der dort sonst benötigten Energie“, erklärt Alois Peitz. Die Decken und Dächer statteten sie es mit einer Bauteiltemperierung als „Stille Kühlung“ aus und verwendeten Rohrregister, durch die kaltes Wasser läuft, das die Räume angenehm temperiert. „Die Energiekosten sind gering, weil die Dämmung so gut ist.“ Architekten aus Israel besuchten die Baustelle immer wieder, um Ideen für ihre eigenen Projekte aufzugreifen.

Lesen Sie mehr zum Kloster aus Kalkstein in Israel in STEIN im Mai 2015.