CHAPS & MORE

Aufgrund der Absage der Stonetec in Zeiten der Covid-19-Pandemie präsentiert STEIN in der Print-Ausgabe 06/2020 dennoch einen Branchenreport mit vielen aktuellen Produktneuigkeiten aus den Bereichen Werkstoff, Bauchemie, Tools & More sowie Kunstgießereien. Diese erscheinen nun auch als Online-Serie, heute der erste Teil zu „Tools & More“.

Neue Knieschoner für das bereits geschädigte Knie: Chaps & More, Spezialisten für Knie- und Nässeschutz aus Enger/Ostwestfalen, wollten auf der diesjährigen Stonetec dem Fachpublikum den völlig neu überarbeiteten Sicherheitsknieschoner Modell 70.200 präsentieren. Der bequeme „Gel-Sicherheits-Knieschoner“, der seit geraumer Zeit jenen Verarbeitern beim Knien hilft, die bereits ein Knieproblem haben, hat jetzt eine veränderte, höher angebrachte Befestigung erhalten, damit der obere Träger nicht mehr in die Kniekehle rutschen kann. Er ist jetzt größer, soll jedoch eine sehr praktische Passform erhalten haben, die laut Chaps & More enorm unterstützt wird durch das patentierte Antirutsch-Material, welches im kompletten oberen, innen liegenden Bereich des Knieschoners verarbeitet wurde. So sollen die Schoner auch beim Gehen nicht mehr verrutschen. Ob Fliesenleger, Natursteinverleger, Pflasterer oder andere Bauberufe: Entwickelt für alle, die viel auf ihren Knien arbeiten müssen, soll er durch die gerade Auflage diesen Gelenken sehr viel Halt und hohe Stabilität geben. Für Arbeiten auf sehr empfindlichen Böden lässt sich die Kappe auch weiterhin einfach mittels der Klettverschlüsse entfernen. Übrigens: Chaps & More produziert neben dem Knieschutz auch Schürzen und Armschoner für Steinmetze. www.chaps-and-more.de

PRODIM

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Einige Impressionen aus dem Prodim-Factory-Softwarepaket für Steinverarbeiter. Foto: Prodim International B.V.
Drei neue Software-Optionen für das Arbeiten mit dem Proliner. Foto: Prodim International B.V.
Drei neue Software-Optionen für das Arbeiten mit dem Proliner. Foto: Prodim International B.V.

RENNER

Hier gibt es drei neue Softwarelösungen: Factory Draw dient der Weiterverarbeitung von Proliner-Messungen. Mit dem schnellen, einfach zu verwendenden CAD-Zeichenprogramm kann man digitale Schablonen kontrollieren, bearbeiten und exportieren. Factory Draw Advanced ist eine Software, die noch mehr kann als Draw. Es lassen sich vertikale Projektionsflächen in 2-D/3-D konstruieren, durch Hinzufügen der Materialstärke massive Teile erstellen bzw. simulieren und Konflikte zwischen den Massivteilen kontrollieren und beheben, da das Programm automatisch erkennt, wenn Stöße bzw. Übergänge nicht passen. Die Komplett-Softwarelösung Factory Fabricator für Proliner-Messungen enthält alle Module, die man zum Bearbeiten und Zeichnen von Abmessungen braucht. Neben den Funktionen von Draw Advanced können Sie Ihre Platten digitalisieren, ein eigenes Platteninventar erstellen und Ihre Produktionsstücke mit Ihren eigenen digitalisierten Platten matchen. Zu allen drei Produkten gibt es YouTube-Videos, einfach dort nach Prodim und dem Namen der Software suchen oder diesen Link zur Prodim-Page benutzen, auf der sie unten eingebunden sind: https://www.prodim-systems.de/produkte/prodim-factory-software-loesungen-fuer-die-steinindustrie/

Die robusten und wartungsfreundlichen Schraubenkompressoren der RS-PRO-Baureihe in den Leistungsklassen 30,0 kW bis 55,0 kW mit Direktantrieb gibt es nun auch mit integriertem Frequenzumrichter. Zudem sind diese Aggregate ab sofort mit den neuen Steuerungen RENNERtronic Touch oder RENNERtronic Plus Touch erhältlich. Renner bietet damit neben riemengetriebenen Kompressoren in den Leistungsklassen 30,0 kW bis 55,0 kW alternativ einen Direktantrieb an, welcher einen zuverlässigen wie auch leistungsstarken Betrieb des Kompressors garantiert. Ohne Keilriemen ist die Kraftübertragung bei den direktgetriebenen Kompressoren besser als bei der riemengetriebenen Variante. Die RS-PRO-Baureihe mit Direktantrieb verfügt ab sofort über eine Variante mit integriertem Frequenzumrichter. Die RSFPRO- D-Variante, jetzt neu mit serienmäßiger RENNERtronic- Touch- oder optional erhältlich mit RENNERtronic-Plus-Touch- Steuerung, bietet eine intelligente Frequenzregelung, wobei die maximal mögliche Liefermenge sich automatisch dem eingestellten Druckbereich anpasst. Fällt der Druck aufgrund einer Entnahmespitze, setzt die REflex-Funktion die benötigten Reserven frei und gewährleistet einen konstanten Arbeitsdruck. Die REflex-Funktion kann variabel von 6 bis 15 bar eingestellt werden, ohne Veränderungen vorzunehmen. Darüber hinaus bietet die integrierte Funktion dem Anwender Versorgungssicherheit, verbunden mit Energieeffizienz. Neben einem intuitiv bedienbaren, smartphoneähnlichen 4,3“- bzw. 7“-Touchscreen bieten die neuen Steuerungen weitere Vorteile. Die Software der RENNERtronic Plus Touch ist z. B. mit einer umfangreichen Grundlastwechselsteuerung ausgestattet. Bis zu acht weitere Kompressoren lassen sich hiermit steuern. Renner-Kompressoren entsprechen den Anforderungen des Industrie-4.0-Standard. Weitere Vorteile der neuen Baureihe: integrierter, hocheffizienter und drehzahlgeregelter Radiallüfter, der eine hohe Restpressung besitzt und geräuscharm ist. Durch den Teillastbetrieb dieses Lüfters bietet die RSFPRO- Baureihe ein hohes Energieeinsparungspotenzial. Von drei Seiten unterfahrbare Kompressoren sowie eine geringe Aufstellfläche vereinfachen die Einbringung und unterstützen eine flexible Installation. Abnehmbare Türen und Streben ermöglichen eine sehr gute Zugänglichkeit an die Wartungskomponenten. Schutz vor Verschmutzungen bietet das optional erhältliche magnetische, leicht austauschbare Vorsatzfiltergitter. Zur Wärmerückgewinnung wird ein Wärmetauschersystem für Brauch- oder Heizwasser angeboten. Die BAFA fördert die gelisteten Modelle mit bis zu 40 Prozent.
www.renner-kompressoren.de

SEBALD

Sebald hat die Nassschleifmaschine GTW 1800 verbessert. Neben neuen Kugellagern (NTN-Rillenkugellager mit berührungsfreien Dichtscheiben) gibt es auch ein neues Halteblech für die Wasserzuführung, das war früher aus Plastik. Die Maschine wurde für den professionellen Einsatz konstruiert. Sie zeichnet sich durch ein geringes Gewicht und hohe Durchzugskraft aus. Der Soft-Bügelgriff wirkt schwingungsdämpfend und ermöglicht ermüdungsfreies Arbeiten. Die unten liegende Wasserzuführung soll eine sehr gute Bewegungsfreiheit ermöglichen und zu einem besonders guten Handling beitragen. Technische Daten:
Leistung: 1800 W
Drehzahl: 1800 U/min
Maximaler Werkzeugdurchmesser: 130 mm
Werkzeugaufnahme: M 14
Nennspannung: 230 V
Im Lieferumfang sind noch ein Spritzschutz und ein Paar Ersatzkohlen enthalten.
www.sebald-schleifscheiben.de

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Gestaltungswettbewerb Grabzeichen

Stein Magazin

Der Landesinnungsverband Steinmetz- und Steinbildhauerhandwerk Baden-Württemberg führt seit 1965 jährlich den Gestaltungswettbewerb „Grabzeichen“ durch. Seit knapp 20 Jahren wird der Wettbewerb auch bundesweit ausgeschrieben. Die nächste Einreichungsrunde endet im Februar 2017.

Steinmetze aus ganz Deutschland können sich mit ihren Arbeiten bewerben. Die Jury legt dabei besonderen Wert auf die gestalterische Qualität der Grabzeichen. Darüber hinaus ist zu beachten, dass die eingereichten Arbeiten bereits auf einem Friedhof stehen müssen. Am Ende des Wettbewerbs darf sich der Gewinner über ein Preisgeld bis in Höhe von 1.000 Euro freuen. Ziel des Wettbewerbs ist es, innovative Arbeiten zu fördern und die zeitgenössische Bestattungskultur zu stärken.

Erfahren Sie mehr über den Gestaltungswettbewerb und reichen Sie Ihre Arbeiten noch bis zum 28. Februar 2017 ein.

Grabpflege muss man sich leisten können. Das Problem betrifft nicht nur viele zeitgenössische Normalsterbliche, auch für die anstehende Ertüchtigung des Florentiner Grabmals von Michelangelo fehlen derzeit die Mittel. Daher lief ursprünglich bis zum 30. Oktober 2017 eine Spendenaktion der zuständigen gemeinnützigen Organisation Opera di Santa Croce. Weil der notwendige Betrag leider noch nicht zusammengekommen ist, wurde die Kampagne aktuell verlängert, die Arbeiten am Grabmonument und dem dazugehörigen Altar sollen baldmöglichst beginnen.

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Er hat schon bessere Zeiten gesehen: Die Grablege Michelangelos und seiner Familie muss dringend gesäubert und restauriert werden. (Foto: Opera di Santa Croce)
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Doppelter Andachtsort: Links der Familienaltar der Buonarroti, rechts das Grabmal. (Foto: Opera di Santa Croce)
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Vor dem Sarkophag aus Breccia di Seravezza (auch Breccia Medicea genannt) trauern die personifizierten Künste Bildhauerei, Architektur und Malerei um Michelangelo. (Foto: Opera di Santa Croce)
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Die Nahaufnahme zeigt: Die Skulpturen aus Bianco di Carrara müssen dringend gesäubert werden. (Foto: Opera di Santa Croce)
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Erst 2016 entdeckt: Am linken Bildrand etwa auf halber Höhe hat Vasari den verstorbenen Michelangelo als Pharisäer Nikodemus im Altargemälde versteckt. (Foto: Opera di Santa Croce)
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Seit der Überschwemmung von Florenz 1966 weist das Gemälde des Familienaltars der Buonarroti gravierende Schäden auf, dazu kommen die Ablagerungen der Jahrhunderte. (Foto: Opera di Santa Croce)
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Vormals Weiß trifft Purpur – Carrara-Marmor und Breccia di Seravezza am Grab Michelangelos und der Seinen. Noch bis 30. Oktober kann für die Restaurierung gespendet werden. (Foto: Opera di Santa Croce)

Es steht nicht gut um das Familiengrab der Buonarroti. Zusammen mit 66 Verwandten ruht Michelangelo in der Basilika Santa Croce zu Florenz, das Andenken an den berühmtesten Sohn des Geschlechts steht im Fokus des Grablege-Ensembles bestehend aus steinernem Monument und angrenzendem Altar. Für die dringenden erhaltenden Maßnahmen werden insgesamt 100.000 Euro benötigt, 15.000 stehen bis dato noch aus.

„Die Skulpturen aus Carrara-Marmor wurden zum letzten Mal vor 22 Jahren gesäubert und haben seither wieder viele Ablagerungen angesetzt“, erklärt Paola Vojnovic, zuständig für die Spendenaktion #InTheNameOfMichelangelo bei Opera di Santa Croce. „Aufgrund der porösen Struktur des Steins können diese eindringen und ihn zerbröseln lassen.“ Eine Säuberung des Ensembles, das im Zentrum eine Büste des Meisters aus Bianco di Carrara auf einem Sarkophag aus purpurner Breccia di Seravezza zeigt, vor dem weiße Carrara-Marmor-Allegorien seiner drei Künste Bildhauerei, Architektur und Malerei trauern, ist unbedingt sinnvoll.

Direkt links neben dem Grabmal, 1570 von Michelangelos Freund Giorgio Vasari entworfen, findet sich der Familienaltar der Buonarroti mit einem Altargemälde, geschaffen vom selben Künstler. Hier reichen die Schäden weiter – und das seit vielen Jahren. Das Bild (Öl auf Pappelholz, 1572) wurde durch die große Überschwemmung in Florenz 1966 stark beschädigt. Weil der gesamte Reparaturbedarf in der Stadt immens war, wurde das Gemälde damals nur notdürftig gesichert. Zudem ist es durch Staub und Schmutzablagerungen der Jahrhunderte stark eingedunkelt. So entdeckte man erst kürzlich eine Darstellung Michelangelos in der Figurenkomposition, der zu seiner eigenen letzten Ruhestätte hinüberblickt. Säuberungs- und Sicherungsarbeiten sind dringend durchzuführen.

Für das Projekt werden noch 15.000 Euro benötigt, spenden kann man online über den Donate-Button auf http://santacroceopera.it/michelangelo/. Auch Kleinbeträge helfen, wie Paola Vojnovic unterstreicht: „Wir freuen uns über jeden, der vielleicht auch nur 25 oder 50 Euro beisteuert.“ Alle Spender werden übrigens ebenfalls in Santa Croce verewigt: In einem Buch der Spender im Archiv dieser Basilica minor. Für größere Zuwendungen von Privatpersonen oder Firmen (5.000, 10.000 oder gar 15.000 Euro) sind noch speziellere Ehrungen vorgesehen, wie z. B. eine Plakette am Eingang des Gotteshauses.

 

Zu Carrara-Marmor, aus dem Michelangelo zu Lebzeiten herausragende Kunstwerke schuf und welchen auch Vasari für das Grabmal des Meisters heranzog, lesen Sie übrigens mehr in STEIN 11/17 in Teil 3 unserer Serie „Italiens Klassiker“.