Buschmesser: Das steingewordene Solinger Schneidwerkzeug rechts an der Hecke. Links eine namenlose Stahlplastik von Thomas Röthel

Stahlprodukte aus Solingen, allen voran Messer, sind in der ganzen Welt ein Begriff. Selbst im südamerikanischen Dschungel warnte Bud Spencer im 1973er Kinoklassiker „Zwei Himmelhunde auf dem Weg zur Hölle“ seinen Kompagnon Terence Hill vor einer „Ansichtskarte aus Solingen“ in seinem Rücken – sprich dem Springmesser in der Hand des anschleichenden Angreifers. Zum zehnten Jubiläum der Solingen-Messe (8. & 9. Juni 2018) hat ein ortsansässiges Natursteinunternehmen nun ein überdimensionales Steinmesser geschaffen.

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Buschmesser: Das steingewordene Solinger Schneidwerkzeug rechts an der Hecke. Links eine namenlose Stahlplastik von Thomas Röthel, die parallel ausgestellt wurde. (Foto: Armin B. Pauly)
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Türsteher: Die schneidige Natursteinskulptur bewachte im Juni 2018 den Eingang der Solingen-Messe. (Foto: Armin B. Pauly)
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Soll das Werk den Meister loben: Das Natursteinmesser und der Künstler, Steinbildhauer Hartmut Hegener. (Foto: Armin B. Pauly)
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Hier hängt nicht das Schwert des Damokles, sondern das Buttermesser des Hartmut Hegener auf dem Betriebsgelände von Marmor Pauly. (Foto: Armin B. Pauly)

Hübsch unhandlich

Auf der Solingen-Messe stehen die Produkte der lokalen Industrie im Zentrum, in der klassischen Klingenstadt selbstverständlich ganz besonders die bekannten Stahlwaren. Direkt gegenüber des Veranstaltungsorts dieser größten Wirtschaftsschau im Bergischen Land – der örtlichen Eissporthalle – befindet sich das Betriebsgelände von Marmor Pauly, wo man allerdings seit 1871 in Naturstein macht. „Ein Messer muss nicht immer aus Stahl sein“, dachte sich schließlich auch Inhaber Armin B. Pauly, Architekt und Diplom-Bauingenieur.

Und handlich auch nicht: Mit dem selbstständigen Steinbildhauer Hartmut Hegener fertigte er eine Buttermesser-Skulptur im Maßstab 10:1, um diese vor dem Eingang zur Messe aufzustellen und darauf hinzuweisen, dass es neben der stolzen Stahltradition auch langjährige Steinmetztätigkeit gebe. 2,30 Meter misst das Messer mit einem Griff aus geschliffenem Anröchter Grünstein, einem Kalksandstein aus der Gegend um Soest. Die feingeschliffene Klinge aus „Belgisch-Granit“, dem belgischen Pendant zum Aachener Blaustein, wurde mit eingeschliffener Glasfaserarmierung angefertigt. Der Kontrast zwischen dunklerer Klinge und hellerem Griffstück wird durch den unterschiedlichen Schliff unterstützt, der den Belgischen Blaustein besonders dunkel wirken lässt. Zur Aufstellung verankerte man das Kunstwerk auf einem Sockelstein aus Schwarz-Schwedisch im Bereich des Haupteingangs.

Kunstausstellung flankierte Messe

Weil Pauly ein weltoffener, kunstsinniger Mensch ist und das „Messer aus Naturstein“ ein Augenzwinkern gegenüber anderen Materialien beinhaltet, fand parallel zur Messe vom 8. – 10. Juni 2018 auf seinem Werksgelände gegenüber eine Kunstausstellung mit verschiedensten Materialien statt – neben Werken von Bildhauern und Malern u. a. auch Stahlskulpturen von Thomas Röthel und Stephan Mensler. So entstand eine Brücke zwischen Werkstoffen und Straßenseiten.

Nach Beendigung der Veranstaltung zeigte die Stadt Solingen allerdings kein Interesse mehr am Verbleib des potenziellen Postkartenmotivs vor der Eissporthalle – daher findet das monströse Messer bald eine neue Heimat bei einem bekannten Stahlwarenhersteller.

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Was gibt es bei der Anwendung zu beachten?

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Unser Tipp:

Lithofin bietet praktische Pflege-Sets im handlichen Koffer oder als Compact-Set in der Faltschachtel zum Auffrischen an. Die Produkte in den Sets sind einfach zu handhaben, dass sie auch gut von Endverbrauchern verarbeitet werden können. Bleiben Sie Ihren Kunden in Erinnerung, indem Sie ihnen ein Set nach dem Einbau der Arbeitsplatte als Geschenk überreichen.

Weitere Informationen finden Sie auf unserer Website unter: www.lithofin.de/impraegnierungen

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Steinschnuppern in München

Stein Magazin

Das städtische Berufsschulzentrum Thomas Wimmer für das Bau- und Kunsthandwerk an der Luisenstraße in München öffnete am 20. Juli 2017 seine Steinmetz- und Holzbildhauerwerkstätten für die Öffentlichkeit, wobei explizit Klassen allgemeinbildender Schulen angesprochen wurden. Die Möglichkeit zum Blick hinter die Kulissen der präsentierten Berufe erfreute sich regen Interesses.

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Hartmut Hintner, Gestaltungslehrer für Steinmetze und Steinbildhauer, erläuterte einer Schulklasse Exponate der diesjährigen Sommerausstellung der Münchner Schulen an der Luisenstraße. (Foto: Michael Senn)
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Hartmut Hintner, Gestaltungslehrer der Steinmetze und Steinbildhauer, stand inmitten seines Publikums und erläuterte die Beiträge der diesjährigen Sommerausstellung. Eine Führung, um etwaige künftige Schüler über das Ausbildungsangebot im Schulkomplex an der Luisenstraße für Holzbildhauer, Goldschmiede, Steinmetze und Steinbildhauer zu informieren. Nach dem allgemeinen Teil wurden die Klassen aufgeteilt und durften in kleineren Gruppen in insgesamt fünf Werkbereichen ihre Fähigkeiten ausprobieren. Neben den etablierten Stationen Steinbearbeitung und Holzschnitzen gab es diesmal auch Kalligraphie, das Schriftzeichnen, sowie eine Druckwerkstatt und die Möglichkeit, das Ziselieren von Bronze zu entdecken. Hartmut Hintner: “Unsere Schüler zeigen Interessierten, wie wir hier arbeiten. Außerdem können die Besucher selbst ausprobieren, wie man Stein bearbeitet oder Holz schnitzt. Uns geht es darum, Berufsmöglichkeiten aufzuzeigen und unseren Bekanntheitsgrad zu erhöhen.” Deshalb hat Schulleiter Hans Seger Gymnasien, Real- und Mittelschulen in München und Umgebung angeschrieben und deren Abschlussklassen sowie Flüchtlingsklassen zum Tag der offenen Werkstatt eingeladen. Das Konzept gefiel, viele Zusagen trafen ein. Hintner freute sich: “Außerdem kamen viele Jugendliche der umliegenden Schulen vorbei und natürlich auch unsere Ehemaligen.”

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